Ozempic® – zum Abnehmen?

Natalia Olaizola-Heil

Medizinisch geprüft von

Natalia Olaizola-Heil

Letzte Änderung: 25 März 2026

Bei Ozempic® handelt es sich um eine Fertigspritze mit dem Wirkstoff Semaglutid. Ärzte verschreiben das Arzneimittel zur Behandlung von Typ-2-Diabetes – bekannt wurde es aber auch, weil viele Anwender damit abnehmen. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen alles, was Sie über Ozempic® wissen müssen: von der genauen Wirkung und Dosierung bis hin zu möglichen Nebenwirkungen.

Inhalt
Eine Frau scrollt auf ihrem Handy auf TikTok und sieht sich Videos über Ozempic an
 

Kurzübersicht zu Ozempic®

  • Fertigspritze mit dem Wirkstoff Semaglutid für die Behandlung von Typ-2-Diabetes
  • reguliert u.a. die Ausschüttung von Hormonen, die den Blutzuckerspiegel beeinflussen
  • kann außerdem den Hunger reduzieren und zu einem Gewichtsverlust beitragen
  • führte zur Entwicklung von Wegovy® (speziell bei starkem Übergewicht und Adipositas)
  • Dosierungen: 0,25 mg, 0,5 mg, 1 mg und 2 mg Semaglutid
  • mögliche Nebenwirkungen betreffen v.a. den Verdauungstrakt (etwa Übelkeit und Durchfall)

Was ist Ozempic®?

Ozempic® ist ein Medikament zur Behandlung von Typ-2-Diabetes, das seit 2018 in der EU zugelassen ist. Es beeinflusst unter anderem die Ausschüttung von Insulin und hilft so dabei, den Blutzucker zu regulieren. Angewendet wird das Arzneimittel mithilfe eines Pens, Patienten nutzen also eine Art Fertigspritze.

Zusätzlich zum Blutzuckerspiegel wirkt Ozempic® auf den Appetit und die Verdauung: Während der Behandlung sinkt das Körpergewicht häufig. Deswegen ist Ozempic® vielen Menschen auch als „Abnehmspritze” ein Begriff.

Wichtig: Ozempic® ist ausschließlich für die Behandlung von Diabetes zugelassen. Zum Abnehmen können Ärzte das Medikament nur off-label verschreiben, also außerhalb des geprüften Anwendungsbereichs. Für starkes Übergewicht oder Adipositas ist das wirkstoffgleiche Wegovy® bestimmt.

Die Wirkung von Ozempic®

Ozempic® enthält den Wirkstoff Semaglutid. Er ähnelt dem körpereigenen Botenstoff Glucagon-like-Peptide-1, kurz GLP-1, den der Körper nach dem Essen freisetzt.

Semaglutid hat verschiedene Wirkungen:

  • Es regt die Produktion und Ausschüttung von Insulin an. Das Hormon sorgt dafür, dass Zucker in die Körperzellen aufgenommen wird; der Blutzucker sinkt.
  • Semaglutid hemmt das Hormon Glukagon, das den Blutzucker steigen lässt und ein Hungergefühl auslöst. So verringert sich der Appetit.
  • Zudem kann der Wirkstoff die Magenentleerung verlangsamen. Dadurch hält die Sättigung länger an.
  • Im Gehirn dämpft Semaglutid Hunger und Appetit.

Für Menschen mit Diabetes vom Typ 2 ist die blutzuckersenkende Wirkung von Ozempic® relevant. Neben akuten Beschwerden kann die Behandlung eine diabetesbedingte Herzerkrankung verhindern und eine Verschlechterung der Nierenfunktion verlangsamen.

Eine Gewichtsabnahme betrachten Ärzte als positiven Nebeneffekt: Bauen Typ-2-Diabetiker Übergewicht ab, steigt in der Regel die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin. Das führt zu einem verbesserten Zuckerstoffwechsel.

Ozempic®: Gut untersucht bei Typ-2-Diabetes

Die Wirksamkeit von Ozempic® bei Diabetes vom Typ 2 wurde in mehreren Studien untersucht, unter anderem in den sogenannten STRIDE- und SUSTAIN-Studien. Sie kamen zum Ergebnis, dass Ozempic® im Vergleich zu einem Placebo (einem Mittel ohne Wirkstoff)

  • den Nüchternblutzucker der Patienten um 22 % senken konnte.
  • den Blutzucker 2 Stunden nach dem Essen um 37 % senkte.
  • die Insulinantwort in der 1. und 2. Phase 3-fach bzw. 2-fach verbesserte.
  • die Ausschüttung von Glucagon im nüchternen Zustand um bis zu 21 % reduzierte; nach dem Essen um bis zu 15 %.
  • die Triglycerid- und VLDL-Cholesterin-Antwort nach einer stark fetthaltigen Mahlzeit um mehr als 40 % verringerte.

