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Online-Krankschreibung bei ZAVA: So funktioniert's

Wer krank im Bett liegt, sollte sich auskurieren und nicht den Weg zur Arztpraxis auf sich nehmen müssen, nur um ein Online-Rezept oder eine Krankschreibung zu erhalten. Die gute Nachricht: Überfüllte Wartezimmer gehören nun der Vergangenheit an.

Dank der Online-Krankschreibung können Sie ganz bequem von Zuhause aus einen Arzt konsultieren. Er kann Ihnen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (umgangssprachlich auch AU oder ärztliches Attest) und bei Bedarf ein Rezept für ein passendes Medikament ausstellen.

Online-Krankschreibungen bei ZAVA

Der behandelnde Arzt kann Sie im Rahmen einer Telefon- oder Videosprechstunde (über die ZAVA App) krankschreiben. Dies liegt, ganz wie in einer Praxis vor Ort, im Ermessen des Arztes und kann entsprechend nicht garantiert werden.

Vorteile der Online-Krankschreibung

Ärzte

  • Krankschreibung innerhalb kurzer Zeit
  • Keine zeit- und kräfteraubenden Anfahrtswege
  • Kein unangenehmer Aufenthalt im überfüllten Wartezimmer
  • Geringere Ansteckungsgefahr

Wichtig: Aufgrund der Corona-Pandemie sind für gesetzlich Versicherte mit Erkältungssymptomen bis 30. September 2021 telefonische Krankschreibungen möglich. Bei ZAVA können Sie sich über unsere App, egal ob per Video- oder Telefonanruf, für bis zu 7 Tage krankschreiben lassen. Da es sich um eine Selbstzahlerleistung handelt, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen den finanziellen Aufwand dafür bisher nicht. Privatversicherte können sich dagegen die Kosten für die telefonische Krankschreibung von Ihrer privaten Krankenkasse erstatten lassen.

Bitte beachten Sie: Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die Sie über die ZAVA App erhalten, dient ausschließlich der Vorlage beim Arbeitgeber bzw. der Schule oder Universität. Der Arzt unterschreibt das Attest zwar, jedoch erhalten Sie nicht den üblichen Gelben Schein. Das heißt, falls Sie insgesamt länger als 6 Wochen aufgrund derselben Erkrankung arbeitsunfähig sind, haben Sie mit dieser Krankschreibung keinen Anspruch auf Krankengeld von Ihrer Krankenkasse. Arbeitgeber, Universitäten und Schulen erkennen die ärztliche Krankschreibung aber natürlich trotzdem an.

Wie erhalte ich meine Krankschreibung von ZAVA?

Die Krankschreibung senden wir Ihnen im Rahmen einer ärztlichen Beratung (über unsere App) innerhalb eines Werktages per Post zu.

So einfach geht's

Termin buchen

Termin buchen

Sie können entscheiden, wann und mit welchem Arzt Sie sprechen und ob Sie telefonisch oder per Videoanruf über die App kontaktiert werden möchten.

Arztgespräch

Arztgespräch, Rezept und Krankschreibung

Der behandelnde Arzt wird sich zum vereinbarten Termin bei Ihnen melden und Ihnen bei Bedarf ein Rezept und eine Krankschreibung ausstellen.

Medikament erhalten

Medikament erhalten

Sie können Ihr E-Rezept direkt über die ZAVA App bei einer von 6.500 Apotheken vor Ort einlösen oder bei einer Online-Apotheke und das Medikament geliefert bekommen.

Kosten für eine Krankschreibung bei ZAVA

Der Preis für eine Krankschreibung bei ZAVA beträgt gemäß der deutschlandweit gültigen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) 5,36 €. Die Krankschreibung erfolgt dabei über eine ärztliche Beratung mittels des ZAVA App Services. Für solch eine Sprechstunde werden entsprechend zusätzlich 20,10 € berechnet.

