Pille wechseln: So gelingt der Pillenwechsel

Ulrike Thieme, MD

Medizinisch geprüft von

Dr. Ulrike Thieme

Letzte Änderung: 28 Jul 2021

Derzeit gibt es mehr als 80 Antibabypillen in unterschiedlicher Dosierung, mit verschiedenen Hormonen und Zusatzwirkungen. Doch nicht jede Frau verträgt die einzelnen Präparate gleich gut. Manchmal sind auch positive Nebeneffekte erwünscht, die nicht jeder Wirkstoff bietet. Aus diesen Gründen kann ein Wechsel der Pille erforderlich werden. Doch was ist beim Pillenwechsel wichtig – und welche Gründe und Nebenwirkungen sprechen dafür, die Pille zu wechseln?

Inhalt

Gut zu wissen vor einem Pillenwechsel: Welche Unterschiede zwischen den Pillen gibt es?

Seit der Markteinführung des oralen Verhütungsmittels im Jahr 1960 ist der durchschnittliche Hormongehalt in den Pillen gesunken, sodass Nebenwirkungen seltener und schwächer auftreten. Trotzdem ist die Antibabypille nicht frei von unerwünschten Begleiterscheinungen. Gerade das Auftreten solcher Nebenwirkungen macht einen Pillenwechsel häufig notwendig.

Die Pille gegen Akne

Je nach beigesetztem Gestagen können Kombinationspillen verschiedene Zusatzeffekte erzielen. So wirken Drospirenon, Dienogest, Chlormadinonacetat und Cyproteronacetat gegen Hautunreinheiten. Bei ZAVA erhalten Sie nach Angemessenheit unter anderem ein Rezept für diese Pillen gegen Akne:

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Die östrogenfreie Minipille

Die Minipille enthält ausschließlich Gestagene. Daher wird sie auch östrogenfreie Pille genannt. Ein Wechsel auf diese Pillenart kann notwendig sein, wenn die Anwenderin Östrogene nicht verträgt oder die Abbruchblutung vermeiden möchte. Auch Frauen in der Stillzeit können östrogenfreie Pillen einnehmen. Minipillen werden in der Regel 28 Tage durchgenommen. Gerne beraten Sie die Ärzte von ZAVA zu diesen und weiteren Minipillen:

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Die Kombinationspille

Eine Kombinationspille enthält Östrogen und Gestagen. Oftmals verändert sich der Wirkstoffgehalt der Tabletten im Laufe des Zyklus – man unterscheidet daher zwischen Zwei-, Drei- und Vierphasenpräparaten. Bei Einphasenpillen enthält jede Pille dieselbe Menge an Hormonen. Ärzte empfehlen einen Wechsel auf die Kombinationspille, wenn bei der Anwenderin unerwünschte Begleiterscheinungen auftreten. Bei ZAVA können Sie ein Rezept erhalten, unter anderem für diese Pillen:

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Nebenwirkungen: Wann besser die Pille wechseln?

Je nach Art der Pille treten bei manchen Anwenderinnen unterschiedliche Nebenwirkungen auf, die vorübergehend oder andauernd sein können. Zu den häufigsten unerwünschten Begleiterscheinungen der Antibabypille gehören:

  • Kopfschmerzen
  • Wassereinlagerungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Übelkeit

Diese Symptome zeigen sich bei manchen Frauen schon zu Beginn der Einnahme, andere bemerken sie erst nach einiger Zeit. Schränken die Nebenwirkungen (z.B. Kopfschmerzen, starke Zwischenblutungen) die Anwenderin stark ein, kann nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ein anderes Präparat mit besserer Verträglichkeit sinnvoll sein.

Welche Antibabypille sich für den Pillenwechsel anbietet, kommt zum einen auf die Patientin und ihre individuelle gesundheitliche Vorgeschichte an. Zum anderen hängt es davon ab, welche Nebenwirkungen auftreten. Nicht immer ist ein Pillenwechsel nötig, da sich einige unerwünschte Begleiterscheinungen von selbst regulieren, wenn sich der Hormonspiegel eingependelt hat. Gerne stehen Ihnen die Ärzte von ZAVA über Ihr Patientenkonto für Rückfragen zur Verfügung und beraten auf Wunsch auch zu einem alternativen Verhütungsmittel, wie dem Verhütungsring oder Verhütungspflaster.

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Kein Pillenwechsel notwendig: Diese Nebenwirkungen können von selbst nachlassen

Nebenwirkungen wie Zwischenblutungen oder fehlende Entzugsblutungen sowie ein Spannen der Brust zeigen sich meist nur in den ersten Zyklen der Pilleneinnahme und lassen nach, je länger die Pille eingenommen wird. Bemerken Sie diese Nebenwirkungen, sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Er kann darüber aufklären, welche Begleiterscheinungen im Verlauf der Einnahme nachlassen können und berät zu alternativen Pillen.

