Arten von Haarausfall

Welche Haarausfall-Arten gibt es?

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Medizinisch geprüft von: Michel Wenger

Letzte Änderung: 29 Jan 2019

Ein junger Mann mit Haarausfall steht vor dem Spiegel und denkt über die verschiedenen Arten von Haarausfall nach.
Inhalt

Haarausfall betrifft Menschen aller Altersstufen, vorrangig jedoch Männer mittleren und fortgeschrittenen Alters. Obwohl der Haarverlust meist gesundheitlich unbedenklich ist, kann er psychisch belastend sein. Haarausfall kann verschiedene Gründe haben, am häufigsten sind jedoch genetische Ursachen. Das Risiko für die häufigste Form von Haarausfall bei erwachsenen Männern entspricht ungefähr dem Lebensalter – das bedeutet, dass dieser Haarausfall bei rund 30 Prozent der dreißigjährigen und 50 Prozent der fünfzigjährigen Männer auftritt.

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Was sind die häufigsten Haarausfall-Arten?

Fast alle Fälle von Haarausfall lassen sich einer von den folgenden drei Kategorien zuordnen:

Erblich bedingte Haarausfall

Der erblich bedingte Haarausfall wird auch androgenetischer Haarausfall oder androgenetische Alopezie genannt. Er kann sowohl Männer als auch Frauen betreffen und entsteht dadurch, dass die Wachstumsphasen der einzelnen Kopfhaare zunehmend kürzer, während die Ruhephasen länger werden. Erblich bedingter Haarausfall wird durch genetische und hormonelle Faktoren beeinflusst und tritt vorwiegend ab dem mittleren Lebensalter auf. Typisches Merkmal des erblich bedingten Haarausfalls ist der Beginn an den Schläfen (Geheimratsecken) und dem Hinterhaupt bei Männern oder in der Schädelmitte bei Frauen. Androgenetischer Haarausfall gilt nicht als Erkrankung, sondern als normale Alterungserscheinung.

Kreisrunder Haarausfall

Beim kreisrunden Haarausfall, auch als Alopecia areata bezeichnet, handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Kreisrunder Haarausfall äußert sich durch Haarverlust in Form von runden Stellen im Bereich der Kopf- oder Barthaare. Seltener sind auch andere behaarte Stellen betroffen. Kreisrunder Haarausfall kann bei beiden Geschlechtern auftreten und kommt vor allem bei jungen Menschen vor dem 30. Lebensjahr vor.

Diffuser Haarausfall

Der diffuse Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben und tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf. Kennzeichen ist ein Haarverlust in allen Regionen der Kopfbehaarung ohne besonderes Muster. Es gibt eine Vielzahl an möglichen Gründen für diffusen Haarausfall. Dazu zählen unter anderem:

  • Veränderungen des Hormonhaushalts
  • Stoffwechselerkrankungen
  • bestimmte Medikamente
  • Essstörungen wie Magersucht und Bulimie
  • Mangelernährung
  • diverse Infektionskrankheiten und Vergiftungen.

Entsprechend der Vielfalt an Ursachen kann diffuser Haarausfall in jedem Lebensalter auftreten.

Gibt es auch andere Gründe für Haarausfall?

Haarausfall muss nicht immer durch genetische Einflüsse entstehen. Eine Reihe weiterer Auslöser können ebenfalls Haarausfall hervorrufen. Daher sollten in unklaren Fällen auch weniger häufige Ursachen in Betracht gezogen werden.

Haarausfall durch Medikamente und/oder in Folge einer Krebstherapie

Einige Medikamente können Haarausfall verursachen, indem sie die Haarwurzeln schädigen oder die Wachstumszyklen der Haare negativ beeinflussen. Unter anderem können Hormonpräparate, Betablocker (Mittel gegen Herz-Kreislauferkrankungen), Ibuprofen, Schilddrüsenmedikamente (Thyreostatika), Medikamente zur Cholesterinsenkung (Statine), bestimmte Vitamin A-Präparate und verwandte Substanzen, Gerinnungshemmer wie Marcumar sowie bestimmte Psychopharmaka als Nebenwirkung Haarausfall auslösen.

Ein weiteres bekanntes Beispiel für Medikamente, die Haarausfall verursachen können, ist eine Chemotherapie gegen Krebs. Viele Medikamente gegen Krebs greifen Haarfollikel an und führen für die Dauer der Behandlung zu Haarausfall.

