Infoseite zu SARS-CoV-2

Ulrike Thieme, MD

Medizinisch geprüft von

Dr. Ulrike Thieme

Letzte Änderung: 29 Jun 2021

Bei SARS-CoV-2 handelt es sich um einen bislang unbekannten Virustyp aus der Familie der Coronaviren, der von Mensch zu Mensch übertragen wird. Der Krankheitsverlauf ist individuell verschieden und kann von symptomlos oder milden Erkältungssymptomen bis hin zu einem schweren Verlauf reichen. Wir erklären Ihnen hier, wie die Ansteckung erfolgt, für welche Menschen eine Infektion besonders gefährlich verlaufen kann und wie Sie sich selbst und andere am besten vor der Erkrankung schützen.

Inhalt
Coronavirus Grafik

Kurzübersicht

Erreger: Auslöser ist das SARS-CoV-2 Virus, welches zur Familie der Coronaviren gehört.

Symptome: Die Symptome einer Coronavirus-Infektion ähneln denen einer gewöhnlichen Erkältung, können jedoch im Schweregrad deutlich variieren. Darüber hinaus können auch diffuse Beschwerden wie Störungen beim Riechen und Schmecken, Hautausschläge oder Bauchschmerzen hinzukommen. Wichtig: Nicht alle Menschen weisen Symptome auf. Manche verspüren gar keine Beschwerden. Bei Kindern ist in der Regel ein milder Verlauf typisch.

Übertragung: Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch (z.B. beim Sprechen, Niesen oder Husten). Eine Übertragung über Gegenstände ist eher unwahrscheinlich.

Inkubationszeit: Zwischen Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitssymptomen können bis zu 14 Tage liegen. In der Regel macht sich eine Erkrankung jedoch schon nach 5-6 Tagen bemerkbar.

Diagnose: Eine Coronavirus-Infektion ist aufgrund der uneindeutigen Krankheitssymptome nur schwer zu erkennen. Ob eine Ansteckung vorliegt, kann daher nur ein Labortest sicher beantworten. Eine akute Infektion wird mittels eines PCR-Tests ermittelt. SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltests können einen ersten Hinweis auf die Erkrankung geben. Eine zurückliegende Infektion lässt sich mit einem Antikörpertest bestätigen.

Behandlung: Das Virus ist so neu, dass es noch keine speziellen Medikamente für die Behandlung gibt. Die Therapie richtet sich daher momentan nach der Schwere des Krankheitsbildes und den individuellen Symptomen. Zur Vorbeugung stehen inzwischen mehrere Impfstoffe zur Verfügung, einer davon ab einem Alter von 12 Jahren.

Vorbeugung: Den besten Schutz vor Ansteckung bieten derzeit Abstandhalten und die konsequente Einhaltung von Hygienemaßnahmen, wie regelmäßiges und sorgfältiges Händewaschen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich in Arztpraxen und Impfzentren um eine Impfung zu bemühen.

Risikogruppen: Anstecken kann sich zunächst einmal jeder. Besonders anfällig für einen schweren Krankheitsverlauf sind jedoch vor allem Menschen über 50 Jahre, Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen wie COPD sowie Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen (z.B. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, eine aktuelle Krebserkrankung oder eine bestehende HIV-Infektion).

Über Corona

Im Dezember 2019 wurde in der chinesischen Stadt Wuhan erstmals von einem neuen Virus berichtet, das zu einer schweren Atemwegserkrankung führen kann. Es handelt es sich um einen bislang unbekannten Virustyp aus der Familie der Coronaviren, das von Mensch zu Mensch übertragen wird.

Das neue Virus ist seit dem 11. Februar 2020 offiziell als SARS-CoV-2 bekannt. Das Akronym SARS steht hierbei für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom) und weist auf die enge Verwandtschaft zum SARS-Coronavirus hin; CoV-2 bedeutet Coronavirus-2. Mit COVID-19 wird hingegen die Lungenkrankheit bezeichnet, welche durch SARS-CoV-2 ausgelöst werden kann (Coronavirus disease 2019).

