Infoseite zu SARS-CoV-2

Ulrike Thieme, MD

Medizinisch geprüft von

Dr. med. Ulrike Thieme

Letzte Änderung: 26 Mär 2022

Bei SARS-CoV-2 handelt es sich um einen im Jahr 2019 entdeckten Virustyp aus der Familie der Coronaviren, der von Mensch zu Mensch übertragen wird. Der Krankheitsverlauf ist individuell verschieden und kann von symptomlos oder milden Erkältungssymptomen bis hin zu einem schweren Verlauf reichen. Wir erklären Ihnen hier, wie die Ansteckung erfolgt und wie Sie sich selbst und andere am besten vor der Erkrankung schützen.

Inhalt
Coronavirus Grafik
 

Kurzübersicht

Zu SARS-CoV-2 gibt es immer wieder neue Erkenntnisse.

Tagesaktuelle Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts, des Bundesgesundheitsministeriums, des Paul-Ehrlich-Instituts sowie des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Erreger: Auslöser ist das SARS-CoV-2-Virus, welches zur Familie der Coronaviren gehört.

Symptome: Die Symptome einer Coronavirus-Infektion ähneln denen einer gewöhnlichen Erkältung, können jedoch im Schweregrad deutlich variieren. Darüber hinaus kommen gegebenenfalls diffuse Beschwerden wie Störungen beim Riechen und Schmecken, starke Erschöpfung, Atemnot, Hautausschläge oder Bauchschmerzen hinzu. Wichtig: Nicht alle Menschen weisen Symptome auf. Manche verspüren gar keine Beschwerden. Bei Kindern ist in der Regel ein milder Verlauf typisch.

Übertragung: Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch (z.B. beim Sprechen, Niesen oder Husten). Auch Menschen mit symptomloser Infektion können andere Personen anstecken. Eine Übertragung über Gegenstände spielt dagegen seltener eine Rolle.

Inkubationszeit: Zwischen Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitssymptomen können bis zu 14 Tage liegen. In der Regel macht sich eine Erkrankung jedoch schon nach 5-6 Tagen bemerkbar.

Vorbeugung: Den besten Schutz vor Ansteckung bieten derzeit Abstandhalten und die konsequente Einhaltung von Hygienemaßnahmen, wie das korrekte Tragen von FFP2-Masken. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, in Arztpraxen, Impfzentren und Apotheken eine Impfung zu erhalten.

Risikogruppen: Anstecken kann sich zunächst einmal jeder. Besonders anfällig für einen schweren Krankheitsverlauf sind jedoch vor allem Menschen über 50, Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen wie COPD sowie Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen (z.B. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einer aktuellen Krebserkrankung oder einer bestehenden HIV-Infektion). Durch eine vollständige Impfung inklusive Booster lässt sich das individuelle Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf drastisch reduzieren.

Symptome: Wie macht sich Corona bemerkbar?

Eine Infektion mit Coronaviren (SARS-CoV-2) gibt sich durch verschiedene Symptome zu erkennen, die unterschiedlich schwer ausfallen können. Während einige Infizierte unter ausgesprochen starken Beschwerden leiden, verspüren andere nur milde oder sogar überhaupt keine Symptome. Symptomlose Infektionen sind für die Bevölkerung besonders kritisch, denn Infizierte sind stets schon vor dem Auftreten der Symptome ansteckend. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Betroffenen das Virus unbemerkt weitergeben.

Die Symptome einer Coronavirus-Infektion ähneln denen einer gewöhnlichen Erkältung:

Auch diffuse Beschwerden wie Hautausschläge, Bindehautentzündung, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Lymphknotenschwellungen oder Schläfrigkeit können Anzeichen für eine Coronavirus-Infektion sein. Weitaus seltener kommt es zu starken Atembeschwerden bis hin zur Atemnot, die eine ärztliche Behandlung im Krankenhaus erfordern.

Wichtig: Eine Infektion mit SARS-CoV-2 ist schon einige Tage vor dem Auftreten von Krankheitssymptomen ansteckend. Die Einhaltung strenger Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen ist somit generell empfehlenswert.

Übertragung

Eine Ansteckung mit Corona erfolgt hauptsächlich über kleinste Tröpfchen aus Speichel oder Nasensekret, die beim Atmen, Sprechen, Husten oder Niesen an die Luft abgegeben und von anderen beim Einatmen aufgenommen werden können (sogenannte Tröpfcheninfektion).

Das Virus überträgt sich also in erster Linie:

  • über die Luft nach dem Husten und Niesen
  • durch engen Körperkontakt
  • durch unzureichende Händehygiene

Da die Coronaviren auf bestimmten Materialien einige Tage lang überleben können (z.B. auf Plastik oder Glas), ist es auch möglich, sich durch Schmierinfektionen anzustecken. Das ist allerdings deutlich seltener der Fall. Eine Übertragung über den Stuhl scheint zum aktuellen Zeitpunkt unwahrscheinlich. Zwar kann das Erbgut der Viren bei einer Erkrankung bereits sehr früh im Stuhlgang nachgewiesen werden – vermehrungsfähige Viren selbst aber nur selten. Eine Infektion durch Lebensmittel oder das Berühren von Postsendungen, Verpackungen und Gepäck ist ebenfalls unwahrscheinlich.

