Ciraxin

Dr. Emily Wimmer

Medizinisch geprüft von

Dr. Emily Wimmer

Letzte Änderung: 16 Apr 2021

Das freiverkäufliche Präparat Ciraxin hat laut Anbietern eine erektionsfördernde Wirkung. Es soll dem Anwender härtere und länger anhaltende Erektionen verschaffen. Medizinische Studien, die seine Wirksamkeit belegen, gibt es allerdings nicht; tatsächlich kann die Anwendung sogar ein nicht absehbares gesundheitliches Risiko darstellen. Hier finden Sie alle Infos zu Einnahme, Wirkung und Gefahren von Ciraxin auf einen Blick.

Inhalt
Den Tabletten des Medikaments Ciraxin wird eine wissenschaftlich nicht bewiesene erektionsfördernde Wirkung nachgesagt.

Was ist Ciraxin und wofür wird es angewendet?

Ciraxin wird als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben und ist in Deutschland bei verschiedenen Bestelldiensten erhältlich. Es enthält unter anderem L-Arginin und den Extrakt aus der Maca-Wurzel. Die Verkäufer versprechen dem Anwender neben der Behandlung von Erektionsstörungen auch eine erhöhte Produktion von Sperma, seltenere vorzeitige Ejakulationen, weniger Müdigkeit sowie einen Beitrag zur Steigerung von Muskelmasse und sportlicher Leistung. Dieser Effekt wurde bislang nicht durch wissenschaftliche Beweise belegt.

Anders sieht es bei rezeptpflichtigen Potenzmitteln aus: Es gibt eine Vielzahl an Optionen, die allesamt sorgfältig untersucht wurden. Bei Viagra® beispielsweise konnte eine Studie nachweisen, dass Männer bereits nach 4-wöchiger Behandlung in etwa 70 Prozent der Fälle erfolgreich Geschlechtsverkehr haben konnten.

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Wie realistisch ist die versprochene Wirkung von Ciraxin?

Der angebliche Effekt von Ciraxin ist sehr skeptisch zu betrachten. Wissenschaftliche Belege für eine mögliche Wirkung gibt es nicht. Darüber hinaus sollten Anwender auch vorsichtig sein, weil der Hersteller nicht ausfindig gemacht werden kann und bereits die Werbung für Ciraxin geltende Regelungen bricht. Für die Maca-Wurzel konnte bislang keine unbedenkliche Verzehrmenge festgesetzt werden.

  • Der tatsächliche Hersteller von Ciraxin lässt sich nicht zurückverfolgen. Bei Produkten aus der Gesundheitsbranche macht das hellhörig und weckt kein besonderes Vertrauen in das Präparat. Angegeben werden lediglich wechselnde Verkaufspartner und icg Products – ein Webshop, der dafür bekannt ist, trotz Zahlungseingang keine Produkte zu verschicken. Unter anderem hat ihn das Österreichische Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) auf seine Watchlist gesetzt.
  • Die Werbung für das Nahrungsergänzungsmittel orientiert sich nicht (wie gesetzlich vorgeschrieben) an den Vorgaben der Health Claims Verordnung. Konkret bedeutet das: Die getroffenen Aussagen zu den Inhaltsstoffen sind in der Form nicht zulässig.
  • Der konkrete wissenschaftliche Nachweis für eine Wirksamkeit fehlt. Zwar gibt es erste Hinweise darauf, dass L-Arginin unter Umständen einen positiven Effekt auf die Durchblutung im Allgemeinen und bei Erektionsstörungen haben könnte. Bisherige Untersuchungen widersprechen sich hier allerdings sehr und gehen oft auf eine kombinierte Anwendung mit tatsächlich zugelassenen Wirkstoffen zurück (z.B. Tadalafil). In der Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der erektilen Dysfunktion ist weder Ciraxin noch L-Arginin als Option aufgeführt.
  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht sich nicht in der Lage, eine gesundheitlich unbedenkliche Verzehrmenge für die Maca-Wurzel festzulegen. Die Datenlage in Bezug auf mögliche Wirkungen oder Nebenwirkungen ist so dünn und Herstellung und Konzentration der Inhaltsstoffe so unterschiedlich – eine klare Empfehlung lässt sich derzeit nicht aussprechen.

