Natürliche Potenzmittel: Pflanzliche Unterstützung bei Erektionsstörungen

Dr. Nadia Schendzielorz

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Dr. Nadia Schendzielorz

Letzte Änderung: 08 Jul 2022

Wenn die Atmosphäre stimmt, aber der Körper nicht mitmachen möchte: Eine erektile Dysfunktion kann das sexuelle Wohlempfinden stark einschränken und eine große psychische Belastung darstellen. Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, befinden sich zahlreiche Präparate auf dem Arzneimittelmarkt, die zur Verbesserung der Erektionsfähigkeit beitragen sollen. Da gängige Medikamente wie Viagra® verschreibungspflichtig sind, ist die Nachfrage nach rezeptfreien oder pflanzlichen Möglichkeiten zur Potenzsteigerung groß. Erfahren Sie hier, welche natürlichen Wirkstoffe bei Erektionsstörungen Anwendung finden und worauf Sie bei freiverkäuflichen Präparaten achten sollten.

Inhalt
Natürliche Potenzmittel: Drei verschiedene Arten von Arzneimitteln in einem durchsichtigen Gläschen. Im Hintergrund befindet sich ein Mörser mit frischen Kräutern.
 

Hinweis: Der Begriff „natürlich” wird hier im Sinne von „nicht synthetisch hergestellt beziehungsweise modifiziert” verwendet. Es gibt durchaus auch in synthetisch hergestellten Mitteln Inhaltsstoffe pflanzlichen Ursprungs (bspw. Acetylsalicylsäure in Aspirin®).

Potenzsteigernde Mittel aus der Natur: Ein Überblick

Abnahme der Libido, Verringerung der Penishärte oder eine zu kurze bis ausbleibende Erektion: Rund 20 % der Männer zwischen 30 und 80 Jahren sind von einer Erektionsstörung betroffen. Um diese weit verbreitete Symptomatik zu behandeln, kommen bereits seit Jahrhunderten diverse Heilpflanzen und Extrakte zum Einsatz. Viele dieser pflanzlichen Aphrodisiaka zur Steigerung des sexuellen Lustempfindens sind heute auch als natürliche Viagra® Alternativen bekannt.

Liegen Anzeichen einer Impotenz vor, raten Ärzte heute vor allem zu synthetischen Präparaten. Über einen kurzen medizinischen Fragebogen erhalten Sie bei ZAVA nach Angemessenheit beispielsweise diese Medikamente gegen Erektionsstörungen:

Phytopharmaka: Potenzpillen mit natürlichen Inhaltsstoffen

Unter den Begriff „Phytopharmaka“ fallen Arzneimittel, deren Wirkstoffe pflanzlichen Ursprungs sind. Egal ob einzelne Extrakte oder als Zusammensetzung aus verschiedenen Pflanzen: Damit ein Phytopharmakon auf den Markt gelangen kann, ist eine Zulassung für das Produkt erforderlich. Hierfür werden die Verträglichkeit und Wirksamkeit des Arzneimittels über einen längeren Zeitraum hinweg untersucht, um die Qualität zu sichern und gesundheitsschädliche Nebenwirkungen auszuschließen.

Bei erektiler Dysfunktion kommen Phytopharmaka mit Extrakten aus Heilpflanzen wie Ginseng, Maca oder Yohimbin zum Einsatz. Die Darreichungsform ist dabei je nach Substanz unterschiedlich. Erhältlich sind beispielsweise:

  • Pulver
  • Tabletten
  • Tropfen

Wichtig: Um festzustellen, ob Sie ein natürliches Potenzmittel ohne Bedenken einnehmen können, ist ein vorheriges Gespräch mit einem Arzt oder Apotheker zu empfehlen – auch wenn das „natürliche Viagra“ ohne Rezept erhältlich ist.

Pflanzliche Mittel zur Behandlung von Erektionsstörungen stellen für viele Anwender eine sanfte und aktivierende Therapiemöglichkeit dar. Entsteht bei Betroffenen ein großer Leidensdruck oder sind körperliche Gründe die Ursache der erektilen Dysfunktion, raten Mediziner in der Regel zu rezeptpflichtigen Mitteln. Sie haben nachweislich nachhaltigere Effekte auf die Erektionsfähigkeit.