Symptome

Eine Infektion mit Coronaviren (SARS-CoV-2) macht sich durch verschiedene Symptome bemerkbar, die unterschiedlich schwer ausfallen können. Während einige Infizierte unter ausgesprochen starken Beschwerden leiden, verspüren viele Menschen nur milde Symptome. Mitunter kommt es vor, dass Erkrankte die Infektion überhaupt nicht bemerken. Das ist besonders kritisch, denn eine Infektion mit SARS-CoV-2 ist schon vor dem Auftreten der Symptome ansteckend. Dadurch besteht die Gefahr, dass viele Infizierte das Virus unbemerkt weitergeben.

Die Symptome einer Coronavirus-Infektion ähneln denen einer gewöhnlichen Erkältung:

Weitaus seltener kommt es zu starken Atembeschwerden bis hin zur Atemnot, die eine ärztliche Behandlung im Krankenhaus erfordern.

Darüber hinaus gibt es Betroffene, die gar keine Symptome verspüren. Auch diffuse Beschwerden wie Hautausschläge, Bindehautentzündung, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Lymphknotenschwellungen oder Schläfrigkeit können Anzeichen für eine Coronavirus-Infektion sein.

Wichtig: Eine Infektion mit SARS-CoV-2 ist schon vor dem Auftreten von Krankheitssymptomen ansteckend. Die Einhaltung strenger Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen ist somit generell empfehlenswert.

Symptome Covid Grippe Erkältung

Ausbreitung vorbeugen mit der Corona-Warn-App

Infektionskette unterbrechen

Mithilfe der Corona-Warn-App der Bundesregierung können Sie herausfinden, ob Sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten und ob dadurch ein Ansteckungsrisiko entstanden ist. Anwender haben zudem die Möglichkeit, Testergebnisse und Impfzertifikate zu registrieren. Infektionsketten lassen sich so schneller identifizieren und unterbrechen, was zu einer Verminderung der Ausbreitung von SARS-CoV-2 und somit zum Schutz der Bevölkerung beiträgt. Das Herunterladen und die Nutzung der App sind vollkommen freiwillig, aus medizinischer Sicht jedoch sinnvoll.

Weitere Informationen zur Corona-Warn-App finden Sie auf der Seite der Bundesregierung.

Um Informationen zum persönlichen Impfstatus jederzeit griffbereit zu haben, steht seit Juni 2021 auch der digitale Impfnachweis zur Verfügung. Geimpfte können sich die CovPass-App herunterladen und dort per QR-Code ihre offiziellen Impfzertifikate hinterlegen. Mehr Informationen rund um die App hat das Robert Koch-Institut hier zusammengestellt.

Risikogruppen

Generell kann sich jeder mit dem Coronavirus anstecken. Der Verlauf der Krankheit variiert jedoch stark.

Ältere Menschen & Menschen mit Vorerkrankungen

Anfällig für einen schweren Krankheitsverlauf sind vor allem:

  • Menschen über 50 Jahre – insbesondere Senioren über 80 Jahre
  • Patienten mit Vorerkrankungen, die das Immunsystem schwächen (z.B. Patienten, die wegen einer aktuellen Krebserkrankung eine Chemo- oder Strahlentherapie bekommen, oder Menschen, die aufgrund dauerhafter Erkrankungen wie Rheuma, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Lungenleiden wie Asthma oder COPD bzw. schlecht eingestellter oder langjähriger Zuckerkrankheit behandelt werden)
  • Patienten mit bestimmten weiteren Vorerkrankungen (unter anderem Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas, Leber- und Nierenerkrankungen)

Asthma-Patienten

Gut eingestellte Asthma-Patienten, die unter Therapie keine Symptome zeigen, haben kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Voraussetzung ist allerdings, dass die Asthmatherapie nicht unterbrochen wird und Medikamente regelmäßig eingenommen beziehungsweise angewendet werden.

Anders verhält es sich bei Asthma-Patienten, die trotz regelmäßiger Therapie noch Beschwerden haben. Diese Patienten sind wahrscheinlich etwas gefährdeter als Gesunde. Ein höheres Risiko haben auch ältere Menschen mit sehr schwerem Asthma sowie Patienten, die zur Asthmakontrolle auf die regelmäßige Einnahme von Kortisontabletten angewiesen sind.

Regelmäßig überarbeitete Informationen und Empfehlungen für Asthmatiker finden Sie auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.

Bluthochdruck-Patienten

Laut der European Society of Hypertension (ESH) gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass Bluthochdruck-Patienten ein höheres Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2 haben. Zudem begünstigt Bluthochdruck auch nicht das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Bei weiteren Fragen zum Thema Bluthochdruck und SARS-CoV-2 wenden Sie sich am besten an Ihren behandelnden Arzt, oder besuchen die Seite der Deutschen Hochdruckliga. Dort finden sie regelmäßig überarbeitete Informationen für Bluthochdruck-Patienten.

