Morgenlatte

Dr. Emily Wimmer

Medizinisch geprüft von

Dr. Emily Wimmer

Letzte Änderung: 24 Nov 2018

Wie entsteht eine Morgenlatte?

Inhalt
Ein Mann mit Morgenlatte streckt sich nach dem Aufwachen im Bett und sitzt mit dem Rücken zur Kamera.

Eine Morgenlatte ist keine Seltenheit. Im Laufe einer Nacht kann ein Mann mehrere Erektionen haben, die bis zu einer Stunde anhalten können. Fällt eine solche Erektion mit dem Aufwachen zusammen, entsteht sie – die berühmte Morgenlatte. Übrigens: Auch Frauen haben solche nächtlichen Erregungsphasen. Es kommt unter anderem zu einem Anschwellen der Schamlippen. Allerdings bleibt die weibliche Morgenerektion häufiger unbemerkt.

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Wie kommt es zur Morgenlatte?

Um zu verstehen, wie die morgendliche Erektion entsteht, ist es wichtig zu wissen, wie es in der Nacht zu Erektionen kommen kann. Der nächtliche Schlaf wird in mehrere Phasen unterteilt. Man unterscheidet:

  • Schlafphase I (leichter Schlaf)
  • Schlafphase II (tieferer Schlaf, macht mehr als fünfzig Prozent des Gesamtschlafs aus)
  • Schlafphase III (Übergang in den Tiefschlaf)
  • Schlafphase IV (Tiefschlaf)
  • REM-Schlaf (Rapid Eye Movement)

Der Schlüssel zum Verstehen der morgendlichen Erektion liegt in dem sogenannten REM-Schlaf. REM bedeutet „Rapid Eye Movement“. Dieser Teil des Nachtschlafs wurde so benannt, da man in dieser Phase charakteristische schnelle Augenbewegungen festgestellt hat. Der REM-Schlaf wird auch als Traumschlaf bezeichnet, da nach heutigem Kenntnisstand in diesen Phasen das Träumen passiert. Ebenfalls in den REM-Phasen finden die nächtlichen Erektionen statt. Auch nächtliches Erwachen passiert häufig in den REM-Schlafphasen.

Wieso ist die Morgenlatte so häufig?

In den frühen Morgenstunden erhöht sich die Zahl der REM-Phasen deutlich. Somit ist in diesem Teil der Nacht auch die Zahl der nächtlichen Erektionen größer. Erwacht man in einer solchen REM-Phase kann es sein, dass die nächtliche Erektion erhalten bleibt. Man nimmt sie dann als die umgangssprachliche Morgenlatte war.

Die Vermutung, dass die morgendliche Erektion mit einer vollen Blase zusammenhängt, stammt aus der Sexualforschung des 19. Jahrhunderts und ist inzwischen widerlegt. Im Gegenteil: Ein erigierter Penis steht der Entleerung der Harnblase eher im Weg.

Hat die morgendliche Erektion etwas mit sexueller Erregung zu tun?

Wieso es während der REM-Schlafphasen zu Erektionen kommt, lässt Forscher noch immer rätseln. Manche Wissenschaftler vermuten, dass es sich um eine Art Übung des Körpers handelt. Zudem weiß man, dass durch die Erektion der Penis besser durchblutet wird. Somit ist auch die Sauerstoffversorgung kurzfristig verbessert.

Auf die Frage, ob die nächtlichen Erektionen immer mit sexueller Erregung zu tun haben, gibt es allerdings eine Antwort. Verschiedene Studien, in denen Probanden während des REM-Schlafes geweckt wurden, zeigen: Eine nächtliche Erektion kommt auch zustande, wenn die Träume nicht sexueller Natur sind.

In manchen Fällen – vor allem, wenn längere Zeit auf Masturbation oder Sex verzichtet wurde – kann es sogar zu einer nächtlichen Ejakulation (hierbei spricht man auch von Pollution) kommen, ohne dass der Traum sexuelle Inhalte hatte.

