Nitrofurantoin – Antibiotikum zur Behandlung von Blasenentzündung

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Medizinisch geprüft von

Denise Drechsel

Letzte Änderung: 19 Jul 2022

Brennen beim Wasserlassen und Schmerzen: Eine Blasenentzündung kann zahlreiche unangenehme Symptome auslösen. Spätestens, wenn Fieber zu den Beschwerden hinzukommt, ist in der Regel ein Antibiotikum notwendig. Zur Behandlung von unkomplizierten Harnwegsinfektionen bei Frauen hat sich dabei der Wirkstoff Nitrofurantoin bewährt, der unter anderem im Medikament Furadantin® Retard enthalten ist. Lesen Sie hier, warum sich der Arzneistoff bei unkomplizierten Harnwegsinfekten bei Frauen eignet und was Sie bei der Einnahme beachten sollten.

Inhalt
Nitrofurantoin: Eine junge Frau fasst sich mit beiden Händen an den Unterbauch.
 

Kurzübersicht

Was ist Nitrofurantoin? Der antibiotische Wirkstoff ist in verschiedenen Medikamenten gegen unkomplizierte Harnwegsinfektionen enthalten. Er hemmt die Vermehrung von Bakterien und tötet die Erreger ab.

Wann sollten Sie Nitrofurantoin nicht einnehmen? Personen, die an einer eingeschränkten Nierenfunktion oder einer Lebererkrankung leiden, sollten den Arzneistoff nicht anwenden. Auch für Schwangere und Stillende ist die Substanz ungeeignet.

Welche Nebenwirkungen sind möglich? Zu unerwünschten Begleiterscheinungen gehören unter anderem Schwindel, Kopfschmerzen, Magen- und Darmprobleme sowie allergische Reaktionen und Lungenreaktionen.

Was ist Nitrofurantoin und wann wird es angewendet?

Der Wirkstoff Nitrofurantoin gehört zur Arzneimittelgruppe der Antibiotika – genauer gesagt zu den sogenannten Nitrofuranen – und dient hauptsächlich zur Behandlung akuter unkomplizierter bakterieller Harnwegsinfekte bei Frauen.

Dank seines breiten Wirkungsspektrums kann Nitrofurantoin eine Vielzahl von Erregern bekämpfen. Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Urologie gehört es deshalb zu den Mitteln der 1. Wahl bei der Behandlung unkomplizierter Blasenentzündungen. Medikamente mit Nitrofurantoin, wie zum Beispiel Furadantin® Retard, kommen unter anderem bei Infektionen mit folgenden Bakterienstämmen zum Einsatz:

  • Escherichia coli (kurz: E. coli)
  • bestimmte Staphylokokken
  • bestimmte Enterokokken

Gegen Harnwegsinfektionen mit zum Beispiel Proteus mirabilis und Pseudomonas aeruginosa ist Nitrofurantoin dagegen weniger effektiv – hier haben sich bereits Erregerstämme gebildet, die gegen den Wirkstoff resistent sind.

Bei chronischer Blasenentzündung setzen Mediziner den Arzneistoff teilweise auch vorbeugend ein. Wegen möglicher Nebenwirkungen ist die dauerhafte Einnahme über einen längeren Zeitraum hinweg jedoch nur in Ausnahmefällen und unter ärztlicher Aufsicht angebracht.

Wie wirkt Nitrofurantoin bei Blasenentzündung?

Das Antibiotikum Nitrofurantoin bekämpft Bakterien, indem es in deren Stoffwechsel eingreift. Dabei entfaltet es einerseits einen bakteriostatischen Effekt, hemmt also die Vermehrung der Bakterien. Andererseits tötet es die Erreger ab und wirkt somit bakterizid.

Nitrofurantoin wird hauptsächlich über den Harntrakt ausgeschieden und erreicht dort die größte Konzentration im Körper. Im Nierengewebe ist die Konzentration des Arzneistoffs so ausreichend hoch, um krankmachende Bakterien abzutöten, wodurch er besonders zur Therapie von Harnwegsinfektionen wie Blasenentzündungen geeignet ist.