Diabetiker

Für Diabetiker ist die Lage noch nicht abschließend geklärt. Es besteht jedoch der Verdacht, dass auch eine gut behandelte Erkrankung ohne weitere Risikofaktoren die Gefahr für einen schweren COVID-19-Verlauf erhöht. Ist der Diabetes schlecht eingestellt – und tritt er gemeinsam mit anderen Risikofaktoren auf –, kann die Wahrscheinlichkeit für ausgeprägte Beschwerden und Komplikationen maßgeblich ansteigen.

Eine enge ärztliche Betreuung und regelmäßige Kontrolle der Blutzuckerwerte ist daher für alle Diabetes-Patienten ratsam.

Falls Sie weitere Fragen zum Thema Diabetes und Corona haben, sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt oder besuchen Sie die Webseiten der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) sowie der Deutschen Diabetes Hilfe.

Kinder

Bei Kindern scheint die Erkrankung vergleichsweise selten aufzutreten und mild zu verlaufen. Schwere Krankheitsverläufe treten verhältnismäßig selten auf und betreffen insbesondere Säuglinge und Kleinkinder. Zu den häufigsten Symptomen bei Kindern zählen Fieber, Schnupfen und Husten – genau wie bei den Erwachsenen. Magen-Darm-Beschwerden werden öfter festgestellt als bei den über 18-Jährigen.

Weitere mögliche Symptome sind:

  • Kopf-, Hals- Brust und Muskelschmerzen
  • Schnupfen
  • Herzrasen
  • Kurzatmigkeit und Atemnot
  • Geschmacks- und Geruchsverlust

Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass Kinder das Virus genauso effektiv übertragen wie erkrankte Erwachsene. Bei den Jüngsten (0-5 Jahre) scheinen allerdings grundsätzlich geringere Virusmengen vorhanden zu sein.

Schwangere und stillende Frauen

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen international keine Hinweise vor, dass Schwangere durch das neuartige Coronavirus gefährdeter sind als die allgemeine Bevölkerung.

Die Mehrheit der schwangeren Frauen weist leichte oder mittelschwere Symptome auf, ähnlich einer Erkältung beziehungsweise Grippe. Bei Schwangeren mit bereits bestehender Herz- oder Lungenerkrankung oder sonstigen Risikofaktoren (z.B. Adipositas oder Diabetes) hingegen können laut Robert Koch-Institut eher Komplikationen oder schwere COVID-19-Verläufe entstehen. In diesen Fällen empfiehlt es sich, bereits im Vorfeld mit Ihrem Frauenarzt über mögliche Maßnahmen zu Schutz und Behandlung zu sprechen. Ihr Arzt berät Sie gerne zu Medikamenten, die auch während der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden können.

Umfangreiche Informationen und Empfehlungen für Schwangere und stillende Mütter finden Sie auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).

Übertragung

Eine Ansteckung erfolgt hauptsächlich über kleinste Speicheltröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen in die Atemluft abgegeben und von anderen beim Einatmen aufgenommen werden können (sogenannte Tröpfcheninfektion).

Eine Übertragung erfolgt deshalb in erster Linie:

  • über die Luft nach dem Husten und Niesen (sog. Tröpfcheninfektion)
  • durch engen Körperkontakt
  • durch unzureichende Händehygiene

Da die Coronaviren auf bestimmten Materialien einige Tage überleben können, ist es auch möglich, sich durch Schmierinfektionen anzustecken. Das ist allerdings deutlich seltener der Fall. Eine Übertragung über den Stuhl scheint zum aktuellen Zeitpunkt unwahrscheinlich. Zwar kann das Erbgut der Viren bei einer Erkrankung bereits sehr früh im Stuhlgang nachgewiesen werden – vermehrungsfähige Viren selbst aber nur selten. Eine Ansteckung durch Lebensmittel oder das Berühren von Postsendungen, Verpackungen und Gepäck wird bis dato ebenfalls als unwahrscheinlich eingeschätzt.