Inkubationszeit

Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft können vom Kontakt mit einer infizierten Person bis zum Auftreten der ersten Krankheitssymptome bis zu 14 Tage vergehen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) beginnen die Beschwerden im Schnitt 5 bis 6 Tage nach der Ansteckung mit SARS-CoV-2. Vereinzelt melden Ärzte einen sehr schnellen Ausbruch der Erkrankung am selben oder nächsten Tag.

Kann ich mich mehrmals mit dem Coronavirus anstecken?

Ja, es besteht die Möglichkeit, sich mehrmals mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 anzustecken. Je mehr Zeit seit der 1. Infektion verstreicht, desto stärker wächst auch das Risiko einer erneuten Erkrankung.

Der Grund dafür: Die Immunität, die nach der Infektion aufgebaut wurde, lässt mit der Zeit nach. Hinzu kommen außerdem die ständigen Veränderungen des Erregers: Mit der Zeit bilden sich immer wieder neue Varianten, die den bestehenden Schutz aushebeln könnten. Eine dauerhafte Immunität gegen das Coronavirus bleibt auch in Zukunft unwahrscheinlich. Deshalb empfehlen Ärzte genesenen Personen, die bislang ungeimpft sind, für einen längerfristigen Schutz vor schweren Krankheitsverläufen trotzdem eine Impfung.

Vorbeugung: Wie Sie sich und andere schützen

Glücklicherweise verläuft eine Infektion mit SARS-CoV-2 bei den meisten Menschen mild. Dennoch ist es sehr wichtig, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Nur so kann vermieden werden, dass sehr viele gefährdete Menschen innerhalb kurzer Zeit gleichzeitig erkranken. Dies ist nicht nur für die Betroffenen sehr gefährlich, sondern kann auch zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen.

Hygiene ist das A und O!

Den besten Schutz bieten derzeit gute Hygienemaßnahmen:

Schutz von Risikopatienten

Risikopatienten sollten Kontakte mit anderen Personen reduzieren und Menschenansammlungen meiden. Lassen Sie beispielsweise Ihre Einkäufe von Freunden oder Angehörigen erledigen. Zudem sollten sich Risikopatienten gegen Grippe (Influenza) und Pneumokokken impfen lassen, um das Risiko schwerer Begleitinfektionen zu senken.

Ausbreitung vorbeugen mit der Corona-Warn-App

Infektionskette unterbrechen

Mithilfe der Corona-Warn-App der Bundesregierung können Sie herausfinden, ob Sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten und ob dadurch ein Ansteckungsrisiko entstanden ist. Infektionsketten lassen sich so schneller unterbrechen, was zu einer Verminderung der Ausbreitung von SARS-CoV-2 und somit zum Schutz der Bevölkerung beiträgt. Zudem beinhaltet die App weitere Möglichkeiten wie die Registrierung von Testergebnissen und Impfzertifikaten. Das Herunterladen und die Nutzung der App sind vollkommen freiwillig, aus medizinischer Sicht jedoch sinnvoll.

Weitere Informationen zur Corona-Warn-App finden Sie auf der Seite der Bundesregierung.

Corona-Impfung – Fragen und Antworten rund um die Impfung

Seit Ende 2020 stehen Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 zur Verfügung. Diese wurden weltweit bereits milliardenfach verabreicht und stellen eine sichere und zuverlässige Möglichkeit dar, sich bei einer Corona-Infektion vor einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen. Verständlicherweise haben viele Menschen Fragen zur Wirkung und zu möglichen Risiken der Impfung.

Auf unserer Informationsseite zur Corona-Impfung finden Sie seriöse Antworten auf die häufigsten Fragen zur Impfung, zu den Impfstoffen und zu möglichen Nebenwirkungen.

Corona-Impfung und Frauengesundheit

Teilweise fühlen sich Frauen verunsichert aufgrund von Berichten, nach denen die Corona-Impfung den Menstruationszyklus beeinflussen oder anderweitig negative Effekte auf den weiblichen Körper haben soll. Wir haben daher die wichtigsten Fragen zum Thema zusammengestellt und beleuchten den aktuellen Wissensstand zu Corona-Impfung und Frauengesundheit.

Corona-Impfung und Männergesundheit

Auch viele Männer haben Bedenken gegenüber der Corona-Impfung und befürchten eine schädliche Wirkung auf ihre Potenz beziehungsweise Zeugungsfähigkeit oder andere Aspekte ihrer Gesundheit. Lesen Sie hier Antworten auf typische Fragen.

