Pille durchnehmen

Wie funktioniert die Einnahme im Langzeitzyklus?

Letzte Aktualisierung: 18 Jul 2019

Eine junge Dame informiert sich mit ihrem Smartphone über das Durchnehmen der Pille.
Inhalt

Aktuelle Umfragen zeigen, dass fast jede zweite Frau keine monatliche Regelblutung haben möchte. Ein Drittel der befragten Frauen würde einen Blutungsrhythmus von drei bis 12 Monaten bevorzugen – fast die Hälfte sogar komplett auf die monatliche Blutung verzichten. Hier bietet sich die Einnahme der Pille im Langzeitzyklus – also ohne eine siebentägige Pause – an. Die monatliche Abbruchblutung kann so um einige Wochen bis zu mehreren Monaten verschoben werden. Die Vorteile: Der Hormonspiegel bleibt konstant. Aufgrund der ausbleibenden Abbruchblutung kommt es nicht zu zyklusbedingten Beschwerden, wie Stimmungsschwankungen, starken Regelbeschwerden und Kopfschmerzen.

Der Nationale Gesundheitsdienst in England (NHS) hat Anfang 2019 die medizinischen Leitlinien für Kombinationspillen angepasst. Laut diesen ist eine Pillenpause aus gesundheitlichen Gründen nicht notwendig – die durchgehende Einnahme von Pillenpräparaten sei sogar sicherer und würde viele Vorteile bieten.

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Wie funktioniert die Einnahme der Pille ohne Pause?

Wie die Pille ohne Pause, also im Langzeitzyklus, eingenommen wird, ist abhängig vom Präparat. Es gibt dafür speziell entwickelte Antibabypillen, sogenannte Dreimonatspillen oder Langzeitpillen. Allerdings können auch Mikropillen (niedrigdosierte Kombinationspillen) durchgängig eingenommen werden.

Einnahme von speziell für den Langzeitzyklus zugelassene Antibabypillen

Die sogenannte Dreimonatspille wird über 91 Tage, also drei Monate, täglich eingenommen. In einer Packung sind 91 Filmtabletten enthalten. 84 davon mit einer Wirkstoffkombination aus einem Östrogen (Ethinylöstradiol) und einem Gestagen (Levonorgestrel) sowie sieben östrogenhaltigen Pillen in niedriger Dosierung. Bei dieser Form der Pille gibt es keine hormonfreie Phase. Die Entzugsblutung in den letzten sieben Tagen des Einnahmezyklus fällt deshalb nur sehr schwach aus. Typische Symptome wie Kopfschmerzen oder Krämpfe, die bei regulären Pillen durch den Hormonentzug in der siebentägigen Pause auftreten, werden abgemildert oder bleiben komplett aus.

Durchgehende Einnahme von Mikropillen

Mikropillen sind nicht speziell für den Langzeitzyklus zugelassen, können aber nach Rücksprache mit dem Arzt “off-label” durchgehend eingenommen werden. Dabei wird einfach anstelle der regulären siebentägigen Pause, die Einnahme direkt mit einem neuen Blister fortgesetzt. Gynäkologen empfehlen häufig drei Blister in Folge einzunehmen und anschließend eine siebentägige Pillenpause einzulegen. Auch längere Einnahmephasen von sechs Monaten bis zu einem Jahr sind möglich. Die Dauer des Langzeitzyklus sollte mit dem behandelnden Gynäkologen festgelegt werden. Durch das Durchnehmen der Pille bleibt der Hormonspiegel konstant, sodass keine Blutung ausgelöst wird. Dadurch treten weniger Menstruationsbeschwerden auf.

Welche Pillen eignen sich für den Langzeitzyklus?

Für den Langzeitzyklus eignen sich niedrig dosierte Einphasenpräparate, sogenannte Mikropillen besonders gut. Bei diesen Präparaten enthält jede Pille einer Packung exakt dieselbe Hormondosierung. Hierzu zählen beispielsweise Belara, Valette, Yasminelle oder Microgynon.

