Welches Potenzmittel ist am besten für mich?

Dr. Emily Wimmer

Medizinisch geprüft von

Dr. Emily Wimmer

Letzte Änderung: 20 Jan 2021

Auf dem Markt gibt es eine Reihe unterschiedlicher Potenzmittel. Die in Deutschland zur Behandlung von Erektionsstörungen verfügbaren Präparate, beispielsweise Viagra, sind verschreibungspflichtig und können nicht rezeptfrei in der Apotheke erworben werden. Welches Potenzmittel am besten für Sie ist, wird Ihr Arzt mit Ihnen gemeinsam entscheiden. Am häufigsten werden Präparate aus der Gruppe der PDE-5-Hemmer eingesetzt, weshalb wir unterstützend für Sie einen Vergleich zwischen den unterschiedlichen Medikamenten dieser Gruppe erstellt haben.

Inhalt
Ein Paar beim Arzt lässt sich beraten, welches Potenzmittel am besten ist.

Potenzmittel im Vergleich

Die am häufigsten verschriebenen Potenzmittel sind Viagra (Wirkstoff: Sildenafil), Levitra (Wirkstoff: Vardenafil) und Cialis (Wirkstoff: Tadalafil) und Spedra (Wirkstoff: Avanafil). Alle drei Substanzen gehören zu der Gruppe der sogenannten PDE-5-Hemmer.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die gängigen Potenzmittel mithilfe unserer Tabelle:

Wirkbeginn Wirkdauer
Viagra (Sildenafil)

nach 30 bis 60 Minuten

4 bis 5 Stunden

Levitra (Vardenafil)

nach 30 bis 60 Minuten

4 bis 5 Stunden

Cialis (Tadalafil)

nach 30 Minuten

36 Stunden

Spedra (Avanafil)

nach 30 bis 45 Minuten

bis zu 6 Stunden

All diese Potenzmittel führen nicht „automatisch” zu einer Erektion, sondern verbessern die Fähigkeit, auf eine entsprechende Stimulation hin eine Erektion zu erreichen. Durch die jeweilige Substanz werden nämlich die Gefäße im Penis erweitert.

Je nach Wirkstoff dauert es länger, bis die Wirkung einsetzt bzw. wieder nachlässt. Zudem sind unterschiedliche Nebenwirkungen zu beachten.

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Wirkeintritt

Der Wirkeintritt kann individuell variieren. Ein Hindernis für einen verspäteten Wirkeintritt sind beispielsweise Alkohol, fettreiches Essen, die Einnahme zum Essen oder direkt nach einer Mahlzeit. Sie vermindern den Effekt der Medikamente und verzögern die Aufnahme des Wirkstoffs in den Körper.

Unerwünschte Wirkungen, Kontraindikationen und Wechselwirkungen

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen sind Kopfschmerzen, Hitzegefühl und Gesichtsrötung (Flush), seltener Schwindel und Benommenheit. Bei Cialis kann es zudem zu Rückenschmerzen und Sodbrennen kommen.

Wichtig: Keines dieser Präparate darf zusammen mit Nitropräparaten (z.B. zur Behandlung von bestimmten Herzkrankheiten wie Angina Pectoris) eingenommen werden.

Eine vollständige Auflistung aller beobachteten Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Kontraindikationen finden Sie in den Packungsbeilagen der jeweiligen Präparate. Bitte lesen Sie diese sorgfältig durch, bevor Sie mit der Behandlung beginnen. Bei eventuellen Rückfragen stehen Ihnen unsere Ärzte gerne zur Seite oder Sie wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker vor Ort.

Preisvergleich

Auch preislich gibt es einige Unterschiede. Viagra und Cialis sind die teuersten Potenzmittel. Levitra ist von den Originalpräparaten das günstigste. Darüber hinaus gibt es auch einige Generika, die teilweise deutlich günstiger sind. Im Idealfall sollte jedoch nicht unbedingt der Preis entscheiden, welches Potenzmittel das richtige für Sie ist, sondern die individuelle Ausgangslage und schlussendlich natürlich auch die Verträglichkeit.