Homöopathische Mittel bei Erektionsproblemen

Homöopathische Potenzmittel folgen dem Prinzip „weniger ist mehr“: Ein Inhaltsstoff wird in mehreren Tinkturen immer weiter verdünnt und gleichzeitig durch Schütteln potenziert, wodurch sich laut Heilpraktikern die Wirksamkeit erhöht. Die einzelnen Schritte der Verdünnung tragen die Bezeichnung „Potenzen“ und gliedern sich mithilfe der Buchstaben C, D und Q – das homöopathische Präparat DESEO® mit Wirkstoffen der Damiana-Pflanze ist beispielsweise in der Potenzierung D4 erhältlich. Um Globuli herzustellen, werden die potenzierten Tinkturen auf kleine Zuckerkügelchen gegeben.

Ob eine Besserung der Symptome auf homöopathische Mittel zurückzuführen ist, lässt sich jedoch nicht eindeutig belegen. Einige Studien kommen zu dem Schluss, dass bei der Einnahme von Globuli oder anderen potenzierten Präparaten die Wirkung nicht über den Placebo-Effekt hinausgeht: Anwender berichten von einer Linderung ihrer Beschwerden, obwohl das Produkt keine oder kaum Wirkstoffe enthält.

Achtung: Kaufen Sie pflanzliche und homöopathische Präparate nur in vertrauenswürdigen Shops oder zertifizierten Versandapotheken. Andernfalls besteht die Gefahr, an Medikamentenfälschungen zu geraten. Jüngst berichteten die Medien von einem Fall, in dem Globuli mit dem synthetischen Wirkstoff Sildenafil (enthalten in Viagra®) zum Verkauf standen. Solche Arzneistoffe ohne medizinische Beratung einzunehmen, kann ernsthafte Risiken darstellen.

Welche Pflanzen und natürliche Wirkstoffe gelten als potenzsteigernd?

Schon lange greifen Menschen auf pflanzliche Potenzmittel zurück, um einer ausbleibenden Erektion entgegenzuwirken. Dabei sollen die Inhaltsstoffe mancher Gewächse die Durchblutung fördern oder die Libido steigern. Zu den bekanntesten Potenzmitteln mit natürlich wirkenden Pflanzenstoffen gehören:

  • Yohimbin, aus Blättern und Rinde des Yohimbe-Baums
  • der Wirkstoff Icariin, enthalten im sogenannten Horny Goat Weed
  • Ginseng und Ginkgo aus der chinesischen Medizin
  • Inhaltsstoffe der Damiana-Pflanze
  • Präparate aus der Maca-Wurzel
  • die Aminosäuren Arginin und Citrullin

Als weiterer Bestandteil natürlicher Potenzmittel sind körpereigene Stoffe, wie zum Beispiel Hormone, möglich. Bei zusätzlicher Einnahme sollen sie Erektionsprobleme mildern – wie das Hormon DHEA, im Volksmund auch „Hormon der ewigen Jugend“ genannt.

Beachten Sie: Die Ursachen einer Erektionsstörung können vielseitig sein. Neben psychischen Faktoren wie Stress oder Depressionen sind Potenzprobleme möglicherweise auch die ersten Anzeichen von schwerwiegenden Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Sprechen Sie deshalb mit einem Arzt, wenn Sie die Einnahme von natürlichen Potenzmitteln erwägen. Er untersucht Ihren individuellen Gesundheitszustand und entscheidet, welche Form von erektionsfördernden Präparaten für Sie geeignet ist.

Yohimbin: Ein natürliches Viagra?

Gewonnen aus der Rinde und den Blättern des afrikanischen Yohimbe-Baums, wird Yohimbin eine aktivierende Wirkung nachgesagt: Nach der Einnahme erhöht sich bei vielen Anwendern der Blutdruck und das Herz schlägt schneller. Die Substanz soll auch die Blutzufuhr in den Penis optimieren, indem sie die Muskelzellen der Schwellkörper entspannt und die Leistungsfähigkeit bei sexueller Aktivität verbessert. Aus diesem Grund trägt der Baum aus Afrika auch die Bezeichnung „Potenzholz“.

Abschließend geklärt ist die Wirkung von Yohimbin allerdings nicht: Die Ergebnisse von Studien sind teilweise gegensätzlich oder stellen nur einen sehr geringen Effekt fest. Zudem kann es bei manchen Anwendern zu Komplikationen und Nebenwirkungen kommen, wenn diese bereits unter Bluthochdruck oder psychischen Problemen wie einer Angststörung leiden.

