Ekzem-Salbe

Ulrike Thieme, MD

Medizinisch geprüft von

Dr. med. Ulrike Thieme

Letzte Änderung: 01 Jul 2022

Ein Ekzem äußert sich durch juckende und entzündete Hautstellen und kann unter Umständen sehr lästig sein. Ekzem-Salben mit Cortison schaffen Abhilfe, indem sie die Entzündung schnell und effektiv hemmen. Die meisten dieser Präparate sind rezeptpflichtig und können zum Beispiel von den Ärzten von ZAVA verschrieben werden. Dazu gehören Advantan® 0,1% Salbe und BetaGalen® Salbe. Welche Unterschiede bei Ekzem-Salben gibt es und wie werden sie angewendet? Welche Nebenwirkungen sind bekannt? Hier erfahren Sie mehr.

Inhalt
Frau trägt eine weiße Ekzem-Salbe auf den Handrücken auf, um die Entzündung zu hemmen.
 

Welche Salben helfen bei Ekzemen?

Zu den am häufigsten bei Ekzemen verschriebenen Salben gehören Cortisonsalben. Diese enthalten Wirkstoffe aus der Klasse der Glukokortikoide (umgangssprachlich oft Cortison genannt), die effektiv die Entzündung bekämpfen und den Juckreiz lindern können.

Ekzem-Salben mit Cortison gibt es in verschiedenen Stärken. Schwächer dosiert sind sie ohne Rezept in der Apotheke erhältlich und schaffen bei leichtem Juckreiz und Rötung Linderung. Bei moderaten bis starken Symptomen helfen etwas stärker wirksame Salben, die ein Arzt verschreiben muss. Dazu fragt er Sie nach Ihren Symptomen und betrachtet die entsprechenden Hautareale.

Eine Alternative zu Salben mit Cortison sind Präparate aus der Wirkstoffklasse der Calcineurin-Hemmer. Sie kommen unter anderem zum Einsatz, wenn

  • eine Cortisonunverträglichkeit besteht.
  • Cortisonsalben nicht ausreichend wirken.
  • Körperstellen betroffen sind, die nicht mit Cortison behandelt werden dürfen.

Gut zu wissen: Bei Ekzemen ist oft die Verwendung von feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Präparaten ergänzend zur verschriebenen Ekzem-Salbe sinnvoll. Diese sogenannte Basispflege regeneriert und beruhigt die Haut. Die Basispflege kann nach einer Pause aufgetragen werden, wenn die verordnete Salbe in die Haut eingezogen ist.

Wenn Sie ganz bequem von zuhause aus eine verschreibungspflichtige Ekzem-Salbe anfragen möchten, probieren Sie doch einmal unseren Ekzem-Service aus. Dort können Sie in einem kurzen medizinischen Fragebogen Angaben zu Ihrem Gesundheitszustand machen und 2 Fotos der betroffenen Hautregion(en) hochladen. Einer unserer Ärzte prüft Ihre Anfrage und stellt Ihnen falls angemessen ein Rezept für die Ekzem-Salbe aus.

Bei ZAVA erhältliche Ekzem-Salben:

Weitere verfügbare Präparate zur Behandlung von Ekzemen:

Was ist der Unterschied zwischen einer Ekzem-Salbe und einer Ekzem-Creme? Umgangssprachlich werden die Begriffe Salbe und Creme oft synonym verwendet. Medizinisch gesehen gelten Cremes als Präparate aus Öl und Wasser. In Salben dagegen befinden sich hauptsächlich Fette.

Wofür werden Ekzem-Salben verwendet?

Ekzem-Salben kommen – wie der Name schon sagt – bei der Behandlung von Ekzemen zum Einsatz. Ein Ekzem ist eine entzündete Stelle der Haut, die mit teilweise starkem Juckreiz einhergeht. Weitere Symptome sind:

  • Rötung
  • Schuppung
  • Bläschenbildung
  • Krustenbildung

Gut zu wissen: Bei Ekzemen handelt es sich um eine sehr häufige Erscheinung, denn fast jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens mindestens 1-mal davon betroffen. Meistens können die Beschwerden durch eine ärztliche Behandlung, etwa mit Ekzem-Salben, effektiv eingedämmt werden.

Mediziner unterscheiden zwischen akuten und chronischen Ekzemen. Ein akutes Ekzem heilt innerhalb weniger Tage oder Wochen wieder vollständig ab. Ein chronisches Ekzem liegt vor, wenn die Hautstellen immer von Juckreiz und Rötung betroffen sind. Die Hautoberfläche wird mit der Zeit trocken und rissig.

Manchmal wird ein Ekzem auch als Dermatitis bezeichnet. Streng genommen ist Dermatitis aber ein Ober­be­griff für alle Ent­zün­dungs­re­ak­tionen der Haut. Ein Ekzem ist eine spezielle Erscheinungsform, die häufig mit Juckreiz und Rötung auftritt.

Wie wählt der Arzt die richtige Ekzem-Salbe aus?

Die Auswahl der richtigen Salbe bei Ekzemen ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu zählen vor allem:

  • die Ursache des Ekzems (etwa Neurodermitis, eine Allergie oder Schuppenflechte)
  • die Stärke der Symptome (bei leichteren Symptomen reichen meist schwächer dosierte Salben aus)
  • die betroffene Körperregion (die Beschaffenheit bzw. Dicke der Haut spielt eine Rolle bei der Auswahl des richtigen Präparats)

Sie sind sich unsicher, welche Ekzem-Salbe die richtige ist? Über Ihr Patientenkonto können Sie sich kostenlos von unseren Ärzten zum richtigen Präparat beraten lassen. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, das passende Rezept anzufragen.

