Augenlidbeschwerden

Dr. Emily Wimmer

Medizinisch geprüft von

Dr. Emily Wimmer

Letzte Änderung: 25 Mär 2021

Die Augenlider schützen unsere Augen vor äußeren Einflüssen wie Fremdkörpern oder starkem Licht. Sie verteilen die Tränenflüssigkeit und sorgen so für eine optimale Versorgung unserer Augen. Obwohl Augenlider so zart erscheinen, sind sie aus Muskeln, Bindegewebe und Drüsen aufgebaut. Durch ihren komplexen Aufbau können unsere Augenlider anfällig sein. Welche verschiedenen Beschwerden Augenlider bereiten können und was man dagegen tun kann, erfahren Sie hier.

Inhalt
Entzündetes Augenlid

Kurzübersicht

Arten: Augenlidbeschwerden können sich unterschiedlich äußern: Das Augenlid kann jucken oder geschwollen sein, es kann zu Augenentzündungen wie dem Gersten- oder Hagelkorn kommen. Auch ein zuckendes oder ein hängendes Augenlid kann Beschwerden bereiten.

Häufige Risikofaktoren: Es gibt viele Faktoren, die das Risiko für Augenlidbeschwerden erhöhen. Angestrengte, müde Augen und Augenlider sind anfällig für Beschwerden, aber auch Allergien, Bakterien oder Fremdkörper können Beschwerden am Augenlid verursachen. Eine schlechte Augenhygiene sowie hohes Alter machen Augenlidbeschwerden wahrscheinlicher.

Behandlung: Viele Augenlidbeschwerden verschwinden von selbst wieder, es gibt aber Fälle, in denen eine medizinische Behandlung wichtig und nötig ist. Auch Hausmittel können in manchen Fällen die Heilung unterstützen.

Zuckendes Augenlid

Viele Menschen kennen das unangenehme Zucken des Augenlids, häufig in Situationen mit hohem Stress-Pegel. Meist tritt es ohne Vorwarnung auf und verschwindet von selbst wieder, es lässt sich aber von Betroffenen nicht kontrollieren.

Symptome

Ein zuckendes Augenlid tritt plötzlich auf und lässt sich selten kontrollieren. Meist ist es nur vorübergehend und selbstlimitierend. Hält es aber an oder kommt nicht nur gelegentlich vor, wird es von Betroffenen häufig als sehr unangenehm und störend empfunden.

Ursachen und Risikofaktoren

Unterschiedliche Ursachen können dem Zucken zugrunde liegen. Es kann stressbedingt auftreten oder bei Übermüdung der Augen durch langes Arbeiten, beispielsweise an Bildschirmen. Auch ein Magnesiummangel kann das Zucken des Muskels im Augenlid verursachen. Dieser tritt häufig bei Menschen auf, die viel Sport machen oder in der Schwangerschaft. Aber auch neurologische Erkrankungen können sich durch Augenzucken äußern und auch im Rahmen einer Tic-Störung kann es auftreten.

Wann zum Arzt?

In der Regel verschwindet das Augenzucken innerhalb von Minuten selbst wieder, aber auch ein über Stunden anhaltendes Augenzucken muss nicht weiter schlimm sein. Leiden Sie aber über Tage und regelmäßig an Ihrem zuckenden Augenlid, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen. Besonders, wenn Sie stark unter dem Zucken leiden, ist dies ein Grund, medizinischen Rat zu beanspruchen.

Behandlung

In den meisten Fällen braucht ein zuckendes Augenlid keine Behandlung. Sollten Sie einen Magnesiummangel bei Sich vermuten, sprechen Sie dies gerne bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin an. Ein Magnesium-Mangel lässt sich in der Regel gut mit einer ausgewogenen Ernährung behandeln, beispielsweise Vollkorngetreide und Nüsse enthalten viel Magnesium. Selten verbirgt sich hinter dem Augenzucken eine ernste Erkrankung des Auges, der Nerven oder des Gehirns. In solchen Fällen wird die Grunderkrankung therapiert.

Geschwollenes Augenlid

Geschwollene Augenlider sind unangenehm und können im Alltag stark einschränkend sein. Häufig lässt die Schwellung aber von selbst nach und bedarf keiner medizinischen Behandlung.

Symptome

Eine Schwellung des Augenlids kann sehr unangenehm sein und in schweren Fällen auch das Öffnen oder Schließen des Auges einschränken. Häufig treten mit der Schwellung auch andere Symptome auf wie:

In den meisten Fällen ist die Schwellung des Lids aber nur vorübergehend und ungefährlich.