Nichtsdestotrotz ist Yohimbin das natürliche Potenzmittel für den Mann, das bislang am besten untersucht wurde. Sollte aus gesundheitlichen Gründen eine Behandlung mit Viagra®, Cialis® oder Levitra® nicht infrage kommen, stellt Yohimbin womöglich eine Alternative dar. Sprechen Sie hierzu mit ihrem Arzt oder Apotheker.

Icariin: Wirkstoff des Horny Goat Weed

Horny Goat Weed oder „Geiles Ziegenkraut“ ist ein traditionelles Mittel aus China, über das bis vor Kurzem relativ wenig bekannt war. Verwandt mit den Elfenblumen-Gewächsen enthält es den Wirkstoff Icariin. Studien deuten darauf hin, dass es eine ähnliche, aber deutlich schwächere Wirkungsweise wie die berühmte „blaue Pille” haben könnte – allerdings nur, wenn das natürliche Mittel chemisch modifiziert wird. Dadurch geht wiederum der natürliche Charakter des Arzneistoffs verloren.

Noch dazu fallen die potenzfördernden Eigenschaften im Vergleich zu Viagra® deutlich schwächer aus, was eine effektive Behandlung von Potenzstörungen sehr schwierig macht.

Forscher haben Icariin im Zusammenhang mit Erektionsproblemen bisher fast nur an Tieren getestet – für den Menschen liegen keine klinischen Studien vor, die die Wirksamkeit oder mögliche Gegenanzeigen von Icariin wissenschaftlich belegen würden. Dennoch ist Horny Goat Weed eines der meistverkauften natürlichen Potenzmittel weltweit.

Ginseng: Chinesische Heilpflanze als Aphrodisiakum?

Praktizierende der chinesischen Medizin setzen Ginseng seit Jahrtausenden zur Behandlung verschiedenster Beschwerden und Krankheiten ein. In einigen Studien konnte eine leicht potenzfördernde Wirkung nachgewiesen werden, da es den Kreislauf anregt und die Durchblutung des Penis fördert. Dazu gilt die Wurzel generell als nebenwirkungsarm.

Um Ginsengs Ruf als „natürliches Viagra“ zu bestätigen, reicht die Studienlage bisher allerdings nicht aus. Generell sollten insbesondere Diabetiker Ginseng nur mit äußerster Vorsicht als natürliches Potenzmittel einsetzen, da es in Kombination mit den üblichen Diabetes-Medikamenten den Blutzuckerspiegel gefährlich senken kann.

Ginkgo als natürliches Potenzmittel

Auch die Blätter des Ginkgo-Baumes sind ein etablierter Bestandteil von Behandlungsmethoden durch Heilpflanzen, besonders bei der Unterstützung der Gedächtnisleistung. Störungen der sexuellen Lust und der Potenzfähigkeit soll Gingko durch seine durchblutungsfördernden Eigenschaften entgegenwirken.

Dazu wurden Studien durchgeführt, die den Einfluss von Gingko-Substanzen auf von Antidepressiva verursachte Potenzprobleme untersuchten – jedoch wiesen die Ergebnisse darauf hin, dass die Erfolge höchstwahrscheinlich auf einen Placebo-Effekt zurückzuführen waren. Somit deckt auch bei diesem natürlichen Wirkstoff die Studienlage das Forschungsfeld nicht genug ab, um den Ruf von Ginkgo als Aphrodisiakum und natürliches Potenzmittel zu stützen.

Damiana: Pflanzliche Steigerung der Libido

Ursprünglich in Südamerika entdeckt, genießt die Damiana-Pflanze schon lange Ansehen als lustförderndes Aphrodisiakum. Verantwortlich dafür ist der angeblich entspannende Effekt auf das Nervensystem, den der Verzehr von Damiana auslösen soll. Eine Studie aus dem Jahr 2021 untersuchte zudem die Wirkung der Damiana-Pflanze auf die weibliche Libido, die in ihrer Funktionsweise der des Mannes ähnelt – mit tendenziell positiven Ergebnissen.

Der anregende Einfluss von Damiana bezieht sich jedoch wahrscheinlich auf Luststeigerung sowie Entspannung. Ein direkter Zusammenhang mit einer Verbesserung der Potenz oder Penishärte liegt nicht vor. Zudem fehlen erneut ausreichend klinische Nachweise zur Wirksamkeit dieses natürlichen Potenzmittels. Sprechen Sie deshalb vorher mit einem Arzt, ob Damiana-Präparate wie Neradin® zur Behandlung von Erektionsproblemen für Sie geeignet sind.