Parallel dazu zeigte sich, dass die Studienteilnehmer bis zu 35 % weniger Kalorien zu sich nahmen und insgesamt von weniger Heißhunger sowie einem geringeren Verlangen nach fettreichen Mahlzeiten berichteten.

Gut zu wissen: Die SUSTAIN-6-Studie untersuchte über 104 Wochen hinweg mehr als 3.000 Diabetes-Typ-2-Patienten mit hohem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Behandlung mit Semaglutid senkte dieses Risiko: Es kam zu einer relativen Reduktion der nicht-tödlichen Herzinfarkte um 26 % (2,9 vs. 3,9 %), der nicht-tödlichen Schlaganfälle um 39 % (1,6 vs. 2,2 %).

Ozempic®: Anwendung

Zur Behandlung von Diabetes wenden Sie Ozempic® 1-mal pro Woche an. Dazu spritzen Sie sich das Medikament am Bauch, am Oberschenkel oder am Oberarm unter die Haut. Um den Wirkspiegel gleichmäßig zu halten und eine einfache Routine zu etablieren, empfiehlt der Hersteller, immer den gleichen Wochentag beizubehalten. Auf Mahlzeiten oder die Tageszeit müssen Sie nicht achten.

Damit sich der Körper an den Wirkstoff gewöhnen kann, beginnt die Behandlung bei einer niedrigen Dosierung. Nach 4 Wochen kann der Arzt eine höhere Dosis verschreiben. Bei Bedarf sind außerdem weitere Steigerungen möglich.

In welchen Dosierungen gibt es Ozempic®?

Der Hersteller Novo Nordisk vertreibt Ozempic® in mehreren Dosierungen:

  • Ozempic® 0,25 mg: Dabei handelt es sich um die Startdosis. Mit ihr kann sich der Körper an den Wirkstoff Semaglutid gewöhnen.
  • Ozempic® 0,5 mg: Nach 4 Wochen folgt der Umstieg auf 0,5 mg Semaglutid pro Anwendung.
  • Ozempic® 1 mg und Ozempic® 2 mg: Bei Bedarf kommen nach jeweils weiteren 4 Wochen 1 mg oder maximal 2 mg zum Einsatz. Diese höheren Dosierungen verschreibt der Arzt, wenn 0,5 mg keine ausreichende Wirkung zeigen.

Wichtig: Kommt Semaglutid bei starkem Übergewicht oder Adipositas zum Einsatz, gilt eine andere Dosierung. Die Anwendung von Ozempic® bei Diabetes lässt sich nicht 1:1 auf den Gewichtsverlust übertragen. Stattdessen sieht die Behandlung mehrere Zwischenschritte vor, bis letztendlich eine Dosis von bis zu 2,4 mg pro Woche erreicht ist (bei Wegovy®).

Semaglutid zum Abnehmen: Wegovy® als Alternative

Um Semaglutid – den Wirkstoff von Ozempic® – gezielt zur Behandlung von starkem Übergewicht zu nutzen, wurde das Medikament Wegovy® entwickelt. Es enthält Semaglutid in einer angepassten und speziell dafür getesteten Dosierung. In Europa ist der Appetitzügler seit 2022 zugelassen und in Deutschland seit 2023 auf dem Markt.

Ärzte verschreiben Ozempic® zur Behandlung von Typ-2-Diabetes.

Wegovy® ist auch für Menschen ohne Diabetes geeignet,

  • wenn sie einen Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 30 kg/m² haben oder
  • wenn ihr BMI zwischen 27 und 30 kg/m² liegt und zusätzlich eine Folgeerkrankung besteht (z.B. eine Herz-Kreislauf-Erkrankung).

Zum Abnehmen wird Ozempic® nicht empfohlen. Seine Zulassung hat es nur für Diabetes – das bedeutet, die Behandlung (und die Dosierung) wurde ausschließlich an Diabetes-Typ-2-Patienten erprobt. Hinzu kommt: Off-Label-Verschreibungen können zu Lieferengpässen für Anwender führen, die auf das Medikament angewiesen sind.