Schlechtes Hautbild und Menstruationsschmerzen bleiben: Pille womöglich wechseln

Manche Frauen verwenden die Pille, um positive Nebeneffekte wie eine Verbesserung des Hautbildes oder weniger Schmerzen vor und während der Menstruation zu erzielen. Bleibt die erwünschte Wirkung aus, könnte ein Wechsel des Präparates empfehlenswert sein.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie das Gefühl haben, dass die Antibabypille nicht die gewünschte Wirkung zeigt. Auch hier gilt: Die Pille ist ein hormonelles Präparat, das nicht direkt ab dem ersten Einnahmezyklus seine Wirkung zeigt. Mitunter kann es mehrere Monate dauern, bis merkliche Effekte sicht- oder spürbar sind.

Libidoverlust – Pille wechseln für Abhilfe

Die Pille ist ein Verhütungsmittel, das den Hormonspiegel im Körper durch die Gabe von weiblichen Sexualhormonen stabilisiert. So senkt sich unter anderem der Testosteronspiegel im Blut der Frau. Dies zieht positive Effekte nach sich: diese sogenannte antiandrogene Wirkung begünstigt bei hormonell bedingter Akne beispielsweise ein reineres Hautbild.

Das männliche Sexualhormon Testosteron wirkt sich im weiblichen Körper jedoch auch auf die Libido – also auf das Lustempfinden – der Frau aus. Durch die Einnahme der Pille und die verhältnismäßig konstante Hormonzufuhr sinkt der Testosteronspiegel im Blut. Gleichzeitig kommt es zu weniger Hormonschwankungen. Einige Anwenderinnen verspüren in der Folge weniger Lust auf sexuelle Aktivität und berichten von einem Libidoverlust.

Oftmals tritt der Libidoverlust schleichend ein. Einige Pillen, die eine größere antiandrogene Wirkung haben, können das Lustempfinden stärker mindern.

Wichtig: Jede Frau reagiert auf die Antibabypille anders. Während einige Anwenderinnen über Jahre hinweg erfolgreich mit gestagenhaltigen Pillen verhüten und kein verändertes Lustempfinden bemerken, kann der pillenbedingte Libidoverlust andere Frauen stark einschränken. Wenn Sie anhaltende Nebenwirkungen bemerken, treten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt in Kontakt.

Rauchen und andere Gegenanzeigen: Hier kann ein Pillenwechsel sinnvoll sein

Nikotinkonsum in Verbindung mit einer östrogenhaltigen Pille bedingt ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Da Rauchen als Kontraindikation für die Pilleneinnahme gilt, wird Raucherinnen anstelle der Mikropille häufig die Minipille verschrieben. Die Entscheidung für ein Präparat trifft der Arzt anhand des individuellen Risikoprofils.

Der Pillenwechsel zu einem rein gestagenhaltigen Präparat kann auch dann von Vorteil sein, wenn Regelschmerzen oder eine starke Monatsblutung zu Beschwerden führen. Die Intensität der Blutung sinkt bei vielen Frauen durch die Einnahme der Minipille.

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Pille wechseln bei Schichtarbeit und unregelmäßigem Tagesrythmus

Sollte, aufgrund eines unregelmäßigen Tagesrhythmus zum Beispiel durch Schichtarbeit, die zeitgenaue Einnahme erschwert sein, ist der Umstieg von einer Mini- zur Mikropille empfehlenswert. Die Ärzte von ZAVA verschreiben nach Angemessenheit diese Pillen:

Wenn die Anwenderin einen unregelmäßigen Tagesrhythmus hat, sind Einnahmefehler wahrscheinlicher. Dies kann zu einem verminderten Empfängnisschutz führen. Mikropillen bieten hier mehr zeitlichen Spielraum.

Wenn die regelmäßige Einnahme ein generelles Problem darstellt, bieten alternative Verhütungsmittel einen zuverlässigeren Empfängnisschutz. Zur hormonellen Verhütung bietet sich das Verhütungspflaster oder der Verhütungsring an. Eine nicht-hormonelle Verhütungsmethode stellt beispielsweise die Kupferspirale dar.

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Wann und wie die Pille wechseln?

Der Zeitpunkt, wann die Pille gewechselt werden kann, richtet sich unter anderem danach, zu welcher Art von Pille gewechselt wird. Im Einzelfall entscheidet immer der behandelnde Arzt. Wenden Sie sich bei Unsicherheiten an die Ärzte von ZAVA, die Ihnen über Ihr Patientenkonto für Rückfragen zur Verfügung stehen. Es empfiehlt sich generell, die Monatspackung der vorherigen Pille aufzubrauchen.

