Brennen beim Wasserlassen: Was tun, wenn’s brennt?

Dr Friederike Ebigbo

Medizinisch geprüft von

Dr. Friederike Ebigbo

Letzte Änderung: 21 Feb 2022

Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen sind nicht nur äußerst unangenehm, sie können auch auf eine Vielzahl von Erkrankungen hindeuten. Häufig ist eine einfache Harnwegsinfektion der Grund für den Schmerz. Abhängig von weiteren Symptomen und Beschwerden zeigt ein Brennen beim Wasserlassen aber womöglich verschiedene andere Krankheitsbilder, wie etwa Geschlechtskrankheiten oder Blasensteine, an. Lesen Sie hier, welche Ursachen noch hinter den brennenden Schmerzen stecken können, worauf Brennen beim Wasserlassen bei Mann und Frau hindeuten kann und wann Sie zum Arzt gehen sollten.

Inhalt
Brennen beim Wasserlassen: Frau sitzt auf der Toilette und hält sich mit beiden Armen den Unterbauch.
 

Kurzübersicht

Mögliche Ursachen: Das Brennen beim Wasserlassen (Algurie) kann auf zahlreiche Erkrankungen hinweisen. Häufig steckt ein bakterieller Harnwegsinfekt, wie eine Blasenentzündung (Zystitis), dahinter. Aber auch kleine Verletzungen im Intimbereich, Reizungen der Schleimhäute oder Blasensteine können die Ursache sein. Mögliche Auslöser sind außerdem Entzündungen der Scheide oder Prostata, zum Beispiel bei Geschlechtskrankheiten und Pilzinfektionen.

Dann ist ein Arzttermin nötig: Bei heftigen Schmerzen oder anderen alarmierenden Symptomen, wie zum Beispiel Fieber, sollten Sie zeitnah zum Arzt gehen. Wenn die Beschwerden länger als 2-3 Tage anhalten, ist ärztlicher Rat ebenfalls wichtig. Schwangeren Frauen und Menschen mit Immunerkrankungen wird zum unverzüglichen Arztbesuch geraten – denn hier können schwere Komplikationen auftreten.

Das tut der Arzt: Nach eingehender Befragung über die Symptome und etwaige Gesundheitsprobleme nimmt der Arzt meist eine Urinprobe. Möglicherweise sind auch ein Abstrich der Genitalien oder eine Ultraschalluntersuchung notwendig. Da die Ursachen für das Brennen beim Urinieren vielfältig sein können, ist die jeweilige Behandlung davon abhängig, wo der Grund für die Beschwerden liegt.

Schmerzen beim Wasserlassen: Viele Ursachen sind möglich

Tritt beim Wasserlassen ein brennender oder ziehender Schmerz auf, unter Fachleuten auch Algurie genannt, kann dies verschiedenste Ursachen haben. Hinter den Beschwerden steckt häufig ein Harnwegsinfekt, wie zum Beispiel eine Blasenentzündung, – doch für sich betrachtet muss ein Brennen beim Wasserlassen nicht immer eine Blasenentzündung bedeuten. Manchmal treten die Schmerzen mit weiteren Symptomen auf. So kann das brennende Gefühl auch auf Infektionen der Geschlechtsorgane oder schwerwiegendere Erkrankungen, wie beispielsweise Blasensteine, hinweisen.

Eine genaue Beobachtung der Beschwerden erleichtert die Ursachenfindung meist enorm. Deshalb ist es zunächst ratsam, die speziellen Umstände des Schmerzgefühls zu ermitteln: Brennt es zum Beispiel bereits vor dem Wasserlassen oder setzt der Schmerz erst danach ein? Handelt es sich um ein dauerhaftes oder plötzlich auftretendes Brennen? Und liegen die Schmerzen im Bauchraum, in der Harnröhre oder sind sie eher oberflächlich?

Achten Sie außerdem auf andere Symptome, die häufig im Zusammenhang mit Brennen beim Wasserlassen auftreten:

Erst in der Gesamtschau der Symptome lässt sich also eingrenzen, was hinter einem Brennen beim Wasserlassen stecken kann. Doch auch wenn Sie keine weiteren Beschwerden haben, gilt: Hält der Schmerz mehr als 2-3 Tage an, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

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Schmerzhaftes Brennen durch Verletzungen und Reizungen

Ein Brennen beim Wasserlassen muss nicht immer ein Anzeichen für eine schwerwiegende Erkrankung sein. Bereits kleine Verletzungen im Intimbereich können dazu führen, dass der Gang zur Toilette unangenehm wird. Dabei ist nicht immer eine Wunde an der Eichel oder Scheide erkennbar – schon winzige Schürfwunden oder Reizungen haben das Potenzial, bei Kontakt mit Urin äußerst unangenehme Schmerzen beim Wasserlassen auszulösen.