Haarausfall als Symptom einer schweren Erkrankung

Haarausfall kann auch als Symptom einer schwereren Grunderkrankung auftreten. Beispiele hierfür sind die chronisch-entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Blutarmut (Anämie) oder eine fortgeschrittene Infektion mit Syphilis-Erregern.

Haarausfall durch mechanische Belastung oder Hitzeeinwirkung

Durch ausgeprägte mechanische Belastung oder Hitzeeinwirkung können Haare ebenfalls geschädigt werden und ausfallen. Dazu zählen Verbrennungen, Verbrühungen, Belastungen durch Reibung oder auch das Ausreißen von Haaren.

Angeborene Haarlosigkeit

Manchen Menschen fehlt von Geburt an dauerhaft in bestimmten Körperregionen oder sogar am gesamten Körper die reguläre Körperbehaarung. Es gibt mehrere verschiedene Formen dieser angeborenen Haarlosigkeit, die auf Gendefekte zurückgeführt werden können.

Ab wann spricht man eigentlich von übermäßigem Haarausfall?

Als übermäßiger Haarausfall wird ein Verlust von mehr als 100 Haaren pro Tag bezeichnet. Jeder Mensch verliert jeden Tag ungefähr 80 bis 100 Kopfhaare. Diese werden normalerweise von neuen Haaren ersetzt, sodass die Menge an Haaren insgesamt gleich groß bleibt. Wenn mehr Haare ausfallen, nimmt die Haarmenge mit der Zeit ab. Sofern über einen längeren Zeitraum mehr Haare ausfallen, sollte gegebenenfalls ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache des Haarausfalls abzuklären.

Wie kann ich erkennen, an welcher Art von Haarausfall ich leide?

Die drei häufigsten Arten von Haarausfall lassen sich relativ gut voneinander durch Betrachten der lichten Stellen auf der Kopfhaut unterscheiden. Androgenetisch bedingter Haarausfall beginnt an den Schläfen sowie am hinteren Schädeldach und breitet sich von diesen Stellen aus langsam über den restlichen Kopf aus. Kreisrunder Haarausfall zeigt sich als einzelne oder mehrfach auftretende, runde, kahle Stellen. Diese Stellen treten normalerweise im Kopf- oder Barthaar auf. Der diffuse Haarausfall zeigt kein regelmäßiges Muster, sondern kann an mehreren Stellen gleichzeitig beginnen und das Haar an beliebigen Stellen ausdünnen. Unabhängig davon, welche Form des Haarausfalls vorzuliegen scheint, sollte plötzlich einsetzender Haarausfall idealerweise durch einen Arzt abgeklärt werden, um behandlungsbedürftige Ursachen auszuschließen.

Kann der Haarausfall auch von ganz alleine wieder aufhören?

Genetisch bedingter Haarausfall bessert sich nie von selbst, sondern nimmt mit der Zeit tendenziell zu. Allerdings kann durch eine Behandlung des genetisch bedingten Haarausfalls in vielen Fällen der Haarverlust verlangsamt oder gestoppt werden. Bei manchen Patienten ist auch eine, zumindest teilweise, Wiederherstellung der Behaarung möglich. Der Verlauf bei kreisrundem Haarausfall ist weniger vorhersagbar. Bei einem Teil der Patienten verschwinden die kahlen Stellen nach einigen Monaten wieder von selbst, bei anderen Patienten bleiben die Stellen ohne Behandlung aber bestehen oder weiten sich mit der Zeit aus.

Haarausfall aufgrund von Medikamenten heilt in den meisten Fällen nach dem Absetzen der Medikamente aus. Auch Haarausfall durch leichte Verbrennungen oder ausgerissene Haare wird häufig mit der Zeit wieder von alleine besser. Wenn der Haarausfall Symptom einer Grunderkrankung ist, kann durch die Behandlung der Grunderkrankung oftmals auch der Haarausfall wieder rückgängig gemacht werden.

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Michel Wenger ist Leiter der klinischen Geschäftsenwicklung für Deutschland. Neben seinem Abschluss in Medizin hält er einen MBA in Strategy and Marketing Consulting von der Cambridge Judge Business School.

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