Schwindel / Schwindelgefühl
Medizinisch geprüft von
Dr. med. Emily WimmerLetzte Änderung: 02 Jan 2021
Der Boden schwankt unaufhörlich, alles dreht sich oder jeder Schritt gleicht einem Drahtseilakt: Schwindel wird von Betroffenen sehr unterschiedlich wahrgenommen. Das Gefühl ist zwar äußerst unangenehm, verschwindet aber in den allermeisten Fällen von selbst wieder. Wenn Schwindel jedoch immer wieder auftritt oder gar länger andauert, ist ein Arztbesuch angesagt.
Kurzübersicht
Definition: Schwindel (Vertigo) ist keine Erkrankung, sondern ein Symptom, das in verschiedenen Formen, zum Beispiel als Dreh- oder Altersschwindel, auftreten kann. Schwindelgefühle können sich plötzlich bemerkbar machen und über Sekunden, Minuten oder Tage hinweg anhalten.
Ursachen: An der Gleichgewichtswahrnehmung sind verschiedene Organe beteiligt, etwa die Augen und das Gleichgewichtsorgan im Ohr, die allesamt wichtige Informationen an das Gehirn schicken. Versenden diese Organe unterschiedliche Informationen, gerät das Gehirn durcheinander und Schwindel stellt sich ein. Manchmal kann das Gehirn selbst auch Sinneseindrücke nicht mehr richtig verarbeiten. Grundsätzlich unterscheidet man bei Schwindel zwischen körperlichen und psychischen Ursachen.
Behandlung: Die Behandlung von Schwindel richtet sich immer nach der Ursache. Infrage kommen Physiotherapie, Medikamente und/oder eine Verhaltenstherapie (bei psychischen Gründen).
Über Schwindel
Selbst verursachter Schwindel ist für manche Menschen ein riesiger Spaß: Ob die wilde Achterbahnfahrt oder eine Runde im Kettenkarussell: Freizeitparks und Schausteller leben von der Freude am Nervenkitzel und Schwindelgefühlen. Tritt der Schwindel jedoch völlig unvorbereitet und in einer ungünstigen Situation auf, etwa beim Treppensteigen oder Autofahren, macht das Betroffenen in erster Linie Angst.
Wer unter Schwindel leidet, ist damit kein Einzelfall: Hausärzte geben an, dass etwa jeder 13. Patient aufgrund von Schwindel die Praxis aufsucht. Bei Neurologen ist es sogar jeder 5. bis 6. Patient. Ältere Menschen klagen häufiger über die falsche Sinneswahrnehmung als jüngere.
Wie fühlt sich Schwindel an?
Schwindel wird sehr unterschiedlich wahrgenommen: Manchmal äußert er sich „im Kopf” durch Sterne sehen, Benommenheit und Gangunsicherheit (Pseudoschwindel). In anderen Fällen fühlen sich Betroffene (obwohl sie ruhig stehen):
- wie in einem Karussell (Drehschwindel),
- auf einem Boot (Schwankschwindel) oder
- in einem Aufzug (Liftschwindel).
Die Schwindelattacken reichen von wenigen Sekunden bis hin zu einem andauernden Schwindelgefühl (Dauerschwindel).
Zu Schwindel gesellen sich manchmal noch weitere Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche, unkontrollierbares Augenzittern (Nystagmus) und Herzklopfen. Dies gilt insbesondere, wenn die Attacken länger als wenige Sekunden anhalten.
Wie entsteht das Schwindelgefühl?
Damit wir überhaupt aufrecht stehen, laufen und uns durch Räume bewegen können, braucht es eine ganze Reihe an Wahrnehmungen und Organen, die dafür sorgen, dass wir uns im Gleichgewicht befinden. Dazu zählen Ohren, Augen, das Tast- und Tiefenempfinden der Haut sowie das Gleichgewichtsorgan im Innenohr, Herz-Kreislauf- und Nervensystem.