Pillenwechsel jederzeit möglich: Mikropille auf Mikropille und Minipille auf Minipille

Wird von einer Mikropille auf eine andere Mikropille gewechselt, so kann die Anwendung des neuen Präparats jederzeit erfolgen. Dies bedeutet, dass direkt nach Einnahme der letzten Pille aus dem Blister oder nach der 7-tägigen Pause gewechselt werden kann. Bei starken Beschwerden kann der Umstieg auch mitten im Zyklus erfolgen, sofern es zu keinem einnahmefreien Tag zwischen beiden Präparaten kommt.

Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob das neue Präparat höher oder geringer dosiert ist. Die empfängnisverhütende Wirkung wird dadurch nicht herabgesetzt. Es muss allerdings beachtet werden, dass bei einem Umstieg nach der Einnahmepause die üblichen 7 Tage auf keinen Fall überschritten werden. Der Hormonspiegel könnte durch die verlängerte Pillenpause zur Schwangerschaftsverhütung nicht mehr ausreichend hoch sein.

Pillenwechsel auf niedriger dosierte Pille: Von Minipille zu Mikropille

Beim Wechsel von einer Minipille zur Mikropille wird allgemein empfohlen, ohne Pause auf die neue Pille zu wechseln. So bleibt der Verhütungsschutz erhalten. Viele Anwenderinnen fühlen sich dennoch sicherer, wenn sie während der 1. Woche eine zusätzliche Barrieremethode (z. B. ein Kondom) anwenden. Dasselbe gilt, wenn von einer Mikropille zur Minipille gewechselt wird.

Je nach Präparat gibt es bei der Vielzahl von Antibabypillen oft Besonderheiten, die bei einem Wechsel zu beachten sind. Halten Sie deshalb unbedingt Rücksprache mit dem verschreibenden Arzt. Zusätzliche Informationen zum Pillenwechsel finden sich auch im Beipackzettel der jeweiligen Präparate.

Gut zu wissen: Die sicherste Methode ist in jedem Fall, das neue Präparat ohne vorangehende Pause einzunehmen. Eine zusätzliche Verhütung mit nicht-hormonellen Methoden, wie Kondomen, während der ersten 7 Tage nach dem Wechsel wird ebenfalls von einigen Herstellern angeraten. Denn gerade in der 1. Woche des Zyklus ist die Gefahr für eine ungewollte Schwangerschaft bei Verhütungsfehlern oder einem Vergessen der Pille besonders hoch.

Welche Folgen hat ein Pillenwechsel?

Der Wechsel auf ein neues Hormonpräparat bedeutet für den Körper immer eine Umstellung. Diese kann einige Wochen bis wenige Monate in Anspruch nehmen und sich durch verschiedene Begleiterscheinungen äußern.

Neben einer unregelmäßigen oder ausbleibenden Menstruation kann es auch zu Schmierblutungen kommen. Seltener können Unterleibsbeschwerden und Kopfschmerzen auftreten oder sich verstärken. Manche Anwenderinnen berichten von Nebenwirkungen wie:

  • unreiner Haut
  • Haarausfall
  • Stimmungsschwankungen
  • Übelkeit

Normalerweise vermindern sich diese Symptome innerhalb der ersten 3 Monate, weshalb Frauen geraten wird, erst nach einem gewissen Zeitraum über die Wirkung der neuen Pille zu urteilen. Der behandelnde Arzt sollte dennoch über entsprechende Beschwerden informiert werden.

Wird die Pille wegen eines gewünschten positiven Effektes auf die Haut oder zur Reduzierung von Wassereinlagerungen gewechselt, können erste Veränderungen nach wenigen Wochen feststellbar sein.

Fazit: Pillenwechsel bei Nebenwirkungen sinnvoll

Vertragen Anwenderinnen die Pille gut, ist der Wechsel des Verhütungsmittels nicht notwendig. Sobald Nebenwirkungen auftreten, ist ein Pillenwechsel sinnvoll. Erste Anlaufstelle ist in einem solchen Fall immer der Frauenarzt.

Je nach Nebenwirkung und Symptomen, wird deutlich auf welchen Teil der Pille die Frau reagiert. In Abhängigkeit von der individuellen Krankengeschichte der Anwenderin und den Nebenwirkungen kann der Arzt eine andere Antibabypille empfehlen. Unter Umständen stellt der Wechsel auf ein alternatives Verhütungsmittel eine weitere Möglichkeit dar.

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Dr. Ulrike Thieme Fachärztin für Neurologie, Stellv. Ärztliche Leiterin Deutschland

Dr. Ulrike Thieme ist seit 2018 Teil des deutschen Ärzteteams bei ZAVA und vertritt zur Zeit Beverley Kugler als ärztliche Leiterin. Ihre Facharztweiterbildung im Bereich Neurologie schloss sie 2018 ab. Vor ihrer Tätigkeit bei ZAVA arbeitete Ulrike Thieme an einem klinischen Forschungsprojekt über neurodegenerative Erkrankungen am National Hospital for Neurology and Neurosurgery, London.

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