VIAGRA® Alternativen
Medizinisch geprüft von
Dr. med. Ulrike ThiemeLetzte Änderung: 18 März 2026
Bei VIAGRA® handelt es sich um eines der bekanntesten Potenzmittel der Welt. Es ist allerdings nicht automatisch für jeden Anwender geeignet: Viele Männer suchen nach einer Alternative zu VIAGRA® – zum Beispiel wegen der Verträglichkeit oder der Kosten. Verschaffen Sie sich hier einen Überblick über verschreibungspflichtige und rezeptfreie VIAGRA® Alternativen.
Auf einen Blick: Alternativen zu VIAGRA®
- Generika: mit demselben Wirkstoff; als Nachahmerpräparate deutlich günstiger
- Spray: mit demselben Wirkstoff; insbesondere für Männer mit Schluckstörungen geeignet
- andere PDE-5-Hemmer: mit ähnlichen Wirkstoffen wie VIAGRA®
- rezeptfreie Alternativen: mit pflanzlichen Wirk- oder Inhaltsstoffen; Wirksamkeit allerdings meist nicht belegt
- weitere Behandlungsmethoden: psychotherapeutische Unterstützung, Penispumpen etc.
Häufig angefragte Alternativen zu VIAGRA®
Günstigere Generika als VIAGRA® Alternativen
Ist das Patent für einen Wirkstoff abgelaufen, dürfen ihn auch andere Hersteller in ihren Produkten verwenden. Seit 2013 gibt es daher eine Vielzahl an VIAGRA® Generika auf dem Markt – deutlich günstiger, weil für sie die Entwicklungs- und Forschungskosten entfallen sind. Wer VIAGRA® gut vertragen hat, aber nach einer günstigeren Alternative sucht, ist mit einem Generikum meist gut beraten.
Die Generika enthalten denselben Wirkstoff (Sildenafil) und entfalten den gleichen Effekt wie das Original VIAGRA®. Auch der zeitliche Rahmen bleibt derselbe: Die Wirkung setzt nach etwa 30-60 Minuten ein und hält dann für circa 4-5 Stunden an.
Generische Potenzmittel mit Sildenafil sind teils um mehr als die Hälfte günstiger als VIAGRA®. Der genaue Preis ist neben der Dosierung und Packungsgröße auch vom Produkt bzw. Hersteller abhängig.
Ebenso wie VIAGRA® selbst können Sie auch viele seiner Generika bei ZAVA anfragen. Um den Service bei Erektionsstörungen in Anspruch zu nehmen, füllen Sie ganz unkompliziert einen kurzen medizinischen Fragebogen aus und wählen Ihr Wunschmedikament. Unsere Ärzte überprüfen Ihre Angaben und stellen ein Rezept aus, sofern die Anwendung bei Ihnen geeignet ist.
Infrage kommen Präparate wie:
- Sildaristo®, ab 14,88 €
- SildeHEXAL®, ab 15,62 €
- Sildenafil - 1 A Pharma®, ab 16,34 €
- Sildenafil ratiopharm®, ab 19,50 €
Sildenafil als Spray
Falls Sie Probleme damit haben, Tabletten zu schlucken, oder keine Tabletten einnehmen möchten, kann der Arzt auch ein Spray als VIAGRA® Alternative verordnen. Präparate wie das Hezkue® Spray enthalten Sildenafil in einer Lösung, die Sie sich bei Bedarf einfach auf die Zunge sprühen und herunterschlucken.
Wie beim Original VIAGRA® und bei Generika in Tablettenform tritt die Wirkung nach etwa 1 Stunde ein und bleibt dann bis zu 5 Stunden lang bestehen.
VIAGRA® Alternativen mit anderen PDE-5-Hemmern
Sildenafil, der Wirkstoff in VIAGRA®, zählt zu den sogenannten PDE-5-Hemmern. Zur gleichen Gruppe gehören auch noch 3 weitere Wirkstoffe: Tadalafil, Avanafil und Vardenafil.
Tadalafil: CIALIS® und seine Generika
Tadalafil entspannt (wie alle PDE-5-Hemmer) die Blutgefäße und lässt so einen vermehrten Blutstrom ins Glied zu. Es wirkt innerhalb von 30-60 Minuten und unterstützt dann über einen Zeitraum von bis zu 36 Stunden das Erektionsvermögen.