Die möglichen Gründe für solche Verletzungen des Intimbereichs sind zahlreich: von übertriebener Intimhygiene über intensiven Geschlechtsverkehr bis hin zu Folgeerscheinungen medizinischer Behandlungen, wie etwa nach einer Untersuchung beim Frauenarzt oder der Entfernung eines Blasenkatheters, ist vieles denkbar. Auch der Kontakt mit ungeeigneten, parfümierten Seifen oder spermienabtötenden Mitteln (Spermiziden) zur Verhütung kann die empfindliche Haut im Schambereich irritieren.

In der Regel heilen kleinere Wunden und Reizungen von selbst wieder ab. Haben Sie in letzter Zeit ein ungewohntes Produkt verwendet, zum Beispiel zur Intimpflege, dann sollten Sie dieses vorerst nicht mehr benutzen, um weitere Irritationen zu vermeiden. Dauert das unangenehme Gefühl über mehrere Tage an, können Salben oder Cremes für den Intimbereich die Heilung unterstützen. Ihr Arzt oder Apotheker berät Sie hierzu gern.

Brennen beim Wasserlassen: Bei Frauen ein häufiges Symptom

Schmerzen bei der Entleerung der Harnblase sind ein häufig genanntes „Frauenproblem“. Die Gründe dafür können allerdings vielfältig sein. Oft handelt es sich um eine Harnwegsinfektion – allerdings kann der Schmerz auch mit einer Scheidenentzündung (Kolpitis) oder anderen Beschwerden im weiblichen Intimbereich verwechselt werden.

Frauen leiden öfter an Harnwegsinfektionen

Besonders Frauen leiden häufig an einem brennenden Gefühl beim Wasserlassen. Da ihre Harnröhre kürzer ist als bei Männern, gelangen Bakterien und andere Keime leichter durch die Harnwege in die Blase und können dort eine schmerzhafte Blasenentzündung hervorrufen. Zu den Symptomen einer Blasenentzündung gehört neben dem Brennen beim Urinieren ein anhaltender Harndrang. Auch Schmerzen in der Blase, aber nicht beim Wasserlassen sind möglich.

Ein leichter Harnwegsinfekt, wie eine Blasenentzündung, lässt sich oft gut mit Hausmitteln und schmerzlindernden Medikamenten behandeln. Er verschwindet bei etwa der Hälfte der betroffenen Frauen nach ungefähr einer Woche. Bei anhaltenden Beschwerden oder einer Verschlechterung wird in der Regel ein Antibiotikum verschrieben.

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Vorsicht: Frauen mit anhaltenden sowie häufig wiederkehrenden Beschwerden oder einer Blasenentzündung in der Schwangerschaft sollten in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Denn bleibt eine schwere Zystitis unbehandelt, kann eine Nierenbeckenentzündung oder sogar eine lebensbedrohliche Blutvergiftung entstehen. Bei Schwangeren drohen Komplikationen für die Schwangerschaft.

Weitere Ursache bei Frauen: Infektion der Scheide

Ein Brennen beim Wasserlassen bei Frauen halten viele Betroffene für eine Erkrankung der Blase oder Harnröhre. Durch die Anatomie der Frau kann dieses Symptom jedoch auch falsch interpretiert werden. Deshalb können Entzündungen der Scheide oder der Schamlippen auch mit Blasenschmerzen oder einem Druckgefühl auf die Harnröhre einhergehen und so zu Verwechslungen führen.

Bei anhaltendem Brennen in der Scheide oder im Intimbereich sowie auffälligem Ausfluss liegt der Grund für die Beschwerden möglicherweise in einer Infektion des Intimbereichs. Auch Rötungen, Schwellungen und Juckreiz deuten auf eine Scheideninfektion, wie etwa eine bakterielle Vaginose hin. Die Schmerzen beim Wasserlassen beginnen dann häufig erst, wenn die entzündeten Bereiche mit Urin in Berührung kommen.