Raus aus dem Corona-Blues – Tipps für den Alltag

Seit über 2 Jahren begleitet uns das Coronavirus nun schon tagtäglich. Verständlicherweise schlägt das vielen Menschen aufs Gemüt und äußert sich in einer Zunahme von Stress, Angst, depressiven Symptomen, Schlafstörungen und Reizbarkeit. Umgangssprachlich wird dieses zeitlich begrenzte Stimmungstief auch als Corona-Blues bezeichnet. Was kann dagegen helfen? Gemeinsam mit Dr. med. Ulrike Thieme, medizinische Leiterin bei ZAVA Deutschland, geben wir Ihnen Tipps, wie Sie sich besser fühlen und dem Corona-Tief entkommen können.

Bewegung

Bewegen Sie sich so viel wie möglich – egal ob bei einem Spaziergang in der Mittagspause, einer Jogging-Runde mit der Freundin oder einem Home Workout. Wenn Sie sich bewegen, werden Glückshormone ausgeschüttet (Dopamin, Serotonin und Endorphine), welche stimmungsaufhellend wirken. Sind Sie tagsüber an der frischen Luft aktiv, hat das noch einen zusätzlichen positiven Effekt: Durch die Sonnenstrahlen tanken Sie Vitamin D. Vitamin D wirkt sich ebenfalls positiv auf die Stimmung und das Wohlbefinden aus.

Soziale Kontakte

In Zeiten des Social Distancing kann schnell ein Gefühl der Einsamkeit entstehen. Dabei ist der Kontakt und Austausch mit Familie, Freunden und Bekannten essenziell wichtig für uns: Zeit mit den Menschen zu verbringen, die man liebt, wirkt unter anderem wie ein Stimmungsbooster: Durch gemeinsames Lachen wird Serotonin freigesetzt, das wiederum unsere Stimmung aufhellt. Wer sich isolieren muss oder sich in Quarantäne befindet, kann über Telefon, regelmäßige Nachrichten oder Videoanrufe Kontakt mit den Liebsten halten und so die Einsamkeit etwas verringern. Sind alle gesund, bieten gemeinsame Spaziergänge oder Sport an der frischen Luft eine gute Option, sich möglichst sicher zu treffen.

Ausgewogene Ernährung

Wenn dem Körper nicht genug Eiweiß, Nährstoffe und Energie zugeführt werden, dann produziert er weniger Glückshormone. Die Konsequenz: eine schlechtere Stimmung. Eine ausgewogene Ernährung kann dagegen einen positiven Effekt zur Folge haben. Darüber hinaus gibt es einige Lebensmittel, die sich laut erster Untersuchungen besonders positiv auf die Stimmung auswirken und die Produktion von Glückshormonen ankurbeln könnten. So soll der Serotoninspiegel beispielsweise durch Kartoffeln, Fenchel, Feigen sowie Mandeln angehoben werden, Dopamin durch Banane, Avocado, Paprika, Karotten und Noradrenalin durch Hafer, Äpfel, Ananas und Bananen.

Positives Mindset

Während der Corona-Pandemie ist es nicht immer leicht, eine positive Grundhaltung zu bewahren. Doch es gibt Techniken, mit denen Sie allmählich lernen können, verstärkt die positiven Dinge in den Fokus zu rücken:

  • Positive Affirmationen: Sagen Sie sich mehrmals täglich positive Merksätze auf, sodass Sie diese verinnerlichen.
  • Meditation: Indem Sie sich auf den Atem und Ihren Körper fokussieren, können Sie nach und nach negative Gedanken loslassen. Dies führt wiederum zum Abbau von Stresshormonen. Hilfreich sind dabei geführte Meditationen, zum Beispiel in speziellen Apps oder auf YouTube.
  • Bewusster Konsum von Nachrichten: Man wird in den Sozialen Medien, im Fernsehen und im Radio ständig mit Katastrophenmeldungen konfrontiert – das belastet, lähmt und legt sich mitunter auf die Stimmung. Indem Sie Nachrichten dosieren und beispielsweise zu festen Zeiten konsumieren, können Sie dem Effekt der Überlastung zuvorkommen.

Studien konnten zeigen, dass ein bewusst positives Mindset glücklicher macht und wir damit unser generelles Wohlbefinden steuern können.

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Medizinisch geprüft von:
Dr. med. Ulrike Thieme Fachärztin für Neurologie, medizinische Leiterin ZAVA Deutschland

Dr. Ulrike Thieme ist medizinische Leiterin bei ZAVA Deutschland und seit 2018 Teil des Ärzteteams. Ihre Facharztweiterbildung im Bereich Neurologie schloss sie 2018 ab. Vor ihrer Tätigkeit bei ZAVA arbeitete Ulrike Thieme an einem klinischen Forschungsprojekt über neurodegenerative Erkrankungen am National Hospital for Neurology and Neurosurgery, London.

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Letzte Änderung: 26 Mär 2022

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