In welchen Medikamenten ist der Wirkstoff enthalten?

Apotheken führen verschiedene Präparate mit dem Arzneistoff Nitrofurantoin. Der Handelsname Furadantin® bezeichnet dabei ebenso wie Nifurantin® ein Originalmedikament. Daneben sind außerdem Generika, also Nachahmerprodukte mit demselben Wirkstoff, von verschiedenen Herstellern erhältlich. Doch egal welches Präparat mit Nitrofurantoin Sie kaufen möchten: Alle diese Medikamente sind in Deutschland verschreibungspflichtig.

Dabei ist das Antibiotikum in Form von Tabletten oder Kapseln erhältlich. Üblicherweise enthalten Präparate mit Nitrofurantoin eine Dosierung von 50 mg Wirkstoff und müssen mehrmals am Tag eingenommen werden.

Interessant: Eine Modifizierung der chemischen Zusammensetzung kann dafür sorgen, dass der Körper den Arzneistoff langsamer aufnimmt. Der so veränderte Wirkstoff ist in der Fachsprache als „retardiertes Pharmazeutikum“ bekannt. Die retardierte Version des Medikaments kann dank der verzögerten Aufnahme auch in höheren Dosen – bei Nitrofurantoin meist 100 mg – ohne stark erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen verabreicht werden. Entsprechende Präparate enthalten beispielsweise den Zusatz „Retard“ im Handelsnamen.

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Wie nimmt man Nitrofurantoin ein und was gibt es dabei zu beachten?

Die Dosierung und die Art der Einnahme von Antibiotika sind je nach Präparat und Erkrankung unterschiedlich. Tabletten oder Kapseln mit Nitrofurantoin in der Dosierung 50 mg müssen in der Regel häufiger eingenommen werden als Präparate mit größerer Wirkstoffmenge.

Allgemein raten Apotheker und Mediziner dazu, Arzneimittel mit Nitrofurantoin in regelmäßigen zeitlichen Abständen, immer etwa zur gleichen Uhrzeit einzunehmen. In Kombination mit den Mahlzeiten und reichlich Flüssigkeit sind die Tabletten dabei in der Regel am besten verträglich.

Flüssigkeitszufuhr: Was sollten Sie bei der Einnahme trinken?

Nehmen Sie Nitrofurantoin mit etwas Flüssigkeit ein. Dabei trinken Sie am besten Wasser und ungesüßten Tee.

Ungeeignet bei akuten Harnwegsinfekten sind dagegen Getränke, die die Blase zusätzlich reizen können, zum Beispiel:

  • Kaffee
  • Zitrussäfte
  • Alkohol

Einige Patienten berichten außerdem von einer positiven Wirkung von Preiselbeer- oder Cranberrysaft, der gemeinhin als Hausmittel bei Blasenentzündung bekannt ist. Ein wissenschaftlicher Beleg für dessen positive Wirkung bei einer akuten Erkrankung der Harnwege konnte bisher allerdings nicht erbracht werden. Es gibt jedoch auch keine medizinischen Bedenken, die gegen die Säfte sprechen würden.

Wie lange sind die Tabletten einzunehmen?

Zur Behandlung einer unkomplizierten Blasenentzündung verschreiben Mediziner meist die kontinuierliche Anwendung von Nitrofurantoin über 5-7 Tage hinweg. Bei häufig auftretenden Blasenentzündungen können Medikamente wie Furadantin® Retard außerdem vorbeugend über einen längeren Zeitraum verordnet werden.

Bei der dauerhaften Einnahme von Nitrofurantoin und anderen Antibiotika aus der Gruppe der Nitrofurane über mehrere Monate können sich schleichend krankhafte Reaktionen der Lunge, zum Beispiel in sehr seltenen Fällen eine Lungenfibrose, entwickeln. Sollten Sie während der Anwendungszeit unter Husten, Atemnot, Fieber oder Schmerzen im Brustkorb leiden, nehmen Sie keine weiteren Tabletten ein und kontaktieren Sie umgehend einen Arzt.

