Hausmittel gegen Erkältung

Ulrike Thieme, MD

Medizinisch geprüft von

Dr. Ulrike Thieme

Letzte Änderung: 03 Jul 2020

Gerade bei einer leichten Erkältung muss nicht immer sofort zu Medikamenten gegriffen werden. Oftmals lassen sich die Beschwerden schon mit einfachen Hausmitteln gut lindern.

Inhalt
Kamillentee und Zitrone

Inhalation

Die Inhalation von warmem Dampf ist bei Symptomen wie Schnupfen und Husten hilfreich. Hierbei hält man der Kopf rund 10-20 Minuten über einen Dampfinhalator oder einen Topf mit 40-50°C warmem Wasser. Der aufsteigende Wasserdampf wird eingeatmet, wodurch gereizte Schleimhäute befeuchtet werden. Zusätzlich öffnet der Dampf verstopfte Nasen und hilft beim Abhusten.

Wer möchte, kann zum heißen Wasser Salz hinzufügen. Die Wirksamkeit von Substanzen wie Salbei, Thymian oder ätherischen Ölen (Eukalyptus, Pfefferminze oder Menthol) ist nicht abschließend beurteilbar. Sie können zu einer subjektiven Linderung führen, können aber zum Teil bei Kindern und schwangeren Frauen zu Nebenwirkungen führen und sollten von diesen nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt verwendet werden.

Schonung/Entspannung

Bei einer starken Erkältung gilt es, sich zu schonen. Kurieren Sie sich zu Hause aus, schlafen Sie viel und meiden sie körperliche Anstrengung. Auch Erkältungsbäder können bei grippalen Infekten entspannend wirken, Badezusätze wie Thymian oder Latschenkiefer fördern dabei die Durchblutung und befreien die Atemwege.

Wickel

Wickel können zur Linderung von Fieber, Halsschmerzen und Husten angewendet werden. Wenden Sie Wickel nicht an, wenn Ihnen bereits kalt ist, da die Wickel Ihren Körper noch weiter auskühlen. Mögliche Arten von Wickeln sind:

  • Wadenwickel sind kühle Umschläge der Unterschenkel und werden zur Linderung bei Fieber eingesetzt.
  • Halswickel werden bei Halsschmerzen und -Entzündungen verwendet. Hierbei werden feuchte Tücher (warm oder lauwarm, evtl. mit Zusätzen wie Zitronensaft oder Quark) um den Hals gelegt.
  • Brustwickel (evtl. mit Zitronensaft oder zerdrückten Kartoffeln) sollten nicht mit kaltem Wasser, sondern lauwarm oder warm angewendet werden. Sie werden um den Brustkorb gelegt, sollen entspannend wirken und beim Abhusten helfen.

Wichtig: Wickel dürfen bei Schüttelfrost sowie kalten Armen und Beinen nicht angewendet werden und sollten nicht im Fieberanstieg angelegt werden.

Viel trinken

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (2-3 Liter pro Tag) ist bei einer Erkältung besonders wichtig. Das Trinken von Wasser und ungesüßten Tees hält die Schleimhäute feucht und hilft dabei, Schleim aus den Atemwegen abzutransportieren.

Die Regel besagt, dass man in etwa 2-3 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen sollte. Bei älteren Menschen, Erkrankungen des Herzens oder der Nieren kann es bei einer zu großen Flüssigkeitszufuhr jedoch zu gefährlichen Nebenwirkungen kommen. Deshalb sollten Patienten mit Vorerkrankungen sich an den Empfehlungen ihres Arztes orientieren.

Nasendusche

Eine Nasendusche hilft bei Schnupfen, da sie Schleim und Erreger aus dem Nasenraum abtransportiert. Passende Salzmischungen sind freiverkäuflich in jeder Apotheke erhältlich.

Gurgeln

Regelmäßiges Gurgeln kann gegen Halsschmerzen helfen. Am besten wird mehrmals täglich mit desinfizierenden Lösungen, beispielsweise mit dem Wirkstoff Chlorhexidin, gegurgelt. Alternativ können Sie warme Heilpflanzentees (z. B. Kamille, Salbei, Eibisch oder Ringelblume) zum Gurgeln verwenden. Mit bloßem Wasser sollte nicht gegurgelt werden, da dadurch die Krankheitserreger nur noch weiter im Mund- und Rachenraum verteilt werden.

Zwiebel

Die keim- und entzündungshemmenden Wirkstoffe der Küchenzwiebel werden bei Erkältungen oft in der Form von Zwiebelsäckchen und Zwiebel-Sirup angewendet. Sie sollen insbesondere bei Ohrenschmerzen und Husten helfen, allerdings ist die Wirkung von Zwiebeln bei Erkältungssymptomen bisher nur unzureichend untersucht worden.

Zwiebelsäcken sind kleine, warme Stofftücher oder -Säckchen, in die gehackte Zwiebel eingewickelt sind. Auf die Ohren gelegt helfen sie bei Ohrenschmerzen. Zwiebel-Sirup wird aus klein gehackten Zwiebelwürfeln und Zucker hergestellt. Vom entstandenen Saft kann mehrmals täglich ein Teelöffel eingenommen werden, um das Abhusten zu erleichtern.

Ernährung

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist zu gesunden und kranken Zeiten wichtig. Obst und Gemüse liefern dem Körper Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe, die das Immunsystem stärken und Krankheitserreger abwehren.

In Äpfeln, Karotten, Brokkoli, Knoblauch und Zwiebeln sind beispielsweise Vitamine, Mineralstoffe und Sulfide enthalten, die dem Immunsystem helfen, um Infektionen und Erreger zu bekämpfen.

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Medizinisch geprüft von:
Dr. Ulrike Thieme Fachärztin für Neurologie, Stellv. Ärztliche Leiterin Deutschland

Dr. Ulrike Thieme ist seit 2018 Teil des deutschen Ärzteteams bei Zava und vertritt zur Zeit Beverley Kugler als ärztliche Leiterin. Ihre Facharztweiterbildung im Bereich Neurologie schloss sie 2018 ab. Vor ihrer Tätigkeit bei Zava arbeitete Ulrike Thieme an einem klinischen Forschungsprojekt über neurodegenerative Erkrankungen am National Hospital for Neurology and Neurosurgery, London.

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