Inkubationszeit

Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft können bis zu 14 Tage bis zum Auftreten der ersten Krankheitssymptome vergehen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) treten die ersten Krankheitssymptome im Schnitt 5 bis 6 Tage nach der Ansteckung mit SARS-CoV-2 auf. Vereinzelt melden Ärzte einen sehr schnellen Ausbruch der Erkrankung am selben oder nächsten Tag.

Kann ich mich mehrmals mit dem Coronavirus anstecken?

Ja, grundsätzlich besteht die Möglichkeit, sich mehrmals mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 anzustecken. Je mehr Zeit seit der ersten Infektion verstreicht, desto stärker wächst auch das Risiko einer erneuten Erkrankung.

Der Grund dafür: Der Organismus baut die gegen das Coronavirus gebildeten Antikörper allmählich wieder ab. Aktuell mehren sich die Hinweise darauf, dass die erlernte Immunreaktion nach etwa einem halben Jahr durch eine Impfung aufgefrischt werden sollte. Hinzu kommen außerdem die ständigen Veränderungen des Erregers – mit der Zeit bilden sich immer wieder neue Varianten, die den bestehenden Schutz aushebeln könnten. Eine dauerhafte Immunität gegen das Coronavirus ist daher unwahrscheinlich.

Diagnose per Testverfahren

Eine Corona-Infektion zu erkennen ist nicht einfach. Die Symptome sind unspezifisch und ähneln zudem denen anderer Infektionskrankheiten, zum Beispiel der Grippe. Ob eine Ansteckung vorliegt, kann daher nur ein Labortest klar beantworten.

PCR-Test bei akuter Infektion

Wenn Sie akut Symptome einer Corona-Infektion aufweisen, kann ein PCR-Test Gewissheit verschaffen, ob es sich tatsächlich um eine Infektion mit SARS-CoV-2 oder doch nur um eine einfache Erkältung oder Grippe handelt.

Antikörpertest bei zurückliegender Infektion

Antikörper sind Teil unserer körpereigenen Abwehr und werden als Reaktion auf das Eindringen von Krankheitserregern gebildet. Antikörper heften sich an die Oberfläche von Krankheitserregern und neutralisieren diese entweder selbstständig oder mit Hilfe anderer Abwehrzellen. Das Vorhandensein von Antikörpern gegen das Coronavirus ist also Zeichen einer überstandenen Corona-Infektion oder -Impfung.

Corona-Antikörpertest

Frau untersucht Blutprobe im Labor, hält eine Pipette und einen Glaskolben

Sie möchten weitere Informationen zur Diagnose von SARS-CoV-2 mittels Antikörpern?

Lesen Sie hier, wann ein Antikörpertest Sinn macht, was die Ergebnisse bedeuten und wie verlässlich sie sind.

Lesen Sie mehr

Corona-Schnelltests für zu Hause

In die Kette der möglichen Corona-Tests reihen sich außerdem die Corona-Schnelltests (auch Corona-Selbsttests oder Laien-Tests genannt) für zu Hause ein. Zugelassen sind aktuell 73 Tests (Stand: 22.06.21), mit deren Hilfe man sich über eine Speichelprobe oder einen Abstrich aus der Nase beziehungsweise aus dem Rachenbereich selbst auf Corona testen kann. Das Besondere ist hier nicht nur die relativ einfache Anwendung in den eigenen 4 Wänden, sondern auch die Tatsache, dass die Tests an der Kasse gekauft werden können – beim Discounter, in Drogerien und Apotheken. Die Verfügbarkeit vor Ort hängt von der aktuellen Nachfrage ab, bleibt inzwischen aber meist stabil.

Bei den aktuell zugelassenen Selbsttests handelt es sich um sogenannte Antigen-Tests. Diese weisen nach, ob man akut an einer Covid-19-Infektion erkrankt ist. Zum Vergleich: Sogenannte Antikörper-Tests zeigen, dass man in Vergangenheit an Corona gelitten hat oder je nach Antikörper erfolgreich geimpft wurde.

Welche Schnelltests sind in Deutschland zugelassen? Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bietet eine regelmäßig aktualisierte Übersicht.

Wie wende ich die Corona-Schnelltests richtig an?

