Hormonpflaster für die Wechseljahre
Medizinisch geprüft von
Dr. med. Friederike EbigboLetzte Änderung: 17 Juni 2026
Jede Frau erlebt die Wechseljahre anders: Während manche die hormonelle Umstellung kaum bemerken, leiden andere unter Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen. Mittlerweile lassen sich diese Symptome mithilfe einer Hormonersatztherapie gut behandeln. Unter anderem können die Wirkstoffe dabei auch über Pflaster verabreicht werden: Erfahren Sie hier, wie Hormonpflaster in den Wechseljahren wirken und was es rund um Anwendung und Nebenwirkungen zu beachten gibt.
Kurzübersicht zu Hormonpflastern
Wirkung:
- sollen den Östrogenmangel in den Wechseljahren ausgleichen
- lindern dadurch typische Beschwerden wie Hitzewallungen und Schlafstörungen
Anwendung:
- Pflaster auf die Haut kleben (z.B. an Gesäß, Oberschenkeln, Oberarmen)
- alle paar Tage oder 1-mal pro Woche wechseln – je nach Präparat
Vorteile:
- gleichmäßige Wirkstoffabgabe über die Haut
- keine tägliche Einnahme notwendig
- kein Thromboserisiko
Nebenwirkungen:
- z.B. Kopfschmerzen, Hautreaktionen oder Brustspannen
- erhöhtes Risiko für Schlaganfälle
- geringe Risikozunahme für Brustkrebs nach mehrjähriger Anwendung
Alternativen zu Östrogen-Tabletten bei ZAVA
Was bewirken Hormonpflaster?
Etwa 80 % der Frauen entwickeln in den Wechseljahren Beschwerden, vor allem Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Bei rund 30 % sind die Symptome so stark, dass ihre Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit in Alltag und Beruf stark eingeschränkt sind. Ein bewährtes Mittel zur Linderung dieser Beschwerden ist die Hormonersatztherapie (HET), zum Beispiel mit Hormonpflastern: Wirkstoffe wie Estradiol ähneln dem körpereigenen Östrogen. So können sie die hormonellen Schwankungen ausgleichen, die in den Wechseljahren auftreten.
Gut zu wissen: Hormonpflaster ermöglichen eine besonders gleichmäßige Wirkstoffabgabe und eignen sich daher vor allem für eine kontinuierliche Hormonersatztherapie ohne Unterbrechungen. Je nach Einschätzung des Arztes beginnt diese Behandlung meist etwa 12 Monate nach der letzten Monatsblutung, also in der Menopause, und kann starke Beschwerden während der letzten Phase der Wechseljahre lindern.
Hormonpflaster für die Wechseljahre: Moderne Präparate mit Vorteilen
Eine Hormonersatztherapie kann je nach Beschwerdebild und gesundheitlichen Voraussetzungen unterschiedlich aussehen. Gerade bei bestimmten Begleiterkrankungen stellen Hormonpflaster eine komfortable Alternative zur Hormonersatztherapie mit Tabletten dar.
Viele Frauen schätzen Hormonpflaster wegen ihrer Vorteile:
- einfache Anwendung: Im Gegensatz zu Tabletten werden Pflaster lediglich auf die Haut geklebt und im Abstand von einigen Tagen gewechselt.
- Wirkstoffaufnahme über die Haut: Die Hormone werden über die Haut aufgenommen statt über den Verdauungstrakt. Das reduziert das Risiko für bestimmte Nebenwirkungen, beispielsweise für Thrombosen.
- gute Verträglichkeit: Die Abgabe über die Haut sorgt dafür, dass die Wirkstoffkonzentration – und somit auch der Hormonspiegel – über den Tag hinweg gleichmäßig bleibt.
Zu den gängigen Pflastern zählen Präparate wie ESTRAMON®, ESTRAMON conti® oder Fem7® Conti. Aktuelle Studien bestätigen, dass bei Pflastern bestimmte Risiken der Hormonersatztherapie nicht auftreten.
Wichtig: Hormonpflaster gegen Wechseljahresbeschwerden sind nicht als Verhütungsmittel geeignet. Frauen, deren letzte Periode weniger als 1 Jahr zurückliegt oder die jünger als 50 Jahre alt sind, sollten ihre Verhütung und die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft mit ihrem Arzt besprechen.
Hormonpflaster können im Vergleich zu anderen Präparaten auch Nachteile haben, etwa:
- Hautreizungen an der Klebestelle
- Sichtbarkeit des Pflasters unter der Kleidung
- vorzeitige Ablösung, bspw. durch Schwitzen oder beim Schwimmen
Welche Form der HET im individuellen Fall am besten zu Ihnen passt, entscheiden Sie zusammen mit Ihrem Arzt.