Die richtige Anwendung

Sie sollten Ekzem-Salben immer streng nach der Anordnung Ihres Arztes oder Apothekers verwenden. Oft wird das Produkt 1-2 mal täglich dünn auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen.

Sie leiden an einer entzündlichen Hauterkrankung und benötigen eine verschreibungspflichtige Ekzem-Salbe? Mit dem Ekzem-Service von ZAVA können Sie Salben mit Cortison anfragen. Dafür beantworten Sie ein paar Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand und laden 2 Fotos des Ekzems hoch. Bei Angemessenheit erhalten Sie ein Rezept und können es gleich in einer Online-Apotheke oder einer Apotheke bei Ihnen vor Ort einlösen.

Zu den bei ZAVA erhältlichen Ekzem-Salben mit Cortison gehören Advantan® 0,1% Salbe und BetaGalen® Salbe. Andere wirksame Präparate, die Sie anfordern können, sind beispielsweise Advantan® 0,1 % Creme, Emovate® Creme oder BetaGalen® Lösung.

Häufig ist es sinnvoll, zusätzlich zur Ekzem-Salbe mit Cortison ein feuchtigkeitsspendendes oder rückfettendes Präparat anzuwenden. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten, welche Pflegeprodukte bei Ihren Beschwerden infrage kommen.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von Ekzem-Salben mit Cortison sind heutzutage seltener, als die meisten Menschen denken. Seit der Einführung von Cortison vor über 50 Jahren wurden die Wirkstoffe ständig weiterentwickelt. Der oft schlechte Ruf von Cortison kommt noch aus der Zeit, als die Wirkstoffe häufig zu stark waren und/oder falsch eingesetzt wurden. Dazu kommt, dass die Nebenwirkungen von Glukokortikoiden in Cremes und Salben deutlich geringer ausfallen, als wenn sie in Tablettenform eingenommen werden.

Bei der korrekten Anwendung von Ekzem-Salben müssen Sie sich keine großen Sorgen machen, dass sehr starke Nebenwirkungen auftreten. In manchen Fällen kommt es unter anderem zu:

  • Dehnungsstreifen
  • Dünnerwerden der Haut
  • Haarwurzelentzündungen
  • Bildung von weißen Flecken auf der Haut (Pigmentstörungen)

Gut zu wissen: Falls sich Hautveränderungen bei der Behandlung mit Ekzem-Salben zeigen sollten, kann die Therapie vom Arzt angepasst werden. Die Haut regeneriert sich anschließend von allein.

Ursachen von Ekzemen

Hinter Ekzemen können unterschiedliche Ursachen stecken. Mediziner unterteilen in exogen und endogen verursachte Ekzeme. Exogene Ekzeme werden von äußeren Reizen verursacht, zum Beispiel von Allergenen (das sind Stoffe aus der Umwelt, die eine Überreaktion des Immunsystems verursachen) oder Krankheitserregern.

Ein endogenes Ekzem liegt etwa bei Neurodermitis (auch atopische Dermatitis genannt) vor. Grund dafür ist unter anderem eine genetische Veranlagung.

Oft spielen mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle bei der Entstehung eines Ekzems. Manchmal lässt sich aber auch keine genaue Ursache bestimmen.

Wichtig: Ekzeme sind zwar bisweilen sehr lästig, sie können aber nicht auf andere Menschen übertragen werden, da es sich um einen nicht-infektiösen Ausschlag handelt. Mit der richtigen Behandlung ist es möglich, die Beschwerden schnell und effektiv zu lindern.

Häufig gestellte Fragen

Wie sieht ein Ekzem aus?

Als Ekzem wird eine entzündete Hautregion bezeichnet, die juckt und gerötet ist. Bei stärkeren Ekzemen kommen unter Umständen auch Bläschenbildung, Schuppung und Schwellung hinzu. Ekzeme sind unterschiedlich groß und können neben einzelnen Körperregionen auch größere Körperflächen betreffen.

Was hilft am besten gegen Ekzeme?

Oft verschreiben Ärzte bei Ekzemen über einen kurzen Zeitraum Salben mit Cortison. Der entzündungshemmende Wirkstoff lindert die Beschwerden und hilft gegen den Juckreiz. Wenn es einen bekannten äußeren Reiz (bspw. ein Allergen) gibt, der das Ekzem hervorruft, sollten Betroffene diesen so gut es geht meiden.

Wie lange dauert es, bis ein Ekzem weg ist?

Der Heilungsprozess bei einem akuten Ekzem ist individuell und kann bei jedem Menschen unterschiedlich lange dauern. Mit der richtigen Behandlung, zum Beispiel mit Ekzem-Salben, lassen sich die Symptome aber schnell und effektiv lindern. Etwas seltener gibt es chronische Ekzeme, die über einen längeren Zeitraum immer wieder auftauchen können. Auch hier verschafft eine professionelle Behandlung mit den richtigen Präparaten eine deutliche Linderung der Beschwerden.

ulrike-thieme.png
Medizinisch geprüft von:
Dr. med. Ulrike Thieme Fachärztin für Neurologie, Medizinische Leiterin ZAVA Deutschland

Dr. med. Ulrike Thieme ist Medizinische Leiterin bei ZAVA Deutschland und seit 2018 Teil des Ärzteteams. Ihre Facharztweiterbildung im Bereich Neurologie schloss sie 2018 ab. Vor ihrer Tätigkeit bei ZAVA arbeitete Dr. med. Ulrike Thieme an einem klinischen Forschungsprojekt über neurodegenerative Erkrankungen am National Hospital for Neurology and Neurosurgery, London.

Lernen Sie unsere Ärzte kennen

Letzte Änderung: 01 Jul 2022

Alle Sprechstunden auf einen Blick
Zu den Behandlungen



gmc logo

Gütesiegel & Mitgliedschaften