Welche Nebenwirkungen sind bei Ozempic® möglich?

Die Anwendung von Ozempic® kann mit unterschiedlichen Nebenwirkungen einhergehen.

Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Anwendern) zeigen sich:

  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Unterzuckerung (falls das Medikament zusammen mit Sulfonylharnstoff oder Insulin angewendet wird)

Zu den häufigen Nebenwirkungen von Ozempic® (bei bis zu 1 von 10 Patienten) gehören unter anderem:

  • Komplikationen bei einer bestehenden diabetischen Augenerkrankung (Retinopathie)
  • Unterzuckerung (falls das Medikament zusammen mit einem anderen oralen Diabetes-Mittel angewendet wird)
  • Verdauungsstörungen
  • Aufstoßen
  • Sodbrennen
  • verringerter Appetit und Gewichtsverlust
  • Erbrechen
  • Verstopfung
  • Blähbauch und Blähungen
  • Magenschleimhautentzündung
  • Magenschmerzen
  • Gallensteine
  • Schwindel
  • Erschöpfung
  • Kopfschmerzen
  • Erhöhung von Pankreasenzymen (z.B. Lipase, Amylase)

Als gelegentliche Nebenwirkungen (bei bis zu 1 von 100 Nutzern) sind möglich:

  • erhöhter Puls
  • veränderter Geschmackssinn
  • Hautreaktionen an der Einstichstelle (z.B. Reizungen, Blutergüsse)
  • allergische Reaktionen (etwa Juckreiz, Nesselsucht, Ausschlag)
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • verlangsamte Magenentleerung

Schwere allergische Reaktionen zeigen sich bei der Behandlung mit Ozempic® nur selten. Treten starke Nebenwirkungen oder akute Beschwerden auf – etwa Atemnot oder Schwellungen im Mund- und Rachenraum –, sollten Sie sich umgehend an einen Arzt vor Ort wenden oder den Notruf verständigen.

Eine vollständige Aufzählung aller bekannten Ozempic® Nebenwirkungen finden Sie in der Packungsbeilage des Medikaments. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Ozempic® Langzeitfolgen: Ist das Medikament krebserregend?

Generell gibt es zu möglichen Langzeitfolgen durch Ozempic® noch keine abschließenden Erkenntnisse, da das Medikament relativ neu ist. Schon länger besteht jedoch laut US-Arzneimittelbehörde FDA die Theorie, dass Ozempic® eventuell krebserregend sein könnte. Eine Studie aus den USA gab etwa Hinweise darauf, dass Wirkstoffe aus der Gruppe der GLP-1-Rezeptoragonisten das Risiko für Schilddrüsenkrebs im 1. Behandlungsjahr unter Umständen leicht steigern.

Ob tatsächlich ein direkter Zusammenhang besteht, ist allerdings unklar. Womöglich wurden die Krebserkrankungen bei Studienteilnehmern einfach häufiger erkannt, weil während der Laufzeit engmaschige ärztliche Kontrollen stattfanden.

Untersuchungen an Nagetieren lassen sich hier nicht 1:1 auf den Menschen übertragen – ihre Physiologie macht sie generell anfälliger für GLP-1-vermittelten Schilddrüsenkrebs. Andere Tumoren wurden bei ihnen jedoch nicht beobachtet. Weitere Untersuchungen beim Menschen konnten laut der europäischen Arzneimittelbehörde EMA keinen Zusammenhang zwischen der Behandlung und dem Auftreten von Schilddrüsenkrebs nachweisen.

Ozempic®: Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Bevor die Behandlung mit Ozempic® startet, sollten Sie mit Ihrem Arzt alle Arzneimittel besprechen, die Sie einnehmen oder anwenden.

Das gilt insbesondere für:

  • Insulin: Ihr Arzt wird Ihnen dazu raten, den Blutzuckerspiegel häufiger zu überprüfen als gewohnt, und die Dosierung von Insulin wahrscheinlich reduzieren.
  • Warfarin und ähnliche Blutgerinnungshemmer: Nehmen Sie Präparate ein, die die Blutgerinnung verringern sollen, finden regelmäßige Blutuntersuchungen statt. Dabei überprüft der Arzt die korrekte Wirkung.

Es ist sehr wichtig, dass der Arzt ein umfassendes Bild von Ihrem Behandlungsplan erhält. Das gilt auch für pflanzliche und rezeptfreie Arzneimittel: Die Wirkstoffe können sich gegenseitig stark beeinflussen. Das führt unter Umständen zu stärkeren oder schwächeren Effekten und kann gleichzeitig Nebenwirkungen auslösen oder verstärken.

