Akne und Hautprobleme

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Akne und andere Hautprobleme betreffen nicht nur Jugendliche, sondern auch viele Erwachsene. In mittelschweren und schweren Fällen kann Akne nicht nur lästig und psychisch belastend sein, sondern auch zu dauerhafter Narbenbildung führen. Eine frühzeitige und fachgerechte Behandlung mit Cremes, Gelen, Lösungen oder Tabletten kann daher nicht nur die akuten Symptome von Akne lindern, sondern auch Spätfolgen vorbeugen.

Sollten Sie an Akne oder anderen Hautproblemen leiden, können sie von ZAVA nach Begutachtung Ihres Hautbildes ein entsprechendes Rezept sowie das Medikament erhalten.


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Was ist Akne?

Akne ist eines der häufigsten und am weitesten verbreiteten Hautprobleme. Es gibt mehrere Ausprägungen von Akne. Im überwiegenden Teil der Fälle ist mit Akne aber die sogenannte Acne vulgaris oder zu Deutsch gewöhnlich Akne gemeint. Typisch für Akne ist die Bildung von nicht-entzündlichen Mitessern (Komedonen) sowie je nach Schwere des Verlaufs die Entstehung von entzündlichen Pusteln, Papeln, Fisteln oder Knoten. Akne zeigt sich besonders im Bereich des Gesichts, bei manchen Formen allerdings auch an anderen Stellen wie den Achselhöhlen, am Oberkörper und in der Leistenregion. In der Regel verursacht gewöhnliche Akne keine oder nur geringe körperliche Beschwerden. Es können aber auch Schmerzen sowie in schweren Fällen allgemeine Krankheitssymptome wie Fieber auftreten. In der Folge kann es zu dauerhafter Narbenbildung kommen.

Wie entsteht Akne?

Das bei gewöhnlicher Akne typische Hautbild entsteht, wenn es aufgrund eines Ungleichgewichts im Hormonhaushalt, unpassender Hautpflege oder einer genetischen Veranlagung zu einer Überproduktion von Talg kommt. Der Überschuss an Talg führt zu fettiger Haut und blockiert die Poren. Zusätzlich werden die Talgdrüsen durch die übermäßige Verhornung der Haut im Bereich der Poren verstopft. Es kommt zunächst zu nicht-entzündlichen Reizungen, im Volksmund Mitesser genannt, sowie im weiteren Verlauf zu entzündlichen Knötchen, da sich bestimmte Bakterien in einer talgreichen Umgebung gut vermehren können. Akne tritt deshalb bevorzugt an talgreichen Stellen wie der T-Zone im Gesicht auf.

Kann man Akne behandeln?

Akne kann auf verschiedene Arten behandelt werden. Es gibt unterschiedliche Cremes und Gele zur äußerlichen (topischen) Anwendung, sowie die Möglichkeit einer systemischen Behandlung mit einem Antibiotikum in Tablettenform. Die richtige Behandlung ist von der Schwere des Hautproblems abhängig. Auch das Geschlecht des Patienten spielt insofern eine Rolle, dass bei Frauen mit dem Verschreiben einer östrogenhaltigen Antibabypille oft eine Verbesserung des Hautbildes erreicht werden kann.

Warum betrifft Akne so viele Jugendliche?

In der Pubertät kommt es zu Umstellungen im Hormonhaushalt, die zu einem Anstieg an Sexualhormonen aus der Gruppe der Androgene führen können. Androgene zählen zu den Steroiden (wie beispielsweise Testosteron) und werden sowohl im weiblichen als auch im männlichen Körper hergestellt, jedoch in unterschiedlicher Menge. Da Männer grundsätzlich mehr Androgene produzieren, fällt Akne bei Jungen in der Pubertät oft besonders stark aus. Akne tritt jedoch auch nach der Pubertät noch auf und kann andere Altersklassen betreffen. So leiden immer noch drei bis fünf Prozent der Bevölkerung im Alter von 40 bis 49 unter Akne. Generell verläuft diese bei älteren Patienten jedoch milder als bei Jugendlichen.

Beeinflusst die Ernährung das Risiko für Akne?