Achten Sie also genau auf die Umstände, unter denen das schmerzhafte Brennen auftritt. Denn eine Scheiden- oder Schamlippenentzündung, die beispielsweise im Zusammenhang mit einem Scheidenpilz oder Geschlechtskrankheiten auftreten kann, erfordern eine individuelle Beratung und Behandlung.

Brennen nach dem Wasserlassen: Scheidentrockenheit als Ursache

Wenn Schmerzen nach dem Wasserlassen bei der Frau auftreten, ist als Ursache nicht nur eine Infektion der Scheide, sondern manchmal eine sogenannte Scheidentrockenheit möglich. Bereits junge Frauen können an diesem oft verkannten Problem leiden, das eine Nebenwirkung übertriebener Intimhygiene, zugrundeliegender Hauterkrankungen oder auch der Anti-Baby-Pille sein kann. Typischerweise tritt dieses Problem der Scheidentrockenheit erst im Rahmen der Wechseljahre oder während der Stillzeit durch die einsetzenden hormonellen Veränderungen bei vielen Frauen auf.

Ist die Befeuchtung der Scheide durch den Mangel an Östrogen gestört, fehlt der natürliche Flüssigkeitsfilm auf den Schleimhäuten, der schützende Milchsäurebakterien enthält. Diese bewahren die Vaginalschleimhaut vor dem Eindringen von Pilzen und anderen unerwünschten Mikroorganismen. Betroffene Frauen leiden deshalb häufiger unter Pilzinfektionen.

Der Geschlechtsverkehr wird außerdem oft als unangenehm oder schmerzhaft empfunden. Die intensive Reibung, die aber auch beim Radfahren oder durch zu enge Kleidung entstehen kann, führt dann häufig zu Hautirritationen und Verletzungen. Kommen diese Bereiche mit Urin in Berührung, können Schmerzen beim Wasserlassen entstehen.

Glücklicherweise lässt sich eine Trockenheit der Scheide in der Regel gut behandeln. Aber auch wenn viele Produkte mittlerweile rezeptfrei in Apotheken oder Drogeriemärkten erhältlich sind: Sprechen Sie, wenn Sie eine Scheidentrockenheit vermuten, zunächst mit Ihrem Frauenarzt – denn die geeignete Therapie hängt vom jeweiligen Auslöser ab. Ist die Ursache einmal ermittelt, können die Symptome beispielsweise mit Feuchtigkeitsgelen, Hormontherapien oder einer Umstellung der Verhütungsmethode gelindert werden.

Brennen beim Wasserlassen: Männer sollten zum Arzt

Während Schmerzen beim Wasserlassen bei Frauen in vielen Fällen unkompliziert zu behandeln sind, ist das brennende Gefühl bei Männern ein Alarmsignal. Nicht nur Blasenentzündungen sind bei ihnen ungleich schwerer in den Griff zu bekommen – auch eine Nebenhodenentzündung oder Beteiligung der Prostata können dahinterstecken.

Blasenentzündung: Bei Männern kann sie gefährlich werden

Bei Männern kann ein Brennen beim Harnablassen auch zu ernsten Komplikationen führen. Da die männlichen Harnwege durch den Penis führen, ist die Harnröhre deutlich länger als bei Frauen. Das schützt zwar vor dem Eindringen unerwünschter Keime – sind Bakterien oder andere Erreger erst einmal in die Blase gelangt, kann es aber auch deutlich schwerer sein, sie zu bekämpfen.

Dabei kommt es bei Männern häufig erst dann zu einer Blasenentzündung, wenn ein anderes organisches Problem vorliegt. Ist beispielsweise die Harnröhre verengt, kann die Blase nicht mehr vollständig entleert werden. Mit dem restlichen Urin verbleiben dann auch Keime in der Harnblase, die sich dort unkontrolliert vermehren können.

Aus diesen Gründen sollten Männer auch leichte Schmerzen beim Entleeren der Harnblase vom Hausarzt oder Urologen abklären lassen. Das trifft auch bei Schmerzen in der Blase zu, aber nicht beim Wasserlassen. Der Arzt kann eine Urinuntersuchung durchführen und gegebenenfalls eine Urinkultur anlegen, um die jeweiligen Erreger genau zu bestimmen und beispielsweise das richtige Antibiotikum zu verschreiben.

