Schwindelgefühl

Ulrike Thieme, MD

Medizinisch geprüft von

Dr. Ulrike Thieme

Letzte Änderung: 15 Jun 2020

Steht man morgens zu schnell auf, wird einem gelegentlich schwindlig. Man fühlt sich benommen und plötzlich dreht sich alles. Meist handelt es sich um eine Störung des Gleichgewichtssinns. Schwindel (Vertigo) tritt oft dann auf, wenn unser Gehirn verschiedene Sinneseindrücke nicht richtig einordnen kann. Das ist normalerweise harmlos. Wenn Sie sich dennoch sorgen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Inhalt
Alte Frau stützt sich ab auf Brücke, ihr ist schwindlig

Wie sich Schwindel anfühlt

  • Sie glauben zu schwanken, vor allem wenn Sie stehen (Schwankschwindel)
  • Sie fühlen sich unsicher, benommen und schwach, alles dreht sich (Drehschwindel)
  • Man hat den Eindruck nach oben oder unten gezogen zu werden (Liftschwindel)
  • Sie haben den Eindruck nach vorne oder zur Seite zu kippen (Fallneigung)
Mögliche Ursachen
Plötzlicher Blutdruckabfall (Hypotonie), z.B. durch schnelles Aufstehen oder Aufrichten

Legen Sie sich hin, die Füße sollten dabei nicht flach, sondern etwas höher positioniert werden.

Reisekrankheit (Kinetose), ungewohnte Bewegungen können den Gleichgewichtssinn durcheinanderbringen, (z.B. kurvenreiches Auto- oder Busfahren, im Flugzeug) und dadurch Schwindelgefühl und Übelkeit erzeugen.

Während des Reisens, z.B. beim Autofahren, am besten auf die Straße oder den Horizont schauen. Das gibt Ihren Augen eine feste Orientierung. Da unser Gleichgewichtssinn im Schlaf weitgehend ausgeschaltet ist, bessern sich Beschwerden, wenn Sie während der Reise möglichst viel schlafen. Medikamente bei Reisekrankheit gibt es in Form von Pflastern, Tabletten oder Kaugummis. Sie enthalten Wirkstoffe wie Scopolamin, Meclozin, Dimenhydrinat oder Cinnarizin.

Arzneimittelnebenwirkung, nach Einnahme neuer Medikamente

Besprechen Sie das Absetzen Ihres Medikaments vorher unbedingt mit Ihrem Arzt.

Innenohrprobleme, z.B. Gehörsturz oder Tinnitus mit Klingeln, Pfeifen oder Rauschen im Ohr

Besprechen Sie das mit Ihrem Arzt.

Innenohrentzündung (Labyrinthitis), mit Symptomen wie Übelkeit, alles dreht sich (manchmal nach einer Erkältung oder Grippe)

Besprechen Sie das mit Ihrem Arzt.

Mangelnde Durchblutung des Gehirns, womöglich verursacht durch verstopfte Arterien (Arteriosklerose), ggf. begleitet von Doppel- oder verschwommener Sicht, Taubheit im Gesicht, in den Armen oder Beinen

Gehen Sie umgehend zum Arzt.

Weitere Ursachen für Schwindelgefühle

Wenn außer Schwindelgefühlen noch weitere Symptome dazukommen, kann Ihnen das einen Hinweis auf mögliche Ursachen geben. Stellen Sie keine Eigendiagnose, sondern wenden Sie sich an einen Arzt, wenn Sie sich Sorgen machen.

Schwindelgefühle können auch Begleiterscheinungen anderer Beschwerden sein und bessern sich meist, wenn folgende Erkrankungen behandelt werden:

  • Ohrenentzündungen
  • Migräne
  • Dehydrierung oder Hitzschlag
  • Stress oder Angstzustände
  • Niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) aufgrund von Diabetes
  • Eisenmangel
  • Reisekrankheit

Was Sie selbst tun können

Das Schwindelgefühl geht normalerweise von selbst wieder weg. Sie können selbst einiges tun, um sich besser zu fühlen:

  • Legen Sie sich hin, bis das Schwindelgefühl nachlässt und stehen Sie dann langsam wieder auf
  • Bewegen Sie sich langsam und vorsichtig
  • Sorgen Sie für ausreichend Schlaf
  • Trinken Sie genügend, vor allem Wasser, um den Kreislauf zu stabilisieren

Wenn Ihnen schwindelig ist, sollten Sie Folgendes vermeiden:

  • Kaffee, Zigaretten, Alkohol und Drogen
  • Plötzliches, schnelles Bücken
  • Schnelles Aufstehen nach dem Sitzen oder Liegen
  • Potentiell gefährliche Tätigkeiten (z.B. Autofahren, auf Leitern steigen, Treppensteigen)

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn:

  • Ihre Schwindelgefühle ohne erkennbare Ursache oder während einer Infektion plötzlich, heftig oder wiederholt auftreten
  • Akut einsetzender und vor allem neuartiger Schwindel sollte dringend ärztlich abgeklärt werden
  • Ihr Schwindelgefühl von bestimmten Situationen oder Kopfhaltungen ausgelöst wird
  • Sie schlechter hören
  • Sie Ohrgeräusche wie permanentes Pfeifen oder Klingeln im Ohr haben (Tinnitus)
  • Sie doppelt oder verschwommen sehen oder Ihre Sicht anderweitig eingeschränkt ist
  • Sich Ihr Gesicht, Ihre Arme oder Beine taub anfühlen
  • Weitere Symptome hinzukommen, zum Beispiel Ohnmachtsanfälle, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen
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Medizinisch geprüft von:
Dr. Ulrike Thieme Fachärztin für Neurologie

Dr. Ulrike Thieme ist seit 2018 Teil des deutschen Ärzteteams bei Zava. Ihre Facharztweiterbildung im Bereich Neurologie schloss sie 2018 ab. Vor ihrer Tätigkeit bei Zava arbeitete Ulrike Thieme an einem klinischen Forschungsprojekt über neurodegenerative Erkrankungen am National Hospital for Neurology and Neurosurgery, London.

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Artikel erschienen: 15 Jun 2020

Letzte Änderung: 15 Jun 2020

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alles bestensgelaufen
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Ich bin sehr zufrieden mit dem Service von Zava. Das Ausstellen des Rezeptes ging sehr schnell und es wurde wie gewünscht an meine Apotheke gesendet. Dort konnte ich Problemlos mein Medikament abholen. Gerade jetzt in Zeiten der Pandemie, wo man vielleicht nicht zum Arzt kann, wegen Quarantäne usw., ist dieser Service einfach perfekt.


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