Führt häufige Masturbation zu Impotenz?

Selbstbefriedigung und ihr Einfluss auf die Gesundheit

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Medizinisch geprüft von: Dr. Emily Wimmer

Letzte Änderung: 25 Nov 2018

Ein junger Mann findet in seiner Recherche heraus, dass häufige Masturbation nicht zu Impotenz führt.
Inhalt

Früher wurde heranwachsenden Männern gepredigt, dass Selbstbefriedigung Impotenz, Homosexualität oder gar Blindheit verursacht, Sexualität gehöre nur in die Ehe. Bei manchen hat sich dieser Glaube bis heute gehalten. Dem gegenüber stehen die positiven Behauptungen, dass Sex das Leben verlängert und gesund ist. Zava stellt im folgenden Text klar, ob ein häufiger Orgasmus beim Mann durch Masturbation oder Sex zu Impotenz führt und was es mit den positiven Effekten des Höhepunkts auf sich hat.

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Führt häufiger Geschlechtsverkehr zu Impotenz?

Nein, häufiger Sex in einer gesunden Beziehung, der für beide Partner angenehm ist, wirkt sich nicht negativ auf Potenz aus. Wenn jedoch Ängste, psychischer Druck oder Stress mit dem Geschlechtsverkehr in Verbindung stehen, kann es durchaus dazu kommen, dass der Penis dauerhaft nicht steif wird, z.B. wenn der Mann ständig Versagensängste hat und glaubt, den Ansprüchen seiner Partnerin nicht zu genügen. Ärzte sprechen von erektiler Dysfunktion (Impotenz), wenn ein Mann zwar sexuell erregt ist, die Erektion des Penis jedoch nicht ausreicht, um Geschlechtsverkehr zu haben. Die fehlende oder nicht ausdauernde Erektion kann körperliche und psychische Ursachen haben. Die häufigste körperliche Ursache sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die vor allem bei älteren Männern zu erektiler Dysfunktion führen. Bei jüngeren Männern überwiegen vor allem die psychischen Ursachen. Hier sind die Probleme also Kopfsache. Einer Studie des Journal of Sexual Medicine zufolge, ist jeder vierte Mann unter 40 Jahren von Erektionsproblemen betroffen. Bei Männern über 40 ist der Anteil noch höher.

Führt häufige Masturbation zu erektiler Dysfunktion?

Nein, grundsätzlich führt auch häufige Masturbation nicht zu Impotenz. Unter besonderen Umständen kann häufige Masturbation jedoch sehr wohl zu Erektionsstörungen führen. Man kann sich eine Erektion wie einen Reflex auf bestimmte Reize oder Stimuli vorstellen, ähnlich, wie wenn uns allein beim Geruch von Essen das Wasser im Mund zusammen läuft. Verhaltensforscher nennen das auch Konditionierung. Wenn sich ein Mann zu sehr an ganz bestimmte sexuelle Stimuli oder Reize gewöhnt, kann er Erektionsstörungen bekommen, sobald diese bestimmten Reize fehlen. Beim Masturbieren geben sich Männer häufig bestimmten Fantasien hin, sehen sich Pornos oder entsprechende Bilder an. Bei besonders häufigem oder ungewöhnlichem Konsum von Pornografie, kann es für den Sexualpartner schwierig werden, diese teils sehr speziellen Reize oder Situationen aus den Filmen mit der Hand, Mund oder Scheide zu ersetzen. Erektionsstörungen können die Folge sein.

Wie viel Masturbieren ist normal?

Solange man durch Masturbation nicht in seinem Alltagsleben eingeschränkt ist und nicht zum Beispiel sein Arbeitsleben oder Freundeskreis dafür vernachlässigt, ist auch häufiges Masturbieren vertretbar. Man sollte die Häufigkeit reduzieren, wenn durch Selbstbefriedigung Schmerzen oder Verletzungen entstehen, wenn man einen ständigen Drang entwickelt haben sollte und an nichts Anderes mehr denken kann und dadurch Beziehungsprobleme entstehen.

Was kann man gegen Erektionsstörungen durch Pornos machen?