Maca: Superfood bei Potenzproblemen

Die Maca-Wurzel erfreut sich als Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln großer Beliebtheit – meist in Form von Pulvern. Heimisch im südamerikanischen Peru, verwenden viele Kulturen die Knolle als Heilkraut bei Angst, verringerter Konzentration und Leistung sowie bei Potenzproblemen. Vor allem Sportler berichten von zusätzlicher Energie, nachdem sie Maca-Substanzen über einen längeren Zeitraum hinweg einnahmen. Grund hierfür scheint die hohe Dichte an gesundheitsförderlichen Nährstoffen in Maca zu sein, wie beispielsweise:

  • Eiweiß
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Zink

In Bezug auf die erektile Dysfunktion wurden vor allem Tierversuche durchgeführt, die eine Steigerung der sexuellen Aktivität verzeichneten. Verschiedene Studien zur potenzfördernden Wirkung von Maca beim Menschen erzielten jedoch widersprüchliche Ergebnisse. Es ist demnach unklar, inwieweit hier der Placebo-Effekt greift. Wie wirksam Maca als natürliches Potenzmittel ist, lässt sich anhand der aktuellen Forschungslage nicht genau beurteilen.

Aminosäuren Citrullin und Arginin: Natürliche Potenzmittel?

Die Aminosäure L-Arginin findet sich nicht nur im menschlichen Körper, sondern auch in verschiedenen Lebensmitteln – zum Beispiel in:

  • Fisch
  • Hülsenfrüchten
  • Nüssen

Wichtig ist L-Arginin für die Bildung von Stickstoffmonoxid – einem Gas, das die Blutgefäße weitet und zur Erektionsbildung beiträgt. Viele Nahrungsergänzungsmittel enthalten zusätzlich L-Citrullin, um die Aufnahme von Arginin zu begünstigen.

Diverse Männermagazine stellen den Proteinbaustein selbst sowie potenzsteigernde Lebensmittel mit Arginin als probates Mittel dar, um das Sexualleben aufzubessern. Aus wissenschaftlicher Sicht halten sich diese Behauptungen jedoch nicht: Oft wurde Arginin in Studien in Kombination mit den Arzneistoffen Sildenafil oder Tadalafil untersucht, die in Viagra® und Cialis® enthalten sind – Ergebnisse zur potenzfördernden Wirksamkeit von L-Arginin allein liegen deshalb nicht vor. Auch die häufig geäußerten Versprechen bezüglich einer verbesserten Erektionsfähigkeit durch die Aminosäure sind deshalb nicht medizinisch belegbar.

DHEA: Hormon bei Testosteronmangel

DHEA (Dehydroepiandrosteron) ist ein vom Körper selbst produziertes Hormon. Da es insbesondere in der Pubertät zu Testosteron umgewandelt wird, trägt es auch die Bezeichnung „Jugendhormon“ – gleichzeitig soll es einen positiven Effekt auf die Muskelbildung und Libido haben. Im fortschreitenden Alter sinkt der DHEA- und Testosteronspiegel bei Männern, was einen negativen Einfluss auf die Potenz haben kann. Besonders auf dem amerikanischen Markt finden sich viele Nahrungsergänzungsmittel, die DHEA enthalten und bei regelmäßiger Einnahme die Erektionsfähigkeit fördern sollen. In Deutschland sind Produkte mit DHEA nicht zugelassen.

Sollte eine erektile Dysfunktion mit dem Hormonhaushalt zusammenhängen, raten Ärzte zur alleinigen Therapie mit testosteronhaltigen Präparaten. Eine Behandlung mit DHEA ist nicht nur wegen der fehlenden Zulassung als Arzneimittel ungeeignet – die Substanz ist bisher auch zu wenig erforscht, um eine sichere Anwendung zu garantieren. In den bisherigen Studien zeigte sich, dass das „Jugendhormon“ zahlreiche Nebenwirkungen auslösen kann; darunter negative Einflüsse auf den Blutkreislauf, Akne und eine Verminderung des sogenannten „guten“ HDL-Cholesterins.

Worauf muss ich bei der Einnahme von natürlichen Potenzmitteln achten?

Sollten Sie erwägen, bei Erektionsstörungen pflanzliche Präparate anzuwenden, ist vor allem ein Blick auf die Inhaltsstoffe und die Herkunft der Präparate wichtig.