Ursachen und Risikofaktoren

Es gibt sehr viele Ursachen, die eine Schwellung des Augenlids bedingen können. Ist die ganze Augenpartie geschwollen, kommen viele unterschiedliche Ursachen in Frage, etwa:

Ist nur das Augenlid von der Schwellung betroffen, kann hier auch eine Allergie zugrunde liegen. Häufig spricht man dann von einem Angioödem oder Nesselsucht. Aber auch Augenlidentzündungen äußern sich häufig durch eine Schwellung.

Einem geschwollenen Augenlid können auch Wassereinlagerungen zugrunde liegen, das bezeichnet man dann als Lidödem. Wassereinlagerungen können unterschiedliche Ursache haben, in seltenen Fällen verbergen sich hinter geschwollenen Lidern internistische Erkrankungen, beispielsweise der Niere oder der Schilddrüse. Bei Frauen können auch Hormonschwankungen im Rahmen des Menstruationszyklus zu Lidschwellung führen. Im Alter kann es durch Veränderungen im Bindegewebe ebenfalls zur Lidschwellung kommen.

Wann zum Arzt?

In den meisten Fällen geht die Schwellung des Augenlids von selbst zurück. Vor allem, wenn Sie sie eine Ursache der Schwellung ausmachen können, beispielsweise wenig Schlaf, ist sie kein Grund zur Beunruhigung. Sollte ihr Augenlid aber über mehrere Tage geschwollen sein, Ihnen starke Schmerzen bereiten oder Sie in Ihrem Alltag einschränken, sind dies Gründe, medizinischen Rat in Anspruch zu nehmen. Aber auch, wenn die Schwellung immer wieder ohne erkennbare Ursache auftritt, ist dies abklärungsbedürftig.

Behandlung

In der Regel braucht ein geschwollenes Augenlid keine Behandlung. Häufig können folgende Tipps helfen

  • ausreichend Schlafen
  • genügend Wasser trinken,
  • ausgewogene Ernährung (wenig Salz, Alkohol und Koffein nur in Maßen)
  • gute Augenhygiene

Die ärztliche Therapie richtet sich nach dem Krankheitsbild. Im Falle einer Entzündung können Antibiotika zum Einsatz kommen, bei einer Erkältung können entsprechende Präparate die Symptome lindern. Sollte die Schwellung durch eine Grunderkrankung ausgelöst sein, muss diese identifiziert und therapiert werden, häufig benötigt es einen Facharzt.

Entzündungen des Augenlids

Bei einer Augenlidentzündung schwillt das Augenlid an, dies kann sowohl das untere als auch das obere Lid betreffen. Die häufigsten Formen der Augenlidentzündung sind Gerstenkorn (Hordeolum) und Hagelkorn (Chalazion).

Gerstenkorn

Symptome:

Unter einem Gerstenkorn versteht man eine Entzündung der Lidranddrüsen, die durch Bakterien verursacht ist. Ein Gerstenkorn kann sich sehr schnell entwickeln und sehr schmerzhaft sein. Die Schwellung findet sich am Lidrand und enthält häufig Eiter, der von außen oft als kleiner gelber Punkt erkennbar ist. Sie kann erbsengroß werden und stark gerötet sein. Ein Gerstenkorn ist in der Regel harmlos und heilt von selbst wieder ab.

Ursachen und Risikofaktoren:

Ein Gerstenkorn ist eine Entzündung der Lidranddrüsen, die durch Bakterien verursacht ist. Meist handelt es sich bei den Bakterien um Staphylococcus aureus.

Chronische Hauterkrankungen wie Rosacea oder Akne erhöhen die Wahrscheinlichkeit, ein Gerstenkorn zu entwickeln. Aber auch chronische Erkrankungen, dies das Immunsystem schwächen, machen das Auftreten eines Gerstenkorns wahrscheinlicher.

Auch eine mangelnde Augen- und Handhygiene erhöhen das Risiko, so sind Kinder häufiger vom Gerstenkorn betroffen.

Wann zum Arzt?

Ein Gerstenkorn ist in der Regel harmlos und heilt von selbst wieder ab. Es sollte aber von einem Arzt oder einer Ärztin abgeklärt werden. So können beispielsweise Entzündungen anderer Teile des Auges ausgeschlossen werden.

Bei immer wiederkehrendem Gerstenkorn bedarf es auf jeden Fall einer ärztlichen Untersuchung. Manchmal kann einer Hordeolosis ein Diabetes mellitus oder eine andere, das Immunsystem schwächende, Erkrankung zu Grunde liegen.