Das Schwindelgefühl entsteht einerseits, wenn gesammelte Informationen, die im Gehirn ankommen, widersprüchlich sind oder so erscheinen. Andererseits kann der Ursprung für den Schwindel auch in der Schaltstelle des Gehirns liegen, wenn zwar richtige Informationen ankommen, diese aber aufgrund von Störungen nicht korrekt verarbeitet werden können.
Ein einfaches Beispiel, das jeder kennt: Sie sitzen im Auto auf dem Beifahrersitz und lesen ein Buch, während ihr Partner eine kurvige Passstraße entlangfährt. Das Gleichgewichtsorgan im Ohr sowie das Tastempfinden der Haut melden: Hier ist es kurvig. Da Sie währenddessen aber lesen, melden Ihre Augen an das Gehirn: Alles gut, es herrscht Bewegungsstillstand. Das Gehirn ist mit den unterschiedlichen Informationen überfordert. Schwindel und gegebenenfalls Übelkeit stellen sich ein.
Neben körperlichen Ursachen kann auch das seelische Empfinden Schwindel auslösen. Übermäßiger Stress, Sorgen und Ängste führen dann zu Benommenheit, Steh- und Gangunsicherheit sowie das Gefühl eines wankenden Bodens.
Formen von Schwindel und deren Ursachen
Schwindel ist meist von harmloser Natur, jedoch können auch Krankheiten hinter den Beschwerden stecken. So kann eine Flugreise oder neue Brille Schwindel hervorrufen, aber auch Migräne oder Erkrankungen des Gleichgewichtsorgans.
Schwindel wird – je nachdem, wie er sich für Betroffene anfühlt und welche weiteren Symptome vorliegen – in verschiedene Formen unterteilt:
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Der gutartige Lagerungsschwindel tritt anfallsweise auf und kommt in erster Linie bei Erwachsenen, insbesondere bei älteren Menschen, vor. Diese Art von Schwindel hat seinen Ursprung im Gleichgewichtsorgan im Ohr.
Altersbedingt, seltener auch durch Kopfverletzungen, verlagern sich kleine Kalziumkristalle (Otolithen) in die Flüssigkeit der sogenannten Bogengänge im Gleichgewichtsorgan. Mit ihrem Gewicht reizen sie dort die Sensorzellen im Inneren des Organs und irritieren diese.
Diese Zellen senden dann Informationen an das Gehirn, die wiederum nicht mit den Informationen von Augen und Körperlage zusammenpassen. Dadurch entsteht meist ein Drehschwindel.
Dieser Schwindel tritt häufig bei schnellen Bewegungen des Kopfes auf, beispielsweise im Liegen beim Drehen im Bett, bei zu schnellem Aufstehen oder ruckartigem von links nach rechts Schauen. Die Beschwerden dauern meist nur wenige Sekunden an und kommen nie in Ruhelage vor. Ergänzend kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüchen und Ängsten kommen. Hörstörungen gehören allerdings nicht zu den Begleiterscheinungen.
Betroffen sind am häufigsten Frauen zwischen 60 und 80 Jahren.
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Der anfallsartige Drehschwindel, auch Attackenschwindel genannt, tritt sehr plötzlich von einen auf den anderen Moment auf und dauert Minuten bis Stunden. Neben starkem Drehgefühl kann es auch zu Übelkeit, Erbrechen und Stürzen kommen.
Ursache für den anfallsartigen Drehschwindel kann die sogenannte Menière-Krankheit sein. Hierbei kommt es zu einer übermäßigen Produktion von Lymphflüssigkeit im Innenohr, was wiederum einen Flüssigkeitsstau und somit einen Überdruck im Ohr verursacht. Durch diesen Überdruck reißen die feinen Membranen, die die einzelnen Räume des Innenohrs voneinander trennen, ein und die Flüssigkeit verteilt sich unkontrolliert. Diese Gegebenheiten werden als Falschmeldungen an das Gehirn weitergeleitet.
Neben Schwindel kommt es häufig noch zu Druck im Ohr, Ohrgeräuschen (Tinnitus) und Schwerhörigkeit. Betroffen sind meist Frauen zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr.
