Sildenafil-Dosierung – Alle Infos im Überblick

Dr. Nadia Schendzielorz

Medizinisch geprüft von

Dr. Nadia Schendzielorz

Letzte Änderung: 27 Aug. 2025

Sildenafil ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff, der bei Erektionsstörungen zum Einsatz kommt. Er ist in den Dosierungen 25 mg, 50 mg und 100 mg erhältlich. Über die individuell am besten geeignete Dosierung entscheidet der Arzt: Er berücksichtigt dabei zum Beispiel Vorerkrankungen und andere Medikamente.

Inhalt
Vorderseite einer Packung Sildenafil 100 mg mit 24 Filmtabletten von 1A Pharma
 

Welche Sildenafil-Dosierungen gibt es?

Sildenafil ist in den Dosierungen 25 mg, 50 mg und 100 mg erhältlich. Die Behandlung beginnt in der Regel mit 50 mg Sildenafil. Falls bei dieser Dosierung starke Nebenwirkungen entstehen, könnte die geringere Dosis von 25 mg Sildenafil womöglich besser geeignet sein. Bleibt die Wirkung mit 50 mg Sildenafil dagegen mehrfach aus, testet der Arzt unter Umständen die Dosierung 100 mg.

Für Patienten mit körperlichen Vorerkrankungen, zum Beispiel der Nieren oder der Leber, kann generell eine Anfangsdosis von 25 mg Sildenafil sinnvoll sein.

Dosierung Einstufung

25 mg Sildenafil

Minimum;

bei Nebenwirkungen oder Vorerkrankungen

50 mg Sildenafil

Standard

100 mg Sildenafil

Maximum;

bei ausbleibender Wirkung

Die verschiedenen Sildenafil-Dosierungen stehen in mehreren, verschreibungspflichtigen Potenzmitteln zur Verfügung – das bekannteste davon ist das Original VIAGRA®. In einer Online-Arztpraxis wie ZAVA haben Sie die Möglichkeit, die Behandlung mit VIAGRA® oder einem günstigeren Sildenafil-Generikum anzufragen – ganz unkompliziert über einen kurzen medizinischen Fragebogen.

50 mg Sildenafil: Standarddosis

Die mittlere Dosis von 50 mg Sildenafil wird den meisten Männern verschrieben – und führt in etwas mehr als 70 % der Fälle zum Behandlungserfolg.

Gut zu wissen: Sildenafil wirkt nicht immer gleich beim 1. Versuch – erst bei 5 erfolglosen Versuchen gilt die Dosierung als unwirksam. In diesem Fall kann der Arzt abwägen, die Wirkstärke zu erhöhen.

Bevor Sie eine höhere Dosierung einnehmen, sollten Sie sichergehen, dass es keine anderen Gründe für ein Ausbleiben der Wirkung gibt: Unter anderem können Alkoholkonsum und psychischer Druck die Erektionsfähigkeit vermindern. Stellt sich auch dann kein Erfolg ein, wenn Sie diese Einflüsse meiden, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Sollten Sie nach der Einnahme der Standarddosierung an Nebenwirkungen leiden, kommt eine niedrigere Wirkstoffmenge in Betracht. Teilen Sie Nebenwirkungen daher immer Ihrem Arzt mit.

Sildenafil 100 mg: Stärkste Dosis

100 mg Sildenafil werden in der Regel von Patienten eingenommen, bei denen eine niedrigere Dosis nicht den gewünschten Erfolg hat. So kann Sildenafil 100 mg beispielsweise Männern mit starken Erektionsstörungen helfen.

Im Vergleich zu den anderen Dosierungen treten jedoch auch am häufigsten Nebenwirkungen auf. Deshalb sollten Anwender nach Möglichkeit zunächst eine niedrigere Dosierung testen.

Wichtig: Nehmen Sie niemals mehr als 100 mg Sildenafil innerhalb von 24 Stunden ein. Es handelt sich bei 100 mg um die höchste zulässige Tagesdosis – höhere Wirkstoffmengen können mit schwerwiegenden gesundheitlichen Risiken einhergehen.

Sildenafil 25 mg: Bei Nebenwirkungen und Vorerkrankungen

Die geringere Dosierung von 25 mg Sildenafil kommt vor allem bei Patienten mit Vorerkrankungen zum Einsatz – etwa bei Funktionsstörungen der Nieren oder der Leber. Aber auch ohne Vorerkrankungen leiden einige Patienten bei der Standarddosierung von 50 mg unter starken Nebenwirkungen. Dann ist eine Anpassung auf 25 mg ratsam.

Sie wechseln von 50 mg Sildenafil auf 25 mg? Beachten Sie in diesem Fall, dass sich die meisten Sildenafil-Tabletten nicht ohne Weiteres halbieren lassen. Die Präparate sind zwar teilbar – der Wirkstoff verteilt sich innerhalb der Tablette aber nicht gleichmäßig. Eine exakte Halbierung der Dosis ist also nicht möglich.

Viele Tabletten weisen die sogenannte Bruchkerbe nur auf, um die Einnahme in kleineren Stücken zu erleichtern.