Behandlung:

Ein Gerstenkorn heilt meist von selbst innerhalb von Tagen ab. Auf keinen Fall sollten Sie versuchen es auszudrücken.

Trockene Wärme in Form einer Rotlicht-Therapie kann den Heilungsprozess unterstützen. Besprechen Sie die Rotlicht-Therapie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Feuchte Wärme, beispielsweise in Form warmer Waschlappen, ist nicht ratsam. Es kann zu einer Verschlechterung der Entzündung und Verschleppung der Bakterien kommen.

Obwohl ein Gerstenkorn meist von selbst abheilt, muss in manchen Fällen eine antibiotische Behandlung erfolgen. Diese ist meist lokal in Form von Augensalben oder Augentropfen. Auch können entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz kommen.

Hagelkorn

Symptome:

Ein Hagelkorn ist im Gegensatz zum Gerstenkorn nicht schmerzhaft. Es handelt sich hierbei um eine Verstopfung der Lidranddrüsen, die jedoch nicht durch Bakterien ausgelöst wird. Häufig findet sich das Hagelkorn auf der Innenseite des Lids, es enthält keinen Eiter. Ein Hagelkorn kann sich nur am oberen Augenlid entwickeln. Obwohl das Hagelkorn nicht schmerzhaft ist, wird es von Betroffenen häufig als sehr unangenehm empfunden.

Ursachen und Risikofaktoren:

Ein Hagelkorn wird durch eine Verstopfung der Lidranddrüsen verursacht. Manchmal entwickelt sich ein Hagelkorn nach einem Gerstenkorn, es kann aber auch ohne ersichtlichen Auslöser auftreten.

Chronische Hauterkrankungen wie Rosacea oder Akne erhöhen die Wahrscheinlichkeit für ein Gersten- und Hagelkorn. Aber auch chronische Stoffwechselerkrankungen erhöhen das Risiko, ein Hagelkorn zu entwickeln. In sehr seltenen Einzelfällen kann sich hinter einem Hagelkorn auch eine schwerwiegende Erkrankung verbergen, weswegen eine Abklärung ratsam ist, wenn sich das Hagelkorn über Wochen nicht zurückbildet oder immer wiederkehrt.

Wann zum Arzt?

In der Regel verschwindet das Hagelkorn innerhalb weniger Wochen von selbst wieder. Tut es das nicht oder bildet es sich nur unvollständig zurück, sollte ein Arzt/eine Ärztin aufgesucht werden. Auf jeden Fall sollte ärztlicher Rat in Anspruch genommen werden, wenn sich das Hagelkorn über mehrere Wochen nicht zurückbildet oder immer wiederkehrt.

Behandlung:

Wärme kann den Rückbildungsprozess des Hagelkorns unterstützen. Hier kann Rotlicht zum Einsatz kommen, aber auch warme, saubere Waschlappen.

Eine gute Lidrandhygiene hilft der Entwicklung eines Hagelkorns vorzubeugen. Unter Lidrandhygiene versteht man die Reinigung und Pflege der Lidränder. Dazu zählt man heiße, trockene Kompressen, Lidmassage, Reinigen der Lidkante, Augentropfen, Augensalben und mitunter Antibiotika.

Im Falle einer ärztlichen Therapie können entzündungshemmende Medikamente wie Salben oder Augentropfen zum Einsatz kommen. In seltenen Fällen kann auch eine OP sinnvoll und nötig sein.

Lidrandentzündung

Gerötete, verkrustete Augen sind häufig Anzeichen einer Lidrandentzündung, auch Blepharitis genannt. Anders als bei der Bindehautentzündung ist nicht das Auge selbst betroffen, sondern das Augenlid. Eine Bindehautentzündung geht, anders als die Lidrandentzündung, meist mit starker Lichtempfindlichkeit einher.

Symptome:

Typische Symptome einer Lidrandentzündung sind juckende, gerötete, verdickte Augenlider, häufig kommt es zu Verkrustungen und schuppigen Auflagerungen sowie fettigen Belägen an Lidrand und Wimpern. Viele Betroffene berichten über ein Fremdkörpergefühl. Eine Lidrandentzündung kann sehr unangenehm sein.

Ursachen und Risikofaktoren:

Lidrandentzündungen werden meist durch Bakterien ausgelöst, häufig durch Staphylokokken. Es gibt aber auch Lidrandentzündungen, die nicht auf Bakterien oder andere Erreger zurückzuführen sind. Hier liegt die Ursache häufig in einer Überproduktion von Talg und Fetten durch die Lidranddrüsen. Äußere Faktoren wie Rauch, Staub und ein trockenes Raumklima fördern die Entstehung. Meist sind es mehrere Faktoren, die zur Entstehung einer Lidrandentzündung führen.