Wie bei allen Antibiotika sollten Sie auch Medikamente mit Nitrofurantoin außerdem immer genau wie vom Arzt angeordnet einnehmen – auch wenn Sie sich bereits nach kurzer Zeit besser fühlen. Beenden Sie die Anwendung der Tabletten keinesfalls frühzeitig, sondern führen Sie die Therapie mit dem Antibiotikum immer so lange fort, wie verordnet. Das Nichtbeachten dieser Regel kann zu einer Resistenz der Bakterien gegen das Antibiotikum führen.

Wenn Sie die Einnahme einmal vergessen haben, gilt: Nehmen Sie zum folgenden Anwendungszeitpunkt nur die Nitrofurantoin-Dosierung ein, die Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat. Eine Erhöhung der Menge ist nicht notwendig.

Was spricht gegen die Einnahme von Nitrofurantoin?

Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Nitrofurantoin oder anderen Nitrofuranen beziehungsweise anderen Inhaltsstoffen der Tablette oder Kapsel, sollte die Einnahme vermieden werden.

Da der Körper den Wirkstoff des Antibiotikums Nitrofurantoin über den Harntrakt ausscheidet, sind Medikamente mit diesem Wirkstoff besonders für Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion ungeeignet. Denn bereits bei geringen Nierenfunktionsstörungen sowie verminderter (Oligurie) oder fehlender Harnausscheidung (Anurie) können sich bedenklich hohe Mengen des Arzneistoffs im Blut anreichern.

Das führt unter Umständen zu Vergiftungserscheinungen, die sich zunächst durch vermehrt auftretende Nebenwirkungen äußern, vor allem:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen

Auch bei Erkrankungen der Leber mit veränderten Leberenzymwerten sowie Nervenschäden (Polyneuropathien) und Nervenentzündungen, die häufig im Zusammenhang mit Diabetes mellitus auftreten, sollte Nitrofurantoin nicht eingenommen werden.

Liegt ein sogenannter Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel vor, ist die Anwendung des antibiotischen Wirkstoffs ebenfalls nicht zu empfehlen. Bei der Erkrankung handelt es sich um eine Störung des Enzym-Haushalts im Körper, der sich vor allem in einem Mangel an weißen und roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie) äußert.

Auch Schwangere im 3. Trimester sowie Frühgeborene und Säuglinge bis zum 3. Lebensmonat dürfen Nitrofurantoin nicht einnehmen.

Achtung: Je nach individueller Zusammensetzung des jeweiligen Nitrofurantoin-Präparats sind außerdem weitere Kontradiktionen möglich. Informieren Sie Ihren Arzt vor der Einnahme des Antibiotikums deshalb immer über bestehende Vorerkrankungen und achten Sie auf weitere Informationen in der Packungsbeilage Ihres Medikaments.

Eine Langzeittherapie mit Nitrofurantoin erfordert außerdem besondere Vorsicht: Vor allem die regelmäßige Überwachung des Blutbildes ist wichtig. So lassen sich eventuelle Veränderungen, die gegen eine weitere Einnahme sprechen, frühzeitig erkennen.

Kann Nitrofurantoin während der Schwangerschaft und Stillzeit angewandt werden?

Blasenentzündungen während der Schwangerschaft treten wegen des veränderten Hormonspiegels häufiger auf und sollten in jedem Fall von einem Arzt behandelt werden. Antibiotika, die den Wirkstoff Nitrofurantoin enthalten, sind allerdings zur Therapie dieser Beschwerden eher ungeeignet: Werdende Mütter im 1. und 2. Trimester der Schwangerschaft sollten nur nach eingehender Beurteilung durch einen Arzt Nitrofurantoin einnehmen.

Spätestens ab dem 3. Trimester bergen die Antibiotika aus der Gruppe der Nitrofurane laut Studien jedoch zu große Risiken für Mutter und Kind. Da der Wirkstoff außerdem in die Muttermilch übergeht, raten Mediziner auch Müttern in der Stillzeit von Medikamenten mit Nitrofurantoin ab.

Beeinflusst Nitrofurantoin die Fahrtüchtigkeit?