Brauche ich für Ozempic® eine ärztliche Verordnung?

Ja, Sie brauchen für Ozempic® ein Rezept. Ozempic® ist verschreibungspflichtig, es ist also nicht rezeptfrei erhältlich. Gleiches gilt für das wirkstoffgleiche Abnehmmedikament Wegovy®.

Das hat seine Gründe: Nur ein Arzt kann abwägen, welches Medikament für welchen Patienten geeignet ist. Er berücksichtigt Vorerkrankungen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Ozempic® Fälschungen: Was müssen Patienten wissen?

Die hohe Nachfrage nach Ozempic® zieht die Aufmerksamkeit unseriöser Anbieter auf sich. Illegale Online-Apotheken bieten mitunter gefälschte Medikamente an, ohne Rezept und ohne ärztliche Prüfung. Der Haken: Die Nachahmungen enthalten oftmals keinen Wirkstoff oder eine stark abweichende Dosierung. Das kann für Patienten gefährlich sein.

In Deutschland und in vielen anderen Nationen warnen die Behörden daher vor gefälschtem Ozempic®. In Österreich mussten Patienten in der Vergangenheit beispielsweise auf der Intensivstation behandelt werden.

Wichtig: Sowohl der Verkauf als auch der Erwerb von verschreibungspflichtigen Medikamenten ohne ein gültiges Rezept sind in Deutschland streng verboten.

Warnzeichen für eine mögliche Ozempic® Fälschung können sein:

  • der Erwerb über Privatpersonen, soziale Medien oder unseriöse Online-Anbieter, die Ozempic® rezeptfrei verkaufen
  • Injektionspens, die anders aussehen als gewohnt oder vom Hersteller angegeben (z.B. könnten die Pens dunkelblau statt hellblau sein, eine andere Form oder Dosieranzeige haben oder in einer anderen Sprache bedruckt sein)
  • Umverpackungen, die anders aussehen als gewohnt oder keine Packungsbeilage enthalten

Alle aktuellen Informationen rund um Ozempic® Fälschungen finden Sie auf der Seite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Wenn Sie befürchten, dass Sie eine Fälschung von Ozempic® erhalten haben, zeigen Sie das Präparat in einer Apotheke vor. Das Fachpersonal vor Ort ist darin geschult, gefälschte Arzneimittel zu erkennen. Zudem liegen dort Meldungen über aktuell bekannte Fälschungen vor.

Um sich vor Fälschungen zu schützen, sollten Sie Medikamente nur aus vertrauenswürdigen Quellen beziehen. Dazu zählen neben Apotheken vor Ort auch zertifizierte Online-Apotheken und Online-Arztpraxen wie ZAVA. Außerdem ist es wichtig, aufmerksam zu bleiben – gleichen Sie insbesondere das Aussehen Ihrer Injektionspens immer mit den offiziellen Produktbildern des Herstellers ab.

Gibt es Alternativen zu Ozempic®?

Kommt eine Behandlung mit Ozempic® nicht infrage, gibt es für Patienten verschiedene Alternativen.

Alternativen bei Typ-2-Diabetes

Zur Behandlung von Diabetes stehen mehrere Wirkstoffe und Darreichungsformen zur Verfügung, beispielsweise:

  • Semaglutid in Tabletten (etwa in Rybelsus®): gleicher Wirkstoff wie Ozempic®; Einnahme 1-mal täglich
  • Liraglutid (z.B. in Victoza®): in Fertigspritzen; Anwendung 1-mal täglich
  • Dulaglutid (bspw. in Trulicity®): in Fertigspritzen; Anwendung 1-mal wöchentlich
  • Tirzepatid (etwa in Mounjaro®): in Fertigspritzen; Anwendung 1-mal wöchentlich
  • Metformin: in Tabletten; Einnahme mehrmals täglich

Aufgabe der Arzneimittel ist es immer, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Einige Wirkstoffe gehen darüber hinaus mit einem Gewichtsverlust einher.