Wo kann man Hormonpflaster kaufen?
Hormonpflaster gegen Wechseljahresbeschwerden gibt es in der Apotheke zu kaufen – vor Ort oder online. Voraussetzung dafür ist ein Rezept vom Arzt: Pflaster mit Östrogen können Sie also nicht rezeptfrei in der Apotheke kaufen. Es handelt sich um verschreibungspflichtige Medikamente, bei denen ein Arzt zuerst Vorerkrankungen und Risiken abwägt.
Ein Rezept für Hormonpflaster können Sie nicht nur beim Arzt vor Ort, sondern auch bei einer Online-Arztpraxis wie ZAVA anfragen. Füllen Sie hierzu einen kurzen medizinischen Fragebogen aus. Unsere Ärzte prüfen Ihre Angaben und stellen Ihnen, bei Eignung, ein passendes Rezept aus. Damit können Sie Ihr Präparat in einer Apotheke vor Ort abholen oder es direkt nach Hause bestellen.
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Hormonpflaster: Anwendung
Viele Anwenderinnen bewerten die Behandlung mit Hormonpflastern während der Wechseljahre positiv. Im Gegensatz zu Tabletten ist bei Hormonpflastern keine tägliche Einnahme erforderlich: Die Pflaster lassen sich schnell und einfach auf der Haut anbringen und müssen in der Regel erst nach mehreren Tagen gewechselt werden.
Welche Hautstellen sind für Hormonpflaster geeignet?
Kleben Sie Hormonpflaster auf wenig behaarte und ebenmäßige Körperstellen, wie:
- Gesäß (obere Hälfte)
- Oberschenkel (die äußeren Seiten)
- Oberarme
- Hüfte
- Rücken
- Schulterblattbereich
Achten Sie darauf, dass die Kleidung an der gewählten Stelle wenig reibt und die Haut an sich möglichst frei von Falten ist. Wählen Sie beim Wechsel immer eine neue Hautstelle aus und kleben Sie die Pflaster nicht 2-mal hintereinander auf denselben Bereich.
Wichtig: Kleben Sie Hormonpflaster keinesfalls auf oder in die Nähe der Brüste. Die hohe Östrogenkonzentration in diesem Bereich könnte das Brustgewebe reizen oder negativ verändern, weil es besonders hormonempfindlich ist.
Wie bleiben Pflaster besonders gut auf der Haut kleben?
Für die bestmögliche Haftung Ihres Hormonpflasters können Sie mehrere Tipps beachten. Die Haut sollte:
- mit Wasser gereinigt und gut abgetrocknet sein
- frei von Ölen, kosmetischen Produkten oder starker Behaarung bleiben
- keine Verletzungen oder Reizungen aufweisen
- keine tiefe oder häufig bewegte Hautfalte haben (z.B. am Gesäß)
- abseits von eng sitzender Kleidung liegen (z.B. nicht am Hosenbund)
Da selbst kleine Hautverletzungen die Aufnahme des Wirkstoffs beeinträchtigen können, sollten Sie die Stelle vor dem Aufkleben nicht rasieren oder epilieren.
Tipp: Kleben Sie das Pflaster nach dem Duschen auf, bevor Sie Cremes oder Lotionen auftragen.
Hormonpflaster anbringen und wechseln
Wenn Sie ein Pflaster aufkleben, sollten Sie die Klebefläche möglichst nicht mit den Fingern berühren. Entfernen Sie zunächst nur eine Hälfte der Schutzfolie auf der Rückseite und bringen Sie diesen Teil des Hormonpflasters auf der Haut an.
Anschließend können Sie die restliche Schutzfolie abziehen und das Pflaster vollständig aufkleben. Drücken Sie das Hormonpflaster nach dem Aufkleben für 10-30 Sekunden mit der flachen Hand an.
Achtung: Sie dürfen Hormonpflaster nicht zerschneiden oder teilen. Prüfen Sie vor dem Aufkleben deshalb immer, ob der Siegelbeutel und das Pflaster intakt sind. Entsorgen Sie beschädigte Produkte und kleben Sie sie nicht auf die Haut. Die besondere Struktur der Pflaster sorgt für die kontrollierte Wirkstoffabgabe – Beschädigungen können zu einer ungleichmäßigen Hormonfreisetzung führen.
Je nach Präparat variiert der Zeitpunkt des Pflasterwechsels. Lesen Sie dafür die Packungsbeilage: Der Wechsel sollte immer im selben Rhythmus an festgelegten Wochentagen erfolgen.
Pflaster vergessen – was tun?