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Nebenhodenentzündung: Wenn sich die Infektion ausbreitet

Bleibt eine Zystitis bei Männern unbehandelt, führt dies häufig zu einer Ausbreitung der Bakterien oder Erreger auf die Hoden und/oder Nebenhoden. Besonders wenn außer den Schmerzen beim Wasserlassen beim Mann eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten, ist ärztlicher Rat dringend erforderlich:

  • Schwellungen im Bereich der Hoden
  • Druckempfindlichkeit
  • Flüssigkeitsansammlungen um die Hoden
  • Fieber
  • dauerhafte Schmerzen

Wird eine Nebenhodenentzündung nicht behandelt, kann es zu einem Abszess mit Eiterbildung kommen, der dann operativ entfernt werden muss. Bei zügiger Behandlung lassen sich Entzündungen der Nebenhoden und Hoden jedoch meist gut mit einem Antibiotikum behandeln.

Schmerzen beim Wasserlassen beim Mann: Prostata kann die Ursache sein

Da gerade bei Männern ein Brennen beim Wasserlassen keine Blasenentzündung bedeuten muss, weist das äußerst schmerzhafte Symptom häufig auf eine Erkrankung der umliegenden Organe hin. Besonders die Prostata kann bei einer Entzündung nicht nur heftige Schmerzen auslösen, sondern auch Probleme beim Entleeren der Harnblase verursachen.

Die Prostata ist eine Drüse, die den oberen Teil der Harnröhre umschließt. Deshalb wird sie auch „Vorsteherdrüse“ genannt. Von jungen Männern wird sie meist gar nicht wahrgenommen – mit zunehmendem Alter steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit für gesundheitliche Probleme, die sich häufig zuerst über Beschwerden beim Urinieren bemerkbar machen. Denn ist die Vorsteherdrüse entzündet oder aus anderen Gründen vergrößert, drückt sie schnell auf die Harnwege und kann dadurch unter anderem ein Brennen beim Wasserlassen beim Mann auslösen.

Auch vor diesem Hintergrund ist es also ratsam, bereits bei leichten Schmerzen einen Arzt aufzusuchen. Tritt das Brennen zusammen mit folgenden Beschwerden auf, sollten Sie zeitnah einen Termin vereinbaren:

  • Schmerzen im Bereich des Damms bis zum After
  • Gelenk- und/oder Muskelschmerzen
  • Fieber
  • häufiger Harndrang, aber nur wenig Urinabsatz
  • Schmerzen bei der Ejakulation
  • Druckgefühl im Unterbauch

Diese Symptome, wie auch ein warmes bis heißes Gefühl im unteren Bauchraum, sind mögliche Anzeichen für eine Prostataentzündung. Diese wird häufig von Bakterien oder anderen Keimen ausgelöst, die unter Umständen aus Entzündungen in benachbarten Organen wie auch der Blase in die Vorsteherdrüse übergehen. Aber auch die Erreger von Geschlechtskrankheiten wie Gonorrhoe oder Chlamydien können, besonders nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr, die Prostata infizieren.

Tritt das Brennen beim Wasserlassen dagegen ohne weitere Beschwerden auf, kann es sich sogar um ein Anzeichen für einen Tumor in der Prostata handeln: In den meisten Fällen verursachen Wucherungen im Bereich der Vorsteherdrüse keine weiteren Symptome und machen sich erst durch den Druck auf die Harnwege bemerkbar. Gerade deshalb sollten Männer spätestens ab dem 45. Lebensjahr auch ohne akute Beschwerden regelmäßig zu den empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen gehen.

Allerdings muss ein Tumor in der Prostata nicht unbedingt bösartig sein. Die sogenannte benigne Prostatahyperplasie bezeichnet eine gutartige Wucherung, die bei etwa der Hälfte der Männer über 50 Jahren auftritt. In den meisten Fällen sind diese Geschwüre nicht nur ungefährlich, sondern fallen nicht einmal auf: Die Betroffenen leben häufig komplett beschwerdefrei. Trotzdem sollte Mann das Thema Prostatakrebs nicht auf die leichte Schulter nehmen und im Zweifel einen Arzt zurate ziehen.

Chlamydien, Gonorrhoe und Co. – Geschlechtskrankheiten können Brennen in der Harnröhre auslösen

In den meisten Fällen wird das Brennen beim Wasserlassen durch eine Infektion mit Bakterien oder anderen Erregern ausgelöst. Sexuell übertragbare Krankheiten sind dabei ein nicht zu unterschätzender Faktor. Denn die Infektion erfolgt in der Regel direkt über Scheide oder Penis und kann deshalb auch Symptome in den Harnwegen hervorrufen.