Wichtig: Bei Verdacht auf die Menière-Krankheit sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, da die Beschwerden unbehandelt zu anhaltender Schwerhörigkeit bis hin zum vollständigen Hörverlust führen können.
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Ursache für einen länger anhaltenden Drehschwindel ist oft eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs, meist ausgelöst durch Herpesviren. Durch die Entzündung kann das Gleichgewichtsorgan einseitig komplett ausfallen, weshalb keine Informationen mehr an das Gehirn geleitet werden können. Im Regelfall legen sich die Beschwerden nach 1-2 Wochen wieder.
Trotzdem ist ein Arztbesuch angebracht, denn dauerhafter Schwindel ist extrem unangenehm und kann mit starker Übelkeit, Erbrechen und Augenzuckungen (Nystagmus) einhergehen. Erkrankte kippen zudem häufig auf die betroffene Seite.
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Die vestibuläre Migräne ist meist durch attackenartigen Drehschwindel mit Übelkeit und Erbrechen gekennzeichnet. Der Schwindel dauert mehrere Minuten bis hin zu einer halben Stunde an, im Anschluss folgen halbseitige Kopfschmerzen mit den typischen Begleitsymptomen von Migräne, wie Licht- und Lärmempfindlichkeit.
Manchmal dauert die Schwindelattacke aber auch länger an und überdauert die komplette Migränephase. Wieder andere Patienten berichten, dass sie während der Phase keine Kopfschmerzen haben, aber die Migränebegleitsymptome, was die Diagnose der vestibulären Migräne sehr schwierig machen kann.
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Auch schwere psychische Belastungssituationen können Schwindel auslösen (Angstschwindel). Häufig leiden Betroffene zusätzlich noch unter Depressionen oder Angststörungen. Psychogener Schwindel geht mit Gang- und Standunsicherheit einher. Betroffene neigen außerdem dazu, hinzufallen. Im Gegensatz zu den Schwindelformen, die vom Gleichgewichtsorgan ausgelöst werden, kommt es beim psychogenen Schwindel weder zu Übelkeit oder Erbrechen noch zu Augenzuckungen (Nystagmus).
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In bestimmten Situationen können Bewegungsschwindel auftreten, sogenannte Kinetosen. Hierzu kommt es beispielsweise bei See- oder Flugreisen, wenn es zu einem fehlerhaften Abgleich zwischen Bewegungsempfindungen und dem Gesehenen kommt.
Daneben gibt es die Pseudokinetosen, die nur durch Sehreize ausgelöst werden. Zum Beispiel bei Computerspielen oder 3D-Kinos.
Kinetosen und Pseudokinetosen sind in der Regel unbedenklich und nicht auf eine Beeinträchtigung des Gleichgewichtsorgans zurückzuführen.
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Bei den zentralen Schwindelformen liegt eine Schädigung des Gehirns (etwa Schlaganfall, Tumore) vor. Sie können sich sehr unterschiedlich äußern und auch verschieden lange andauern.
Wenn das Gehirn am Schwindel beteiligt ist, merkt man das häufig an den Begleiterscheinungen.
Zu diesen zählen:
- Schluck-, Seh- oder Sprechstörungen
- Lähmungserscheinungen in Gesicht oder Armen
- Missempfindungen des Tastsinns
Wichtig: Bei Verdacht auf eine zentrale Schwindelform sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, damit dieser der Ursache auf den Grund gehen und eine entsprechende Behandlung einleiten kann. Im Zweifel sollten Sie direkt den Notarzt rufen.
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Schwindel muss nicht immer etwas mit dem Gleichgewichtsorgan oder dem Gehirn zu tun haben. Die Ursachen liegen dann in verschiedenen Körperregionen. Betroffenen ist in diesen Fällen zwar schwindelig, Begleitsymptome bemerken sie in der Regel jedoch nicht.
