Brennen in der Scheide

Brennen in der Scheide ist für betroffene Frauen ein sehr unangenehmes Symptom, das oft zusammen mit einer juckenden Scheide auftritt. Mehrere Krankheiten können die Ursache dafür sein, meist werden diese von Bakterien oder Viren ausgelöst. Um eine zielgerichtete Therapie zu starten, können Sie mit einem Arzt über ihre Beschwerden und die möglichen Ursachen sprechen. Ebenso lässt sich mit einem STI-Test-Kit feststellen, ob eine Geschlechtskrankheit hinter den auftretenden Symptomen steckt. Welche Behandlungsmöglichkeit am effektivsten ist, entscheidet der Mediziner aufgrund der Ursache der brennenden Scheide. Welche Auslöser kommen infrage?

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Frau mit kurzer Hose greift sich mit ihrer rechten Hand in den brennenden Scheidenbereich.

Genitalherpes

Auslöser von Genitalherpes ist das Herpes-Simplex-Virus, das schon bei Haut- oder Schleimhautkontakt übertragen werden kann. Möglich ist auch eine Übertragung von der Mutter auf das Neugeborene bei der Geburt.

Genitalherpes kann grippeähnliche Symptome wie Fieber und Jucken, Brennen oder Bläschen im Intimbereich auslösen. Das Virus kann durch eine Therapie nicht vollständig bekämpft werden und verbleibt im Körper. Leiden Patienten häufiger an Herpesschüben oder werden diese als schmerzhaft empfunden, ist eine Behandlung von mehreren Monaten empfohlen. Ein akuter Schub kann innerhalb einer Woche therapiert werden.

Scheideninfektionen

Eine gesunde Vaginalflora weist ein saures Milieu auf, das als Abwehrmechanismus funktioniert und bakterielle Entzündungen verhindert. Gerät die Vaginalflora in ein Ungleichgewicht, können krankheitsfördernde Keime nicht unschädlich gemacht werden und eine Scheideninfektion auslösen. Nicht nur ungeschützter Geschlechtsverkehr, sondern auch ein zu niedriger Östrogenspiegel oder eine übermäßige Intimhygiene sind unter Umständen dafür – und für Symptome wie Scheidenbrennen – verantwortlich.

Häufig vorkommende Auslöser einer Scheideninfektion sind Mikroorganismen wie:

  • Gardnerella vaginalis (bakterielle Vaginose)
  • Candida albicans (Scheidenpilz)
  • Trichomonaden (Trichomoniasis)

Scheidenpilz

Ein Scheidenpilz entsteht durch eine Infektion mit dem Hefepilz Candida albicans an den Schleimhäuten des Genitalbereichs. Candida albicans ist ein Keim, der nicht zwangsläufig krankheitserregend ist. Durch eine Immunschwäche oder eine offene Hautstelle kann der Erreger allerdings in tiefere Hautstellen eindringen und eine Candidose auslösen. Häufiger betroffen sind Frauen, die mit der Antibabypille verhüten, weil die Vaginalflora durch das Hormonpräparat verändert wird. Normalerweise wird Scheidenpilz lokal mittels Creme oder Zäpfchen behandelt. Bei chronischen Infektionen verordnet der Arzt Tabletten gegen die im Körper befindlichen Pilze.

Trichomoniasis

Die sexuell übertragbare Trichomonaden-Infektion wird durch den Erreger Trichomonas vaginalis ausgelöst. Dieser Erreger überträgt sich hauptsächlich bei ungeschütztem Geschlechtverkehr.

Brennen, Juckreiz und Rötungen im Scheidenbereich zählen zu den typischen Anzeichen einer Trichomonaden-Infektion. Möglich ist aber auch eine symptomlose Infektion. In beiden Fällen empfiehlt sich eine Behandlung mit Antibiotika – eine unbehandelte Erkrankung erhöht das Risiko, an anderen Infektionskrankheiten wie HIV zu erkranken.

Gonorrhoe

Gonorrhoe, auch bekannt als Tripper, kommt als Geschlechtskrankheit bei Männern und Frauen vor. Neben einer brennenden Scheide sind Schmerzen und Brennen beim Stuhlgang sowie Unterleibsbeschwerden und ein veränderter Ausfluss charakteristische Anzeichen von Gonorrhoe. Definitiv kann eine Ansteckung mit einem STI-Test Kit festgestellt werden.

Wird eine Infektion nicht mittels Antibiotika behandelt, können bei Frauen trotz eines anfänglich symptomlosen Verlaufs schwere Komplikationen und Folgeerkrankungen entstehen. Die Ausbreitung der Krankheit auf andere Körperteile kann dabei beispielsweise zu einer entzündeten Harnröhre oder Infektionen der Eileiter und Eierstöcke führen.

Chlamydien

Ungeschützter Geschlechtsverkehr führt beim Kontakt mit infizierten Schleimhäuten, Sperma oder Vaginalflüssigkeit zur Übertragung der Chlamydia trachomatis-Bakterien. Da die Chlamydieninfektion in der Regel nur sehr geringe Symptome aufweist, ist eine Diagnose ohne STI-Test nur schwierig zu stellen. Anzeichen wie häufiges und brennendes Wasserlassen treten meist erst nach 2 Wochen auf.

Ohne Behandlung können sich die Symptome verschlimmern und hohes Fieber, Zwischenblutungen oder vermehrter und eitriger vaginaler Ausfluss (meist weiß oder gelb) auftreten. Eine erfolgreiche Therapie ist nach einer einwöchigen Einnahme von Antibiotika zu erwarten.

Artikel erschienen: 01 Okt 2021

Letzte Änderung: 01 Okt 2021

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