Welches Potenzmittel ist am besten für mich?

Vergleich zwischen den verschiedenen Potenzmitteln

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Medizinisch geprüft von: Dr. Emily Wimmer

Letzte Änderung: 24 Sep 2019

Ein Paar beim Arzt lässt sich beraten, welches Potenzmittel am besten ist.
Inhalt

Es gibt viele Möglichkeiten, um herauszufinden, welche Potenzmittel individuell am besten geeignet sind. Jeder Betroffenen, der zum ersten Mal ein Potenzmittel benötigt, stellt sich dieselbe Frage: Welches Potenzmittel hilft mir am besten?

Es ist wichtig, dass sie zunächst einen Arzt aufsuchen, denn fast alle wirksamen Potenzmittel sind rezeptpflichtig. Erektionsstörungen können in der Regel verschiedene Ursachen haben und in vielen Fällen ebenfalls Symptome für andere ernsthafte Krankheiten, wie Erkrankungen der Herzkranzgefäße, sein. Für manche kann die Erektionsstörung sogar ein Vorbote für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt sein.

Potenzmittel im Vergleich

Wirkbeginn Wirkdauer
Viagra (Sildenafil)

nach 30 bis 60 Minuten

4 bis 5 Stunden

Levitra (Vardenafil)

nach 30 bis 60 Minuten

4 bis 5 Stunden

Cialis (Tadalafil)

nach 30 Minuten

36 Stunden

Spedra (Avanafil)

nach 30 bis 45 Minuten

bis zu 6 Stunden

Welche Potenzmittel werden am meisten verschrieben?

Die am häufigsten verschriebenen Potenzmittel sind Viagra (Wirkstoff: Sildenafil), Levitra (Vardenafil) und Cialis (Tadalafil). Alle drei Substanzen gehören zu der Gruppe der sogenannten PDE-5-Hemmer. Sie wirken nicht luststeigernd und führen etwa "automatisch" zu einer Erektion, sondern verbessern die Fähigkeit, auf eine entsprechende Stimulation hin eine Erektion zu erreichen.

Dabei werden durch die jeweilige Substanz die Gefäße im Penis erweitert. Die Wirkstoffe unterscheiden sich nach der jeweiligen Dauer, bis die Wirksamkeit erreicht ist, nach der Länge der Wirksamkeit und in einigen Nebenwirkungen.

Viagra muss eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden und bleibt dann für ca. 4 Stunden wirksam. Levitra erreicht seine Wirksamkeit nach ca. 30 bis 60 Minuten und hält diese für 3-4 Stunden. Cialis wirkt oft schon nach 15 Minuten und bleibt für bis zu 36 Stunden erhalten.

Der Wirkeintritt kann individuell variieren. Ein Hindernis für einen verspäteten Wirkeintritt sind beispielsweise fettreiches Essen, die Einnahme zum Essen oder direkt nach einer Mahlzeit und Alkohol. Sie vermindern den Effekt der Medikamente und verzögern die Aufnahme des Wirkstoffs in den Körper.

Die unerwünschten Wirkungen sind bei Viagra und Levitra ähnlich, häufig sind Hitzegefühl und Gesichtsrötung (Flush), seltener Schwindel, Kopfschmerzen und Benommenheit. Bei Cialis kann es zudem zu Rückenschmerzen und Sodbrennen kommen. Wichtig: Keines dieser Präparate darf zusammen mit Nitropräparaten (z.B. wegen Herzkrankheiten) eingenommen werden.

Was muss ich bei einem Arztbesuch beachten?

Bevor ein Potenzmittel von einem Arzt verschrieben wird, sollte immer in Erfahrung gebracht werden, welche anderen Krankheiten vorliegen. Bei einigen Erkrankungen dürfen keine Potenzmittel eingenommen werden. Dazu gehören zum Beispiel Schlaganfälle und Herzinfarkte in den letzten 6 Monaten. Auch eine schwere Herzschwäche, niedriger Blutdruck oder bestimmte Leber- und Nierenerkrankungen schließen die Einnahme von Potenzmitteln aus.

Es ist außerdem wichtig genau herauszufinden, welche Medikamente zur Zeit vom Patienten eingenommen werden. Besonders gefährlich ist die Einnahme von Nitraten. Diese können bei der gemeinsamen Einnahme von PDE-5-Hemmern zu einem ernsten Kreislaufschock führen. Da beide Präparate die Gefäße erweitern, verstärken sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung. Auch andere Medikamente können zu Wechselwirkungen mit Potenzmitteln führen. Sprechen Sie deswegen immer mit einem Arzt über die Einnahme von Medikamenten, bevor er ihnen ein Potenzmittel verschreibt.

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Dr. Emily Wimmer

Dr. Emily Wimmer studierte Humanmedizin an der Universität zu Lübeck und schloss dieses 2009 ab. Danach arbeitete sie in der Abteilung für Hämatologie und Onkologie an der MedUni Wien und als Assistenzärztin in Hamburg. Seit 2015 ist sie, neben ihrer Tätigkeit als Studienleiterin am Institut für Versorgungsforschung in Dermatologie in Hamburg, eine unserer deutschen Ärztinnen bei Zava.

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