Der brennende Schmerz in der Harnröhre oder am Harnausgang ist darum keiner speziellen Geschlechtskrankheit zuzuordnen, sondern tritt bei verschiedenen Infektionen auf.

Gonorrhoe

Erreger der auch als „Tripper“ bekannten Infektion sind Bakterien der Art Neisseria gonorrhoe. Zusätzlich zum Brennen beim Wasserlassen treten vor allem gelblicher, dickflüssiger Ausfluss aus Penis, Scheide oder After, eine Harnröhrenentzündung sowie manchmal Schmerzen im Unterleib auf. Mit einem Antibiotikum ist die Erkrankung meist gut therapierbar. Unbehandelt kann Gonorrhoe jedoch zu Unfruchtbarkeit führen.

Chlamydien

Auch eine Infektion mit Chlamydien wird durch Bakterien (Chlamydia trachomatis) hervorgerufen und bleibt bei Frauen in etwa 80 % der Fälle unbemerkt. Erste Symptome sind gelblich-klebriger Ausfluss aus der Scheide, Juckreiz im Intimbereich und Rötungen sowie Schmerzen im Unterleib. Später können Entzündungen der Harnröhre oder der Gebärmutter und Eierstöcke folgen. Bei Männern äußert sich die Geschlechtskrankheit meist durch Ausfluss aus dem Penis und Brennen beim Wasserlassen. Bei einer Chlamydieninfektion ist die Behandlung mit einem Antibiotikum notwendig. Unbehandelt kann die Krankheit besonders bei Frauen zur Unfruchtbarkeit führen.

Trichomonaden

Die einzelligen Geißeltierchen (Trichomonas vaginalis bzw. T. urogenitalis) verursachen eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Während Männer meist gar keine Beschwerden haben, treten bei Frauen oft starker Juckreiz, übelriechender Ausfluss, vermehrter Harndrang und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auf. Auch diese Infektion lässt sich mit Medikamenten gut behandeln – ohne Therapie kann es dagegen zu einer Entzündung der Eileiter sowie zur Unfruchtbarkeit kommen.

Sexuell übertragbare Krankheiten vermeiden und behandeln

Bei der Vermeidung der genannten und anderer sexuell übertragbarer Krankheiten bietet ein Kondom beim direkten Geschlechtsverkehr den größtmöglichen Schutz. Andere Verhütungsmethoden, wie spermienabtötende Gele, haben keinen Effekt auf die Erreger. Allerdings können die meisten Viren und Bakterien auch bei sexuellen Praktiken ohne „direkten Kontakt“, wie beispielsweise der Verwendung von Sex-Spielzeug, übertragen werden. Deshalb ist hier besonders auf Hygiene zu achten.

Ist die Übertragung erst einmal erfolgt, hilft meist nur der Besuch beim Arzt. Ein Gynäkologe beziehungsweise Urologe kann mithilfe eines Abstrichs den Erreger genau bestimmen und die entsprechende Therapie veranlassen. Alternativ erhalten Sie bei ZAVA auch verschiedene Test-Kits für sexuell übertragbare Krankheiten (STI), mit denen Sie in der Regel innerhalb weniger Tage Gewissheit erlangen – ganz bequem von zu Hause aus.

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Können Blasensteine Schmerzen beim Wasserlassen verursachen?

Männer und Frauen leiden etwa gleich häufig an Blasensteinen, die besonders bei der Ausscheidung heftige Schmerzen und auch ein Brennen beim Wasserlassen hervorrufen können. Bei den festen, kristallartigen Gebilden handelt es sich in der Regel um spezielle Salze, die in zu hoher Konzentration im Urin vorliegen. Denn der Urin, der zum größten Teil aus Wasser besteht, kann nur eine bestimmte Menge der löslichen Stoffe aufnehmen. Ist die Konzentration höher, kristallisiert das Salz und lagert sich in Form von Blasensteinen in der Harnblase ab.

Daneben entstehen Blasensteine, wenn bestimmte Erkrankungen wie eine Vergrößerung der Prostata die vollständige Entleerung der Blase verhindern. Aber auch eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme und eine unausgewogene Ernährung können für die Entstehung der Kristalle verantwortlich sein. Besonders die Aufnahme von größeren Mengen Oxalsäure, wie sie in Rhabarber, Spinat oder Kaffee vorkommt, steht im Verdacht, die Bildung von Harnsteinen zu begünstigen.