Die Frage, ob eine einseitige Ernährung mit einem hohen Anteil an Zucker das Risiko und den Schweregrad von Akne erhöht, kann noch nicht endgültig beantwortet werden. Es gibt zwar eine Reihe von Hinweisen darauf, dass eine westliche Ernährung die Entstehung von Akne begünstigt, allerdings kann momentan noch nicht ausgeschlossen werden, dass der verhältnismäßig hohe Anteil an Aknepatienten in westlichen Ländern eher durch eine genetische Veranlagung der Bevölkerung hervorgerufen wird. Dennoch ist es definitiv empfehlenswert, auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse zu achten.

Wie sollte ich bei Akne meine Haut pflegen?

Wenn Sie an Akne leiden, sollten Sie ihre Haut regelmäßig mit einem milden Gesichtswasser oder Peeling reinigen. Zudem kann das Ausdrücken von Pickeln oder das Entfernen von Mitessern die Infektion verschlimmern und im weiteren Verlauf zu Narbenbildung führen. Frauen, die Make-up anwenden, sollten ihre Haut vor dem Schlafengehen vollständig reinigen, damit diese über Nacht gut atmen kann und die Poren nicht verstopfen.

Wie bei den meisten Erkrankungen kann auch bei Akne eine gesunde Lebensweise helfen. Sie sollten darauf achten, täglich mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen und reichlich Obst und Gemüse essen. Auch regelmäßiger Sport sowie die Vermeidung von Stress und Rauchen kann positive Auswirkungen auf das Hautbild haben.

Welche Behandlungsmöglichkeiten bietet ZAVA?

Wenn Sie Ihre Akne behandeln lassen möchten, können Sie unsere Sprechstunde zum Thema Hautprobleme besuchen. Unsere Ärzte bei ZAVA ermitteln per Fotodiagose und mit Hilfe eines medizinischen Fragebogens die für Sie am besten geeignete Behandlung. Welches Medikament verschrieben wird, ist von der Ausprägung Ihrer Akne abhängig. Vielen Patienten hilft bereits das äußerliche Auftragung eines entsprechenden Medikaments wie beispielsweise Duac Akne Gel oder Zineryt®-Lösung. In schweren Fällen von Akne kann eine Behandlung mit einem oralen Antibiotikum notwendig sein. Dafür stehen Medikamente wie Doxycyclin oder Tetracyclin zur Verfügung.

Wie lange sollten äußerliche Mittel gegen Akne angewendet werden?

Die Anwendungsdauer der verschiedenen Mittel zur äußerlichen Anwendung variiert von Medikament zu Medikament. In der Regel sollten die Präparate jedoch mindestens einige Wochen bis Monate täglich angewendet werden, um eine deutliche Besserung des Hautbildes zu erreichen. In manchen Fällen kann auch eine längerfristige Verwendung notwendig sein. Genaue Informationen zur Dauer der Anwendung finden Sie auf den Produktseiten von ZAVA oder in der jeweiligen Gebrauchsanweisung.

Kann die Haut durch lokale Aknemittel noch schlechter werden?

Teilweise kommt es in den ersten Wochen der Anwendung zu einer leichten Reizung der Haut an den behandelten Stellen, die sich beispielsweise durch Rötung, Berührungsempfindlichkeit oder Brennen äußern kann. Solange die Reizung nur leicht ist, kann die Behandlung fortgeführt werden, allerdings sollte die Anwendung des lokalen Mittels ungefähr ein bis zwei Tage pro Woche unterbrochen werden. So kann sich die Haut an das Medikament gewöhnen, wodurch die Reizung bei den meisten Patienten zunehmend schwächer wird. Sollte die Reizung jedoch länger bestehen bleiben, starke Schmerzen verursachen, mit der Bildung von Pusteln einhergehen oder sonstige Symptome einer Allergie wie Schwellungen oder Atemnot hervorrufen, muss die Anwendung sofort unterbrochen werden. Außerdem sollte unverzüglich ein Arzt kontaktiert werden.

Wie wirken äußerliche Aknemittel?