Wenn Sie den Wechsel einmal vergessen haben, entfernen Sie das alte Pflaster sofort und kleben ein neues auf. Der ursprüngliche Wechselrhythmus bleibt in der Regel bestehen. Das heißt, Sie wechseln das Pflaster wie gewohnt am geplanten Wochentag – auch wenn Sie es dadurch kürzer als üblich tragen.
Tipp: Besonders zu Beginn der Behandlung kann es hilfreich sein, die Wechseltage im Kalender oder auf der Verpackung zu notieren.
Risiken von Hormonpflastern
Die Anwendung von Hormonpflastern in den Wechseljahren greift in den Hormonhaushalt ein und kann, wie alle Medikamente, unerwünschte Begleiterscheinungen mit sich bringen.
Das Risiko für bestimmte Erkrankungen kann durch eine HET mit Hormonpflastern erhöht sein:
- Brustkrebs
- Schlaganfall
- Herzinfarkt und verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Aufgrund dieser Risiken wählt der Arzt die niedrigste wirksame Dosis und die kürzeste notwendige Dauer der HET. Das trifft auch auf die HET mit Tabletten zu, da sie ebenfalls die Wahrscheinlichkeit der oben genannten Erkrankungen erhöht.
Hormonpflaster-Nebenwirkungen
Je nach Hormonpflaster können die Nebenwirkungen und ihre Häufigkeit unterschiedlich ausfallen. Lesen Sie dafür immer die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Sehr häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 10 Anwenderinnen) können sein:
- Kopfschmerzen
- Hautreaktionen an der Klebestelle des Pflasters
- Brustbeschwerden wie Spannen, Schmerzen oder Empfindlichkeit
- Regelschmerzen
- Blutungsstörungen
Häufige Nebenwirkungen (bei bis zu 1 von 10 Anwenderinnen) können sein:
- Stimmungsschwankungen, Depressionen
- Schwindel
- Hautreaktionen wie Ausschlag, Jucken, Rötungen und trockene Haut
- Akne
- Nervosität
- Übelkeit
- Magenbeschwerden, Blähungen, Durchfall
- Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen
- Schlaflosigkeit
- Rücken-, Hand- oder Fußschmerzen
- Scheideninfektionen
- Gewichtszunahme
- Erschöpfung
- Vergrößerung der Brust
- Ausfluss oder unregelmäßige Blutungen aus der Scheide
- Unterleibschmerzen
- Verdickung der Gebärmutterschleimhaut
- Wassereinlagerungen in den Händen und Füßen
Hormonpflaster als Mittel der Wahl
Pflaster zur HET sind im direkten Vergleich niedriger dosiert als Tabletten: Sie geben die Wirkstoffe gleichmäßig über die Haut ab, was zu stabilen Hormonspiegeln führt und besser verträglich sein kann.
Wichtig: Um Nutzen und Risiken einer Hormonersatzbehandlung abzuschätzen, ist vor Beginn der Hormontherapie immer eine eingehende medizinische Untersuchung erforderlich. Auch im weiteren Verlauf der Behandlung sollten Anwenderinnen mindestens 1-mal im Jahr zum Gynäkologen gehen sowie die empfohlenen Untersuchungen zur Brustkrebsvorsorge (Mammographiescreening) durchführen lassen.
Kombi aus Östrogen und Gestagen: Geringeres Krebsrisiko
Östrogen lässt die Gebärmutterschleimhaut wachsen. Bei der Einzeltherapie mit reinen Östrogenpflastern steigt deshalb das Risiko für Gebärmutterschleimhautkrebs. Um das zu vermeiden, muss zusätzlich immer ein weiteres Hormon – ein Gestagen – angewendet werden. Im Rahmen der HET verhindert die Kombination das unkontrollierte Wachstum der Gebärmutterschleimhaut. Eine Studie bestätigt, dass das Risiko durch die Zugabe von Gestagenen nicht ansteigt.
Daher erhalten alle Frauen mit einer Gebärmutter während einer Hormonbehandlung in den Wechseljahren spezielle Kombinationspräparate. Bei ZAVA können Sie beispielsweise die folgenden Hormonpflaster mit einem Östrogen und einem Gestagen anfragen:
- ESTRAMON conti®, ab 35,37 €
- Fem7® Conti, ab 24,43 €
Daneben gibt es auch reine Östrogenpflaster für die Wechseljahre, wie ESTRAMON®. Diese Form der Hormonersatztherapie ist nur für Frauen geeignet, deren Gebärmutter chirurgisch entfernt wurde (Hysterektomie). Alternativ kommt ein Östrogenpflaster auch für Frauen infrage, die eine Hormonspirale nutzen, da die Spirale die Gebärmutterschleimhaut vor der Krebsentstehung schützt.