Durch die Konditionierung auf bestimmte pornografische Inhalte, kann es schwierig werden, die eigene Sexualität mit dem Partner auszuleben. Dies kann schwerwiegende Folgen für eine Partnerschaft haben und zu Beziehungsproblemen führen. Deshalb kann eine Entwöhnung und Umgewöhnung der Selbstbefriedigung helfen:

  1. Entwöhnung: durch einen vollständigen Verzicht auf Masturbation für ungefähr 30-90 Tage drückt man(n) quasi die Reset-Taste in seinem Kopf.
  2. Umgewöhnung: nach der Phase der Enthaltsamkeit sollten die alten „künstlichen“ Masturbationspraktiken durch natürlichere ersetzt werden, die näher dem eigentlichen Geschlechtsverkehr und Berührungen des Partners entsprechen.

Bei besonders häufiger Masturbation mit pornografischen Inhalten, kann es außerdem zu einer Abschwächung der Wirkung der Pornos kommen. Verhaltensforscher nennen das Habituation. Wenn sich das auf die Sexualität in der Partnerschaft auswirkt, kann es hilfreich sein, weniger häufig zu masturbieren. Wenn körperliche Ursachen der erektilen Dysfunktion ausgeschlossen sind, kann in schlimmen Fällen auch ein Psychologe oder Sexualtherapeut Hilfe leisten.

Helfen Potenzmittel wie Viagra gegen psychische Erektionsstörungen?

Männern, bei denen die Potenzprobleme reine Kopfsache sind, sollten diese auch primär auf der gedanklichen Ebene angehen. Aber auch eine zeitlich begrenzte medikamentöse Therapie mit Potenzmitteln hat sich bei gesunden Männern als äußerst wirkungsvoll erwiesen. Die Medikamente helfen, die Blockade im Kopf zu lösen und neues Selbstbewusstsein zu erlangen.

Welche positiven Einflüsse hat Masturbation auf die Gesundheit?

Selbstbefriedigung hat auch positiven Einfluss auf die Gesundheit. Vor allem verbessert Masturbation für viele Männer den Schlaf, reduziert Stress und Anspannung und verbessert das Selbstbewusstsein. Auch bei Frauen kann Selbstbefriedigung positive Effekte haben und den Sex mit dem Partner verbessern. Darüber hinaus besteht bei einer durch Masturbation ausgelebten Sexualität kein Risiko zur Ansteckung mit sexuell übertragbaren Infektionen. Forscher haben außerdem positive Effekte auf unser Herz-Kreislauf-System festgestellt.

Passen Selbstbefriedigung und eine feste Beziehung zusammen?

Nach Angaben des Kinsey Instituts der Universität Indiana, das für seine Forschung im Bereich Sexualität bekannt ist, masturbieren über 90% der erwachsenen Männer und über 70% der Frauen und das unabhängig davon, ob sie in einer Beziehung sind oder nicht. Selbstbefriedigung in der Partnerschaft ist also etwas ganz normales und kein Grund zur Sorge.

Verlängern Orgasmen bei Männern das Leben?

Ja, in der amerikanischen Caephilly Cohort Study mit über 1000 Männern wurde herausgefunden, dass Männer mit vielen Orgasmen länger leben. Hierbei ist es den Medizinern im British Medical Journal jedoch nicht gelungen zu beweisen, dass die geringere Sterblichkeit auch wirklich mit der sexuellen Aktivität zusammen hängt. Auch andere Faktoren können hier eine Rolle gespielt haben. Eine andere Studie im gleichen Journal ist ein paar Jahre später jedoch zum gleichen Ergebnis gekommen, dass häufigerer Sex mit einem langen Leben einhergeht.

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Dr. Emily Wimmer

Dr. Emily Wimmer studierte Humanmedizin an der Universität zu Lübeck und schloss dieses 2009 ab. Danach arbeitete sie in der Abteilung für Hämatologie und Onkologie an der MedUni Wien und als Assistenzärztin in Hamburg. Seit 2015 ist sie, neben ihrer Tätigkeit als Studienleiterin am Institut für Versorgungsforschung in Dermatologie in Hamburg, eine unserer deutschen Ärztinnen bei Zava.

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Letzte Änderung: 25 Nov 2018



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