Damit die Selbsttests möglichst zuverlässig funktionieren, gilt es ein paar allgemeine Dinge zu beachten:

  • Lesen Sie sich vor der ersten Anwendung die Gebrauchsanweisung vollständig durch.
  • Führen Sie den Test an einem Ort durch, an dem Sie genügend Licht und einen Spiegel zur Verfügung haben. Ggf. können Sie auch jemanden bitten, Ihnen beim Selbsttest zu helfen.
  • Nehmen Sie sich für die Anwendung ausreichend Zeit und gehen Sie sorgfältig vor.
  • Waschen und desinfizieren Sie sich die Hände vor und nach der Anwendung.
  • Der Schnelltest funktioniert nur, wenn der Abstrich oder die Speichelprobe sorgfältig entnommen wird. Bei den Selbsttests mit Nasenabstrich ist es wichtig, dass sich am Ende der Entnahme genügend Schleim auf dem Wattestäbchen befindet. Die exakten Angaben zur Durchführung finden Sie in der jeweiligen Gebrauchsanweisung.

So praktisch und einfach die Corona-Selbsttest auch sind, es ist wichtig, sehr gewissenhaft damit umzugehen und sich exakt an die Gebrauchsanweisung zu halten. Im ungünstigsten Fall wird das Testergebnis sonst möglicherweise nicht richtig angezeigt und eigentlich Erkrankte wiegen sich in falscher Sicherheit.

Unsicher in der Anwendung? Die Partner-Ärzte von ZAVA beantworten Ihnen gerne alle Fragen rund um die Corona-Schnelltests!

Wie zuverlässig sind die Corona-Selbsttests?

Laut Herstellerangaben sind die Erkennungsraten mit rund 85-99 % sehr hoch – was jedoch die exakte und richtige Anwendung voraussetzt. Grundsätzlich sind die Schnelltests nicht so zuverlässig wie die professionell durchgeführten PCR-Tests.

Der Corona-Schnelltest ist positiv – und nun?

Wenn Ihr Selbsttest positiv ausgefallen ist, müssen Sie sich umgehend in Quarantäne begeben und Ihren Hausarzt oder das Gesundheitsamt informieren. Darüber hinaus besteht zur Absicherung Anspruch auf einen professionellen PCR-Test. Ihr Arzt kann Sie dahingehend beraten.

Weitere wissenswerte Fakten rund um die Selbsttests:

  • Das Ergebnis liefert nur eine Momentaufnahme und ist nicht mit einer Art Freifahrtschein gleichzusetzen. Das heißt im Umkehrschluss, dass es durchaus möglich ist, sich weiterhin mit COVID-19 anzustecken oder unter einer bislang unentdeckten Infektion zu leiden.
  • Diese Art der Tests soll grundsätzlich das Risiko senken, dass Erkrankte unwissentlich andere Menschen infizieren.
  • Auch wer einen negativen Test in den Händen hält, muss sich an die Hygiene- und Abstandsregeln halten. AHA+L+C gilt nach wie vor. Zur Erinnerung: Abstand wahren, auf Hygiene achten und – wo es im Alltag eng wird – eine Maske tragen. Zudem regelmäßig Lüften sowie die Corona-Warn-App nutzen.
  • Achten Sie beim Erwerb des Tests unbedingt auf die CE-Kennzeichnung und/oder den Hinweis auf eine Sonderzulassung durch das BfArM. Welche Tests zugelassen sind erfahren Sie auch unter www.bfarm.de
  • In Testzentren, Apotheken und Hausarztpraxen können kostenlose Corona-Tests durchgeführt werden. Wo genau die Tests bei Ihnen angeboten werden, erfahren Sie am besten, wenn Sie “kostenloser Coronatest” + Ihre Stadt/Region googlen.
  • Sie haben bereits Symptome oder hatten Kontakt zu einer infizierten Person? In diesem Fall ist es sicherer, gleich einen verlässlichen PCR-Test zu machen und sich bis zum vorliegenden Testergebnis in häusliche Isolation zu begeben. PCR-Tests werden von geschultem medizinischen Personal, zum Beispiel in offiziellen Testzentren oder beim Hausarzt, durchgeführt.

Behandlung

Es gibt bislang keine speziellen Medikamente für die Behandlung von SARS-CoV-2. Die Therapie richtet sich momentan nach Symptomatik und Schwere des Krankheitsbildes.

Die meisten Infektionen mit SARS-CoV-2 verlaufen mild und erfordern keine ärztliche Behandlung. Viel Ruhe und Schlaf sind hier oft ausreichend, um wieder auf die Beine zu kommen. Symptome wie Husten, Schnupfen oder Fieber können – nach Rücksprache mit dem Arzt – mit Medikamenten gut selbst behandelt werden.

