Mounjaro® Nebenwirkungen: Durchfall, Blutdruck & Co.
Medizinisch geprüft von
Dr. med. Ulrike ThiemeLetzte Änderung: 04 März 2026
Bei Mounjaro® handelt es sich um einen Fertigpen, den Patienten 1-mal pro Woche selbst anwenden. Die ärztlich verordnete Abnehmspritze hilft dabei, starkes Übergewicht zu reduzieren. Die Behandlung kann jedoch mit verschiedenen Nebenwirkungen einhergehen. Erfahren Sie hier, welche Beschwerden bei Mounjaro® vorkommen und was Sie dagegen tun können.
Mounjaro® Nebenwirkungen im Überblick
- sehr häufig: Verdauungsprobleme wie Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall
- bei anhaltenden oder starken Beschwerden: möglichst zeitnah Rücksprache mit einem Arzt halten
- Nebenwirkungen halten meist wenige Tage bis Wochen an
- Linderung: oft durch angepasste Ernährung, mehr Bewegung und Hausmittel
- keine direkten Folgen auf Fruchtbarkeit (ungeplante Schwangerschaften) oder Psyche (z.B. Depressionen)
Mounjaro® & Alternativen bei starkem Übergewicht
Welche Nebenwirkungen kann Mounjaro® haben?
Bei der Behandlung von starkem Übergewicht oder Adipositas sind folgende Mounjaro® Nebenwirkungen grundsätzlich möglich:
Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Patienten):
- Übelkeit
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Durchfall
- Verstopfung
- Unterzuckerung (bei gleichzeitiger Behandlung mit Diabetes-Medikamenten, die Insulin oder einen Sulfonylharnstoff enthalten)
Häufig (bei bis zu 1 von 10 Patienten):
- leichte allergische Reaktion und Reizungen an der Injektionsstelle (z.B. Hautausschlag, Juckreiz oder Rötungen)
- Unterzuckerung (bei gleichzeitiger Behandlung mit Diabetes-Medikamenten, die Metformin und einen Natrium-Glucose-Co-Transporter-2-Hemmer enthalten)
- niedriger Blutdruck
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- gesteigerter Puls
- aufgeblähter Bauch
- Aufstoßen (Rülpsen)
- Blähungen
- Sodbrennen und/oder Reflux
- Verdauungsstörungen
- Haarausfall
- Müdigkeit/Abgeschlagenheit
- veränderte Blutwerte (z.B. erhöhte Bauchspeicheldrüsenenzyme, erhöhte Calcitoninwerte)
Gelegentlich (bei bis zu 1 von 100 Patienten):
- Unterzuckerung (bei gleichzeitiger Anwendung von Diabetes-Medikamenten mit Metformin)
- Bauchspeicheldrüsenentzündung
- Gallenblasenentzündung
- Gallensteine
- verzögerte Magenentleerung
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- Veränderungen des Hautempfindens
- Geschmacksveränderungen
Selten (bei bis zu 1 von 1.000 Patienten):
- starke allergische Reaktion (z.B. mit Haut- oder Schleimhautschwellungen, anaphylaktischem Schock)
Eine vollständige Auflistung aller aktuell bekannten Mounjaro® Nebenwirkungen finden Sie immer auch in der Packungsbeilage.
Gut zu wissen: Mounjaro® Nebenwirkungen treten nicht zwangsläufig bei jedem Patienten auf. Im Rahmen einer großen klinischen Studie zeigte Mounjaro® bei etwa 80 % der Behandelten zur Gewichtsreduktion mindestens eine Nebenwirkung. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Etwa jede 5. Person hatte keine Begleitbeschwerden durch die Abnehmspritze.
Schwerwiegende Nebenwirkungen: Wann gilt besondere Vorsicht?
Während der Behandlung mit Mounjaro® kann es gelegentlich bis selten zu schweren Nebenwirkungen kommen:
- Akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse: Eine Pankreatitis tritt als Nebenwirkung von Mounjaro® bei bis zu 1 % der Patienten auf. Typisch sind starke, anhaltende Bauchschmerzen, die bis in den Rücken ausstrahlen, und oft von Übelkeit, Erbrechen sowie Fieber begleitet werden. Um langfristige Schäden der Bauchspeicheldrüse zu verhindern, wenden Sie sich bei solchen Beschwerden umgehend an einen Arzt vor Ort.