Alternativen bei starkem Übergewicht oder Adipositas

Für Menschen, die aus medizinischen Gründen abnehmen sollten und keinen Diabetes haben, gibt es ebenfalls Alternativen zu Ozempic®:

  • Wegovy® enthält den Wirkstoff Semaglutid und wurde speziell als Abnehmmedikament entwickelt. Die Dosierung ist darauf ausgelegt, Menschen mit starkem Übergewicht oder Adipositas beim Gewichtsverlust zu unterstützen.
  • Daneben gibt es die Abnehmspritze Mounjaro® mit dem Wirkstoff Tirzepatid. Mounjaro® imitiert 2 körpereigene Hormone und fördert so die Gewichtsabnahme.
  • Außerdem sind Saxenda® und seine Generika eine Option: Sie enthalten den Wirkstoff Liraglutid, der wie Semaglutid dem körpereigenen GLP-1 ähnelt.

Die Anwendung und Wirkung dieser Medikamente ist ähnlich: Patienten spritzen sie selbstständig mithilfe von Fertigpens unter die Haut. Sie regulieren unter anderem das Hungergefühl und erleichtern dadurch eine Gewichtsabnahme.

Bei ZAVA können Sie Ihre Abnehmbehandlung mit einem dieser Arzneimittel direkt online anfragen. Dazu beantworten Sie einfach unseren medizinischen Fragebogen. Im Anschluss geben unsere Ärzte eine individuelle Handlungsempfehlung. Falls die Anwendung aus ärztlicher Sicht sinnvoll ist, erhalten Sie eine Verschreibung für ein passendes Medikament zum Abnehmen. Die Behandlung mit Ozempic® bietet ZAVA derzeit nicht an.

Ozempic® in den sozialen Medien

Bekannt wurde Ozempic® vor allem durch TikTok. Anwender – vor allem aus den USA – berichteten auf der Plattform von ihren Erfolgen beim Abnehmen. Daraufhin wollten auch in Deutschland viele Menschen mit Übergewicht die „Abnehmspritze” Ozempic® verwenden. Das führte zu Off-Label-Verschreibungen, also zu Verschreibungen außerhalb der offiziellen Zulassung, und zu Lieferengpässen. So war das Arzneimittel auch für Diabetiker, die eigentliche Zielgruppe, schwer zu bekommen.

Ozempic® ist kein Medikament zum Abnehmen, sondern wird von Diabetes-Patienten gebraucht. Seit dem TikTok-Hype haben Diabetiker aber oft Schwierigkeiten, an ihre Medizin zu gelangen, und können nicht richtig behandelt werden. In Europa gibt es inzwischen Medikamente, die speziell für Übergewicht entwickelt wurden, zum Beispiel Wegovy®, Mounjaro® oder Saxenda®. Wer aus medizinischer Sicht abnehmen sollte, setzt besser auf solche Präparate.

Dr. med. Ulrike Thieme, Medizinische Leiterin bei ZAVA

Häufig gestellte Fragen

Wie muss man Ozempic® lagern?

Vor der ersten Benutzung lagern Sie die Ozempic® Pens im Kühlschrank, bei 2-8 °C. Einen angebrochenen Pen können Sie entweder weiterhin im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur (unter 30 °C) aufbewahren. Um die Lösung vor Licht zu schützen, belassen Sie die Penkappe auf den Fertigspritzen.

Ist Ozempic® in Deutschland offiziell zum Abnehmen zugelassen?

Nein, Ozempic® ist in Deutschland nicht zum Abnehmen zugelassen. Das Medikament wurde für die Behandlung von Typ-2-Diabetes entwickelt. Um starkes Übergewicht oder Adipositas zu behandeln, gibt es Wegovy®: Die Abnehmspritze mit demselben Wirkstoff (Semaglutid) ist speziell auf die Anwendung zu diesem Zweck zugeschnitten.

Muss ich unter Ozempic® zusätzlich Sport treiben oder Diät halten?

Ja, in der Regel kommt Ozempic® gemeinsam mit einer angepassten Ernährung und regelmäßiger Bewegung zum Einsatz. Sowohl die Ernährung als auch körperliche Aktivität tragen dazu bei, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Wie Ihr persönliches Programm im Detail aussehen sollte, bespricht Ihr Arzt mit Ihnen – hier spielen viele individuelle Faktoren eine Rolle.

Darf ich während der Behandlung mit Ozempic® Alkohol trinken?

Ärzte empfehlen, während der Ozempic® Behandlung möglichst keinen oder nur wenig Alkohol zu trinken. Alkohol kann das Risiko für eine Unterzuckerung erhöhen und Verdauungsbeschwerden verstärken.

Kann Ozempic® zu Muskelabbau statt Fettabbau führen?