Außerdem wichtig: Im Internet kursieren viele Testberichte von begeisterten Ciraxin-Anwendern. Diese Bewertungen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen: Nicht immer stammen sie von vertrauenswürdigen Websites. Verlassen können Sie sich in der Regel auf Informationen, die von zertifizierten Versandapotheken oder Online-Arztpraxen stammen. Achten Sie daneben auch darauf, dass im Impressum Inhaber, Adresse und Aufsichtsbehörde angegeben sind. Für Versandapotheken gibt es vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Liste, die vertrauenswürdige Quellen aufführt.

Stellt Ciraxin ein Risiko für die Gesundheit dar?

Diese Frage ist bislang nicht eindeutig zu beantworten. Nicht zu allen Inhaltsstoffen von Ciraxin liegen ausreichend Untersuchungen vor, um das Produkt eindeutig bewerten zu können. Aus genau diesem Grund ist von der Einnahme abzuraten. Anwender gehen andernfalls ein nicht absehbares gesundheitliches Risiko ein.

Außerdem wichtig zu wissen: Sollte Ciraxin von einem Hersteller außerhalb der Europäischen Union stammen, ist dieser nicht an die europäischen Qualitätsstandards gebunden. Das kann bedeuten, dass das Produkt Verunreinigungen oder auch nicht angegebene Inhaltsstoffe aufweist.

Zweifelsfrei lässt sich sagen, dass die Werbeaussagen zu Ciraxin zu viel versprechen – deutlich mehr als rein rechtlich erlaubt und aktuell durch Untersuchungen oder Studien belegt sein müsste.

Mögliche Nebenwirkungen

Auch die Einschätzung von Nebenwirkungen bleibt durch mangelnde Studien schwierig. Bekannt ist, dass die übermäßige Aufnahme von L-Arginin zu Krämpfen sowie zu Kopfschmerzen und Verdauungsproblemen wie Übelkeit führen kann. Die Nebenwirkungen des Extrakts aus der Maca Wurzel wurden noch nicht ausreichend erforscht.

Generell sind wie bei allen Präparaten Überempfindlichkeitsreaktionen oder Allergien gegen einen der Bestandteile von Ciraxin möglich. Absolut tabu sollte die Anwendung sein, wenn eine Herz-Kreislauf-Erkrankung vorliegt – vor allem, wenn es in der Vergangenheit bereits zu einem Herzinfarkt gekommen ist.

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln

Wenn Ciraxin gemeinsam mit anderen Arzneimitteln eingenommen wird, besteht die Gefahr, dass seine Inhaltsstoffe Wechselwirkungen mit deren Wirkstoffen eingehen. Besonders riskant kann das sein bei der

  • Behandlung mit Arzneimitteln gegen Erektionsstörungen
  • Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten
  • Therapie mit Nitraten, die beispielsweise bei Angina pectoris (Brustenge) zum Einsatz kommen

Verunreinigungen und unbekannte Zusammensetzung

Produkte wie Ciraxin werden oft als rein pflanzlich beworben; sie könnten bedenkenlos eingenommen werden, heißt es, denn sie kämen gänzlich ohne chemische Wirkstoffe aus. Genau das können die Verkäufer aber nicht garantieren: Gerade Potenzmittel aus dubiosen Quellen umgehen oftmals geltendes EU-Recht. Verbotenerweise mischen die Hersteller den Produkten Wirkstoffe bei, die sie nicht deklarieren. Ohne davon zu wissen, nehmen die Anwender dann nicht zugelassene Substanzen oder Wirkstoffe ein, die ungeahnte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen können. Dazu kommt: Auch Verunreinigungen werden bei Stichproben von illegal vertriebenen Potenzmitteln häufig nachgewiesen.

Fehlende fachlich-medizinische Beratung

Unabhängig von nicht deklarierten Inhaltsstoffen und unvorhersehbaren (Neben-)Wirkungen gehen Anwender auch aus einem weiteren Grund ein gesundheitliches Risiko ein: Wenn sie ein Produkt wie Ciraxin aus dem Internet bestellen, verzichten sie damit auch auf Beratung und Untersuchung durch einen Arzt oder Apotheker. Gerade bei Erektionsstörungen ist beides aber sehr wichtig. Unzählige Ursachen können für die Probleme beim Sex verantwortlich sein.