- Schwere allergische Reaktion: Das Risiko für eine allergische Reaktion besteht bei jedem Medikament. Im Fall von Mounjaro® sind weniger als 0,1 % der Patienten von einer starken allergischen Reaktion betroffen. Anzeichen können sein: Ausschlag, der sich ausbreitet und juckt, Schwellungen im Gesicht- und Halsbereich, Schluckbeschwerden, Atemprobleme und ein schneller Herzschlag. Sollten Sie auf die Injektion stark allergisch reagieren, rufen Sie schnellstmöglich den Rettungsdienst unter 112.
- Blutdruckabfall: Niedriger Blutdruck gehört zu den häufigen Mounjaro® Nebenwirkungen. Veränderungen im Stoffwechsel, Dehydration oder der Gewichtsverlust selbst können dieses Problem verstärken und in Einzelfällen zu einem gefährlichen Abfall des Blutdrucks führen. Dann entstehen etwa Schwindel, starke Kopfschmerzen, Herzrasen oder Ohnmacht. Suchen Sie direkt einen Arzt auf oder verständigen Sie in lebensbedrohlichen Situationen den Rettungsdienst unter 112.
Vorsicht gilt außerdem für Typ-2-Diabetiker, die neben Mounjaro® bestimmte Medikamente zur Blutzuckerregulation einnehmen oder anwenden (z.B. mit Insulin oder Sitagliptin). Bei ihnen besteht das Risiko für eine gefährliche Unterzuckerung. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Arzt: Er kann die Dosierung Ihrer Medikamente überprüfen und wenn nötig anpassen.
Wann sollte ich zum Arzt?
Bei akuten, lebensbedrohlichen Beschwerden suchen Sie sich umgehend ärztliche Hilfe. Daneben sollten Sie bei Nebenwirkungen durch Mounjaro® immer Rücksprache mit einem Arzt halten, wenn die Symptome
- schwer ausfallen,
- länger als wenige Tage anhalten oder
- Ihre Lebensqualität einschränken.
Kontaktieren Sie Ihren Arzt außerdem bei Nebenwirkungen, die nicht in der Packungsbeilage von Mounjaro® stehen. Eventuell besteht ein Zusammenhang zu einer Vorerkrankung oder einem anderen Medikament, den der Arzt abklären sollte.
Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise eine niedrigere Dosierung empfehlen, um dem Körper mehr Zeit zu geben, sich an Mounjaro® zu gewöhnen. Tritt keine Besserung ein, kann er Sie zum Beispiel zu anderen Medikamenten für Ihre Abnehmbehandlung beraten.
Mounjaro® & Alternativen bei starkem Übergewicht
Wieso kann Mounjaro® Nebenwirkungen verursachen?
Mounjaro® enthält den Wirkstoff Tirzepatid. Er ahmt 2 körpereigene Hormone nach (GLP-1 und GIP). Sie wirken im Gehirn auf das Sättigungsgefühl sowie gleichzeitig auf den Verdauungstrakt und den Blutzuckerspiegel.
Durch diese direkte Wirkung auf die Verdauung treten bei Mounjaro® besonders oft Verdauungsbeschwerden auf, wie Übelkeit oder Durchfall. Sie sind gerade in der Anfangsphase und bei Dosissteigerungen typisch, bis sich der Körper an die Behandlung gewöhnt hat. Bei Vorerkrankungen werden unerwünschte Begleiterscheinungen unter Umständen wahrscheinlicher.
Bevor ein Medikament wie Mounjaro® in Deutschland auf den Markt kommt, werden seine Wirkung und Nebenwirkungen sorgfältig untersucht. Erst wenn die Wirksamkeit und die Sicherheit für Patienten bewiesen sind, erhält es die Zulassung.
Schwanger durch Mounjaro®: Geht das?
Mounjaro® begünstigt eine Schwangerschaft nicht direkt. In sozialen Medien berichten Anwenderinnen jedoch häufiger von ungeplanten Schwangerschaften während der Behandlung. Dafür gibt es mehrere Erklärungen:
- Häufige Nebenwirkungen von Mounjaro® wie Durchfall oder Erbrechen können die Verhütungswirkung der Antibabypille verringern. Der Körper hat dann nicht genug Zeit, um die Wirkstoffe aufzunehmen.