Wann zum Arzt?

Wenn Sie Schmerzen haben und sich in Ihrem Alltag eingeschränkt fühlen, sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Lidrandentzündungen sind häufig langwierig, sodass eine medizinische Begutachtung auf jeden Fall ratsam ist.

Behandlung:

Wichtig ist eine gute Lidrandhygiene. Mit warmem Wasser und speziellen Lotionen können die Krusten am Augenlid aufgelöst werden. Anschließend können sie vorsichtig mit Wattestäbchen entfernt werden. Nicht empfehlenswert ist die Anwendung von Kompressen mit Kamillentee, dies kann die Entzündung fördern und allergische Reaktionen hervorrufen.

In der ärztlichen Therapie können antibiotische Augentropfen zum Einsatz kommen, möglicherweise auch systemische Antibiotika. Gegebenenfalls können auch Entzündungshemmer wie Glucocorticoide lokal am Auge verwendet werden.

Augenlidentzündung durch Kontaktallergie

Als Allergie bezeichnet man eine Überreaktion unseres Immunsystems auf ungefährliche Stoffe. Im Falle einer Kontaktallergie reagiert das Immunsystem überempfindlich auf bereits sehr kleine Mengen von beispielsweise Metall, Duftstoff oder Latex. Diese Überempfindlichkeit äußert sich etwa durch juckende Hautrötungen.

Symptome:

Eine Kontaktallergie am Augenlid äußert sich häufig durch ein gerötetes Auge mit Brennen und starkem Juckreiz. Insbesondere die Lidhaut ist gerötet, die Lider geschwollen. Es kann zu Fältchenbildung kommen, manchmal finden sich auch Bläschen. Im Verlauf kommt es zu einer Hautschuppung am gesamten Augenlid.

Ursachen und Risikofaktoren:

Eine Kontaktallergie am Auge kann unterschiedliche Auslöser haben, häufig sind Kosmetika oder Pflaster, aber auch Augentropfen oder -salben, insbesondere, wenn sie Konservierungsmittel enthalten.

Wann zum Arzt?

Wenn Sie Schmerzen haben und sich in Ihrem Alltag eingeschränkt fühlen, sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Besonders wenn Ihre Beschwerden über Tage anhalten.

Behandlung:

Bei jeder Form der allergischen Reaktion ist es wichtig, den Auslöser zu finden – also das, worauf das Immunsystem so heftig reagiert. Wenn Sie selbst eine Vermutung haben, versuchen Sie diesen Stoff zu meiden. Häufig hilft es, für ein paar Tage keine Kosmetika und Pflegeprodukte am Auge zu verwenden. In schweren Fällen können Medikamente zum Einsatz kommen, die die Reaktion des Immunsystems abschwächen.

Hängendes Augenlid

Ein hängendes Augenlid wird als Ptosis bezeichnet und kann sowohl angeboren als auch erworben sein. Es handelt sich um eine Tieflage des oberen Augenlids, das Augenlid kann nicht mehr willkürlich angehoben werden.

Symptome

Ein hängendes Augenlid kann nicht mehr willkürlich angehoben werden. Das Augenlid ist häufig nicht nur ein kosmetisches Problem – Betroffene können Einschränkungen in der Sicht haben und leiden häufig sehr unter dem Funktionsverlust des Augenlids. Dieser Funktionsverlust kann in vielen Situationen des Alltags einschränken.

Ursachen und Risikofaktoren

Es gibt viele mögliche Ursachen für ein hängendes Augenlid. Am häufigsten ist das Alter ausschlaggebend für die Entwicklung eines hängenden Augenlids. Im Alter vermindert sich die Elastizität unseres Bindegewebes, dadurch kommt es häufig zu hängenden Augenlidern. Bei Kindern ist die Ptosis meistens angeboren. Aber auch unterschiedliche Krankheiten können eine Ptosis verursachen, beispielsweise Myasthenia gravis (Nervenkrankheit, die unter anderem zu Muskelschwäche führt). Durch Verletzungen und Entzündungen am Auge oder eine Netzhautablösung kann sich ebenfalls ein hängendes Augenlid entwickeln. Auch Schädigungen an Nerven können ein hängendes Augenlid hervorrufen.

Wann zum Arzt?

Ist das hängende Augenlid ein schleichender Prozess und ohne Einschränkungen, sprechen Sie dies bei Ihrem nächsten Arztbesuch an. Fühlen Sie sich durch das hängende Lid in Ihrem Alltag eingeschränkt, ist es auf jeden Fall ratsam, ärztlichen Rat in Anspruch zu nehmen. Ein hängendes Augenlid sollte immer abgeklärt werden.