Folgende weitere Ursachen können für Schwindel infrage kommen (Auswahl):
- ungewohnte (neue) oder schlecht eingestellte Brille
- Schwangerschaft
- zu niedriger Blutdruck
- Alkohol und Drogen
- bestimmte Medikamente
- niedriger Blutzuckerspiegel (beispielsweise aufgrund von zu wenig Nahrungsaufnahme)
- Blutarmut (Anämie)
- Hals-Wirbelsäulen-Syndrom (HWS-Syndrom)
Wichtig: Suchen Sie bei Schwindel ohne erkennbaren Grund immer einen Arzt auf, um den Beschwerden auf den Grund zu gehen. Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt.
Schwindel und Übelkeit
Häufig wird der Schwindel auch von Übelkeit und Erbrechen begleitet. Grund hierfür ist die Nähe der Nervenzellen im Gehirn, die an der Gleichgewichtsregulation beteiligt sind zu denen, die vegetative Reaktionen (beispielsweise den Verdauungsvorgang) steuern.
Übelkeit und Erbrechen tritt häufig bei Schwindel auf, der körperlichen Ursprungs ist, also zum Beispiel auf das Gleichgewichtsorgan zurückzuführen ist. Bei psychisch bedingtem Schwindel kommt hingegen in der Regel keine Übelkeit vor.
Was hilft gegen Schwindel?
Leichter Schwindel, beispielsweise ausgelöst durch zu schnelles Aufstehen, verschwindet in der Regel von selbst wieder. Sie können aber auch selbst einiges tun, um Schwindelanfällen vorzubeugen.
Wenn Sie immer wieder unter Attacken leiden und weitere Symptome wie Übelkeit und Erbrechen bemerken oder der Schwindel immer in bestimmten Situationen auftritt, ist jedoch ärztlicher Rat gefragt.
Verhaltensweisen bei Schwindel
Folgendes können Sie selbst tun, um Schwindelattacken zu minimieren:
- Gleichgewichtssinn trainieren: Sportarten wie Yoga oder Pilates können hier helfen, aber auch Schlittschuh- oder Rollschuhfahren. Außerdem kann es Sinn machen, sich hin und wieder in Alltagssituationen, zum Beispiel beim Kochen, auf ein Bein zu stellen, um so den Gleichgewichtssinn zu trainieren.
- Regelmäßig essen und trinken: Vermeiden Sie starken Hunger oder Durst und somit eine Unterzuckerung oder Dehydrierung.
- Stress reduzieren: Yoga, Meditation oder Progressive Muskelentspannung tragen zur Entspannung bei. Ebenfalls helfen kann ein ausgedehntes Bad oder ein Spaziergang an der frischen Luft.
- Alkohol und Nikotin vermeiden: Verzichten Sie auf übermäßigen Alkoholkonsum und stellen Sie das Rauchen ein.
- Auf ausreichend Schlaf achten: Gönnen Sie sich nachts Ruhe und gehen Sie es auch morgens langsam an. Zu schnelles Aufstehen und Hektik sollten vermieden werden.
Ärztliche Behandlung & Physiotherapie
Wenn der Schwindel immer wieder auftritt oder über mehrere Tage anhält, sollte zur Abklärung ein Arzt aufgesucht werden. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn
- Sie weitere Symptome bei sich bemerken,
- der Schwindel sehr heftig ist,
- Sie sich in Ihrem Leben eingeschränkt fühlen,
- das Gefühl immer in bestimmten Situationen oder Körperlagen auftritt
- und/oder Sie generell ein ungutes Gefühl haben.
Erster Ansprechpartner ist grundsätzlich der Hausarzt. Dieser kann Sie an einen Spezialisten wie den Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt), Neurologen oder Psychiater überweisen. Darüber hinaus gibt es in vielen deutschen Großstädten heutzutage auch sogenannte Schwindelambulanzen. Hier arbeiten Spezialisten mehrerer Fachgebiete eng zusammen.
Da es sehr viele Gründe für Schwindel geben kann, wird der Arzt Sie für seine Diagnose sehr eingehend untersuchen. Am Anfang steht immer das Patientengespräch. Hier sollten Sie den Arzt möglichst umfassend über Ihre Beschwerden informieren.