Wann passt der Arzt die Sildenafil-Dosierung an?

Verschiedene Umstände können dazu führen, dass der Arzt die Behandlung noch einmal anpasst. Zum Beispiel sollte die Dosierung von Sildenafil verändert werden, wenn starke Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören Kopfschmerzen, Sehstörungen, Verdauungsprobleme oder auch Schwindel.

Bei starken Nebenwirkungen wird der Arzt – wenn möglich – eine niedrigere Dosierung wählen. Vielleicht schlägt er aber auch eine andere Behandlungsmethode vor.

Gut zu wissen: Schwere Nebenwirkungen sind bei Sildenafil sehr selten. Eine vollständige Auflistung aller bekannten Begleiterscheinungen finden Sie immer in Ihrer Packungsbeilage.

Zeigt Sildenafil keine oder nur eine sehr geringe Wirkung, kann die Dosierung erhöht werden. Je nach Bedarf ist die Einnahme von bis zu 100 mg Sildenafil täglich möglich. Auch eine solche Erhöhung der Dosis bedarf der Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Was tun, wenn Sildenafil nach mehreren Versuchen nicht wirkt?

Wenn Sildenafil nach mehreren Versuchen immer noch keine Wirkung zeigt und Fehlerquellen bei der Einnahme ausgeschlossen sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Vielleicht kommt für Sie ein anderer Wirkstoff aus der Reihe der PDE-5-Hemmer infrage. Dazu gehören beispielsweise Tadalafil und Vardenafil. Sie zeigen die gleiche Wirkweise, unterscheiden sich zum Teil aber in Wirkdauer und möglichen Nebenwirkungen.

Bei ZAVA sind unterschiedliche Medikamente erhältlich, die bei Erektionsstörungen wirksam sind. Über den kurzen medizinischen Fragebogen können Sie ein individuell geeignetes Potenzmittel anfragen: Ein Arzt prüft Ihre Angaben und stellt je nach Eignung ein Rezept aus. Das Medikament bekommen Sie innerhalb weniger Tage nach Hause geliefert oder Sie holen es in einer Apotheke vor Ort ab.

Vielleicht schlägt Ihr Arzt auch eine andere Behandlungsmethode vor. Eine Psychotherapie (auch als Paartherapie) kann zum Beispiel hilfreich sein, um mentale Blockaden zu lösen und tieferliegende Probleme anzugehen. Penispumpen sind ebenfalls eine Methode, Erektionsstörungen zu behandeln: Mit einem Zylinder wird mechanisch Unterdruck erzeugt – der Penis versteift sich.

Was ist die beste Dosierung für mich?

Um die beste Dosierung von Sildenafil auszuwählen, berücksichtigt der Arzt verschiedene Faktoren, etwa:

  • den individuellen Gesundheitszustand
  • Vorerkrankungen
  • den Blutdruck
  • den Cholesterinspiegel
  • bereits durchgeführte Behandlungen gegen erektile Dysfunktion

Welche die beste Dosierung für Sie persönlich ist, hängt also von mehreren Umständen ab. Oft beginnt die Behandlung mit der Einnahme von 50 mg Sildenafil. Dabei handelt es sich um die sogenannte Standarddosis.

Achtung: Teilen Sie Ihrem Arzt immer mit, welche Medikamente Sie einnehmen und ob Sie an Vorerkrankungen leiden. Nur so kann er eine optimale Wirkung bei möglichst geringen Nebenwirkungen sicherstellen.

Ersteinnahme: Welche Dosis bei erstmaliger Anwendung?

Es gibt keine bestimmte Dosierung, die immer bei der erstmaligen Anwendung von Sildenafil verschrieben wird. Die Dosis passt der Arzt an den individuellen Gesundheitszustand an.

Am häufigsten wird jedoch mit der Einnahme von 50 mg Sildenafil begonnen. Bei starken Nebenwirkungen oder zu geringer Wirkung kann der Arzt eine niedrigere oder höhere Dosis verschreiben.

Sildenafil überdosiert – was tun?

Sollten Sie Sildenafil überdosiert haben, kontaktieren Sie Ihren Arzt, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Eine Überdosierung besteht grundsätzlich dann, wenn Sie eine höhere Dosis eingenommen haben als vom Arzt verordnet. Innerhalb von 24 Stunden dürfen Sie immer nur 1 Tablette Sildenafil schlucken – egal, ob Sie mit 25, 50 oder 100 mg Sildenafil behandelt werden.

Die höchstmögliche Tagesdosis von Sildenafil beträgt 100 mg. Diese sollte auf keinen Fall überschritten werden.

Eine hohe Dosierung ohne Rücksprache mit dem Arzt verbessert nicht die Wirksamkeit des Potenzmittels – stattdessen steigt das Risiko für Nebenwirkungen stark an, die zudem schwer verlaufen können. Dazu zählt zum Beispiel ein plötzlich sinkender Blutdruck, aber auch eine schmerzhafte Dauererektion (Priapismus), die umgehend behandelt werden muss und einen medizinischen Notfall darstellt.