Wichtig: Privatversicherte können sich die Behandlungskosten von Ihrer privaten Krankenkasse erstatten lassen. Dazu müssen Sie nur die Rechnung von ZAVA einreichen. Gesetzlich Versicherte nutzen die ZAVA App als Selbstzahler – bislang ist noch keine Kostenübernahme durch gesetzliche Kassen möglich. Wir arbeiten jedoch intensiv daran, dies zukünftig anbieten zu können.

Bei welchen Erkrankungen ist eine Online-Krankschreibung möglich?

Zu den häufigsten Erkrankungen, bei denen Patienten eine Online-Krankschreibung nutzen, gehören zum Beispiel:

Mehr Informationen zu den rechtlichen Grundlagen der Online-Behandlung und -Krankschreibung finden Sie hier.

Online-Krankschreibung – allgemeine Infos

Ist ein Arbeitnehmer krankheitsbedingt arbeitsunfähig, erhält er zunächst für 6 Wochen Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber und im Anschluss Krankengeld von der Krankenkasse. Ausnahme: Wenn der Arbeitnehmer in einem Unternehmen bisher weniger als 4 Wochen beschäftigt ist und in diesem Zeitraum erkrankt, hat er keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber, jedoch erhält er in der Regel Krankengeld von der Krankenkasse. Das setzt voraus, dass sich der Arbeitnehmer bei seinem Arbeitgeber umgehend krankmeldet und bis zum 4. Tag eine AU vorliegt. Ansonsten kann der Arbeitgeber die Entgeltfortzahlung verweigern und unter Umständen sogar das Arbeitsverhältnis kündigen.

Ab wann benötigt man eine AU? Laut Gesetz muss der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber eine AU vorlegen, wenn er länger als 3 Tage nicht am Arbeitsplatz erscheint. Diese Frist kann jedoch von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich geregelt sein und wird individuell im Arbeitsvertrag festgehalten.

Wer darf eine AU ausstellen? Eine AU-Bescheinigung darf nur ein Arzt erteilen – und ausschließlich aufgrund einer ärztlichen (Fern-)Untersuchung. Der Arzt attestiert dabei den Grund der Arbeitsunfähigkeit und gibt eine Prognose über die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ab.

Online-Krankschreibung: Rechtliche Grundlagen

Im Mai 2018 wurde auf dem 121. Deutschen Ärztetag in Erfurt eine Lockerung des Fernbehandlungsverbotes beschlossen. Ärztliche Beratung und Diagnose sind seitdem erlaubt, „wenn dies ärztlich vertretbar ist und die erforderliche ärztliche Sorgfalt insbesondere durch die Art und Weise der Befunderhebung, Beratung, Behandlung sowie Dokumentation gewahrt wird”. Deshalb können Patienten eine Online-Behandlung derzeit nicht bei schwerwiegenden Erkrankungen oder Vorerkrankungen in Anspruch nehmen.

Richtig krankmelden: Fristen einhalten

Laut Gesetzgeber ist der Arbeitnehmer dazu verpflichtet, dem Arbeitgeber telefonisch oder per E-Mail die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer am 1. Krankheitstag mitzuteilen. Ab dem 3. Krankheitstag muss dem Arbeitgeber üblicherweise eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt werden. Die Arbeitsunfähigkeit wird bei einer Untersuchung durch einen Arzt feststellt. Beachten Sie, dass der Arbeitgeber unter besonderen Umständen dazu berechtigt ist, auch schon früher eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu verlangen.

Dauer der Lohnfortzahlung

In Deutschland sind Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet, ihren erkrankten Arbeitnehmern bis zur Dauer von 6 Wochen den vollen Lohn zu zahlen. Wenn der Arbeitnehmer mehr als 6 Wochen krankgeschrieben ist, erhält er von der Krankenkasse Krankengeld. Jedoch sollten Sie hier beachten, dass sich die 6 Wochen auf eine Art der Erkrankung beziehen: Wenn Sie beispielsweise 4 x 2 Wochen innerhalb eines Jahres unterschiedliche Erkrankungen bekommen, wird der volle Lohn vom Arbeitgeber gezahlt. Leiden Sie 4 x 2 Wochen an der gleichen Krankheit, erhalten Sie ab der 7. Woche Krankengeld von der Krankenkasse. Die Höhe des Krankengelds beträgt 70 % des Bruttoverdienstes, aber nicht mehr als 90 % des Nettogehalts.