Im Anschluss steht eine Reihe von körperlichen Untersuchungen zur Verfügung, um die Form des Schwindels feststellen zu können. Beispiele hierfür sind die orientierende Gleichgewichtsprüfung (mit geschlossenen Augen geradeaus gehen), die Vestibularisprüfung (Überprüfung des Gleichgewichtsorgans) und der Einsatz der Frenzel-Brille (stellt Augenzuckungen fest).
Bei der Therapie des Schwindels können sowohl Medikamente als auch eine Physiotherapie angezeigt sein. Haben die Attacken psychische Ursachen, kann ein Psychotherapeut weiterhelfen.
Medikamente: Vor allem beim anfallsartigen Drehschwindel können sogenannte Antivertiginosa zum Einsatz kommen. Diese helfen dabei, die Beschwerden zu lindern, ändern allerdings nichts an der Ursache. Auch Präparate gegen Übelkeit und Erbrechen, Migräne oder Kreislauf-Medikamente können zur Besserung beitragen.
Physiotherapie: Physiotherapie ist für gewöhnlich ein wichtiger Baustein der Therapie bei immer wiederkehrendem Schwindel, insbesondere bei anhaltendem Drehschwindel. Patienten lernen hier beispielsweise Übungen, um künftig eigenständig Gang- und Stehunsicherheiten entgegenzuwirken.
Darüber hinaus gibt es noch die sogenannten Befreiungsmanöver, die beim Lagerungsschwindel zum Einsatz kommen. Mithilfe dieser Bewegungen können die verirrten Kalzium-Kristalle wieder in weniger schwindelauslösende Regionen des Innenohrs gelangen.
Psychotherapie: Ergänzend kann manchmal eine Psychotherapie Sinn machen, wenn die Patienten sehr stark unter den Schwindelattacken leiden und die Angst vor dem nächsten Anfall sehr groß ist. Auch bei psychisch bedingtem Schwindel ist in der Regel eine Psychotherapie angebracht, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen.
Risikogruppen
Besonders ältere Menschen leiden häufiger unter Schwindel. In diesem Fall spricht man von einem Altersschwindel. Dieser kann auf ganz unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sein. Beispielsweise auf Nebenwirkungen von Medikamenten, Begleiterscheinungen von Grunderkrankungen oder Funktionseinschränkungen von Augen, Ohren und Nervenempfindlichkeit.
Schwindel ist bei älteren Menschen schon wegen der Sturzgefahr und damit einhergehenden Verletzungen gefährlich und sollte daher ärztlich abgeklärt und behandelt werden.
ACHTUNG! Hier unbedingt zum Arzt
Schwindel ist meist harmlos und verschwindet in der Regel von selbst wieder. Es gibt jedoch ein paar Gegebenheiten, die einen Arztbesuch bei Schwindel unabdingbar machen.
Sie sollten zügig einen Arzt aufsuchen, wenn:
- Sie den Verdacht haben, an der Menière-Krankheit zu leiden. Hier kommt es neben Schwindel auch zu Druck im Ohr, Ohrgeräuschen und Schwerhörigkeit. Unbehandelt kann die Erkrankung zu anhaltenden Hörschäden oder vollständigem Hörverlust führen.
- Sie neben Schwindel auch unter Migräne leiden.
- Ihre Schwindelattacken vermutlich auf psychische Gründe zurückzuführen sind. Also beispielsweise zusammen mit Angstgefühlen oder Panikattacken auftreten.
- Sie unter Altersschwindel leiden. Die Sturzgefahr steigt bei Schwindel enorm, was ab einem gewissen Alter mit schweren Verletzungen wie Oberschenkelhalsbrüchen einhergehen kann.
- Ihre Schwindelattacken immer wieder auftreten, mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen oder besonders ausgeprägt sind.
Scheuen Sie sich nicht davor, mit Ihren Beschwerden einen Arzt aufzusuchen! Grundsätzlich gilt: Lieber einmal zuviel als einmal zu wenig zum Arzt gehen.