Vertrauen Sie ausschließlich auf zertifizierte Versandapotheken oder Apotheken vor Ort, um freiverkäufliche Potenzmittel zu erwerben. Andernfalls besteht die Gefahr, Medikamentenfälschungen zu kaufen. Sie sind oftmals nicht in der EU produziert und obliegen somit anderen medizinischen Standards, als sie hierzulande üblich sind.

Dazu sind Fälschungen oft nicht mit transparenten Inhaltsangaben versehen, die die Zusammensetzung aufschlüsseln. In Untersuchungen fanden sich in scheinbar natürlichen Produkten sogenannte PDE-5-Hemmer, die in Viagra® oder Levitra® als Hauptwirkstoffe vorkommen. Diese Substanzen dürfen nur nach ärztlicher Absprache eingenommen werden und sind verschreibungspflichtig.

Sprechen Sie daher immer zuerst mit einem Arzt, wenn Sie unter Erektionsproblemen leiden und sich über mögliche Therapieformen informieren möchten. Ein Mediziner geht den Ursachen der Symptomatik auf den Grund und kann die passende Behandlung verordnen.

Bei ZAVA können Sie Ihr Rezept für ein Mittel gegen Erektionsstörungen diskret und sicher anfragen – nutzen Sie dafür einfach unseren medizinischen Fragebogen. Nach der Auswertung Ihrer Angaben durch unser Ärzteteam erhalten Sie Ihr Rezept für ein geeignetes Arzneimittel. Dieses können Sie in einer Apotheke in Ihrer Nähe einlösen oder sich das Medikament direkt nach Hause liefern lassen.

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Sind Mittel zur natürlichen Potenzsteigerung vertrauenswürdig?

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Aphrodisiaka und rezeptfreier Alternativen zur berühmten „blauen Pille“. Natürliche Potenzmittel stellen eine Möglichkeit der sanften Therapie dar. Vertrauen Sie jedoch nur zertifizierten Online-Apotheken, Apotheken vor Ort und seriösen Anbietern.

Wichtig ist beim Einsatz solcher Präparate außerdem, auf die Herkunft und die Zusammensetzung zu achten. Ist die genaue Dosierung der Inhaltsstoffe nicht transparent dargelegt, sollten Sie skeptisch werden. In einem solchen Fall sind mögliche Nebenwirkungen nicht abschätzbar.

Alternative und ganzheitliche Erektionshilfen

Männer, die beispielsweise wegen Gegenanzeigen oder Nebenwirkungen auf die Einnahme synthetischer Potenzmittel mit PDE-5-Hemmern verzichten müssen, können auf eine Vielzahl alternativer Erektionshilfen zurückgreifen. Nach Rücksprache mit einem Arzt bieten beispielsweise Penispumpen eine Option zur Behandlung von erektiler Dysfunktion.

Viele Mediziner empfehlen außerdem, Erektionsstörungen über verschiedene Ansätze zu behandeln, um ein möglichst breites Spektrum an Erfolgsmöglichkeiten abzuschöpfen. Eine ganzheitliche Behandlungsmethode stellt die App Kranus Edera dar.

Sie bietet Interessierten von zu Hause aus die Möglichkeit, durch Mentaltraining sowie physiotherapeutische und sportliche Einheiten, die Erektionsfähigkeit zu steigern. Als zugelassenes Medizinprodukt erhalten Sie die App sogar auf Rezept – die Kosten übernehmen anschließend die gesetzlichen Krankenkassen.

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Gibt es potenzsteigernde Lebensmittel?

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann sexuellen Funktionsstörungen vorbeugen. Verschiedene Lebensmittel enthalten beispielsweise eine hohe Menge der Aminosäure L-Arginin, die die Produktion des erektionsfördernden Stickstoffmonoxid begünstigt:

  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse
  • Fisch

Auch Olivenöl wird eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt und deshalb im Internet als „Hausmittel“ gegen Erektionsprobleme deklariert. Zudem sollen Lebensmittel mit Polyphenol (z.B. grüner Tee oder Äpfel), einem sekundären Pflanzenstoff, die Potenz steigern. Aus medizinischer Sicht sind einzelne Lebensmittel jedoch nicht für eine umfassende Therapie von erektiler Dysfunktion geeignet.