ICD-10-GM Schlüssel: International gültiger Code für Erkrankungen

Wenn ein Arzt eine Diagnose stellt, muss er diese verschlüsseln, um zu gewährleisten, dass die Krankheiten der Patienten einheitlich definiert werden. Hierfür gibt es Diagnoseschlüssel – der ICD-10 Schlüssel ist der Gängigste. Die Abkürzung ICD-10 steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems“, was übersetzt „Internationale statistische Klassifikation von Krankheiten und verwandten Gesundheitsproblemen“ bedeutet.

Ärzte ordnen jede Erkrankung einem Code zu und halten sie beispielsweise auf der Krankschreibung oder auf Arztbriefen fest. Die Codes können dann mit dem ICD-10-GM Schlüssel gelöst werden. Der ICD-10-GM Schlüssel klassifiziert Krankheiten in 22 Hauptkategorien. Durch die ersten 3 Ziffern lässt sich die Hauptkategorie ermitteln.

Auf der Webseite des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation finden Sie die häufigsten ICD-10-Schlüssel und ihre Bedeutung: https://www.kvno.de/

Wichtig: Für Ihren Arbeitgeber ist nicht ersichtlich, welche Diagnose Sie bekommen haben, da der Code nur auf der AU für die Krankenkasse notiert ist.

Krankschreibung & AU-Schein: Was darf ich machen?

Wenn man krankgeschrieben ist, steht oft die Frage im Raum, welche Tätigkeit außerhalb der eigenen vier Wände möglich bleibt. Grundsätzlich gilt: Es ist alles erlaubt, was zur Genesung positiv beiträgt. Dies variiert je nach Erkrankung. Beispielsweise ist sportliche Aktivität bei psychischen Krankheiten gesundheitsfördernd. Gänge zum Supermarkt, zur Post, zur Apotheke oder zum Arzt sind bei jeder Erkrankung gestattet.

Häufig gestellte Fragen

Darf ich trotz Krankschreibung arbeiten?

Sie dürfen, sobald Sie wieder gesund sind, arbeiten gehen. Dies gilt auch, wenn Sie noch krankgeschrieben sind. Jedoch sind Sie dazu verpflichtet, so lange zu Hause zu bleiben, bis Sie nicht mehr ansteckend sind – ansonsten droht ein Bußgeld.

Kann ich eine Krankschreibung am Wochenende oder an Feiertagen bekommen?

Sollte der Abgabetag der Krankschreibung auf das Wochenende fallen, gehen Sie nur in die Notaufnahme, wenn es sich tatsächlich um einen Notfall handelt. Da es in Deutschland bei der Berechnung der Abgabefrist der AU eine 3-Tage-Regelung gibt, können Sie sich die AU einfach am folgenden Montag ausstellen lassen. Der behandelnde Arzt schreibt Sie bis zu 3 Tage rückwirkend krank. Dem Arbeitgeber können Sie die Krankschreibung nachreichen. Bei der Berechnung der Abgabefrist ist zu beachten, dass die Kalendertage gezählt werden und nicht die Werk- oder Feiertage. Wenn Sie zum Beispiel am Freitag krank werden, müssen Sie das Wochenende berücksichtigen.

Wie viele Tage kann ich mich rückwirkend krankschreiben lassen?

Generell können Sie sich von einem Arzt bis zu 3 Tage rückwirkend krankschreiben lassen, jedoch muss Ihr Arzt prüfen, ob Sie auch schon davor arbeitsunfähig erkrankt waren.

Kann der Arbeitgeber die Krankmeldung ablehnen?

Der Arbeitgeber darf die Krankmeldung ablehnen, wenn begründete Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers bestehen. In diesem Fall muss der Arbeitnehmer Gegenbeweise vorlegen.