Dr. med. Emily Wimmer ist seit 2015 eine unserer deutschen Ärzte bei ZAVA. 2009 schloss sie ihr Studium der Humanmedizin an der Universität zu Lübeck ab. Danach arbeitete sie in der Abteilung für Hämatologie und Onkologie an der MedUni Wien sowie als Assistenzärztin in Hamburg bzw. Prüfärztin am Hamburger Institut für Versorgungsforschung in Dermatologie. Seit 2020 arbeitet Sie zudem in Teilzeit in einer Hausarztpraxis in Hamburg.
Lernen Sie unsere Ärzte kennenLetzte Änderung: 02 Jan 2021
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Neurologen und Psychiater im Netz: https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/neurologie/erkrankungen/schwindel/praevention/, abgerufen am 07.12.2020
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HNO-Ärzte im Netz: https://www.hno-aerzte-im-netz.de/krankheiten/schwindel/behandlung-beim-hno-arzt.html, abgerufen am 07.12.2020
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Klinikum der Universität München, Deutsches Schwindel- und Gleichgewichtszentrum: https://www.lmu-klinikum.de/, abgerufen am 07.12.2020
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Patienteninformation der Bundesärztekammer; akuter Schwindel, September 2017
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Deutsche Apotheker Zeitung: Was steckt eigentlich hinter Schwindel: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2009/daz-42-2009/was-steckt-eigentlich-hinter-schwindel, abgerufen am 07.12.2020
- Hausstauballergie
- Schnupfen
- Bauchschmerzen
- Scharlach
- Husten
- Übelkeit
- Augenlidbeschwerden
- Sodbrennen und Saurer Reflux
- Rosacea
- Rückenschmerzen
- Fieber
- Kälteallergie (Kälteurtikaria)
- Windpocken
- Hautausschlag
- Trockene Augen
- Erkältung
- Hämorrhoiden
- Sommergrippe
- Kopfschmerzen
- Lebensmittelunverträglichkeiten
- Gürtelrose
- Asthma bronchiale
- Reizdarm
- Coronavirus
- Migräne
- Pfeiffersches Drüsenfieber
- Juckreiz
- Grippe
- Intertrigo
- Depression
- Magenschmerzen
- Halsschmerzen
- Magenschleimhautentzündung
- Magen Darm Grippe
- Adipositas
- Burnout
- Angststörung
- Ekzem
- Fußpilz
- Nagelpilz
- Heiserkeit
- Gliederschmerzen
- Neurodermitis
- Augenentzündung
- Gelenkschmerzen
- Mittelohrentzündung
- Tennisarm
- Hexenschuss (Lumbago)
- Krätze
- Bindehautentzündung
- Hand-Fuß-Mund-Krankheit
- Rippenprellung
- Tinnitus
- Knieschmerzen
- COPD
- Nackenschmerzen
- Hashimoto-Thyreoiditis
- Durchfall
- Narkolepsie
- Schlafstörungen
- Zeckenbiss
- Erbrechen
- Couperose
- Fließschnupfen
- Hornzipfel
- Nasenherpes
- Schilddrüsenerkrankung
- Stuhlgang
- Heuschnupfen
- Blut im Urin
- Schuppenflechte – Psoriasis
- Kreislaufprobleme
- Penis juckt
- Ausschlag am Penis
- Brennen in der Scheide
- Nesselsucht (Urtikaria)
- Impetigo contagiosa
- Eichelentzündung (Balanitis)
- Follikulitis
- Nasensekret
- Kleienpilzflechte Pityriasis Versicolor
- Vitiligo
- Warzen
- Harnwegsinfekt
- Nierenbeckenentzündung
- Blasenentzündung
- Blasenschmerzen
- Urin
- Brennen beim Wasserlassen
- Häufiges Wasserlassen
- Quaddeln
- Vorzeitiger Samenerguss
- Café-au-lait-Flecken
- Milien
- Keratosis pilaris (Reibeisenhaut)
- Aphthen
- Raynaud-Syndrom
- Insektenstiche
- Arzneimittelexanthem
- Sonnenallergie
- Röschenflechte
- Zyanose
- Pilzinfektion
- Melasma
- Hautkrankheiten
- Pigmentflecken
- Penispilz
- Schmerzen im Penis
- Antibiotika und Alkohol