Tadalafil ist im Original CIALIS® und in günstigeren Generika enthalten. Das Potenzmittel bietet sich insbesondere für Männer an, die sich mehr Spontanität beim Sex wünschen. Aufgrund der langen Wirkdauer kann die Tabletteneinnahme relativ unabhängig vom Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs erfolgen – Anwender sind also flexibler.
Zudem gibt es die Möglichkeit einer Dauertherapie. Im Gegensatz zur Bedarfstherapie verordnet der Arzt hier eine tägliche Dosis von 5 mg, die langfristig die Erektionsfähigkeit verbessern soll. Sex ist damit nicht mehr an ein Zeitfenster gebunden, sondern auch spontan möglich. Diese Behandlungsform eignet sich speziell für Männer, die regelmäßig 2-mal oder häufiger pro Woche Sex haben.
CIALIS® & CIALIS® Generika
Avanafil: Spedra®
Nach VIAGRA®, CIALIS® und Levitra® kam 2014 Spedra® mit dem Wirkstoff Avanafil als bislang letzter originaler PDE-5-Hemmer auf den Markt. Wie auch die anderen Medikamente aus der Gruppe entfaltet Spedra® einen ganz ähnlichen Effekt wie VIAGRA®.
Die Wirkung von Spedra® setzt bereits nach 20-30 Minuten ein und hält dann für etwa 4-6 Stunden an. Teilweise berichten Männer bereits nach 15 Minuten von einer verbesserten Erektionsfähigkeit und damit von einem spontaneren Liebesleben.
Spedra® zeichnet sich in der Regel durch eine gute Verträglichkeit aus: Die Wirkung beschränkt sich weitgehend auf die Hemmung von PDE-5 und greift kaum auf andere Phosphodiesterasen über. Das kann Nebenwirkungen wie ein verändertes Farbsehen reduzieren.
Potenzmittel mit Avanafil
Vardenafil: Levitra® und seine Generika
Der potenzfördernde Effekt von Levitra® und seinen Generika beruht auf dem Prinzip aller PDE-5-Hemmer: Durch eine Entspannung der Blutgefäße gelingt ein ausreichender Blutstrom in den Penis – bei sexueller Erregung entsteht eine Erektion. Die Wirkung von Vardenafil setzt dabei nach rund 30 Minuten ein und hält dann für etwa 4-5 Stunden an.
Wichtigster Vorteil sind für viele Männer die Kosten: Sowohl das Original Levitra® als auch die Nachahmerprodukte mit Vardenafil sind meist günstiger als VIAGRA®. Patienten, denen die Einnahme normaler Filmtabletten Schwierigkeiten bereitet, können auf die Levitra® Schmelztabletten zurückgreifen. Die Schmelztabletten lösen sich innerhalb weniger Sekunden auf der Zunge auf.
Levitra® & häufig angefragte Generika
Gibt es für VIAGRA® auch rezeptfreie Alternativen?
Ja, tatsächlich gibt es rezeptfreie VIAGRA® Alternativen zu kaufen: sogenannte „natürliche Potenzmittel”. Dabei handelt es sich um Lebensmittel oder um Präparate mit pflanzlichen Wirk- oder Inhaltsstoffen. Erhältlich sind zum Beispiel Mittel mit:
Angewendet werden solche VIAGRA® Alternativen meist in Form von Gelen, Pulvern oder Tabletten.
Aber Achtung: Bei vielen verschreibungsfreien Mitteln gibt es – trotz fantastisch klingender Versprechen – keinen wissenschaftlichen Nachweis über eine Wirkung bei Erektionsstörungen. Auch ist „rezeptfrei”, „pflanzlich” oder „natürlich” nicht immer gleichbedeutend mit „sicher”. Besonders in Kombination mit anderen Arzneimitteln können Wechselwirkungen auftreten. Es ist durchaus möglich, dass die erwünschte Wirkung ausbleibt, Sie aber trotzdem unter Nebenwirkungen leiden.
Hinzu kommt, dass Erektionsstörungen mitunter ein erster Hinweis auf eine Grunderkrankung sind. Unbehandelt kann sie ungehindert fortschreiten und zu weiteren Gesundheitsproblemen führen. Lassen Sie also am besten die Ursache der Erektionsstörungen ärztlich abklären und behandeln.
Weitere Informationen zum Thema haben wir auf unserer Seite zu rezeptfreien Potenzmitteln für Sie zusammengestellt.