In den meisten Fällen sind Blasensteine allerdings sehr klein und werden von selbst mit dem Harn aus der Blase gespült. Obwohl dieser Prozess je nach Größe der Harnsteine durchaus schmerzhaft sein kann, ist lediglich in seltenen Fällen ein Eingreifen des Arztes erforderlich: Nur wenn die Blasensteine die Harnröhre verstopfen oder eine außerordentliche Größe erreichen, ist unter Umständen ein operativer Eingriff vonnöten.

Harnblasenkarzinom: Vorsorge ist wichtig

In seltenen Fällen kann ein Brennen beim Wasserlassen auch auf eine Krebserkrankung der Blase oder der Nieren hindeuten. Besonders bei Männern steigt das Risiko für Blasenkrebs etwa ab dem 45. Lebensjahr deutlich an. Rauchen und beruflicher Kontakt mit bestimmten Chemikalien, wie Kohlenwasserstoff oder sogenannten Anilinfarben, können die Wahrscheinlichkeit weiter erhöhen.

Das erste Symptom ist dabei meist Blut im Urin. Später kommen Beschwerden wie Schmerzen beim Wasserlassen oder häufiger Harndrang hinzu. Die Verwechslungsgefahr mit einer Blasenentzündung ist recht hoch, jedoch bleiben die Symptome meist über einen langen Zeitraum bestehen. Gerade deshalb sollten besonders Männer im fortgeschrittenen Alter mit entsprechenden Beschwerden zeitnah einen Arzt aufsuchen. Auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, um Krebserkrankungen im Bereich des Harntrakts frühzeitig zu identifizieren.

Was kann Brennen beim Wasserlassen auslösen?

Das Symptom allein ist wenig aussagekräftig – die Ursachen können entsprechend vielfältig sein: Von einer einfachen Reizung der Schleimhäute über Blasen- oder Harnwegsinfekte und Geschlechtskrankheiten bis hin zu Blasenkrebs ist vieles möglich. Meist treten die Schmerzen zusammen mit anderen Beschwerden auf, die bei der Ursachenfindung helfen können.

Muss ich bei Schmerzen beim Wasserlassen zum Arzt?

Frauen in der Schwangerschaft, Patienten mit Immunerkrankungen sowie Männern generell empfehlen Mediziner einen unverzüglichen Gang zum Arzt. Beschwerden, die mehrere Tage lang anhalten, sollten ebenfalls abgeklärt werden.

Kann bei einer Blasenentzündung die Scheide brennen?

Betreffen die brennenden Schmerzen nur die Scheide oder Schamlippen, handelt es sich vermutlich nicht um eine Blasenentzündung. Eher sind Scheidentrockenheit oder eine Scheidenentzündung, häufig in Verbindung mit Geschlechtskrankheiten und Pilzinfektionen, der Grund. Ein Besuch beim Frauenarzt bringt im Zweifel Klarheit.

Kann die Prostata Brennen beim Wasserlassen auslösen?

Tatsächlich kann eine vergrößerte oder entzündete Prostata auf die Harnröhre drücken und so Schmerzen beim Harnabsatz verursachen. Eine Entzündung der Hoden oder Nebenhoden ist ein weiterer möglicher Grund.

Was bedeuten Schmerzen beim Wasserlassen nach dem Sex?

Häufig handelt es sich nur um eine Reizung der Schleimhäute, die von selbst wieder abklingt. Halten die Beschwerden über mehrere Tage an, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

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Medizinisch geprüft von:
Dr. Friederike Ebigbo Fachärztin für Frauenheilkunde in gynäkologischer Praxis

Dr. Friederike Ebigbo arbeitet seit Anfang 2022 als Partnerärztin für ZAVA, hier berät und behandelt sie Patienten über die ZAVA App. Darüber hinaus unterstützt sie bereits seit vielen Jahren bei der medizinischen Text-Prüfung. 2011 schloss Dr. Friederike Ebigbo ihr Medizinstudium an der Technischen Universität München ab. Danach arbeitete sie an Frauenkliniken in Trier, Aachen und in der Schweiz – dort war Sie von 2019 bis 2020 Oberärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. Dr. Friederike Ebigbo ist seit September 2020 Ärztin in einer gynäkologischer Praxis in Hamburg.

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