Der Wirkstoff Nitrofurantoin führt möglicherweise zu Nebenwirkungen wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Augenzittern (Nystagmus). Er kann so die Reaktionsfähigkeit beeinflussen. Vermeiden Sie deshalb die Teilnahme am Straßenverkehr, die Bedienung von Maschinen oder ungesicherte Arbeiten in der Höhe während der Einnahme.

Nitrofurantoin: Nebenwirkungen

Medikamente mit Nitrofurantoin können verschiedene unerwünschte Begleiterscheinungen auslösen. Häufigkeit und Ausprägung dieser Nebenwirkungen fallen aber je nach Präparat und Anwendungszeitraum unterschiedlich aus. Beachten Sie deshalb immer den Beipackzettel des Ihnen verschriebenen Arzneimittels und wenden Sie sich bei Fragen an Ihren Arzt oder Apotheker.

Nebenwirkungen bei kurzzeitiger Anwendung

In den meisten Fällen wird Nitrofurantoin zur Behandlung akuter Harnwegsinfekte verschrieben und nur einige Tage lang eingenommen. Die verschiedenen Präparate mit diesem Wirkstoff können allerdings unterschiedliche Effekte auf den Körper haben, die in der jeweiligen Packungsbeilage aufgeführt sind.

Möglich sind dabei unter anderem folgende Nebenwirkungen:

  • Schwindel und Benommenheit
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen oder Appetitlosigkeit
  • Bauchschmerzen und Durchfall
  • Störungen des Gemütszustands (Depression, intensive Erregung oder Verwirrung)
  • Augenzittern (Nystagmus)
  • Lungenreaktionen
  • Leberreaktionen

Als weitere Nebenwirkung von Nitrofurantoin kann sich außerdem der Urin braun färben. Diese Veränderung ist in den meisten Fällen harmlos und entsteht durch die Effekte des Wirkstoffs in der Blase. Allerdings kann braun verfärbter Urin auch auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen, wegen der Sie die Medikamente mit Nitrofurantoin nicht einnehmen sollten – zum Beispiel die sogenannte Blutarmut (hämolytische Anämie). Um gesundheitliche Ursachen auszuschließen, ist es deshalb empfehlenswert, auffällige Abweichungen in Farbe und Konsistenz des Harns von einem Arzt abklären zu lassen.

Achtung: Nebenwirkungen wie Rötungen und Quaddeln oder Blasen auf der Haut sowie Juckreiz, Fieber, Kribbeln und Taubheitsgefühle, können Anzeichen für eine allergische Reaktion auf den Wirkstoff sein. Sollten Sie diese oder ähnliche Symptome nach der Einnahme von Nitrofurantoin feststellen, setzen Sie das Präparat sofort ab und suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf.

Mögliche Nebenwirkungen bei der Langzeittherapie

Bei häufig wiederkehrenden Harnwegsinfekten verschreiben Mediziner Nitrofurantoin möglicherweise auch vorbeugend. Bei dieser Langzeittherapie nehmen Patienten das Antibiotikum in geringerer Dosis, dafür aber dauerhaft ein. Je nach Einschätzung des Arztes kann diese Behandlung über mehrere Wochen oder sogar bis zu 6 Monate lang durchgeführt werden.

Zusätzlich zu den oben genannten Nebenwirkungen sind bei der dauerhaften Einnahme von Präparaten mit Nitrofurantoin verschiedene Reaktionen im Bereich der Lunge möglich, in seltenen Fällen zum Beispiel eine Lungenfibrose, also eine bedenkliche Gewebsveränderung. Die konstante Überprüfung der Nieren- und Leberwerte sowie anderer möglicher Blutbildveränderungen ist bei einer solchen Therapie unbedingt erforderlich.

Nitrofurantoin: Wechselwirkungen möglich?