VIAGRA® Alternativen: Weitere Behandlungsmöglichkeiten
Sie möchten generell keine Präparate einnehmen, um Ihre Erektionsstörungen zu behandeln? Abseits der klassischen PDE-5-Hemmer und der rezeptfreien Potenzmittel haben Sie auch noch einige andere Optionen.
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Bei der Methode der Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT) spritzt der Arzt ein Medikament direkt in die Schwellkörper. Die Wirkung tritt nach circa 15 Minuten ein und hält für bis zu 1 Stunde an. Das Medikament sollte also kurz vor dem Geschlechtsverkehr injiziert werden.
In den ersten Sitzungen ermittelt der Urologe die notwendige Dosis und schult den Patienten in der richtigen Anwendung. Anschließend lässt sich das Medikament dann selbstständig zu Hause anwenden. Aufgrund der sehr dünnen Injektionsnadeln ist die Behandlung meist nahezu schmerzlos.
Der größte Vorteil von Schwellkörper-Spritzen gegenüber VIAGRA® & Co.: Die Behandlungsmethode ist auch dann wirksam, wenn die Nervenbahnen zwischen Gehirn und Penis beschädigt oder unterbrochen sind (z.B. nach einer Querschnittslähmung oder einem operativen Eingriff im Beckenbereich).
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Bei dieser Methode führt der Anwender ein Stäbchen mit einem erektionsfördernden Mittel direkt in die Harnröhre ein. Die Wirkung setzt etwa 10 Minuten danach ein und hält für ungefähr 30-60 Minuten an. Bevor die Anwendung selbstständig erfolgen kann, muss der Arzt den Patienten in der richtigen Anwendung schulen.
Harnröhrenstäbchen, wie zum Beispiel MUSE® mit dem Wirkstoff Alprostadil, sind – ebenso wie Schwellkörper-Injektionen – auch wirksam, wenn die Erektionsstörung durch eine Nervenschädigung, etwa bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), verursacht wird.
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Penispumpen nutzen ein rein mechanisches Prinzip: Durch Unterdruck fördern sie den Blutfluss in den Penis. Ist der Penis steif, wird die Pumpe entfernt und ein elastischer Penisring angebracht, der die Erektion aufrechterhält.
Da Penispumpen ausschließlich auf mechanische Weise wirken, gibt es bei sachgemäßer Anwendung nur wenige Nebenwirkungen. Wird die Pumpe allerdings falsch, zu lange oder zu häufig verwendet, kann es zu schmerzhaften Nebenwirkungen oder gar Verletzungen kommen.
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Penisprothesen sind Schwellkörper-Implantate, die operativ in den Penis eingesetzt werden und eine künstliche Versteifung des Penis ermöglichen.
Während der Operation entfernt der Chirurg die Schwellkörper im Penis und ersetzt sie durch eine hydraulische Silikonprothese. Sie besteht aus einer Pumpe, 2 Zylindern und einem Flüssigkeitsbehälter. Durch mehrmaliges Drücken der Pumpe läuft die Flüssigkeit vom Behälter in die Zylinder und es entsteht eine Erektion. Die Erektion endet, wenn der Anwender die Pumpe anhaltend gedrückt hält, sodass die Flüssigkeit in den Behälter zurückläuft.
Penisprothesen können ein Leben lang im Körper bleiben – vorausgesetzt sie werden vom Patienten gut vertragen und es treten keine technischen Defekte auf. Sex ist so oft und so lange möglich, wie man(n) möchte. Selbst nach einem Orgasmus bleibt der Penis erigiert.
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Psychologische Therapieansätze sind besonders dann wirksam, wenn Erektionsstörungen auf seelischen Ursachen beruhen – etwa Stress, Leistungsdruck oder Problemen in der Partnerschaft. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie jahrelang auf der „Couch“ liegen müssen. Je nach Ursache reichen bereits
- ein klärendes Gespräch mit dem Partner,
- ein Jobwechsel oder
- einige wenige Sitzungen mit einem Coach oder Psychologen aus,
um die Erektionsstörungen zu beheben. Gerade bei seelisch bedingten Potenzproblemen genügt oftmals ein einziges positives Erlebnis, um zur „alten Form“ zurückzufinden.