Viele Anbieter vertreiben zudem Vitamine oder andere Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Erektionsfähigkeit. Die angebliche Steigerung der sexuellen Leistungsfähigkeit lässt sich jedoch bei den wenigsten Präparaten wissenschaftlich belegen, anders als zum Beispiel bei Viagra®, Cialis® oder Spedra®.

Einzig bei Vitamin E gaben sich bisher Hinweise auf eine potenzfördernde Wirkung. Allerdings sind noch weitere Studien notwendig, um definitive Aussagen über die Auswirkungen von Vitamin E auf die Erektionsfähigkeit treffen zu können. Ansonsten ließ sich für kein weiteres Vitaminpräparat oder Nahrungsergänzungsmittel eine potenzsteigernde Wirkung nachweisen, da die Wirkstoffmengen meist zu gering sind.

Wichtig: Achten Sie beim Kauf von natürlichen Potenzmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln auf Transparenz bei Herkunft und Inhaltsstoffen. Untersuchungen stellten fest, dass Supplements oder Pillen nicht-zertifizierter Hersteller oft rezeptpflichtige Formen der PDE-5-Hemmer wie Sildenafil oder Tadalafil enthalten. Diese Produkte sind illegal und in vielen Fällen gesundheitsschädlich. Setzen Sie deshalb lieber auf sichere und zugelassene Präparate zur Behandlung von Erektionsstörungen, die Sie unter anderem auch bei ZAVA anfragen können.

Im Allgemeinen ist eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung förderlich, um Erektionsstörungen vorzubeugen. Ein Arzt kann Sie zudem über weitere Erektionshilfen, wie beispielsweise Kegel-Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur oder eine mechanische Penispumpe, informieren.

Häufig gestellte Fragen

Was regt die Potenz auf natürliche Weise an?

Pflanzliche Aphrodisiaka wie Yohimbin, Ginseng oder Maca sollen erektionsfördernd wirken und finden sich in vielen natürlichen Potenzmitteln. Die Studienlage ist jedoch nicht umfassend genug oder zu widersprüchlich, um einen verlässlichen positiven Effekt von pflanzlichen Inhaltsstoffen auf Potenzprobleme nachzuweisen.

Welches Lebensmittel wirkt wie Viagra®?

Ein spezielles potenzförderndes Lebensmittel, das bei Erektionsbeschwerden die Wirkung synthetischer Potenzmittel ersetzt, gibt es nicht. Nüsse, Fisch und Hülsenfrüchte stehen aber dank ihres hohen Gehalts an L-Arginin in dem Ruf, die sexuelle Leistungsfähigkeit zu verbessern. Wissenschaftlich lässt sich dies jedoch nicht belegen.

Was ist das beste rezeptfreie Potenzmittel?

Pflanzliche Wirkstoffe wie Yohimbin oder Ginseng sind beliebte Bestandteile von rezeptfreien Potenzmitteln. Die tatsächliche Wirkung bei Erektionsproblemen ist aufgrund widersprüchlicher Studienergebnisse jedoch nicht eindeutig festzulegen.

Helfen natürliche Potenzmittel bei akuten Erektionsstörungen sofort?

Natürliche Produkte gegen erektile Dysfunktion sind meist zur langfristigen Einnahme vorgesehen und entfalten ihre Wirkung erst mit der Zeit. Ob die pflanzlichen Potenzmittel aber tatsächlich wirken oder eine positive Veränderung auf dem Placebo-Effekt beruht, ist wissenschaftlich nicht belegt.

Gibt es auch natürliche Potenzmittel für Frauen?

Die Funktionsweise der weiblichen Libido unterscheidet sich kaum von der eines Mannes. Aphrodisiaka oder pflanzliche Präparate zur Potenzsteigerung wie Damiana, die die Durchblutung anregen sollen, könnten somit ebenso bei Frauen eine Wirkung erzielen. Der Effekt ist allerdings bisher weder bei Männern noch bei Frauen wissenschaftlich erwiesen.

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Medizinisch geprüft von:
Dr. Nadia Schendzielorz Medizinische Autorin

Dr. Nadia Schendzielorz war von 2016 bis 2020 Apothekerin bei ZAVA und unterstützt das Team nun freiberuflich bei der medizinischen Textprüfung. Sie schloss ihr Studium der Pharmazie an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn ab. Im Anschluss arbeitete sie an ihrer Dissertation an der Universität von Helsinki in Finnland und promovierte erfolgreich im Fachbereich Pharmakologie.

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