ellaOne

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Medizinisch geprüft von: Dr. Emily Wimmer

Letzte Änderung: 29 Mai 2019

Eine Frau packt gerade eine Pille aus. Es handelt sich um ellaone, ein Preparat der Pille danach.
Inhalt

ellaOne ist eine Pille danach mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat.

Sie kann bis zu 120 Stunden (fünf Tage) nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.

Seit dem 14.03.2015 sind ellaOne (Ulipristalacetat) und andere Präparate zur Notfallverhütung nicht mehr rezeptpflichtig. Frauen können Sie nach einem Beratungsgespräch direkt in der Apotheke kaufen.

Wie wirkt ellaOne?

ellaOne ist eine Pille zur Notfallverhütung. Sie verhindert den Eisprung und beugt so einer ungewollten Schwangerschaft vor. Gleichzeitig bewirken die Hormone in ellaOne, dass sich der Schleim am Eingang zur Gebärmutter verdickt - dies erschwert es Spermien, bis zur Eizelle vorzudringen. Die Pille danach kann zwar eine Schwangerschaft verhindern, ist aber keine Abtreibungspille. Sie wirkt nur in einer Zeitspanne von 5 Tagen nach dem ungeschützten Verkehr und darf nicht später eingenommen werden. Für Schwangere ist ellaOne nicht geeignet.

Der Wirkstoff in ellaOne ist Ulipristalacetat, ein Hormon aus der Gruppe der Gestagene. Es ist dem Wirkstoff vieler normaler Verhütungspillen nicht unähnlich. Vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt ellaOne nicht. Falls Sie Geschlechtsverkehr mit einem Partner hatten, der eine Infektion haben könnte, sollten Sie sich testen lassen.

Wie wird ellaOne eingenommen?

Die Behandlung mit ellaOne besteht aus einer einzigen Tablette. Es ist sehr wichtig, dass die Tablette innerhalb von 120 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen wird - je früher desto besser. Nehmen Sie eine ellaOne Tablette mit etwas Wasser ein. ellaOne kann unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden.

Sollte es innerhalb von 3 Stunden nach der Einnahme zu Erbrechen kommen, ist die Einnahme einer weiteren Tablette erforderlich, da der Wirkstoff vom Körper noch nicht aufgenommen wurde.

Wie oft kann man ellaOne als Notfallverhütung einnehmen?

Der Wirkstoff Ulipristalacetat ist ausschließlich zur Notfallverhütung geeignet. ellaOne sollte nicht regelmäßig eingenommen werden, da sie Nebenwirkungen hervorrufen kann. Zudem sind Langzeitfolgen bei regelmäßiger Einnahme von ellaOne nicht erforscht. Sollten Sie wiederholt auf eine Pille danach angewiesen sein, kann Ihnen Ihr Gynäkologe dabei helfen, eine geeignete Verhütungsmethode für den regelmäßigen Gebrauch zu finden.

Wie effektiv ist die ellaOne?

Die Effektivität der Pille danach verringert sich, je später sie eingenommen wird. Daher ist es sehr wichtig, sich so schnell wie möglich nach dem Geschlechtsverkehr um eine Pille danach zu kümmern. In klinischen Studien wurde ellaOne für etwas effektiver als PiDaNa befunden. Eine umfangreiche Studie ergab, dass etwa 2 von 100 Frauen, die ellaOne eingenommen hatten, dennoch schwanger wurden - eine wesentlich geringere Prozentzahl als ohne Notfallverhütung zu erwarten wäre.

Wie bei allen Pillen zur Notfallverhütung bleibt ein geringes Risiko der Schwangerschaft. Sollten Sie nach der Einnahme Zweifel haben ist es wichtig, dass Sie Ihren Gynäkologen aufsuchen und sich untersuchen lassen

Ist ellaOne besser als PiDaNa?

Es gibt zwei in Deutschland zugelassene Pillen zur Notfallverhütung - PiDaNa und ellaOne. Während die PiDaNa innerhalb von 3 Tagen nach dem ungeschützten Verkehr genommen werden muss, ist ellaOne bis zu 120 Stunden nach dem Verkehr effektiv. Die PiDaNa ist etwas kostengünstiger. Außerdem darf die ellaOne nicht während der Stillzeit eingenommen werden, ist aber bei Übergewicht wirksamer. Welche Pille danach für Sie am besten geeignet ist, hängt also von verschiedenen Faktoren ab.

Wirkt ellaOne auch bei zukünftigem Sex?

ellaOne kann nur zur Notfallverhütung verwendet werden. Nach der Einnahme müssen Sie beim nächsten Geschlechtsverkehr wie gewohnt verhüten, da die Wirkung von ellaOne bei erneutem Sex nicht gegeben ist.

Inhaltsstoffe der ellaOne

Eine ellaOne Tablette enthält 30 mg des Wirkstoffes Ulipristalacetat. Weitere Bestandteile sind Lactose-Monohydrat, Povidon K30, Croscarmellose-Natrium und Magnesiumstearat.

Bekannte Nebenwirkungen der ellaOne

Manche Frauen bemerken nach der Einnahme von ellaOne Nebenwirkungen.

Häufige Nebenwirkungen von ellaOne sind:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Schmerzen im Unterleib
  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • Affektive Störungen
  • Muskel- und Rückenschmerzen
  • Spannungen und Schmerzen in der Brust
  • Müdigkeit

Der Wirkstoff in ellaOne hat zudem Auswirkungen auf den Zyklus. Folglich kann die nächste Monatsblutung verzögert oder verfrüht auftreten. Die Periode kann zudem schwächer oder stärker ausfallen als sonst. Sollte die nächste Monatsblutung ganz ausbleiben oder auffällig schwach sein, sollten Sie Ihren Gynäkologen aufsuchen, um eine Schwangerschaft ausschließen zu lassen.

Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?

Bei der Einnahme von ellaOne kann es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen. Dies betrifft unter anderem die folgenden Präparate:

  • Medikamente zur Behandlung von Epilepsie
  • bestimmte Medikamente zur Behandlung von HIV
  • das Naturheilmittel Johanniskraut
  • bestimmte Antibiotika

Die ellaOne und die Antibabypille

ellaOne kann die Wirkung Ihrer Antibabypille beeinträchtigen. Wenn Sie eine normale Pille einnehmen ist es wichtig, dass Sie bis zu Ihrer nächsten Monatsblutung zusätzlich eine andere Verhütungsmethode anwenden (zum Beispiel ein Kondom). ellaOne darf nicht mit anderen Pillen zur Notfallverhütung kombiniert werden.

Kann man ellaOne während der Stillzeit verwenden?

Sollten Sie während der Stillzeit ellaOne benötigen, ist es wichtig, dass Sie Ihr Baby für eine Woche nicht stillen. Dies ist notwendig, da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht. Während dieser Zeit ist es angeraten die Milch abzupumpen und zu entsorgen, damit der Milchfluss bestehen bleibt.

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Medizinisch geprüft von:
Dr. Emily Wimmer

Dr. Emily Wimmer studierte Humanmedizin an der Universität zu Lübeck und schloss dieses 2009 ab. Danach arbeitete sie in der Abteilung für Hämatologie und Onkologie an der MedUni Wien und als Assistenzärztin in Hamburg. Seit 2015 ist sie, neben ihrer Tätigkeit als Studienleiterin am Institut für Versorgungsforschung in Dermatologie in Hamburg, eine unserer deutschen Ärztinnen bei Zava.

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