Aknemittel zur äußerlichen Anwendung enthalten meist ein Antibiotikum, oftmals in Kombination mit einem weiteren antibakteriellen, Wirkstoff. Dadurch bekämpfen sie zum einen die bakterielle Infektion der betroffenen Hautstellen und beseitigen zum anderen auch die Ursachen für verstopfte Poren. Beides begünstigt die schnelle Abheilung der Entzündungen und beugt bis zu einem gewissen Grad einen erneuten Akneschub vor.

Welche Antibiotika kommen zur innerlichen Anwendung in Frage?

ZAVA bietet eine Behandlung mit Doxycyclin oder Tetracyclin an. Beide Antibiotika werden oft von Aknepatienten eingenommen. Wenn Sie eines der Antibiotika möchten, besuchen Sie eine unserer Sprechstunden und fordern Sie ein Rezept an. Aufgrund der stärkeren Nebenwirkungen im Vergleich zur äußerlichen Anwendung sollten Antibiotika-Tabletten allerdings nur bei mittelschweren bis schweren Aknefällen und erst nach Versagen von äußerlich anwendbaren Medikamenten zur Anwendung kommen.

Was muss man bei der Einnahme von Antibiotika gegen Akne beachten?

Bei der oralen Einnahme von Doxycyclin oder Tetracyclin müssen einige Dinge beachtet werden. Zwar ist die Wirkung grundsätzlich stärker als bei lokalen Aknemedikamenten, jedoch können tendenziell mehr Nebenwirkungen auftreten, insbesondere Verdauungsstörungen sowie Durchfall. Außerdem sollten beide Antibiotika nicht zusammen mit Milch, Eisen- und Calciumpräparaten sowie Medikamenten gegen Sodbrennen eingenommen werden, da diese Stoffe die Aufnahme der Antibiotika im Darm hemmen und somit die Wirkung herabsetzen. Zudem wird die Haut durch Doxycyclin oder Tetracyclin vorübergehend empfindlicher für UV-Strahlung. Daher sollte man während der Behandlung starke Sonneneinstrahlung vermeiden oder zumindest konsequent einen ausreichend hohen Sonnenschutz verwenden.

Können äußerliche und innerliche Aknemittel gleichzeitig angewendet werden?

Im Prinzip können mehrere Aknemedikamente parallel angewendet werden. Ihr Arzt wird jedoch zumindest bei leichten und mittelschweren Fällen zunächst ein äußerliches Medikament verschreiben und dessen Wirksamkeit abwarten, bevor er ein Mittel zur innerlichen Anwendung anordnet. So wird die Belastung des Körpers durch Nebenwirkungen auf ein Minimum reduziert.

Welche Nebenwirkungen sind bei einer Aknebehandlung möglich?

Äußerlich anwendbare Präparate besitzen relativ wenige Nebenwirkungen. Am häufigsten kommt es zu Hautirritationen wie Rötungen, Jucken oder Trockenheit. Außerdem können in manchen Fällen allergische Reaktionen auftreten.

Innerlich anwendbare Medikamente auf Doxycyclin- oder Tetracyclin-Basis können zudem zu Durchfall, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Sonnenbrand durch höhere Lichtempfindlichkeit oder besonders bei längerfristiger Anwendung zu Pilzbefall von Schleimhäuten, beispielsweise Scheidenpilz, führen.

Frauen, für die die Anwendung einer Antibabypille in Frage kommt, können mit dieser oft eine Verbesserung der Akne erreichen. Dabei können die für die jeweilige Pille typischen Nebenwirkungen auftreten. Ein Folgerezept für Ihre Pille können Sie in unserer Sprechstunde zur Verhütung anfordern. Tetracyclin kann die Wirkung der Antibabypille beeinträchtigen. Wir empfehlen deshalb während der Behandlung mit Tetracyclin zusätzlich Kondome zu verwenden, falls Sie die Pille einnehmen. Tetracyclin und Doxycyclin sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht in der Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden.

Welche Medikamente werden zur Aknebehandlung eingesetzt?

