Viagra rezeptfrei

Dr. Nadia Schendzielorz

Medizinisch geprüft von

Dr. Nadia Schendzielorz

Letzte Änderung: 26 Nov 2019

Inhalt

Warum es gefährlich sein kann Viagra ohne Rezept zu kaufen und welche legalen Möglichkeiten es gibt.

Vorderseite einer Packung Viagra 50 mg mit 4 Filmtabletten von Pfizer

Es gibt im Internet einige Anbieter, die Viagra rezeptfrei zum Verkauf anbieten. Der Erwerb von Viagra ohne Rezept kann allerdings gesundheitliche Risiken sowie strafrechtliche Folgen mit sich bringen. Das Medikament unterliegt in Deutschland nicht ohne Grund der Rezept- und Apothekenpflicht.

Legale Möglichkeit: Der Online-Arzt

Lizenzierte Online-Arztpraxen bieten eine legale Möglichkeit Viagra über das Internet zu kaufen. Bei diesen Anbietern werden Rezept und Medikament zusammen angefordert. Anhand eines Online-Fragebogens ermitteln Ärzte ob eine Behandlung medizinisch geeignet ist und stellen ein Rezept aus. Das Medikament wird per Post zugestellt.

Es gibt einige Länder, in denen Viagra beziehungsweise Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff wie Viagra (Sildenafil) rezeptfrei erhältlich sind. In Großbritannien kann man zum Beispiel Viagra unter dem Namen Viagra Connect in der Dosierung von 50 mg rezeptfrei kaufen. Das Medikament unterliegt aber weiterhin der Apothekenpflicht.

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Wieso ist Viagra nicht ohne Rezept erhältlich?

Viagra kann nicht ohne Rezept erworben werden, da das Medikament auch bei richtiger Anwendung zu Neben- und Wechselwirkungen führen kann

In Deutschland entscheidet das Bundesministerium für Gesundheit unter Zustimmung des Bundesrates ob ein Medikament als rezeptpflichtig eingestuft wird. Die Rezeptpflicht dient dabei dem Schutz des Patienten. Nach eingehender Prüfung wurde Viagra bei Markteinführung als verschreibungspflichtiges Arzneimittel eingestuft, da das Medikament auch bei richtiger Anwendung zu Neben- und Wechselwirkungen führen kann. Zudem soll die Rezeptpflicht verhindern, dass das Potenzmittel missbräuchlich, also ohne Vorliegen einer Erektionsstörung, eingenommen wird.

Warum können rezeptfrei erworbene Potenzmittel ein Risiko für die Gesundheit darstellen?

Verschreibungspflichtige Potenzmittel wie Viagra, die ohne Rezept gekauft werden, können aus verschiedenen Gründen ein Risiko für die Gesundheit darstellen.

Fehlende fachlich-medizinische Beratung

Viagra wurde nicht ohne Grund als verschreibungspflichtiges Medikament eingestuft. So kann das Potenzmittel zum Beispiel in Verbindung mit Alpha-Blockern, welche zur Behandlung von Bluthochdruck verschrieben werden, zu einem lebensgefährlichen Blutdruckabfall führen. Nur ein Arzt kann basierend auf den Angaben des Patienten darüber entscheiden, ob die Anwendung eines Medikamentes – in diesem Fall von Viagra – bedenkenlos ist.

Medikamentenfälschungen

Da es illegal ist, verschreibungspflichtige Medikamente wie Viagra ohne Rezept zu verkaufen, handelt es sich bei diesen Händlern um nicht zertifizierte Online-Apotheken. Bei den angebotenen Medikamenten handelt es sich häufig um Arzneimittelfälschungen, die zu dumping Preisen angeboten werden.

Bitte beachten Sie hierbei, dass diese Medikamente zumeist in Billiglohnländern produziert werden und somit nicht den in der EU geltenden Hygienevorgaben und -kontrollen unterliegen. Neben möglichen Verunreinigungen kann es sein, dass die Dosierung zu niedrig oder viel zu hoch ist. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte warnt deshalb ausdrücklich davor, Medikamente aus unsicherer Quelle zu Kaufen und Einzunehmen.

Wieso ist Viagra in Großbritannien rezeptfrei erhältlich?

Die britische Arzneimittelaufsicht hat auf Antrag des Herstellers Pfizer eine Neubewertung von Viagra in der Dosierung von 50 Milligramm vorgenommen. Sie kam zu dem Schluss, dass die gesundheitlichen Risiken für Anwender bei einer rezeptfreien Abgabe vertretbar sind. Außerdem soll so der Handel mit illegalen und potenziell verunreinigten Schwarzmarkt-Präparaten eingedämmt werden.