Welches Medikament am besten zu Ihnen passt, entscheidet Ihr Arzt. Die Wahl hängt immer von den individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen ab.
Wann sind Hormonpflaster bei Wechseljahresbeschwerden nicht geeignet?
Bestimmte Faktoren und Vorerkrankungen schließen die Hormonersatztherapie mit Pflastern aus. Dazu gehören:
- Brustkrebs aktuell, in der Vergangenheit oder bei Verdacht darauf
- östrogenabhängiger Krebs (z.B. Gebärmutterschleimhautkrebs)
- bestimmte Lebererkrankungen bis zur Normalisierung der Leberwerte
- Blutungen aus der Scheide mit ungeklärter Ursache
- unbehandeltes übermäßiges Wachstum der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)
- Blutgerinnungsstörungen wie Antithrombin-Mangel
- Herzinfarkt, Schlaganfall oder Angina Pectoris
- Porphyrie, eine seltene und erblich bedingte Blutkrankheit
- Allergien gegen Inhaltsstoffe des Präparats
Bei einer aktuellen oder vergangenen Thrombose entscheidet Ihr Arzt im individuellen Fall, ob eine Anwendung infrage kommt.
Sollte eine oder mehrere der genannten Erkrankungen erstmals im Verlauf der Hormontherapie auftreten, brechen Sie die Anwendung ab und wenden Sie sich an Ihren Arzt. Je nach Hormonpflaster können außerdem weitere Gegenanzeigen oder Nebenwirkungen möglich sein. Lesen Sie immer die Packungsbeilage Ihres Arzneimittels.
Wann muss ich die Therapie mit Hormonpflastern stoppen?
Tritt eine der Erkrankungen auf, die die Anwendung von Hormonpflastern ausschließt, müssen Sie die Therapie abbrechen. Gleiches gilt außerdem, wenn während der Behandlung die folgenden Symptome entstehen:
- Anzeichen für eine Lebererkrankung, z.B. gelb gefärbte Haut oder Augen
- deutlich erhöhter Blutdruck, oft begleitet von Schwindel, Müdigkeit oder Kopfschmerzen
- erstmaliges Auftreten von Migräne oder ähnlichen Kopfschmerzen
- Schwangerschaft
- Anzeichen auf ein Angioödem wie Schwellungen des Gesichts, Rachens oder der Zunge
- Anzeichen für Blutgerinnsel, z.B. schmerzhaft geschwollene oder gerötete Beine, Atemnot oder Brustschmerzen
Entfernen Sie sofort das Hormonpflaster und suchen Sie einen Arzt auf. Bei schwerwiegenden Symptomen, zum Beispiel den Anzeichen für eine Thrombose oder ein Angioödem, rufen Sie den Notarzt.
Alternativen zu Hormonpflastern
Auch wenn Hormonpflaster als gut verträglich gelten, gibt es verschiedene Faktoren, die gegen eine solche Behandlung sprechen. Stattdessen kann eine Therapie mit Tabletten oder Cremes infrage kommen. Ihr Arzt schätzt ein, welches Präparat am besten zu Ihnen passt.
Haben Sie etwa trockene vaginale Schleimhäute, sind Cremes eine gute Wahl, die direkt auf die entsprechenden Hautbereiche aufgetragen werden. Dazu gehören:
- Ovestin® 1 mg, ab 22,69 €
- Estriol Wolff® Vaginalcreme, ab 18,99 €
- OeKolp®, ab 15,72 €
Wenn Sie eine tägliche Standarddosierung der Hormone bevorzugen oder ungern Arzneimittel auf der Haut anwenden, können Tabletten infrage kommen:
- Cliovelle®, ab 21,09 €
- Tibolon Aristo®, ab 29,63 €
- Kliogest® N, ab 21,09 €
Über den Hormonersatztherapie-Service von ZAVA können Sie Hormonpflaster und verschiedene Alternativen anfragen. Wählen Sie beim Ausfüllen des medizinischen Fragebogens einfach das bevorzugte Medikament aus. Unsere Ärzte prüfen Ihre Angaben sorgfältig und stellen je nach Eignung und Angemessenheit ein passendes Rezept aus. Anschließend können Sie sich Ihr Präparat per Post nach Hause bestellen oder in einer Apotheke vor Ort abholen.
Welche Beschwerden können in den Wechseljahren auftreten?