- Ein verringertes Körpergewicht durch die Abnehmspritze kann sich generell positiv auf die Fruchtbarkeit auswirken. Es unterstützt das hormonelle Gleichgewicht und einen regelmäßigen Eisprung. Übergewicht hingegen kann die hormonellen Abläufe im Körper durcheinander bringen und eine Schwangerschaft erschweren.
Beide Effekte tragen dazu bei, dass es durch die Anwendung von Mounjaro® insgesamt leichter zu einer Schwangerschaft kommt. Eine direkte Auswirkung der Abnehmspritze auf die Fruchtbarkeit gibt es jedoch nicht.
Frauen, die nicht schwanger werden möchten, sollten sich von ihrem Arzt zu einer passenden Verhütungsmethode beraten lassen. Womöglich sind Barrieremethoden, Spirale oder Verhütungsring besser geeignet, da sie durch Verdauungsbeschwerden nicht beeinflusst werden.
Wichtig: Folgen für das ungeborene Kind sind nicht auszuschließen. Wenn Sie eine Schwangerschaft feststellen oder vermuten, beenden Sie sofort die Anwendung von Mounjaro® und sprechen mit Ihrem Arzt.
Vor einer geplanten Schwangerschaft ist es wichtig, die Abnehmspritze rechtzeitig abzusetzen.
Hat Mounjaro® Nebenwirkungen auf die Psyche?
Laut aktuellem Kenntnisstand verursacht Mounjaro® keine Nebenwirkungen auf die Psyche.
Manche Anwender berichten allerdings während der Behandlung mit Mounjaro® von Depressionen, Stimmungsschwankungen oder Suizidgedanken. Ein direkter Zusammenhang ist nicht erwiesen – weshalb diese Symptome aktuell nicht in der Packungsbeilage von Mounjaro® stehen.
Bekannt ist jedoch, dass Menschen mit starkem Übergewicht generell ein erhöhtes Risiko für Depressionen haben. Nebenwirkungen wie erhöhte Müdigkeit können die Problematik eventuell verstärken. Der Hersteller überwacht daher weiterhin alle Meldungen zu möglichen psychischen Auswirkungen.
Wichtig: Sprechen Sie mit einem Arzt bei:
- anhaltender starker Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit
- veränderten Stimmungen/Stimmungsschwankungen
- Gedanken zu Selbstverletzung und/oder Suizid
Dies gilt während der Behandlung mit Mounjaro®, aber auch losgelöst davon. Nehmen Sie starke psychische Belastungen immer ernst und holen Sie sich bei Bedarf schnellstmöglich professionelle Hilfe.
Gibt es Langzeitfolgen durch Mounjaro®?
Derzeit sind keine Langzeitfolgen durch eine Behandlung mit Mounjaro® bekannt.
Mounjaro® ist ein relativ neues Medikament. In klinischen Studien erhielten Patienten mit Typ-2-Diabetes das Arzneimittel über maximal 2 Jahre, Patienten zur Gewichtsreduktion maximal 3 Jahre. Entsprechend fehlen Daten zu möglichen Nebenwirkungen über längere Zeiträume. Der Hersteller überwacht die Datenlage daher weiterhin.
Gut zu wissen: Die Abnehmspritze stand zunächst im Verdacht, langfristig Muskelverlust zu begünstigen. Dies konnte jedoch nicht bestätigt werden. Anwender von Mounjaro® verlieren in der Regel nicht mehr Muskeln als Menschen, die auf anderem Weg abnehmen.
Wann treten Mounjaro® Nebenwirkungen auf?
Mounjaro® Nebenwirkungen treten meist zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosissteigerung auf. Das liegt daran, dass sich der Körper erst an die Veränderung im Hormonhaushalt gewöhnen muss. Besonders der Magen-Darm-Trakt reagiert in dieser Eingewöhnungsphase empfindlich, da Mounjaro® unter anderem den Zuckerstoffwechsel und das Sättigungsgefühl beeinflusst.
Aus diesem Grund wird die Dosierung von Mounjaro® zuerst gering angesetzt und später nach und nach gesteigert. Doch auch im weiteren Behandlungsverlauf (ohne Dosissteigerung) sind Nebenwirkungen grundsätzlich möglich.
Wie lange halten Nebenwirkungen an?
