Spirale danach

Wie funktioniert die Notfallverhütung mit der Spirale?

Eine Ärztin und ihre Patientin sitzen zusammen und sehen sich ein Blatt an. Die Patientin möchte sich über die Spirale informieren.
Inhalt

Die „Spirale danach“ zählt zu den Notfallverhütungsmethoden. Die Notfallverhütung spielt in der heutigen Zeit immer noch eine entscheidende Rolle, denn es kommt immer wieder zu Verhütungspannen. Dazu zählen beispielsweise ein gerissenes Kondom, eine vergessene Pille oder deren Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Der große Unterschied zur regelhaften Verhütung ist, dass die Maßnahme unmittelbar nach dem Geschlechtsverkehr stattfinden muss und auch nur in einer gewissen Zeitspanne möglich ist. Zava erklärt wie die Spirale danach funktioniert und richtig eingesetzt werden kann.

Was ist die Spirale danach?

Bei der Spirale danach handelt es sich um eine herkömmliche Kupferspirale, die als Notfallverhütung nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr in die Gebärmutter eingesetzt wird. Die Einlage muss durch einen Frauenarzt bis spätestens fünf Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgen. Die Spirale danach kann anschließend auch in der Gebärmutter gelassen und zu einer längerfristigen Verhütung weitergenutzt werden. Es handelt sich dabei um die effektivste Methode der Notfallverhütung.

Wie funktioniert die Spirale danach?

Der genaue Wirkmechanismus ist nicht abschließend geklärt. Die am besten untersuchten Theorien besagen, dass die Spirale eine (sterile) Entzündung der Gebärmutter verursacht, die verhindert, dass die befruchtete Eizelle sich in der Gebärmutterschleimhaut einnisten kann. Man geht auch davon aus, dass die Kupfer-Ionen der Spirale die Spermien in ihrer Beweglichkeit einschränken und so verhindern, dass sie in die Eileiter wandern.

Es muss aber betont werden, dass die Spirale danach vor einer Schwangerschaft schützt, aber keinen Schutz vor Geschlechtskrankheiten bietet.

Wie wirksam ist die Spirale danach?

Eine Schwangerschaft kann mit der Spirale danach zu 99,9 Prozent verhindert werden, was somit sehr hoch ist. Der Pearl-Index beträgt 2 und die Wirksamkeit ist höher als bei der Pille danach.

Welche Vorteile hat die Spirale gegenüber der Pille danach?

Bei der Pille danach handelt es sich um ein hormonelles Medikament, dass innerhalb von drei Tagen nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden muss. Die Spirale danach kann auch nach etwas voran geschrittener Zeit, bis zu fünf Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr, eingesetzt werden.

Bei der Pille danach kann es zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Rückenschmerzen kommen. Diese Nebenwirkungen hat die Spirale danach nicht. Die Pille danach kann außerdem Wechselwirkungen mit Antibiotika oder mit Medikamenten gegen Epilepsie oder HIV haben. Bei der Spirale danach sind keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt.

Wann darf die Spirale danach nicht eingesetzt werden?

Die Spirale danach darf nicht eingesetzt werden, wenn

  • Bereits eine Schwangerschaft besteht
  • Eine Kupferallergie besteht
  • Starke ungeklärte Menstruationsblutungen vorliegen
  • Ein genitaler Krebs besteht
  • Fehlbildungen der Gebärmutter wie ein Uterus myomatosus (gutartiger Tumor der Muskulatur der Gebärmutterwand) vorliegen
  • Eine Entzündung der inneren oder äußeren Genitalien vorliegt, wie eine Adnexitis (kombinierte Entzündung des Eileiters und Eierstocks)

Welche Vorteile bietet die Spirale danach gegenüber anderen Verhütungsmitteln?

Die Vorteile der Spirale danach sind:

  • Eine hohe Wirksamkeit
  • Keine Wechselwirkungen im Körper
  • Im weiteren Zuge als Verhütungsmethode angenehm für die Patientin, da sie an nichts denken muss, außer an Kontrolltermine beim Frauenarzt

Was sind Nebenwirkungen der Spirale danach?

Die Spirale wird üblicherweise während der Menstruation eingesetzt, da zu der Zeit der Gebärmutterhals erweitert ist, was das Einsetzen erleichtert. Bei der Spirale danach erfolgt das Einsetzen unabhängig von der Menstruation. Das kann dazu führen, dass das Einsetzen der Spirale schwieriger und auch schmerzhafter ist.

Nach dem Einsetzen (Implantation) der Spirale kann es innerhalb der ersten vier Wochen vermehrt zu Entzündungen des Genitaltraktes wie Endomyometritis (Entzündung der Gebärmutterschleimhaut) oder Adnexitis (kombinierte Entzündung des Eileiters und Eierstocks) kommen. Ebenfalls können verstärkte Zwischenblutungen nach dem Einsetzen der Spirale auftreten.

Es kann auch vorkommen, dass die Spirale vom Körper abgestoßen wird, was man Expulsion nennt. Dabei kann die Spirale verrutschen. Es sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, der die Spirale wieder einsetzt.

Die Spirale verhindert Schwangerschaften in der Gebärmutter, es kann aber zu extrauterinen Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter kommen.

Was kostet die Spirale danach?

Die Spirale danach ist nur auf Rezept erhältlich und kann durchschnittlich 120-300 € kosten. Die Spirale muss durch einen Arzt eingesetzt werden. Es sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen erfolgen, um die korrekte Lage der Spirale auch mittels Ultraschall zu untersuchen.

Wo kann man schnell einen Termin zum Einsetzen einer Spirale danach bekommen?

Bei der Spirale danach handelt es sich um eine Notfallverhütungsmethode. Im Gegensatz zur Pille danach ist sie nicht rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, sondern kann nur von einem Arzt auf Rezept verschrieben werden. Auch das Einsetzen muss von einem Arzt erfolgen, der Erfahrung mit dem Einsetzen der Spirale hat.

Üblicherweise sollte jeder geschulte Frauenarzt das Einsetzen der Spirale danach auf Anfrage notfallmäßig anbieten, jedoch ist dies besonders am Wochenende nicht immer möglich. Listen von Frauenärzten, die notfallmäßiges Einsetzen der Spirale anbieten, findet man bei Beratungsstellen der sexuellen Gesundheit in der Umgebung.

Um die Frist von fünf Tagen einzuhalten, kann es notwendig sein, eine Klinik aufzusuchen. Das Einsetzen an sich dauert meist nur wenige Minuten.

Kann man trotz Spirale danach schwanger werden?

Trotz Spirale danach ist eine Schwangerschaft möglich. Das kann durch ein verspätetes Einsetzen der Spirale oder durch ein Verrutschen der Spirale passieren. Sollte der Verdacht einer Schwangerschaft trotz Spirale bestehen, sollte ein Frauenarzt aufgesucht werden, um eine Schwangerschaft auszuschließen.

Bei Vorliegen einer Schwangerschaft muss dann individuell entschieden werden, ob die Spirale gezogen wird, weil dabei ein Risiko für eine Fehlgeburt besteht.

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