Schwere Fälle behandeln Ärzte im Krankenhaus, gegebenenfalls auf der Intensivstation. Sie machen unter Umständen eine engmaschige Betreuung und folgende Maßnahmen notwendig:

  • antiviral wirksame Medikamente
  • blutverdünnende Präparate
  • Arzneimittel, die das Immunsystem regulieren
  • Antibiotika zur Therapie von bakteriellen Begleitinfektionen
  • Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes
  • kreislaufstabilisierende Mittel
  • zusätzliche Gabe von Sauerstoff zur Erleichterung des Atmens
  • maschinelle Beatmung

Neben Impfstoffen zur Vorbeugung forschen Wissenschaftlicher auch intensiv im Bereich der Behandlung. Bislang ist es aber noch nicht gelungen, einen speziell bei SARS-Cov-2 effektiven Wirkstoff zu entwickeln.

Vorbeugung

Glücklicherweise verläuft eine Infektion mit SARS-CoV-2 bei den meisten Menschen mild. Dennoch ist es sehr wichtig, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Nur so kann vermieden werden, dass sehr viele gefährdete Menschen innerhalb kurzer Zeit gleichzeitig erkranken. Denn dies ist nicht nur für die Betroffenen sehr gefährlich, sondern kann auch zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen.

Hygiene ist das A und O!

Den besten Schutz bieten derzeit gute Hygienemaßnahmen:

Seit Ende des Jahres 2020 wird zur Vorbeugung auch gegen Corona geimpft. Alle wichtigen Informationen dazu finden Sie in unserem Beitrag speziell zur Corona-Impfung.

Besondere Maßnahmen für Risikopatienten

  • Meiden Sie Kontakte mit möglichen Überträgern. Auch wenn dies bedeutet, dass Sie Familienmitglieder und Freunde eine zeitlang nicht zu Gesicht bekommen. Telefonate und/oder Videokonferenzen können dabei helfen, den Kontakt aufrechtzuerhalten und vermitteln das Gefühl, weiter in das Leben der anderen eingebunden zu sein.
  • Wenn möglich, notwendige Erledigungen wie Einkäufe an Freunde oder Familienmitglieder abgeben.
  • Lassen Sie sich gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken impfen. Diese Impfungen schützen zwar nicht vor einer Infektion mit Coronaviren, senken jedoch das Risiko schwerer Begleitinfektionen, wie beispielsweise einer durch Pneumokokken ausgelösten Lungenentzündung. Gerade für ältere oder immungeschwächte Patienten können diese Erkrankungen sehr schwer verlaufen oder gar tödlich enden. Wichtig: Lassen Sie sich nicht impfen, wenn – beispielsweise aufgrund von Erkrankungsfällen im eigenen Umfeld – die Wahrscheinlichkeit besteht, dass Sie sich bereits mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ihr Arzt wird Sie dann zu einem geeigneten Zeitpunkt für die Impfung beraten. Typischerweise ist ein Termin etwa 6 Monate nach einer überstandenen Infektion sinnvoll.

Außerdem interessant

Fast täglich werden neue Erkenntnisse rund um das Coronavirus gewonnen. Die Flut an neuen Informationen kann verunsichern oder weitere Fragen aufwerfen. Das Robert Koch Institut beantwortet – als zuständiges Bundesinstitut für Infektionskrankheiten – häufig gestellte Fragen zum Coronavirus und gleicht die Informationen regelmäßig dem neuesten wissenschaftlichen Stand an. So bleiben Sie bestens und zuverlässig informiert.

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Medizinisch geprüft von:
Dr. Ulrike Thieme Fachärztin für Neurologie, Stellv. Ärztliche Leiterin Deutschland

Dr. Ulrike Thieme ist seit 2018 Teil des deutschen Ärzteteams bei ZAVA und vertritt zur Zeit Beverley Kugler als ärztliche Leiterin. Ihre Facharztweiterbildung im Bereich Neurologie schloss sie 2018 ab. Vor ihrer Tätigkeit bei ZAVA arbeitete Ulrike Thieme an einem klinischen Forschungsprojekt über neurodegenerative Erkrankungen am National Hospital for Neurology and Neurosurgery, London.

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Letzte Änderung: 29 Jun 2021

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