Häufig lassen die Beschwerden wieder nach, wenn sich der Körper an den Wirkstoff Tirzepatid gewöhnt hat. Die genaue Dauer ist von Patient zu Patient verschieden – während manche gar keine Nebenwirkungen durch Mounjaro® haben, halten sie bei anderen wenige Tage oder manchmal auch mehrere Wochen lang an.
Die Teilauswertung einer Studie mit Typ-2-Diabetikern ergab, dass während der Behandlung mit Tirzepatid Durchfall durchschnittlich 3 Tage anhielt, Übelkeit 3-4 Tage und Erbrechen 1-2 Tage. Diese Studienergebnisse lassen sich nicht verallgemeinern, bieten aber eine ungefähre Orientierung zur Dauer der Nebenwirkungen.
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Nebenwirkungen vorbeugen & lindern
Mounjaro® Nebenwirkungen, vor allem Verdauungsbeschwerden, lassen sich oft durch angepasste Essgewohnheiten lindern oder eventuell sogar ganz verhindern.
Dabei können folgende Tipps helfen:
- Essen Sie kleinere, dafür häufigere Mahlzeiten.
- Vermeiden Sie fettreiche und stark gewürzte Speisen.
- Essen Sie langsam und bewusst.
- Beenden Sie eine Mahlzeit, sobald Sie satt sind.
- Trinken Sie 1,5-2 Liter Wasser täglich.
- Spritzen Sie Mounjaro® mit ausreichend Abstand zu einer großen Mahlzeit.
- Bewegen Sie sich regelmäßig.
Um Nebenwirkungen möglichst zu vermeiden, sollten Sie zudem die Dosierung von Mounjaro® schrittweise und nach ärztlicher Anweisung erhöhen. Halten Sie sich stets an die Anwendungshinweise der Packungsbeilage.
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- Hausmittel wie Ingwertee
- reichlich Flüssigkeit in kleinen Schlucken
- Schonkost, etwa Zwieback oder Haferbrei
- frische Luft
- Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen (kurzfristig; nach Beratung durch einen Arzt oder in einer Apotheke)
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- Schonkost, zum Beispiel Reis, Haferbrei oder Bananen
- viel Flüssigkeit, etwa Kräutertees oder Brühe
- Wärmflasche oder Kirschkernkissen auf dem Bauch
- Medikamente gegen Durchfall (kurzfristig; nach Beratung durch einen Arzt oder in einer Apotheke)
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- reichlich trinken, idealerweise Wasser oder ungesüßten Tee
- ballaststoffreiche Ernährung (z.B. mit Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst)
- quellende Lebensmittel wie Leinsamen oder Flohsamenschalen in Kombination mit reichlich Flüssigkeit
- viel Bewegung (z.B. tägliche Spaziergänge)
- pflanzliche Abführmittel und abführend wirkende Medikamente (kurzfristig; nach Beratung durch einen Arzt oder in einer Apotheke)
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- nach dem Essen 2-3 Stunden nicht hinlegen
- Alkohol und Zigaretten vermeiden
- auf der linken Seite mit erhöhtem Oberkörper schlafen
- lockere Kleidung tragen
- Medikamente gegen Sodbrennen (kurzfristig; nach Beratung durch einen Arzt oder in einer Apotheke)
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- leichte Bewegung am Tag
- am Nachmittag Koffein vermeiden
- ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung
- regelmäßiger Schlafrhythmus mit festen Schlafenszeiten, einer entspannenden Abendroutine und 7-8 Stunden Schlaf pro Nacht
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- Stress vermeiden, etwa mit Entspannungstechniken
- reichlich trinken
- ausreichend schlafen
- regelmäßige Bewegung an der frischen Luft
- Schmerzmittel (kurzfristig; nach Beratung durch einen Arzt oder in einer Apotheke)
Infekt oder Mounjaro® Nebenwirkung?
Kommen neben Übelkeit, Erbrechen und Durchfall zusätzlich Fieber und Bauchkrämpfe hinzu, liegt vermutlich ein Magen-Darm-Infekt vor – und keine Nebenwirkung von Mounjaro®. In diesem Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann Mounjaro® Müdigkeit verursachen?