Bei einem Arzttermin fragt der Mediziner genau die bisherige Krankheitsgeschichte ab. Beides ist nicht nur für die Diagnose und Ermittlung der Ursache sinnvoll, sondern auch für die Behandlung: Je nach der individuellen gesundheitlichen Verfassung kommen bei Erektionsstörungen bestimmte Wirkstoffe infrage, während auf andere unbedingt verzichtet werden sollte. Das liegt daran, dass viele dieser Medikamente Einfluss auf Blutfluss und Durchblutung nehmen. Besteht eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, kann beispielsweise ein plötzliches und gefährliches Absinken des Blutdrucks die Folge sein.

Die ärztliche Beratung ist zudem relevant, um die gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln zu besprechen. Der Arzt wird sich in der Behandlung für eine Kombination von Wirkstoffen entscheiden, die der Anwender so gut wie möglich verträgt und die Risiken aushebelt.

Kann man Ciraxin legal in der Apotheke kaufen?

Ja, Ciraxin ist in Deutschland legal erhältlich. Zu finden ist es bei Apotheken allerdings nur sehr selten – vielmehr kann es über verschiedene Dienste bestellt werden. Mit dem Kauf macht sich der Anwender nicht strafbar. Das gesundheitliche Risiko, das er damit eingeht, ist allerdings nicht absehbar. Für die Wirkung von Ciraxin gibt es keinerlei Belege.

Alternativen zu Ciraxin

Manche Männer fühlen sich unwohl dabei, ihre Erektionsstörungen beim Arzt anzusprechen. Wer sich vom Arzt beraten lässt, kann jedoch aus einer Vielzahl an rezeptpflichtigen, nachweislich wirksamen Potenzmitteln ein passendes Medikament verschrieben bekommen, zum Beispiel:

Wer online mit einem Arzt sprechen möchte, hat noch andere Alternativen: Zum Beispiel besteht die Möglichkeit, in der Online-Arztpraxis von ZAVA einen medizinischen Fragebogen für die Behandlung von Potenzproblemen anzufordern. Ihre Antworten werden von den ZAVA-Ärzten geprüft – und wenn aus deren Sicht nichts dagegen spricht, erhalten Sie ein passendes Rezept und können das Produkt entweder bei Ihrer Apotheke abholen oder direkt bestellen.

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Gut zu wissen: Die Aminosäure L-Arginin kann der Körper bis zu einer gewissen Menge selbst herstellen. Den Rest gleicht er über die Ernährung aus. Diese Kombination stellt eine ausreichende Versorgung sicher – ein Mangel tritt nur selten auf. Im Organismus dient L-Arginin beispielsweise als Regulator von Blutdruck, Gefäßweite und Durchblutung sowie als Baustoff für verschiedenste Eiweiße (Proteine). L-Arginin gibt es in verschiedenen Apotheken als Nahrungsergänzungsmittel zur positiven Beeinflussung des Blutdrucks. Besprechen Sie hier das Pro und Contra mit Ihrem Arzt und kaufen Sie ein entsprechendes Produkt nur bei vertrauenswürdigen Quellen.

Fazit

Verschiedene Online-Bestelldienste bieten Ciraxin als Nahrungsergänzungsmittel gegen Erektionsstörungen an. Das ist zwar nicht illegal, kann aber mit einem nicht absehbaren Gesundheitsrisiko verbunden sein. Viele Faktoren sprechen gegen eine Anwendung: vom unbekannten Hersteller über wenig untersuchte Wirkungen und Nebenwirkungen bis hin zu möglicherweise nicht deklarierten Verunreinigungen und Beimischungen. Machen Sie bei Erektionsstörungen lieber einen Arzttermin aus und besprechen die Therapie mit dem Fachmann. Es stehen viele ausreichend geprüfte Potenzmittel zur Behandlung zur Verfügung.

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Dr. Emily Wimmer Ärztin

Dr. Emily Wimmer ist seit 2015 eine unserer deutschen Ärzte bei ZAVA. 2009 schloss sie ihr Studium der Humanmedizin an der Universität zu Lübeck ab. Danach arbeitete sie in der Abteilung für Hämatologie und Onkologie an der MedUni Wien sowie als Assistenzärztin in Hamburg bzw. Prüfärztin am Hamburger Institut für Versorgungsforschung in Dermatologie. Seit 2020 arbeitet Sie zudem in Teilzeit in der Praxis von Dr. Jürgen Kolbeck in Hamburg.

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Letzte Änderung: 16 Apr 2021




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