Wie bei den meisten Antibiotika kann die Einnahme von Nitrofurantoin-Präparaten in Kombination mit anderen Arzneimitteln zu Wechselwirkungen führen. Die gleichzeitige Behandlung mit folgenden Medikamenten hemmt beispielsweise die Aufnahme des Antibiotikums im Körper oder setzt den Effekt des Wirkstoffs herab:

  • Metoclopramid bei Übelkeit und Erbrechen
  • harnalkalisierende Stoffe (z.B. Acetazolamid gegen grünen Star/Glaukom oder Thiazide gegen erhöhten Blutdruck und Nierenerkrankungen)
  • Mittel zur Kontrolle der Magensäure bei Sodbrennen auf Basis von Magnesium- oder Aluminiumsalzen (Antazida)

Umgekehrt kann sich die Wirkung von Nitrofurantoin jedoch auch auf ein bedenkliches Maß erhöhen, wenn das Antibiotikum gemeinsam mit anderen Medikamenten eingenommen wird. Außerdem beeinflussen sich manche Arzneimittel gegenseitig, sodass sie ihre Wirksamkeit vollständig verlieren. Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker deshalb vor der Einnahme unbedingt mit, wenn Sie Medikamente mit einem oder mehreren der folgenden Wirkstoffe nehmen:

  • Atropin oder Propanthelin zur Therapie von Nervenerkrankungen
  • harnsäuernde Arzneistoffe (z.B. Methionin, Probenecid oder Sulfinpyrazon bei Gicht)
  • Phenytoin in Mitteln gegen Epilepsie

Daneben ist auch bei hormonellen Verhütungsmitteln Vorsicht geboten: Denn Nitrofurantoin kann die Wirkung östrogenhaltiger Verhütungspillen herabsetzen. Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen führen außerdem möglicherweise dazu, dass bereits eingenommene Verhütungspräparate nicht ihren vollen Effekt entfalten. Frauen sollten deshalb während der Behandlung mit Nitrofurantoin besser zu alternativen Verhütungsmethoden greifen.

Sie möchten wissen, ob Ihr Medikament gegen Blasenentzündung den Empfängnisschutz beeinträchtigt? Oder Sie haben weitere Fragen? Gerne geben unsere Ärzte Ihnen Auskunft. Treten Sie kostenlos über Ihr Patientenkonto mit unseren Medizinern in Kontakt.

Häufig gestellte Fragen

Was bewirkt Nitrofurantoin?

Nitrofurantoin ist ein Antibiotikum und gehört zur Gruppe der Nitrofurane. Es bekämpft Bakterien, indem es in deren Stoffwechsel eingreift. Da der Wirkstoff in der Blase eine hohe Konzentration erreicht, wird er meist zur Behandlung bakterieller Harnwegsinfekte oder wiederkehrender Blasenentzündungen verschrieben.

Bei welchen Bakterien hilft Nitrofurantoin?

Nitrofurantoin wird vor allem gegen Bakterien wie E. coli, Staphylokokken und Enterokokken eingesetzt. Außerdem ist der Wirkstoff gegen die meisten Stämme von Enterobacter und Klebsiella-Bakterien wirksam.

Ist Nitrofurantoin gut verträglich?

Nitrofurantoin kann verschiedene Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Schwindel auslösen, die aber je nach Medikament unterschiedlich häufig und intensiv vorkommen.

Wie lange dauert es, bis Nitrofurantoin wirkt?

Nach der Einnahme scheidet der Körper das Nitrofurantoin zeitnah über die Nieren aus. Eine effektive Konzentration des Wirkstoffs in der Blase ist bereits nach 4-5 Stunden messbar. Um die Infektion jedoch sicher zu beseitigen, sollten Antibiotika auch bei einer Besserung der Symptome niemals vorzeitig abgesetzt werden.

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Medizinisch geprüft von:
Denise Drechsel Medizinische Autorin

Denise Drechsel unterstützt ZAVA bei der medizinischen Texterstellung und -prüfung. Sie ist Apothekerin und hat ihr Pharmaziestudium an der Freien Universität in Berlin 2017 abgeschlossen. Seit Erhalt der Approbation war Sie als Filialleiterin und angestellte Apothekerin in verschiedenen Apotheken tätig. Zurzeit befindet Sie sich in der Weiterbildung zur Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie.

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