Die Wechseljahre sind für viele Frauen mit einer Reihe von Beschwerden verbunden. Die Umstellung des Östrogen-Haushalts, die bei den meisten Patientinnen etwa ab dem 45. Lebensjahr beginnt, beeinflusst nicht nur die Fruchtbarkeit: Sie hat auch Effekte auf verschiedene weitere Körperfunktionen.
Am häufigsten klagen Betroffene über Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Darüber hinaus kann der Hormonmangel während der Wechseljahre auch weitere Symptome auslösen:
- Schlafstörungen und Müdigkeit
- trockene Schleimhäute, z.B. an Scheide, Mund, Nase oder Augen
- Gelenk- und Muskelschmerzen
- Zwischenblutungen
- Osteoporose (verringerte Knochendichte)
- psychische Effekte wie Reizbarkeit, Nervosität oder Depressionen
Der Hormonhaushalt stabilisiert sich nach den Wechseljahren allmählich und die Beschwerden lassen in der Regel mit der Zeit nach. Wie lange der Prozess dauert, ist individuell unterschiedlich und kann sich über ein paar Jahre erstrecken. Hitzewallungen klingen im Schnitt nach etwa 5 Jahren ab.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die beste Hormonersatztherapie gegen Wechseljahresbeschwerden?
Bei starken Wechseljahresbeschwerden sind Hormonpräparate wie Pflaster, Cremes, Gele und Tabletten in der Regel die wirksamste Behandlung. Pflanzliche Mittel können bei manchen Frauen helfen, wirken aber meist schwächer und sind weniger gut belegt.
Wie lange darf man Hormone in den Wechseljahren nehmen?
Eine Hormontherapie in den Wechseljahren sollte mit der niedrigsten wirksamen Dosis und so kurz wie nötig eingesetzt werden, da sie das Risiko für Brustkrebs mit der Zeit erhöht. Die Dauer wird individuell vom Arzt festgelegt und regelmäßig überprüft. Typisch ist eine Behandlung über längere Zeit, häufig über 5 Jahre.
Kann man Hormonpflaster für die Wechseljahre rezeptfrei kaufen?
Nein, Sie können Hormonpflaster und andere Hormonpräparate für die Behandlung von Wechseljahresbeschwerden nur nach Vorlage eines ärztlichen Rezepts kaufen. Wegen möglicher Risiken und Nebenwirkungen muss der Gesundheitszustand der Patientin vor und während einer Hormonersatztherapie von einem Arzt geprüft werden.
Was tue ich, wenn sich das Pflaster vorzeitig löst?
Wenn sich das Hormonpflaster teilweise oder vollständig abgelöst hat, nutzen Sie es nicht erneut. Kleben Sie ein frisches Pflaster auf eine andere Körperstelle und wechseln Sie das Pflaster nächstes Mal am gewohnten Tag.
Bekomme ich durch das Pflaster wieder meine Periode?
Nein, Sie bekommen durch Hormonpflaster nicht wieder Ihre natürliche Periode. Die Pflaster dienen lediglich der Linderung von Beschwerden während der Wechseljahre.
Kann ich das Pflaster halbieren, um die Dosis zu verringern?
Nein, zerschneiden Sie das Hormonpflaster nicht. Das Pflaster wirkt dann entweder gar nicht oder nur unzuverlässig. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Dosis zu hoch ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Dr. med. Friederike Ebigbo Fachärztin für Frauenheilkunde in gynäkologischer Praxis
Dr. med. Friederike Ebigbo unterstützt ZAVA bereits seit vielen Jahren bei der medizinischen Text-Prüfung. 2011 schloss sie ihr Medizinstudium an der Technischen Universität München ab. Danach arbeitete sie an Frauenkliniken in Trier, Aachen und in der Schweiz – dort war sie von 2019 bis 2020 Oberärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. Dr. med. Friederike Ebigbo ist seit September 2020 Ärztin in einer gynäkologischen Praxis in Hamburg.
Lernen Sie unsere Ärzte kennenLetzte Änderung: 17 Juni 2026
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ESTRAMON conti® 30/95 µ/24 h Gebrauchsinformation, Hexal AG, Stand April 2025
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Fem7® Conti Gebrauchsinformation, Theramex Ireland Limited, Stand März 2025
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ESTRAMON® Gebrauchsinformation, Hexal AG, Stand Juni 2025
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Hormonersatztherapie – Hormone in den Wechseljahren, Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF), online: https://www.frauenaerzte-im-netz.de/koerper-sexualitaet/wechseljahre-klimakterium/hormonersatztherapie-hrt/, abgerufen 27.05.26
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Bequemer geht’s kaum, Pharmazeutische Zeitung, online: https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-132018/bequemer-gehtrsquos-kaum/, abgerufen 27.05.26