Wichtig: Wenn ein hängendes Augenlid dagegen plötzlich auftritt, ist auf jeden Fall eine sofortige medizinische Abklärung nötig! Vor allem bei halbseitigen Symptomen ist an einen Schlaganfall zu denken. Auch eine Gehirn- oder Hirnhautentzündung können eine plötzliche Ptosis bedingen und erfordern eine sofortige medizinische Versorgung.

Behandlung

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird abklären, ob das Hängen Ihres Augenlids oder Ihrer Augenlider auf eine Grunderkrankung zurückzuführen ist. Ist dies nicht der Fall, wird meist ein paar Monate abgewartet, ob sich die Ptosis selbst zurückbildet. Eine spontane Rückbildung eines hängenden Augenlids ist nicht selten. Tut sie das nicht, wird eine OP angestrebt. Bei angeborener Ptosis besteht die Gefahr, dass das Auge schwachsichtig wird. Hier wird das betroffene Auge meist rasch operiert. In der Zeit vor der OP kann eine sogenannte Ptosisbrille getragen werden. Diese hebt das Augenlid an und vermindert so die Einschränkung der Sicht.

5 Tipps zur Vorbeugung von Augenlidbeschwerden von Dr. Emily Wimmer

Stress reduzieren

Wenn Sie gestresst sind, wird Ihr Immunsystem geschwächt. Natürlich ist schwer, im Alltag Entspannungspausen zu finden oder sich mal Zeit für sich selbst zu nehmen. Doch selbst kleine Momente können schon sehr helfen und schützen Sie nicht nur vor Augenlidbeschwerden.

Gesunder Lebensstil

Ein ungesunder Lebensstil führt zu einem schwachen Immunsystem. Gesunde Ernährung und regelmäßiger Sport (z.B. 30 Minuten Spaziergang pro Tag) können Augenlidbeschwerden vorbeugen.

Hygiene

Eine gute Hand- und Augenhygiene schützt Ihre Augen vor Fremdkörpern, Bakterien und Viren. Gerade wenn Sie Kontaktlinsen tragen, sollten Sie auf eine gute Augenhygiene achten.

Bildschirmzeit reduzieren

Müde, angestrengte Augen und Augenlider sind anfälliger für Beschwerden. Versuchen Sie, Bildschirmzeiten zu reduzieren. Besonders der konzentrierten Blick nach vorne ist besonders anstrengend für Ihre Augen.

Genug Trinken

Geschwollene Augenlider können auch durch eine Fehlverteilung des Körperwassers verursacht sein. Versuchen Sie genug zu trinken, circa 1.5 Liter Wasser täglich. Sie helfen Ihrem Körper so, das Wasser richtig zu verteilen.

Ist es schlecht, sich die Augen zu reiben?

Wenn die Augen jucken oder brennen, ist oft die erste Reaktion sie reiben zu wollen. Geben Sie diesem Drang aber nicht nach: Das Reiben verschlechtert Ihre Beschwerden in der Regel nur. Es kann zu Hornhautverletzungen kommen, Bakterien werden stärker verteilt und die Auslöser der Augenbeschwerden, beispielsweise Fremdkörper, bekommen eine größere Angriffsfläche.

Können Kontaktlinsen für meine Augenlidbeschwerden verantwortlich sein?

Kontaktlinsen können grundsätzlich das Auge reizen, beispielsweise wenn sie zu lange getragen oder nicht ausreichend gereinigt werden. Sollten Ihre Beschwerden öfter nach dem Tragen von Kontaktlinsen auftreten, ist es ratsam, eine Kontaktlinsen-Pause einzulegen und gegebenenfalls den Arzt oder Augenoptiker um Rat zu bitten. Möglicherweise stellen Tageslinsen anstatt von Monatslinsen eine geeignete Alternative dar.

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Dr. Emily Wimmer Ärztin

Dr. Emily Wimmer ist seit 2015 eine unserer deutschen Ärzte bei ZAVA. 2009 schloss sie ihr Studium der Humanmedizin an der Universität zu Lübeck ab. Danach arbeitete sie in der Abteilung für Hämatologie und Onkologie an der MedUni Wien sowie als Assistenzärztin in Hamburg bzw. Prüfärztin am Hamburger Institut für Versorgungsforschung in Dermatologie. Seit 2020 arbeitet Sie zudem in Teilzeit in der Praxis von Dr. Jürgen Kolbeck in Hamburg.

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