Häufige Fehler bei der Dosierung

Es gibt einige Fehler, die bei der Dosierung von Sildenafil passieren können.

Dazu zählen unter anderem:

  • Doppelte Einnahme bei ausbleibender Wirkung: Die Wirkung von Sildenafil beginnt ca. 30 Minuten nach der Einnahme. Wenn Sie vorher eine reichhaltige Mahlzeit gegessen haben, kann sich der Wirkeintritt verzögern. Eine erneute Einnahme von Sildenafil hat hier keinen Nutzen: Vielmehr erhöht sich das Risiko für starke Nebenwirkungen.
  • Kombination mit anderen PDE-5-Hemmern: Werden mehrere Potenzmittel eingenommen, kann es zu einem gefährlichen Blutdruckabfall kommen. Ein Arzt kennt die Risiken und Wechselwirkungen – dieser Einnahmefehler lässt sich also durch die Einhaltung der ärztlichen Empfehlungen verhindern.
  • Einnahme ohne ärztliche Beratung: Medikamente mit dem Wirkstoff Sildenafil sind in Deutschland nicht ohne Grund rezeptpflichtig. Ein Arzt hat den besten Überblick über die möglichen Neben- und Wechselwirkungen und kann auch die richtige Dosierung am besten einschätzen.

In Online-Arztpraxen wie ZAVA beurteilen Ärzte mithilfe eines Fragebogens, ob und in welcher Dosierung Sildenafil für Sie infrage kommt.

Wie oft darf Sildenafil eingenommen werden?

Sildenafil darf 1-mal täglich eingenommen werden, 100 mg sind dabei die höchstmögliche Dosis.

Bei einer Überdosierung von Sildenafil verbessert sich nicht etwa die Wirksamkeit – stattdessen steigt das Risiko für Nebenwirkungen stark an.

Haben andere Potenzmittel eine höhere Dosierung?

Es gibt Potenzmittel, die rein nach Zahlen einen höheren Wirkstoffgehalt als Sildenafil-Präparate aufweisen. Das bedeutet aber nicht, dass sie besser wirken: Sie enthalten Wirkstoffe, die anders dosiert werden als Sildenafil, um denselben Effekt zu erzielen. Möglich ist das zum Beispiel beim Wirkstoff Avanafil, der in Spedra® enthalten ist. Spedra® wird in Dosierungen von bis zu 200 mg verschrieben. Ähnlich wie Sildenafil führt es bei etwa 80 % der Patienten zum Behandlungserfolg.

Werden Medikamente mit Sildenafil in höheren Dosierungen als 100 mg vertrieben, handelt es sich dabei um illegale Angebote. Sie können beim Kauf strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Und auch für die eigene Gesundheit stellen diese Präparate eine Gefahr dar: Das Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen ist groß. Außerdem unterliegen die Produkte keinen Kontrollen – die genauen Inhaltsstoffe sind nicht bekannt und weichen oft von den Angaben auf der Packung ab.

Häufig gestellte Fragen

Wie beeinflusst mein Körpergewicht die richtige Sildenafil-Dosierung?

Grundsätzlich muss das Körpergewicht bei der Dosierung von Sildenafil nicht berücksichtigt werden. Es hat keinen oder nur einen sehr geringen Einfluss auf die Wirkung.

Darf ich Sildenafil täglich einnehmen?

Anwender dürfen pro Tag höchstens 1 Tablette Sildenafil einnehmen. Grundsätzlich empfehlen Ärzte, Sildenafil aber nur bei Bedarf einzunehmen, wenn tatsächlich Geschlechtsverkehr geplant ist.

Gibt es eine maximale Tagesdosis von Sildenafil?

Ja, innerhalb von 24 Stunden darf die höchste, zulässige Dosis von 100 mg nicht überschritten werden.

Ist Sildenafil zur Dauermedikation geeignet?

Nein, Sildenafil ist nicht zur längerfristigen, täglichen Einnahme geeignet. Bei Präparaten mit dem Wirkstoff handelt es sich um Bedarfsmedikation. Das heißt, sie kommen nur zum Einsatz, wenn Geschlechtsverkehr kurz bevorsteht. Es gibt aber Wirkstoffe, die speziell als Dauermedikation entwickelt wurden (z.B. Tadalafil 5 mg).

Kann man 200 mg Sildenafil einnehmen?

Nein. Die Höchstdosis Sildenafil liegt bei 100 mg innerhalb von 24 Stunden. Eine Überdosierung verbessert nicht etwa die Wirksamkeit, sondern kann die Nebenwirkungen verstärken.

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Medizinisch geprüft von:
Dr. Nadia Schendzielorz Medizinische Autorin

Dr. Nadia Schendzielorz war von 2016 bis 2020 Apothekerin bei ZAVA und unterstützt das Team nun freiberuflich bei der medizinischen Textprüfung. Sie schloss ihr Studium der Pharmazie an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn ab. Im Anschluss arbeitete sie an ihrer Dissertation an der Universität von Helsinki in Finnland und promovierte erfolgreich im Fachbereich Pharmakologie.

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