Cortisonsalbe: Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen

Ulrike Thieme, MD

Medizinisch geprüft von

Dr. med. Ulrike Thieme

Letzte Änderung: 29 Jul 2022

Die Haut juckt und rötet sich, manchmal bilden sich auch kleine Bläschen oder Schuppen: Diese Symptome weisen meistens auf ein Ekzem hin. Bei entzündlichen Hauterkrankungen und Ekzemen können unsere Ärzte rezeptpflichtige Cortisonsalben wie Advantan® 0,1% Salbe und BetaGalen® Salbe verschreiben. Schwächer dosierte Salben sind auch rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Hier erfahren Sie mehr zu korrekter Anwendung und Nebenwirkungen von Cortisonsalben und wie Sie das richtige Präparat für Ihre Beschwerden finden.

Inhalt
Cortisonsalbe wird zur Behandlung aus einer Tube gedrückt.
 

Was sind Cortisonsalben?

Als Cortisonsalben (auch: Kortisonsalben oder Cortison-Salben) werden Salben bezeichnet, die Glukokortikoide enthalten. Was sind Glukokortikoide? Glukokortikoide kommen auch als natürliche Hormone im Körper vor, sie werden von der Nebennierenrinde produziert. Um Glukokortikoide als Wirkstoff zu verwenden, werden sie künstlich hergestellt. Oft bezeichnet man sie auch einfach als Cortison.

Ärzte setzen Cortisonsalben wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung zum Beispiel bei Neurodermitis oder anderen Ekzemen ein. Auch bei Schuppenflechte kommen sie zur Anwendung.

Was ist der Unterschied zwischen Cortisonsalbe und Cortisoncreme?

Die Begriffe Cortisonsalbe und Cortisoncreme werden umgangssprachlich oft synonym verwendet. Medizinisch gesehen gibt es aber einen Unterschied:

  • Salben bestehen hauptsächlich aus verschiedenen Fetten. Sie kommen bei sehr trockener und schuppender Haut zum Einsatz.
  • Cremes sind Präparate aus Fetten und Wasser. Für die Herstellung müssen bestimmte Substanzen (sogenannte Emulgatoren) hinzugegeben werden, sonst würden sich Fett und Wasser nicht vermischen. Cremes werden verordnet, wenn die Haut entzündet ist, aber nicht extrem trocken ist.

Welche Cortisonsalben gibt es?

Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die Ärzte für unterschiedliche Körperregionen verschreiben. Sind dünnere Hautstellen betroffen, zum Beispiel Gesicht oder Gelenkbeugen, kommen schwächere Salben mit Cortison zum Einsatz, die als Wirkstoff etwa Hydrocortison oder Prednicarbat enthalten.

An Körperstellen mit normal dicker Haut können stärkere Wirkstoffe wie beispielsweise Betamethasonvalerat verwendet werden.

Bei ZAVA sind unterschiedliche Präparate erhältlich, die bei entzündlichen Hauterkrankungen helfen können. In der Tabelle sehen Sie 2 häufig verschriebene Cortisonsalben im Vergleich.

BetaGalen® Salbe

Advantan® 0,1% Salbe

Wirkstoff

Betamethasonvalerat

Methylprednisolonaceponat

Anwendungsgebiete

bei Ekzemen (z.B. Neurodermitis) und Kontaktallergien

bei entzündlichen Hauterkrankungen (mit Juckreiz, Rötung, Schuppen- und Bläschenbildung)

Anwendung

2-mal täglich, für max. 3 Wochen

1-mal täglich, für max. 6 Wochen

Wasser enthalten

nein

ja

Packungsgröße

25 g und 50 g

25 g und 50 g

Preis

ab 15.39 €

ab 15.48 €

Bei ZAVA können Sie BetaGalen® Salbe und Advantan® 0,1% Salbe online anfragen. Wie funktioniert das? Sie füllen einen medizinischen Fragebogen mit Angaben zu Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand aus und laden 2 Fotos der betroffenen Hautregion(en) hoch. Ein Mediziner prüft Ihre Anfrage und stellt Ihnen bei Eignung anschließend ein Rezept aus. Das Rezept können Sie direkt online einlösen oder Sie holen das Medikament in einer Apotheke Ihrer Wahl ab.

Es sind neben den Salben noch weitere Cortison-Präparate bei ZAVA verfügbar, die ein ähnliches Wirkprinzip aufweisen und ebenfalls bei Ekzemen verordnet werden können:

Sie sind unsicher, welches Mittel das richtige für Sie ist? Über Ihr Patientenkonto können Sie sich kostenlos von unseren Ärzten beraten lassen, welches Präparat bei Ihren Beschwerden geeignet ist.

Für was ist Cortisonsalbe gut?

Cortisonsalben kommen meistens bei entzündlichen Hauterkrankungen zum Einsatz. Dazu gehören Neurodermitis und Schuppenflechte, aber auch andere Arten von Ekzemen. Ekzeme gehen oft mit Juckreiz, Rötung und Bläschenbildung einher. Cortisonsalben haben eine entzündungshemmende Wirkung und können die Symptome schnell und effektiv lindern.