Die von Pfizer als Viagra Connect bezeichnete Viagra-Variante, ist seit dem Frühjahr 2018 frei verkäuflich in Apotheken erhältlich. Das sogenannte “Viagra Connect” ist dabei in der Zusammensetzung nahezu identisch zu dem rezeptpflichtigen Viagra in der Dosierung 50 mg; allein der charakteristische blaue Farbmittelzusatz fehlt.

Einschränkungen beim Kauf von Viagra Connect

Viagra Connect ist in Großbritannien zwar nicht mehr rezeptpflichtig, die Abgabe ist jedoch weiterhin an einige Kriterien gebunden.

So darf das Medikament nur an Personen älter als 18 Jahre ausgegeben werden und ist ausschließlich in Apotheken erhältlich. Der Apotheker ist dazu verpflichtet, dem Patienten Fragen zu seinem allgemeinen Gesundheitszustand und den Symptomen der Erektionsstörung zu stellen. Er wird außerdem dazu raten, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursachen der Erkrankung abklären zu lassen.

Die gestellten Fragen sollten im eigenen Interesse des Patienten wahrheitsgemäß beantwortet werden. Nur so kann eine Gesundheitsgefährdung durch die Einnahme von Viagra Connect, beispielsweise durch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, ausgeschlossen werden.

Viagra Connect ist ausschließlich in der Dosierung von 50 mg erhältlich. Viagra 25 mg und Viagra 100 mg sind weiterhin rezeptpflichtig.

Kann ich Viagra Connect aus England bestellen?

Nein. Grund hierfür ist die fehlende Zulassung von Viagra Connect für den deutschen Markt. Nicht zugelassene Arzneimittel unterliegen nach § 73 des Arzneimittelgesetzes (AMG) dem sogenannten Verbringungsverbot und dürfen nicht nach Deutschland eingeführt werden. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Seite des Bundesministerium für Gesundheit.

Wird Pfizer auch in Deutschland mit einer rezeptfreien Variante auf den Markt gehen?

Das Bundesministerium für Gesundheit bzw. die nachgeschalteten Behörden könnten theoretisch die Aufhebung der Rezeptpflicht für Viagra einleiten. Auf europäischer Ebene wurde allerdings bereits 2008 ein entsprechender Antrag des Herstellers Pfizer nicht unterstützt. Auch die deutschen Behörden befürworten einen Wegfall der Rezeptpflicht für Viagra momentan nicht. Gründe, die gegen rezeptfreies Viagra angeführt werden, sind insbesondere die dann fehlende ärztliche Beratung. Obwohl PDE5-Hemmer wie Viagra verhältnismäßig sichere Medikamente sind, können sie vor allem in Kombination mit anderen Medikamenten, wie Nitraten gefährlich für die Gesundheit sein. Es ist daher in naher Zukunft nicht davon auszugehen, dass Viagra auch in Deutschland rezeptfrei erhältlich sein wird. Angebote im Internet, die Viagra oder andere eigentlich verschreibungspflichtige Potenzmittel rezeptfrei bewerben, sind somit als unseriös anzusehen und sollten auch weiterhin gemieden werden.

Kann der Erwerb von Viagra rezeptfrei aus dem Ausland strafrechtliche Folgen haben?

Der Erwerb von Viagra bei nicht-zertifizierten Online-Apotheken OHNE die Vorlage eines gültigen ärztlichen Rezeptes ist gemäß Arzneimittelgesetzes (AMG) strafbar. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Online-Apotheke ihren Sitz im In- oder Ausland hat.

Sie können Viagra aber bei einer zertifizierten Online-Apotheke im europäischen Ausland unter Vorlage eines gültigen ärztlichen Rezeptes bestellen. Das ist vollkommen legal – Sie brauchen also nichts zu befürchten.

Hinweis: Der Versandhandel nach Deutschland ist derzeit nur für die folgenden Länder zugelassen:

  • Island
  • Niederlande
  • Schweden (nur verschreibungspflichtige Medikamente)
  • Tschechien (nur verschreibungspflichtige Medikamente)
  • Großbritannien

Mehr Informationen zur Einfuhr von Medikamenten nach Deutschland finden Sie auf der Seite des Bundesministerium für Gesundheit.

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Dr. Nadia Schendzielorz

Dr. Nadia Schendzielorz ist seit 2016 Apothekerin bei Zava. Sie schloss ihr Studium der Pharmazie an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn ab. Im Anschluss arbeitete sie an ihrer Dissertation an der Universität von Helsinki in Finnland und promovierte erfolgreich im Fachbereich Pharmakologie.

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