Couperose

Couperose - das Frühstadium der Rosacea

Letzte Aktualisierung: 30 Aug 2019

Frau, bei der man deutlich die Symptome der Couperose sieht.
Inhalt

Die Couperose stellt keine eigene Erkrankung dar, sondern wird in der Regel als Vorstufe oder Frühform einer Rosacea angesehen. Bei einer Couperose kommt es zu einer Erweiterung der Blutgefäße im Gesicht, die Teleangiektasie genannt wird. Die Ausprägung kann individuell sehr unterschiedlich stark ausfallen. Eine Kombination aus genetischer Veranlagung und verschiedenen Triggerfaktoren löst eine Entzündungsreaktion in den Blutgefäßen aus. Die Behandlung erfolgt mit speziellen Cremes, die die Entzündungsreaktion verringern. Auch eine Laserbehandlung kann helfen. Die Couperose ist ebenso wie die Rosacea nicht heilbar.

Sollten Sie Anzeichen für Couperose oder Rosacea bei sich feststellen, können Sie in unserem medizinischen Fragebogen ein Foto von der betroffenen Gesichtspartie hochladen. Die Ärzte von Zava werden anhand Ihres Bildes die Ausprägung und Schwere prüfen und Ihnen eine passende Behandlung vorschlagen.

Was ist eine Couperose?

Der Begriff Couperose kommt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt „Kupferrose“.

Die Couperose ist keine eigene Erkrankung, sondern die Vorstufe oder Frühform einer Rosacea. Sie äußert sich durch ein gerötetes Gesicht. Bei der Couperose kommt es aufgrund einer lokalen Entzündungsreaktion zu einer Erweiterung der Blutgefäße. Das Sichtbarwerden von erweiterten Blutgefäßen wird als Teleangiektasien bezeichnet. Die Couperose ist also eine Form der Teleangiektasien, die in eine typische Rosacea übergehen kann.

Kann die Couperose äußerlich von der Rosacea unterschieden werden?

Die äußerliche Unterscheidung einer Couperose von der Rosacea ist nicht möglich. Dermatologen sprechen deshalb meist nicht von einer Couperose, sondern von einem Frühstadium der Rosacea. So wird für den Patienten deutlicher, dass die Couperose keine eigenständige Erkrankung darstellt. Die dermatologische Unterscheidung zwischen einer frühen Form der Rosacea (Couperose) und der fortgeschrittenen Form erfolgt anhand der Ausprägung der Symptomatik.

Bei der Couperose sind ausschließlich Erweiterungen der Blutgefäße (Teleangiektasien) festzustellen. Bei fortschreitender Erkrankung kommt es zu den typischen Rosacea-Symptomen wie eitrigen Pusteln und knötchenartigen Verdickungen (Papeln) der Gesichtshaut. In diesem Stadium wird nicht mehr von einer frühen Rosacea-Form oder einer Couperose, sondern von der klassischen Rosacea gesprochen.

Wie entsteht eine Couperose?

Die genauen Faktoren, warum eine Couperose entsteht, sind unbekannt – wie auch bei der Rosacea. Es wird davon ausgegangen, dass verschiedene Faktoren zusammenspielen, um eine Couperose auszulösen. Ein Teil davon ist hochwahrscheinlich eine genetische Disposition. Bei zusätzlicher Belastung durch Triggerfaktoren kommt es zu einer Entzündungsreaktion in den Blutgefäßen. Diese erweitern sich durch bestimmte chemische Mediatoren und es kommt zu den sogenannten Teleangiektasien. Mögliche Triggerfaktoren können der Genuss von Kaffee, Alkohol und Nikotin, starke Temperaturschwankungen und UV-Strahlung sein.

Wer ist typischerweise von ihr betroffen?

Die Couperose betrifft wie auch die Rosacea eher Patienten ab einem Alter von 30 Jahren. Die Studienlage bezüglich der Geschlechterverteilung ist nicht eindeutig. Einige Studien beschreiben ein vermehrtes Auftreten bei Frauen, andere ein ausgeglichenes Verhältnis und sogar ein etwas häufigeres Auftreten der Erkrankung beim männlichen Geschlecht. Frauen erkranken tendenziell einige Jahre früher als Männer. Außerdem sind hellere Hauttypen deutlich häufiger betroffen als Menschen aus dem südländischen oder afrikanischen Raum.

Wie entwickelt sich die Couperose im Verlauf?

Die Couperose ist eine nicht immer auftretende Frühform der Rosacea. Sie kann in eine Rosacea mit der typischen Ausprägung übergehen. Der Verlauf ist jedoch individuell völlig verschieden. Eine Couperose kann auch ein Leben lang als erweiterte Äderchen im Gesicht ohne weitere Symptome bestehen bleiben. Es können auch von Beginn an Rosacea-typische Symptome zusätzlich zu den Teleangiektasien der Couperose auftreten. Nicht jede Rosacea beginnt also mit dem Erscheinungsbild einer Couperose. Sie stellt jedoch in vielen Fällen die erste Auffälligkeit in Richtung einer Rosacea-Erkrankung dar.

Wie wird eine Couperose behandelt?

Die Therapie der Couperose erfolgt wie bei der Rosacea rein symptomatisch. Sie muss ein Leben lang durchgeführt werden, da eine Heilung nicht möglich ist. Bei frühzeitiger Behandlung einer Couperose kann unter Umstände einem schwereren Verlauf vorgebeugt werden.

Die Behandlung erfolgt mit Brimonidin, das zum Beispiel im Mirvaso Gel enthalten ist. Es wirkt den Gefäßerweiterungen entgegen und kann das Hautbild bei regelmäßiger Anwendung optisch deutlich verbessern.

Nicht alle Rosacea-Cremes helfen auch bei einer reinen Couperose ohne weitere Symptome. Besonders solche Cremes mit einem Antibiotikum als Wirkstoff sind gezielt auf die Therapie der Entzündung der Haut ausgelegt. Sie bekämpfen wirksam die Entstehung von Papeln und Pusteln und sind zur Behandlung der Couperose weniger geeignet.

Welche weiteren Maßnahmen können bei einer Couperose helfen?

Wichtig für eine Stabilisierung der Couperose ist auch die Vermeidung von auslösenden Faktoren. Damit können weitere Therapien wie zum Beispiel eine Laserbehandlung deutlich effizienter und langanhaltender sein. Auch der Erfolg einer Behandlung mit Cremes wird durch eine Meidung der Triggerfaktoren unterstützt.

Neben einer medikamentösen Therapie kann eine Laserbehandlung sinnvoll sein. Dabei wird ein Farbstofflaser je nach farblichem Erscheinungsbild der Teleangiektasien eingesetzt. Mit einem Laser kann in mehreren Sitzungen die Couperose auch längerfristig verbessert werden. Die Behandlung ist jedoch relativ teuer. Sie sollte bei einer Verschlechterung der Couperose erneut durchgeführt werden. Eine Lasertherapie ersetzt meist nicht die therapeutischen Maßnahmen mit Cremes, sondern kann zusätzlich angewandt werden.

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Dr. Maike Michel Medizinische Autorin

Maike Michel unterstützt das Ärzteteam von Zava bei der medizinischen Textprüfung. Sie studierte Medizin an den Universitäten in Münster und Freiburg. Seit 2016 arbeitet sie als Assistenzärztin in einer psychiatrischen Klinik in Deutschland.

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Letzte Aktualisierung: 30 Aug 2019

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