Außerdem werden Cortisonsalben gelegentlich bei Insektenstichen, Sonnenbrand oder allergischen Hautreaktionen verwendet. Für diese Einsatzbereiche reicht meistens eine schwächer dosierte Cortisonsalbe aus, die in der Regel rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Salben mit Cortison werden oft mit vielen Nebenwirkungen in Verbindung gebracht. Diese Annahme hält sich hartnäckig, doch das Risiko für Nebenwirkungen ist viel kleiner, als die meisten Menschen glauben. Woran liegt das? Cortison wird schon seit über 50 Jahren angewendet. In der Anfangszeit wurde der Wirkstoff oft falsch eingesetzt oder eine zu starke Dosierung gewählt. So kam es zu teilweise starken Nebenwirkungen. Heute ist das Risiko für Nebenwirkungen deutlich geringer, vorausgesetzt, Betroffene verwenden die Cortisonsalbe so, wie der Arzt es verordnet hat.

In sehr seltenen Fällen kann es trotzdem zu Nebenwirkungen kommen. Dazu gehören:

  • Haarwurzelentzündungen
  • Dehnungsstreifen
  • Teleangiektasie (Dünnerwerden der Haut, dabei werden kleine Blutgefäße unter der Haut sichtbar)
  • leichte Pigmentstörungen der Haut in Form von weißen Flecken

Gut zu wissen: Bei korrekter Anwendung ist das Auftreten dieser Nebenwirkungen äußerst selten. Zudem verschreiben Ärzte eine Salbe mit Cortison meist nur über einen begrenzten Zeitraum. Die Haut kann sich gegebenenfalls in der Zeit nach der Behandlung wieder erholen.

Salbe mit Cortison richtig anwenden

Cortisonsalben sollten immer streng nach ärztlicher Vorgabe verwendet werden. Oft bedeutet das, dass Betroffene das Präparat 1-2x täglich auf die entzündeten Hautbereiche auftragen.

Manchmal verschreibt der Arzt zunächst eine stärker dosierte Salbe mit Cortison. Wenn die Symptome abklingen, reicht eine schwächere Salbe zur Behandlung aus.

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Sind Cortisonsalben rezeptfrei erhältlich?

Schwach dosierte Cortisonsalben sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Sie können bei Insektenstichen, Sonnenbrand und vorübergehenden Hautreizungen verwendet werden, die mit leichtem Juckreiz, Rötung und Schwellung einhergehen. Hydrocortison mit 0,25 % beziehungsweise 0,5 % Wirkstoff können Sie ohne Rezept in der Apotheke kaufen. Wichtig: Rezeptfreie Cortisonsalben sind nicht geeignet für Kinder unter 6 Jahren.

Wenn Sie stärkere Symptome haben, suchen Sie Ihren Hausarzt oder Hautarzt auf. Er kann Ihre Beschwerden einschätzen und Ihnen ein angemessenes Medikament verschreiben. Wussten Sie schon? In der Online-Arztpraxis von ZAVA können Sie von zuhause aus rezeptpflichtige Medikamente anfragen. Unser Ekzem-Service ist für alle Personen ab 18 Jahren geeignet.

Was ist so schlimm an Cortison?

Der schlechte Ruf von Cortison kommt noch aus der Anfangszeit des Wirkstoffs, als Glukokortikoide noch nicht so gut erforscht waren. Früher war Cortison deshalb oft falsch dosiert und hat zu teils starken Nebenwirkungen geführt. Heute ist der Wirkstoff jahrelang erprobt und ruft bei korrekter Anwendung nach ärztlicher Vorgabe nur sehr selten Nebenwirkungen hervor.

Ist Cortisonsalbe frei verkäuflich?

Es gibt schwächer dosiertes Cortison, das ohne Rezept in der Apotheke erhältlich ist. Hydrocortison mit 0,25 % oder 0,5 % Wirkstoff kommt zum Beispiel bei leichtem Sonnenbrand, Insektenstichen oder leichten Ekzemen zum Einsatz. Bei stärkeren Symptomen muss jedoch eine höher dosierte Cortisonsalbe vom Arzt verordnet werden.

Für was ist Hydrocortison?

Hydrocortison gehört zu den Glukokortikoiden, umgangssprachlich auch als Kortison bezeichnet. Es wird für die Behandlung leichter Ekzeme sowie bei Sonnenbrand und Insektenstichen eingesetzt. In schwächeren Dosierungen ist es als Creme rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

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Medizinisch geprüft von:
Dr. med. Ulrike Thieme Fachärztin für Neurologie, Medizinische Leiterin ZAVA Deutschland

Dr. med. Ulrike Thieme ist Medizinische Leiterin bei ZAVA Deutschland und seit 2018 Teil des Ärzteteams. Ihre Facharztweiterbildung im Bereich Neurologie schloss sie 2018 ab. Vor ihrer Tätigkeit bei ZAVA arbeitete Dr. med. Ulrike Thieme an einem klinischen Forschungsprojekt über neurodegenerative Erkrankungen am National Hospital for Neurology and Neurosurgery, London.

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