Schwankender Blutdruck

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Mann sitzt auf einer Parkbank und informiert sich auf seinem Smartphone über schwankenden Blutdruck.

Der Blutdruck verändert sich bei jedem Menschen in Abhängigkeit von körperlicher Aktivität und auch im normalen Tagesverlauf. Bei manchen Menschen liegt allerdings ein anormal schwankender Blutdruck vor. Unbehandelt können solche Blutdruckschwankungen zu Folgeerkrankungen führen und sollten deshalb behandelt werden.

Wie wird ein krankhaft schwankender Blutdruck festgestellt?

Die Erkennung krankhafter Blutdruckschwankungen ist deutlich schwieriger als beispielsweise die Diagnose von Bluthochdruck und erfordert in der Regel einige Zeit.

Meist wird zuerst im Rahmen einer Routineuntersuchung ein ungewöhnlich hoher oder niedriger Blutdruck festgestellt. Das ist allerdings nur ein erstes Indiz und noch lange kein Beweis für krankhafte Blutdruckschwankungen.

Anschließend sollte abgeklärt werden, ob konkrete Gründe wie Stress oder Kaffeekonsum für einen veränderten Blutdruck vorliegen. Weitere Schritte sind dann die erneute Messung des Blutdrucks – möglichst immer zur selben Tageszeit – über mehrere Wochen oder sogar Monate sowie gegebenenfalls ein Langzeit- und Belastungs-EKG.

Sollte in diesen Untersuchungen ebenfalls ein deutlich schwankender Blutdruck festgestellt werden, handelt es sich vermutlich um eine krankhafte Veränderung. Es existieren zwar keine allgemeingültigen Kriterien, ab wann Blutdruckschwankungen behandlungsbedürftig sind, allerdings gibt es Hinweise darauf, dass regelmäßige Schwankungen des oberen Blutdruckwerts (Systole) von über 10-20 mmHg bereits in manchen Fällen zu gesundheitlichen Schäden führen können.

Geht von schwankendem Blutdruck eine Gefahr aus?

Geringfügige Schwankungen des Blutdrucks sind völlig normal und stellen keine Gefahr für die Gesundheit dar. Sie helfen dem Organismus sogar bei der Bewältigung unterschiedlicher alltäglicher Aufgaben wie beispielsweise Sport.

Stärkere Schwankungen hingegen können bestimmte Erkrankungen begünstigen. So gibt es Hinweise darauf, dass Blutdruckschwankungen mit Nierenfunktionsstörungen in Verbindung stehen. Auch schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte, Herzversagen und Schlaganfälle treten bei Patienten mit starken Schwankungen des oberen Blutdruckwerts häufiger auf als bei Patienten, deren Blutdruck stabil ist.

Zudem deuten neuere Forschungsergebnisse darauf hin, dass Blutdruckschwankungen, die mehrere Jahrzehnte unbehandelt bleiben, bei älteren Menschen zu einem schnelleren geistigen Abbau führen. Allerdings müssen erst noch weitere Studien durchgeführt werden, um diese Erkenntnisse abzusichern.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es gegen Blutdruckschwankungen?

Es gibt keine pauschale Therapie gegen Blutdruckschwankungen. Vielmehr muss erst die Ursache der Schwankungen ermittelt werden. Danach kann eine individuelle Behandlung begonnen werden. Teilweise reichen schon Lebensstiländerungen wie Stressreduktion oder regelmäßige Bewegung aus, um den Blutdruck wieder zu normalisieren. In anderen Fällen kann aber auch die Einnahme von Blutdruck senkenden Medikamenten wie ACE-Hemmer oder Betablocker notwendig sein.

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