Ob seelische oder körperliche Faktoren für die Erektionsstörungen verantwortlich sind, lässt sich relativ einfach feststellen: Sind Selbstbefriedigung und spontane nächtliche/morgendliche Erektionen weiterhin problemlos möglich, so ist die Erektionsstörung mit hoher Wahrscheinlichkeit seelisch bedingt.
Allerdings können körperliche und seelische Faktoren auch gemeinsam auftreten und sich gegenseitig beeinflussen. Eine zielgerichtete Therapie sollte daher immer auf den persönlichen Umständen des Patienten beruhen. Sie kann durchaus den gleichzeitigen Einsatz psychologischer und medikamentöser Behandlungsansätze umfassen.
Welche Behandlungsmethode am besten für Sie geeignet ist, bleibt eine individuelle Frage. Die Auswahl hängt zum einen von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab, zum anderen aber auch von den gesundheitlichen Voraussetzungen. Allein müssen Sie diese Entscheidung nicht treffen: Ihr Arzt wägt die Vorteile und Risiken gemeinsam mit Ihnen ab und verordnet die Option, die gut zu Ihnen passt. Das kann VIAGRA® sein – oder eine passende Alternative.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es VIAGRA® Alternativen ohne Nebenwirkungen?
Nein, es gibt keine VIAGRA® Alternativen ganz ohne mögliche Nebenwirkungen. Das liegt daran, dass wirksame Arzneimittel immer in die Prozesse im Körper eingreifen. Das kann bei manchen Anwendern unter Umständen auch zu unerwünschten Begleiterscheinungen führen.
Gibt es natürliche VIAGRA® Alternativen?
Es gibt in Deutschland mehrere „natürliche” VIAGRA® Alternativen zu kaufen. Gemeint ist damit meistens, dass die Präparate auf pflanzliche Inhaltsstoffe setzen, etwa Yohimbin, Ginseng oder Maca. Dabei wichtig: Eine tatsächliche Wirkung bei Erektionsstörungen ist bei solchen Mitteln nicht oder nur in geringem Umfang belegt.
Welches Potenzmittel wirkt ähnlich wie VIAGRA®?
Der Wirkstoff von VIAGRA® (Sildenafil) gehört zu den PDE-5-Hemmern. Zu dieser Gruppe gehören auch noch 3 weitere Wirkstoffe: Tadalafil, Avanafil und Vardenafil. Sie alle wirken ähnlich wie VIAGRA®, können sich aber zum Beispiel in der Wirkdauer unterscheiden. Tadalafil trägt etwa bis zu 36 Stunden lang zur Entstehung von Erektionen bei.
Was kann ich langfristig ohne Hilfsmittel tun?
Um Erektionsstörungen langfristig anzugehen, können psychische Einflüsse in den Fokus rücken. Viele Männer machen Erfahrungen mit Erektionsproblemen, wenn sie psychisch unter Druck stehen: Stress am Arbeitsplatz, in der Partnerschaft oder in anderen Lebensbereichen hat oftmals direkte Auswirkungen auf die Erektionsfähigkeit. Klärende Gespräche oder psychotherapeutische Ansätze erweisen sich dann in vielen Fällen als hilfreich.
Dr. med. Ulrike Thieme ist Medizinische Leiterin bei ZAVA und seit 2018 Teil des Ärzteteams. Ihre Facharztweiterbildung im Bereich Neurologie schloss sie 2018 ab. Vor ihrer Tätigkeit bei ZAVA arbeitete Dr. med. Ulrike Thieme an einem klinischen Forschungsprojekt über neurodegenerative Erkrankungen am National Hospital for Neurology and Neurosurgery, London.
Lernen Sie unsere Ärzte kennenLetzte Änderung: 18 März 2026
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VIAGRA® Gebrauchsinformation 25 mg, 50 mg und 100 mg, Viatris Healthcare GmbH, Stand August 2024
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VIAGRA® Fachinformation 25 mg, 50 mg und 100 mg, Viatris Healthcare GmbH, Stand Mai 2024
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CIALIS® Gebrauchsinformation 5 mg, 10 mg und 20 mg, Lilly Deutschland GmbH, Stand Januar 2026
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CIALIS® Fachinformation 5 mg, 10 mg und 20 mg, Lilly Deutschland GmbH, Stand Januar 2026
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Spedra® Gebrauchsinformation 50 mg, 100 mg und 200 mg, Berlin-Chemie AG, Stand März 2025