Duac Akne Gel

Duac Akne Gel wird auf die betroffenen Stellen aufgetragen und enthält die beiden Wirkstoffe Clindamycin und Benzoylperoxid. Duac Akne Gel wird von den meisten Patienten sehr gut vertragen und weist nur geringe Nebenwirkungen auf. Eine Behandlung mit Duac Akne Gel sollte mindestens einige Wochen erfolgen, um einen ausreichenden Effekt zu erzielen. Während der Anwendung dürfen Sie kein Solarium besuchen und sich keiner übermäßigen UV-Strahlung aussetzen.

Aknemycin®

Aknemycin® ist eine antibiotische Lösung zum Auftragen auf die Haut mit dem Wirkstoff Erythromycin. Es handelt sich dabei um ein gut erprobtes und zuverlässiges Mittel, das normalerweise ungefähr ein bis drei Monate angewendet werden sollte. Auch Aknemycin® besitzt ein verhältnismäßig geringes Nebenwirkungsspektrum. Allerdings kann es bei langfristiger Anwendung zur Resistenzbildung kommen, wodurch die Wirkung von Aknemycin® verlorengehen kann. In diesen Fällen muss die Behandlung auf ein anderes Aknemittel umgestellt werden.

Differin® Creme oder Gel

Das Aknemittel Differin® ist als Creme oder Gel erhältlich und wird auf die von Akne betroffenen Stellen aufgetragen. Differin® beinhaltet den Wirkstoff Adapalen, der entzündungshemmend und porenöffnend wirkt. Eine Behandlungsdauer von mindestens vier bis acht Wochen ist bei der Mehrzahl der Patienten notwendig. Differin® kann neben Hautirritationen bei manchen Patienten zu Nesselsucht führen. Allerdings wirkt Differin® ohne den Einsatz eines Antibiotikums und wird somit nicht von eventuell vorhandenen Resistenzen beeinflusst.

Epiduo®

Auch das Medikament Epiduo® wird äußerlich aufgetragen und entfaltet seine Wirkung durch die Inhaltsstoffe Adapalen und Benzoylperoxid. Ähnlich wie Differin kann auch Epiduo® Nesselsucht auslösen, ist darüber hinaus aber allgemein gut verträglich. Epiduo® wird in Gelform angeboten.

Zineryt®-Lösung

Zineryt®-Lösung kann ebenfalls äußerlich zur Behandlung von Akne aufgetragen werden. Darin enthalten sind das Antibiotikum Erythromycin sowie Zinkacetat, welches ebenfalls leicht antibiotisch wirkt und zusätzlich die Heilung des Gewebes unterstützt. Die Anwendungsdauer beträgt in der Regel vier bis acht Wochen, wobei Zineryt® nur geringe Nebenwirkungen wie trockene Haut verursacht.

Doxycyclin

Das Antibiotikum Doxycyclin wird oral als Tablette bzw. Hartkapsel eingenommen. Es verhindert die Vermehrung der Bakterien, die für die typischen Entzündungen bei Akne verantwortlich sind und hilft so bei der Abheilung der betroffenen Hautstellen. Da Doxycyclin vom Körper aufgenommen wird, hat es zwar ein größeres Nebenwirkungspotential als äußerlich anwendbare Mittel, wirkt aber auch bei schweren Fällen von Akne zuverlässig. Doxycyclin sollte im Normalfall vier bis sechs Wochen eingenommen werden. Die Einnahme erfolgt täglich.

Tetracyclin

Auch Tetracyclin ist ein Antibiotikum in Tabletten- bzw. Hartkapselform. Es gehört zur selben Medikamentenklasse wie Doxycyclin und besitzt dementsprechend ähnliche Wirkung und Nebenwirkungen. Auch die Einnahme muss wie bei Doxycyclin ohne Milch, Milchprodukte, Eisenpräparate und Antazida erfolgen.

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Medizinisch geprüft von:
Beverley Kugler Ärztin

Beverley Kugler ist seit November 2018 Ärztin bei ZAVA Deutschland. Sie studierte Medizin am University College London (UCL) und schloss das Studium 2010 mit Auszeichnung ab. Im Anschluss war sie an verschiedenen Krankenhäusern in London tätig, bevor sie 2016 Teil des deutschen Ärzteteams von ZAVA wurde.

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Letzte Änderung: 25 Feb 2019


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