Coronavirus: Alltag im Ausnahmezustand

Ulrike Thieme, MD

Medizinisch geprüft von

Ulrike Thieme, Ärztin

Letzte Änderung: 15 Apr 2020

Menschen sind soziale Wesen. Längere Zeiträume in Isolation zu leben, verlangt uns einiges ab. Damit es uns dennoch gelingt, ohne dass Körper und Seele Schaden nehmen, hat unsere Neurologin Ulrike Thieme einige Tipps für Sie zusammengestellt. Sie sollen Ihnen dabei helfen, auch in dieser Extremsituation, Ihre physische und psychische Gesundheit im Blick zu behalten.

Inhalt

Tipp 1: Bleiben Sie aktiv

Es ist wichtig, weiterhin Sport zu treiben. Gehen Sie alleine oder mit Ihrer Kernfamilie spazieren, falls es erlaubt ist, aber vermeiden Sie dabei unbedingt den Kontakt zu anderen Menschen. Verwandeln Sie das Wohnzimmer in ein Sportstudio. Zahlreiche Fitnessstudios bieten bereits Online-Kurse an. Kanäle wie Youtube stellen zudem auch kostenlose Anleitungen für Yoga- oder Pilatesstunden zur Verfügung. Und auch offline gibt es Möglichkeiten, sich fit zu halten: Sie können zum Beispiel Seilspringen oder mehrfach die Treppen hoch und runterlaufen. Das stärkt Ihr Herz-Kreislauf- und Immunsystem.

Tipp 2: Sehen Sie die positiven Aspekte

Versuchen Sie eine positive Perspektive einzunehmen und sich auf das zu fokussieren, was Sie schon immer tun wollten. Denn dafür ist nun endlich Zeit! Einen Sprachkurs belegen, stricken lernen oder längst überfällige Briefe an alte Freunde schreiben. Entdecken Sie auch die kreative Seite in sich und verwirklichen Sie ein Projekt, das schon lange auf Ihrer To-Do-Liste steht. Malen, Basteln, Zeichnen, Töpfern oder die Memoiren schreiben – eine künstlerische Tätigkeit hilft dabei, sich gedanklich ein paar Minuten auf etwas Schönes zu fokussieren. Genießen Sie auch die Zeit mit Ihrer Familie, denn im stressigen Alltag bleiben lange Spieleabende oder ein ausgiebiges Familienfrühstück oft auf der Strecke. Versuchen Sie daher, die gemeinsamen Stunden als Geschenk zu begreifen.

Tipp 3: Nutzen Sie die Zeit in Haus und Garten

Befreien Sie sich von Altlasten und anderem Ballast, indem Sie ausmisten und aufräumen. Das gibt Ihnen das Gefühl, die Kontrolle zu behalten und schafft Raum für Neues. Auch Gartenarbeit beruhigt. Wer einen Garten hat, kann Pflanzen säen oder einen Gemüsegarten anlegen. Der schöne Nebeneffekt: Man verbringt Zeit an der frischen Luft, stärkt das Immunsystem und baut ganz nebenbei auch noch Stress ab. Fehlt Ihnen normalerweise die Zeit zum Kochen? Jetzt ist die Chance gekommen, um neue Rezepte auszuprobieren und sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Das schützt vor Krankheiten und hellt die Stimmung auf.

Tipp 4: Tun Sie sich selbst etwas Gutes

Meditieren wirkt sich positiv auf unsere psychische Gesundheit aus, hilft gegen Stress und sorgt für mehr Ruhe und Gelassenheit. Laden Sie sich eine Meditations-App auf Ihr Handy und ziehen Sie sich ein paar Minuten zurück, um Ihre innere Balance zu finden.

Endlich haben Sie Zeit für sich. Nehmen Sie sich vor, sich einen Tag lang so richtig zu verwöhnen. Gönnen Sie sich ein heißes Bad, legen Sie eine Gesichtsmaske auf und lesen Sie ein paar Seiten in Ihrem Lieblingsbuch. Sich selbst etwas Gutes zu tun, ist Balsam für die Seele.

Tipp 5: Begeben Sie sich auf einen virtuellen Kulturtrip

Auch wenn Sie auf der Couch bleiben müssen und alle Kulturinstitutionen geschlossen haben – die Ausstellungs-Highlights des Frühlings können Sie trotzdem besuchen. Namhafte Museen auf der ganzen Welt bieten virtuelle Museums-Touren an. Zum Beispiel das Guggenheim Museum (New York), das British Museum (London), das Musée d’Orsay (Paris) oder das Pergamon Museum (Berlin). Sie können auch ein klassisches Konzert hören. Viele Musiker spielen gerade kostenlos online. Die Berliner Philharmoniker haben zum Beispiel gleich 600 Konzerte ins Netz gestellt, die man kostenfrei abrufen kann.

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Medizinisch geprüft von:
Ulrike Thieme, Ärztin

Ulrike Thieme ist seit 2018 Teil des deutschen Ärzteteams bei Zava. Ihre Facharztweiterbildung im Bereich Neurologie schloss sie 2018 ab. Vor ihrer Tätigkeit bei Zava arbeitete Ulrike Thieme an einem klinischen Forschungsprojekt über neurodegenerative Erkrankungen am National Hospital for Neurology and Neurosurgery, London.

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Artikel erschienen: 13 Apr 2020

Letzte Änderung: 15 Apr 2020

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