Natürlich sind sexuelle Träume nicht ausgeschlossen. Vor allem bei pubertierenden Jungen sind diese als sogenannte „Feuchte Träume“ bekannt und können zusammen mit der Morgenlatte auftreten.

Hat jeder Mann morgendliche Erektionen?

Nächtliche und morgendliche Erektionen sind etwas sehr Häufiges. Auch bei Säuglingen und Senioren wurden sie festgestellt. Allerdings gibt es eine deutlich erkennbare Altersverteilung. Während der Pubertät sind nächtliche und morgendliche Erektionen – in der medizinischen Fachsprache werden sie auch als SRE (Sleep Related Erections) bezeichnet – am häufigsten. Mit zunehmendem Alter nimmt auch die Häufigkeit nächtlicher Erektionen ab. Dennoch haben auch Männer im Alter von 60 bis 69 Jahren in 20 Prozent der Nächte Erektionen während des Schlafes.

Die morgendliche Erektion verschwindet in der Regel einige Zeit nach dem Aufstehen. Ist das nicht der Fall oder ist die morgendliche Erektion gar schmerzhaft, kann es sich um einen sogenannten Priapismus, also eine schmerzhafte Dauererektion, handeln.

Ist das Fehlen morgendlicher Erektionen Grund zur Sorge?

Sollten gar keine nächtlichen Erektionen auftreten, kann das ein Hinweis für erektile Dysfunktion sein. Allerdings kann es auch vorkommen, dass die nächtlichen Erektionen einfach nicht mit dem Aufwachen zusammenfallen. Treten nächtliche Erektionen auf, kann man in vielen Fällen eine körperliche Ursache für eine erektile Dysfunktion ausschließen und andere Faktoren, zum Beispiel chronischen Stress, genauer betrachten. In solchen Situationen ist es möglich in einem Schlaflabor das Auftreten nächtlicher Erektionen mithilfe sogenannter phallografischer Untersuchungen feststellen.

Auch bei Männern mit dem sogenannten Schlaf-Apnoe-Syndrom, einer schlafbezogenen Atmungsstörung, wurde festgestellt, dass nächtliche Erektionen häufiger ausbleiben. In diesen Fällen klagen die Patienten häufig ebenfalls über eine erektile Dysfunktion.

Männern ohne nächtliche Erektionen, die auch am Tage über Probleme bei Erektionen berichten, kann mit einer Gabe von erektionssteigernden Medikamenten geholfen werden.

Treten spontane Erektionen auch tagsüber auf?

Auch während des Tages kann es, ohne sexuelle Gedanken oder Erregung, zu unwillkürlichen Erektionen kommen. Abgesehen davon, dass diese Situationen für den Betroffenen unangenehm sein können, handelt es sich hierbei um ein ganz normales Geschehen. Vor allem bei jüngeren Männern werden spontane Erektionen während des Tages häufiger beobachtet. Ihre Ursache ist, ähnlich wie bei morgendlichen Erektionen, noch nicht vollständig geklärt.

Das morgendliche Erwachen mit einer Erektion ist etwas Natürliches, das nicht aktiv beeinflusst werden kann. Es ist, entgegen dem Glauben mancher, kein Zeichen für einen übermäßigen Sexualtrieb, sexuelles Verlangen oder sexuelle Frustration. Im Gegenteil: Die Morgenlatte ist Teil einer gesunden Sexualfunktion.

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Dr. Emily Wimmer

Dr. Emily Wimmer studierte Humanmedizin an der Universität zu Lübeck und schloss dieses 2009 ab. Danach arbeitete sie in der Abteilung für Hämatologie und Onkologie an der MedUni Wien und als Assistenzärztin in Hamburg. Seit 2015 ist sie, neben ihrer Tätigkeit als Studienleiterin am Institut für Versorgungsforschung in Dermatologie in Hamburg, eine unserer deutschen Ärztinnen bei Zava.

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