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass Ozempic® zu einem Abbau von Muskeln führt. Das liegt an einem indirekten Zusammenhang: Patienten berichten während der Behandlung häufig von verringertem Appetit und Gewichtsverlust. Essen sie weniger und bewegen sie sich gleichzeitig auch wenig, baut der Körper Muskelgewebe ab, um Energie zu gewinnen. Körperliche Aktivität und eine eiweißreiche Ernährung können hier gegensteuern.

Wie viel kann man mit Ozempic® abnehmen?

Wie viel man mit Ozempic® abnehmen kann, lässt sich nur schwer beziffern. Das Arzneimittel dient zur Behandlung von Diabetes Typ 2 und wurde dementsprechend nur an Diabetes-Typ-2-Patienten erprobt.

Kann man Ozempic® auch ohne Diabetes nehmen?

Ja, es ist grundsätzlich möglich, Ozempic® ohne Diabetes anzuwenden. In diesem Fall verordnet es der Arzt im Off-Label-Use: Das bedeutet, er verschreibt es für ein Anwendungsgebiet, das in der offiziellen Zulassung des Präparats nicht aufgeführt ist. In der Regel empfiehlt sich stattdessen ein Arzneimittel, das speziell zum Abnehmen entwickelt wurde. Infrage kommt zum Beispiel Wegovy®, mit demselben Wirkstoff.

Für wen eignet sich die Abnehmspritze Ozempic®?

Ozempic® ist für Patienten mit Diabetes Typ 2 bestimmt, deren Blutzucker sich mit einer Ernährungsumstellung und Sport nicht ausreichend unter Kontrolle bringen lässt. Für Menschen, die Semaglutid zum Gewichtsverlust einsetzen möchten, eignet sich die Abnehmspritze Wegovy®.

Wie lange muss ich Ozempic® nehmen?

Ozempic® ist zur Anwendung über einen Zeitraum von 6-12 Monaten oder für die Langzeitbehandlung vorgesehen. Ihr Arzt gibt Ihnen hierzu eine konkrete und individuelle Empfehlung.

Wer verschreibt Ozempic® zum Abnehmen?

Ein Arzt kann Ozempic® im Off-Label-Use zum Abnehmen verschreiben. Wenn die Anwendung von Semaglutid zum Gewichtsverlust infrage kommt, ist es aber wahrscheinlicher, dass der Arzt ein Rezept für Wegovy® ausstellt. Dabei handelt es sich um ein Medikament mit dem gleichen Wirkstoff wie Ozempic®, das speziell zum Abnehmen entwickelt und dosiert wurde.

Wie hoch sind die Kosten für Ozempic® pro Monat?

Die Kosten für Ozempic® belaufen sich pro Monat auf etwa 73 € (bei einer 3-monatigen Anwendung).

Wird Ozempic® von der Krankenkasse bezahlt?

Krankenkassen bezahlen Ozempic® nur, wenn es zur Behandlung von Diabetes verschrieben wird.

Was ist mit dem Begriff „Ozempic® Face” gemeint?

„Ozempic® Face” beschreibt Veränderungen im Gesicht, die durch eine schnelle und starke Gewichtsabnahme mit Ozempic® und anderen Abnehmspritzen auftreten können. Die Wangen sind womöglich eingefallen, die Haut ist schlaffer und die Person wirkt älter.

Gibt es Ozempic® Tabletten zum Abnehmen?

Nein, bisher gibt es keine Ozempic® Tabletten, die zum Abnehmen bestimmt sind. Die Ozempic® Injektionspens wurden zur Behandlung von Typ-2-Diabetes entwickelt und zugelassen; gleiches gilt für die aktuell verfügbaren Tabletten mit dem Wirkstoff Semaglutid (Rybelsus®). Speziell zum Abnehmen könnten aber im Laufe des Jahres 2026 Wegovy® Tabletten auf den deutschen Markt kommen: Der Hersteller arbeitet intensiv daran, Wegovy® auch in Tablettenform verfügbar zu machen.

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Medizinisch geprüft von:
Natalia Olaizola-Heil Medizinische Autorin

Natalia Olaizola-Heil erhielt nach dem Studium der Pharmazie an der Freien Universität Berlin 1997 ihre Approbation als Apothekerin. Sie arbeitete sowohl in Krankenhausapotheken als auch in öffentlichen Apotheken und absolvierte Weiterbildungen im Bereich Ernährungsberatung und Palliativmedizin. Natalia Olaizola-Heil unterstützt ZAVA bei der medizinischen Texterstellung und -prüfung.

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Letzte Änderung: 25 März 2026

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