Interessant: Cialis ist auch als 5 mg Tablette erhältlich. Im Unterschied zu den höher dosierten Präparaten wird dieses Potenzmittel täglich eingenommen. Dies sorgt für mehr Spontanität beim Geschlechtsverkehr, da das Potenzmittel zu jedem Zeitpunkt innerhalb eines Tages eine Erektion nach sexueller Stimulation ermöglicht. Cialis 5 mg könnte für Sie interessant sein, wenn sie mehrmals pro Woche sexuell aktiv sind.

Potenzmittel im Vergleich: Der Arzt hilft weiter

Jeder Betroffene, der zum ersten Mal ein Potenzmittel benötigt, stellt sich dieselbe Frage: Welches Potenzmittel hilft mir am besten?

Es ist wichtig, zunächst einen Arzt aufzusuchen, da fast alle wirksamen Potenzmittel rezeptpflichtig sind. Und das aus gutem Grund: Potenzmittel haben etliche Neben- und Wechselwirkungen. Zudem macht es Sinn, zunächst gemeinsam mit dem Arzt herauszufinden, weshalb es überhaupt zu Erektionsstörungen kommt. Möglicherweise ist die Einnahme eines Potenzmittels gar nicht die richtige Lösung für Sie. Stattdessen gilt es in erster Linie, die Ursache für die Probleme zu beseitigen.

Erektionsstörungen treten mit steigendem Alter häufiger auf. So sind etwa 15-20 Prozent der 65-Jährigen davon betroffen.

In Frage kommen verschiedene Ursachen, zum Beispiel:

Darüber hinaus können auch regelmäßig eingenommene Medikamente, zum Beispiel Antidepressiva, zu Erektionsstörungen führen.

Gibt es auch natürliche Potenzmittel?

Neben den chemischen Potenzmitteln gibt es auch einige natürliche Mittel, denen eine positive Wirkung nachgesagt wird. Jedoch sind diese in der Regel weder ausreichend erforscht, noch tatsächlich als Potenzmittel zugelassen.

Auch wenn diese natürlichen Mittel frei erhältlich sind, sollten sie dennoch nie eigenmächtig eingenommen werden. Erektionsstörungen haben meist eine körperliche Ursache, die von einem Mediziner herausgefunden und entsprechend behandelt werden sollte. Kontaktieren Sie aus diesem Grund immer zuerst einen Arzt, mit dem Sie gemeinsam besprechen können, welches Potenzmittel das beste für Sie ist.

Gibt es Potenzmittel ohne Rezept?

Zugelassene Potenzmittel gibt es nicht ohne Rezept. Manche Hersteller werben zwar damit, allerdings handelt es sich dabei um natürliche Mittel, denen traditionell nachgesagt wird, bei Erektionsschwierigkeiten zu helfen.

Auch hier gilt: Wagen Sie besser keinen Selbstversuch mit Potenzmitteln ohne Rezept. Suchen Sie bei Erektionsproblemen lieber frühzeitig einen Arzt auf, damit dieser die Ursache für die Schwierigkeiten ermitteln und beheben kann.

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Medizinisch geprüft von:
Dr. Emily Wimmer Ärztin

Dr. Emily Wimmer ist seit 2015 eine unserer deutschen Ärzte bei Zava. 2009 schloss sie ihr Studium der Humanmedizin an der Universität zu Lübeck ab. Danach arbeitete sie in der Abteilung für Hämatologie und Onkologie an der MedUni Wien sowie als Assistenzärztin in Hamburg bzw. Prüfärztin am Hamburger Institut für Versorgungsforschung in Dermatologie. Seit 2020 arbeitet Sie zudem in Teilzeit in der Praxis von Dr. Jürgen Kolbeck in Hamburg.

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Letzte Änderung: 20 Jan 2021




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Gute Ärzteberatung
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Alles Bestens,mir wurde schnell und unkompliziert geholfen.So ist mir in Corona-Zeiten der Gang zum Hausarzt erspart geblieben


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