Bei Unsicherheiten, ob eine Pille für den Langzeitzyklus geeignet ist, können Frauenärzte oder Apotheker weiterhelfen.

Welche Vorteile bietet das Durchnehmen der Pille?

Viele Frauen schätzen am Einnahmeschema im Langzeitzyklus nicht nur die Minimierung der Blutungshäufigkeit, sondern auch folgende Vorteile:

  • Weniger Menstruationsbeschwerden: Zyklusbedingte Bauchschmerzen, Blähungen, Brustspannen, Migräne und andere Beschwerden nehmen unter dem Langzeitzyklus in der Regel deutlich ab.
  • Höhere Verhütungssicherheit: Das Auslassen der Pillenpause, aber auch schon die Verkürzung der Pillenpause, erhöht die empfängnisverhütende Wirkung im Vergleich zum üblichen 21+7-Einnahmeschema. Grund dafür ist, dass durch den Langzeitzyklus der Eisprung nachhaltiger unterdrückt wird.
  • Positiver Einfluss auf Endometriose, polyzystischen Ovarien (PCO), Uterusmyomen, PMS: Anhand von Studien konnte festgestellt werden, dass durch den Langzeitzyklus gynäkologische Erkrankungen, wie z.B. Endometriose und Uterusmyomen positiv beeinflusst werden können, da die körpereigene Östrogen- und Androgenproduktion effektiver unterdrückt wird.
  • Verminderung von Blutungsstörungen: Im Langzeitzyklus verringern sich Blutungsbeschwerden deutlich. Zu Beginn des Langzeitzyklus können noch häufig Zwischen- bzw. Durchbruchblutungen auftreten. Nachdem sich der Hormonspiegel jedoch eingependelt hat, bleiben die Zwischenblutungen in der Regel während der gesamten Einnahmephase aus. Aus diesem Grund kann die Pilleneinnahme im Langzeitzyklus zur Behandlung von Beschwerden wie Hypermenorrhö oder Dysmenorrhö eingesetzt werden.
  • Kostenersparnis: Durch die Minimierung der Blutungshäufigkeit im Langzeitzyklus können Hygieneartikel wie Tampons oder Binden eingespart werden

Kann der Langzeitzyklus die Fruchtbarkeit beeinträchtigen?

Durch den Langzeitzyklus wird die spätere Fruchtbarkeit nicht (nachhaltig) beeinträchtigt. Nachdem die Pille abgesetzt wurde, dauert es jedoch einige Zeit bis sich der körpereigene Hormonhaushalt wieder eingependelt hat und eine Schwangerschaft möglich ist.

Weshalb sehen die meisten Antibabypillen nach 21 Tagen eine Pillenpause vor?

Bei Einführung der Pille in den 1960er Jahren wurde bewusst das 21+7-Einnahmeschema gewählt, um Frauen das Gefühl zu geben, dass es sich um eine natürliche Verhütungsmethode handele. Da es bis heute keine stichhaltigen Argumente für dieses Einnahmeschema gibt aber auch immer mehr Frauen auf monatliche Blutungen verzichten möchten, wird die Pilleneinnahme im Langzeitzyklus immer beliebter. Hierbei wird die Antibabypille über einen Zeitraum von mehreren Monaten ohne Pause durchgenommen.

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Dr. Emily Wimmer studierte Humanmedizin an der Universität zu Lübeck und schloss dieses 2009 ab. Danach arbeitete sie in der Abteilung für Hämatologie und Onkologie an der MedUni Wien und als Assistenzärztin in Hamburg. Seit 2015 ist sie, neben ihrer Tätigkeit als Studienleiterin am Institut für Versorgungsforschung in Dermatologie in Hamburg, eine unserer deutschen Ärztinnen bei Zava.

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Letzte Aktualisierung: 18 Jul 2019




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