Mounjaro® kann kurzzeitig Müdigkeit begünstigen, weil es das Essverhalten und den Stoffwechsel beeinflusst. Durch die geringere Kalorienaufnahme und den veränderten Blutzuckerspiegel entsteht ein Energiedefizit, das sich anfangs eventuell durch verstärkte Müdigkeit bemerkbar macht. Meist lässt dieser Effekt nach, sobald sich der Körper an die Behandlung gewöhnt hat.
Wieso muss ich als Nebenwirkung von Mounjaro® häufiger aufstoßen?
Mounjaro® verlangsamt die Magenentleerung. Die Nahrung verbleibt dadurch länger im Magen und wird langsamer zersetzt. Das kann die Gasbildung verstärken und zu häufigem Aufstoßen sowie zu Sodbrennen führen.
Können bei der Anwendung von Mounjaro® Muskelschmerzen als Nebenwirkung auftreten?
Muskelschmerzen sind nicht als Nebenwirkung von Mounjaro® gelistet. Manche Anwender berichten jedoch von Muskelschmerzen, die eventuell durch einen schnellen Gewichtsverlust und Muskelabbau bedingt sind.
Warum friere ich seit der Anwendung von Mounjaro® ständig?
Mounjaro® kann ein verstärktes Kältegefühl auslösen, da es den Appetit zügelt, die Kalorienaufnahme senkt und den Stoffwechsel beeinflusst. Vermehrtes Frieren als indirekte Nebenwirkung von Mounjaro® tritt bei manchen Anwendern vor allem zu Beginn auf, wenn sie sehr schnell an Gewicht verlieren.
Ist Hautausschlag bei Mounjaro® normal?
Hautausschlag ist bei Mounjaro® als Teil einer allergischen Reaktion möglich. Treten starker Juckreiz, Quaddeln oder zusätzliche Beschwerden wie Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder Schwindel auf, kann das auf eine allergische Reaktion hinweisen. In diesem Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Eine leichte Rötung, Schwellung oder Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle ist dagegen meist eine normale Reaktion auf die Injektion und klingt in der Regel schnell wieder ab.
Welche Langzeitfolgen hat Mounjaro® auf die Bauchspeicheldrüse?
Mounjaro® erhöht das Risiko einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis). Wiederholte Entzündungen könnten zu dauerhaften Schäden führen.
Kann Mounjaro® Krebs verursachen?
Studien mit Nagetieren deuteten zunächst darauf hin, dass Tirzepatid das Risiko für Schilddrüsenkrebs erhöhen könnte. Dieser Verdacht hat sich jedoch nicht bestätigt. Sowohl der Hersteller als auch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) haben keinen Zusammenhang zwischen Mounjaro® und Krebs beim Menschen festgestellt.
Dr. med. Ulrike Thieme ist Medizinische Leiterin bei ZAVA und seit 2018 Teil des Ärzteteams. Ihre Facharztweiterbildung im Bereich Neurologie schloss sie 2018 ab. Vor ihrer Tätigkeit bei ZAVA arbeitete Dr. med. Ulrike Thieme an einem klinischen Forschungsprojekt über neurodegenerative Erkrankungen am National Hospital for Neurology and Neurosurgery, London.
Lernen Sie unsere Ärzte kennenLetzte Änderung: 04 März 2026
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Mounjaro® Gebrauchsinformation, Lilly Deutschland GmbH, Stand Februar 2025
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Mounjaro® Fachinformation, Lilly Deutschland GmbH, Stand Oktober 2025
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How to use Mounjaro, Lilly USA, online: https://mounjaro.lilly.com/how-to-use-mounjaro#possible-side-effects, abgerufen 11.01.26
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Nebenwirkungen: Kann Mounjaro® (Tirzepatid) zu depressiver Stimmung oder Selbstverletzung führen? Lilly Deutschland GmbH, online: https://medical.lilly.com/de/patient/answers/kann-mounjaro-tirzepatid-zu-depressiver-stimmung-oder-selbstverletzung-f-hren-223314, abgerufen 11.01.26
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Ist die Behandlung mit Mounjaro® (Tirzepatid) mit einer schweren depressiven Störung oder Suizid verbunden? Lilly Deutschland GmbH, online: https://medical.lilly.com/de/products/answers/ist-die-behandlung-mit-mounjaro-tirzepatid-mit-einer-schweren-depressiven-st-rung-oder-suizid-verbunden-214092, abgerufen 11.01.26