Allergisches Asthma

Was ist allergisches Asthma und wie behandelt man es?

Letzte Aktualisierung: 29 Mai 2019

Junge Frau muss aufgrund von allergischem Asthma einen Asthmaspray verwenden.
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Allergisches Asthma ist eine weit verbreitete Form der Atemwegserkrankung. Häufig treten die ersten Symptome bereits im Kindes- und Jugendalter auf. Eine Heilung ist derzeit nicht möglich, da die genauen Ursachen der Erkrankung noch nicht vollständig geklärt sind. Trotzdem kann man bei entsprechender medikamentöser Behandlung ein fast beschwerdefreies Leben führen. Im folgenden Text werden Entstehungsmechanismen und Behandlung des allergischen Asthmas erläutert.

Was versteht man unter allergischem Asthma?

Allergisches Asthma ist die am häufigsten auftretende Form des Asthma bronchiale. Hat man die Veranlagung zu einer besonderen Empfindlichkeit der kleinsten luftleitenden Abschnitte des Atemsystems (Bronchien), ist das Risiko an Asthma bronchiale zu erkranken bereits erhöht. Oftmals wird dieses Veranlagungsmuster vererbt. Die Asthmaanfälle bei allergischem Asthma haben bestimmte Auslöser. Im Gegensatz zu den nicht allergischen Formen – bei welchen die Anfälle durch Medikamente, Atemwegserkrankungen oder eingeatmete chemische Stoffe ausgelöst werden – wird das allergische Asthma durch sogenannte Allergene ausgelöst. Das können Pflanzenpollen (Pollenallergie), Tierhaare (Tierhaarallergie) oder Hausstaubmilben (Hausstauballergie) sein.

Allergisches Asthma zählt dabei zu Typ I der allergischen Reaktionen. Darunter versteht man eine allergische Sofortreaktion, die auf einer Überreaktion des Immunsystems beruht. Die genaue Herkunft der Erkrankung ist bis jetzt noch nicht hinreichend geklärt. Momentane Forschungsansätze versuchen eine Verbindung zwischen dem Auftreten von Asthma bronchiale und Vitamin-D-Mangel während der Zeit als Embryo zu knüpfen. Allerdings existieren für diese Annahmen noch keine verlässlichen Nachweise.

Was passiert während eines allergischen Asthmaanfalls?

Kommt es aufgrund des Zusammenspiels aus Veranlagung und auslösenden Allergenen zu einem Asthmaanfall, geschehen zwei Dinge. Zum einen verkrampfen sich die Muskeln der Bronchien. Es kommt zur Verengung der Atemwege (Obstruktion). Zum anderen kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems. Nach einem Erstkontakt mit den Allergenen kommt es zu einer Immunreaktion. Es werden Antikörper gebildet. Diese lagern sich bevorzugt an Mastzellen an, die besonders häufig in Schleimhäuten – wie zum Beispiel in den Bronchien – vorkommen. Gelangen nun erneut Allergene auf diese veränderten Schleimhäute, kommt es zur heftigen Ausschüttung von Histamin, einem Transmitter des Immunsystems. Die Ausschüttung des Histamins bewirkt wiederum ein Anschwellen der Schleimhäute, sowie eine überhöhte Produktion von Schleim. Zu diesen Faktoren kommt noch eine unspezifische Hyperreagibilität der Bronchien hinzu, die durch die Verengung verstärkt wird.

Welche Symptome hat allergisches Asthma?

Während eines Anfalls treten folgende typische Asthma Symptome auf:

  • Atemnot
  • Atemnebengeräusche beim Ausatmen
  • starker Hustenreiz
  • Herzrasen

Dadurch, dass die Betroffenen unter starker Atemnot leiden, stützen sie oftmals ihre Arme auf, um die Atemhilfsmuskulatur im Schultergürtel ebenfalls für die Einatmung zu nutzen. Beim Abhören mit dem Stethoskop kann der Arzt zudem ein charakteristisches Atemnebengeräusch (Giemen) hören. Allergisches Asthma bronchiale lässt sich unter anderem nach dem Schweregrad ordnen.

