Trockene Augen

Ulrike Thieme, MD

Medizinisch geprüft von

Dr. Ulrike Thieme

Letzte Änderung: 02 Jun 2020

Viele Menschen leiden unter trockenen Augen, was zwar unangenehm, aber meist harmlos ist. Häufiges Arbeiten am Bildschirm, Klimaanlagen, Kontaktlinsen, Hormonumstellung oder Heizungsluft – die Ursachen sind vielfältig. Manchmal hilft schon frische Luft, um die Hornhaut mit Sauerstoff zu versorgen und dadurch die Produktion von Tränenflüssigkeit anzukurbeln. Wir erklären, was bei trockenen Augen helfen kann.

Inhalt
Ältere Frau sitzt am Laptop / Schreibtisch und reibt sich mit den Fingern die Augen. Sie leidet an trockenen Augen.

Ursachen für trockene Augen

Ihre Augen können sich trocken und gereizt anfühlen, wenn Sie:

  • älter als 50 sind
  • Kontaktlinsen tragen
  • für lange Zeiten am Computerbildschirm arbeiten
  • viel Zeit in geheizten oder klimatisierten Räumen verbringen
  • sich an windigen, kalten, trockenen oder staubigen Orten aufhalten
  • rauchen oder Alkohol trinken
  • bestimmte Medikamente einnehmen (z.B. blutdruckregulierende Mittel oder Medikamente zur Behandlung von Depressionen)
  • unter Augenerkrankungen leiden, zum Beispiel Blepharitis (Augenlidrandentzündung) Sjögren-Syndrom (eine Autoimmunerkrankung, die zu dauerhaft trockenen Augen, trockenem Mund und oft auch Gelenkschmerzen führt), oder Lupus erythematodes (eine Autoimmunerkrankung, bei der u. a. trockene Augen auftreten können)

Trockene Augen selbst behandeln

  • Achten Sie auf Hygiene und halten Sie Ihre Augen sauber.
  • Wenn Sie am Computer arbeiten, sorgen Sie für regelmäßige Pausen.
  • Öfters Blinzeln, mit jedem Lidschlag wird neue Tränenflüssigkeit produziert.
  • Achten Sie auf die richtige Position und eine gute Auflösung Ihres Bildschirms, um die Augen nicht zusätzlich zu belasten.
  • Gehen Sie öfters an die frische Luft, öffnen Sie ein Fenster oder benutzen Sie einen Luftbefeuchter gegen trockenes Raumklima.
  • Achten Sie auf ausreichenden Schlaf und Ruhe für Ihre Augen.

Kontaktlinsen sitzen auf einem Tränenfilm oberhalb der Hornhaut und Iris und können die Sauerstoffzufuhr der Augen behindern, was trockene Augen zusätzlich reizen kann. Legen Sie daher zwischendurch für einen Tag eine Kontaktlinsenpause ein und tragen Sie eine Brille, damit die gereizten Augen sich entspannen können.

Meiden Sie:

  • Stark beheizte oder klimatisierte Räume
  • Alkohol (kann die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit verändern, was zu trockenen Augen führen kann)
  • Rauchen (Schadstoffe im Rauch entziehen dem Auge Sauerstoff, was ebenfalls zu Trockenheit führt)
  • Lange Aufenthalte in verrauchten, trockenen oder staubigen Räumen
  • Bevor Sie verschriebene Medikamente absetzen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, selbst wenn Sie vermuten, dass bestimmte Medikamente die Symptome verursachen.

Richtige Hygiene und Augenpflege:

  1. Drücken Sie einen angenehm warmen, (nicht heißen) Waschlappen vorsichtig auf Ihre Augen. Dadurch lösen sich Öle, die von den Augendrüsen gebildet werden. Warme Kompressen können auch bei einem Gerstenkorn die Symptome lindern.
  2. Massieren Sie sanft mit Ihren Fingerkuppen oder einem Wattebällchen Ihre Augenlider. Dadurch werden Öle aus den Drüsen massiert.
  3. Tränken Sie ein Wattebällchen in etwas warmem (nicht heißem) Wasser und entfernen Sie damit vorsichtig Öle, Verkrustungen, Staubkörnchen oder anderen Schmutz.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn:

  • Sie nach ein paar Wochen Eigenbehandlung immer noch unter trockenen Augen leiden.
  • Beobachten Sie Veränderungen im Bereich der Augenlider. Hier können auch Tumoren entstehen. Gutartige Veränderungen sind zum Beispiel kleine Bläschen, mit Talg oder klarer Flüssigkeit gefüllte Zysten, Muttermale, kleine Warzen oder Papillome. Es gibt aber auch bösartige Veränderungen: Am häufigsten entwickeln sich im Bereich der Augenlider sogenannte Basaliome (also weißer und schwarzer Hautkrebs).

Ihr Hausarzt kann das abklären und Ihnen weitere Behandlungen empfehlen. Im Zweifelsfall überweist er Sie an einen Augenarzt.

Gehen Sie umgehend zum Arzt, wenn:

  • Sie eine Verschlechterung Ihrer Sehkraft feststellen
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Medizinisch geprüft von:
Dr. Ulrike Thieme Fachärztin für Neurologie

Dr. Ulrike Thieme ist seit 2018 Teil des deutschen Ärzteteams bei Zava. Ihre Facharztweiterbildung im Bereich Neurologie schloss sie 2018 ab. Vor ihrer Tätigkeit bei Zava arbeitete Ulrike Thieme an einem klinischen Forschungsprojekt über neurodegenerative Erkrankungen am National Hospital for Neurology and Neurosurgery, London.

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Artikel erschienen: 02 Jun 2020

Letzte Änderung: 02 Jun 2020

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Vielen Dank alles super u. reibenlos gelaufen. Danke


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