Ein leichter Asthmaanfall kann durch das Ausatmen mit gepressten Lippen („Presslippenatmung“) sowie durch die Einnahme eines schnell wirksamen Bedarfsmedikaments unter Kontrolle gebracht werden. Bei einem vermehrten Auftreten von Asthmaanfällen sollte der Rat eines Arztes hinzugezogen werden. In diesen Fällen ist eine kontinuierliche Behandlung wichtig, um die Asthmaanfälle kontrollieren zu können. Im Falle eines besonders schweren Asthmaanfalls kann es zu einem sogenannten „Status asthmaticus kommen. Bei diesem medizinischen Notfall leidet der Betroffenen sehr lange unter Atemnot, sodass schnell ein lebensbedrohlicher Zustand erreicht werden kann. Typische Anzeichen eines Status asthmaticus sind neben der starken Atemnot eine bläuliche Verfärbung der Lippen sowie ein verstärkt aufgeblähter Brustkorb.

Welche Arten der Behandlung existieren gegen allergisches Asthma?

Bei der Betrachtung der Behandlung von allergischem Asthma muss man zwischen vorbeugender und notfallmedizinischer Therapie unterscheiden. Dient die vorbeugende Therapie zur Verhinderung von Asthmaanfällen, kommt die notfallmedizinische Therapie erst im Falle eines auftretenden Asthmaanfalls zum Tragen. Um allergischem Asthma vorzubeugen, versucht man meist zuerst eine Vermeidung der Allergene (Allergenkarenz). So wird man beispielsweise bei einer Hausstauballergie versuchen, die Belastung durch Hausstaub zu minimieren. Da eine Allergenkarenz aber meist nicht effektiv möglich ist – insbesondere, wenn die Asthmaanfälle durch verschiedene Allergene ausgelöst werden können – kommen vor allem Medikamente zur vorbeugenden Behandlung zum Einsatz. Asthma bronchiale, auch wenn es allergisch bedingt ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geheilt werden. Es können lediglich die Symptome gelindert werden. Je eher die Behandlung beginnt, desto besser können die Symptome des Asthma bronchiale kontrolliert werden. Das funktioniert bereits so gut, dass manche Asthmatiker trotz ihrer Erkrankung Leistungssport betreiben können. In Studien konnte zudem nachgewiesen werden, dass auch bei älteren Menschen mit allergischem Asthma eine deutliche Symptomlinderung erreicht werden kann.

Was geschieht bei der medikamentösen Behandlung?

Das vorrangige Ziel der medikamentösen Langzeitbehandlung besteht derzeit darin, die Einlagerung der Mastzellen in die Schleimhäute zu verhindern. Die damit verringerte Ausschüttung von Histamin bei Kontakt mit den Allergenen soll dazu führen, dass die Schleimhäute nicht mehr so stark anschwellen. So bleiben die luftleitenden Wege trotz der Verkrampfung der Muskulatur noch ausreichend luftdurchlässig, wodurch die Atemnot nicht so stark auftritt. Die Gabe der Medikamente läuft meist über den Mund als Spray/Inhaler. Im Falle eines Asthmaanfalls ist nur noch eine medikamentöse Behandlung möglich. Es werden meist schnell wirkende Sprays eingesetzt, bei schweren Fällen ist auch eine intravenöse Gabe möglich. Ziel der Medikation ist die Erweiterung der Atemwege, Verhinderung der Entzündung der Bronchien, sowie die Verringerung des Anschwellens der Schleimhäute. Außerdem werden durch manche der aus verschiedenen Wirkstoffen zusammengesetzten Medikamente noch zusätzlich die Muskeln der Bronchien entspannt. Aufgrund dieser Effekte soll die Atemnot so schnell wie möglich behoben werden. Die meisten Medikamente werden entweder als vorbeugendes Präparat oder als Notfallmedikament eingesetzt.

Zur Behandlung von Asthma bronchiale können Sie in der Online-Sprechstunde einen Fragebogen ausfüllen. Dieser ähnelt im Ablauf einem ärztlichen Gespräch. Nach Eingabe Ihrer Daten werden diese vom Zava-Ärzteteam analysiert. Sollten Sie ein entsprechendes Medikament benötigen, sendet Zava Ihnen versandkostenfrei das Medikament am nächsten Tag.

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Beverley Kugler ist seit November 2018 die ärztliche Leiterin von Zava Deutschland. Sie studierte Medizin am University College London (UCL) und schloss das Studium 2010 mit Auszeichnung ab. Im Anschluss war sie an verschiedenen Krankenhäusern in London tätig, bevor sie 2016 Teil des deutschen Ärzteteams von Zava wurde.

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Letzte Aktualisierung: 29 Mai 2019

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