Desloratadin

Medikament gegen Heuschnupfen

Der Heuschnupfen des jungen Mädchens, der durch eine Blume in ihren Händen ausgelöst wurde, kann durch Desloratadin gelindert werden.
Inhalt

Desloratadin ist ein verschreibungspflichtiges Antihistaminikum, das hauptsächlich zur Linderung von Heuschnupfen Symptomen eingesetzt wird. Es lindert insbesondere Juckreiz in den Augen, Nase, Ohren oder Gaumen. Zudem werden Naselaufen und Niesanfälle vermindert. Desloratadin ist als Lösung und Film- oder Schmelztablette erhältlich. Außerdem wird Desloratadin gegen andere Formen der allergischen Entzündung der Nasenschleimhaut (allergische Rhinitis) eingesetzt und hilft beispielsweise gegen Hausstauballergie oder Tierhaarallergie. Desloratadin lindert auch Symptome der Urtikaria. Urtikaria ist eine allergische Hauterkrankung mit Juckreiz und Nesselausschlag.

Die Ärzte von Zava können bei bereits diagnostizierter allergischer Rhinitis ein Rezept für ein Heuschnupfenmedikament ausstellen.

Wie wirkt Desloratadin?

Als Antihistaminikum hilft Desloratadin gegen die Symptome einer allergischen Reaktion. Der körpereigene Stoff Histamin spielt bei dem Ablauf einer allergischen Reaktion eine große Rolle. Histamin verursacht allergische Symptome, indem es an Histaminrezeptoren (H1-Rezeptoren) bindet. Zu den Histamin-vermittelten allergischen Symptomen gehören Hautrötung, Juckreiz, niedriger Blutdruck und eine Verengung der Bronchien (Bronchokonstriktion).

Wird Desloratadin eingenommen, bindet es an diese Rezeptoren und Histamin kann seine allergiefördernde Wirkung nicht mehr entfalten. Durch Desloratadin werden bestimmte entzündungsfördernde Stoffe weniger ausgeschüttet. Hierdurch sind insbesondere die antiallergischen Eigenschaften von Desloratadin zu erklären. Desloratadin hat eine Halbwertzeit von etwa 27 Stunden, wodurch es lange wirkt.

In welchen Medikamenten ist Desloratadin enthalten?

Desloratadin ist strukturell verwandt mit dem Antihistaminika Loratadin und Levocetirizin. Genau genommen handelt es sich bei Desloratadin um die aktive Form (Hauptmetabolit) von dem älteren Stoff Loratadin. Loratadin wird in der Leber zu Desloratadin umgebaut. Nach dem Ablauf des Patents für Loratadin hat der Pharmakonzern Essex Pharma Desloratadin im Jahr 2002 auf den Markt gebracht.

Desloratadin ist in Deutschland, der Schweiz und Österreich in dem bekannten verschreibungspflichtigen Medikament Aerius enthalten. Außerdem kann es in Österreich und Deutschland als Dasselta und Aerinaze gekauft werden, wobei Aerinaze ein Kombinationspräparat aus Desloratadin und Pseudoephedrinsulfat ist. Ausschließlich in Österreich ist Desloratadin in den Medikamenten Azomyr und Neoclarityn enthalten. Ebenfalls erhältlich ist Desloraderm als Lösung oder Filmtablette zum Einnehmen.

Welche Nebenwirkungen sind bei der Einnahme von Desloratadin zu erwarten?

Klinische Studien haben ergeben, dass jeder fünfte Anwender von Desloratadin über Kopfschmerzen klagt. Etwa sieben Prozent der Anwender klagen über Rachenentzündung oder Blutungsbeschwerden (Dysmenorrhö). Fünf Prozent der Anwender von Desloratadin geben Mundtrockenheit und drei Prozent Schläfrigkeit als Nebenwirkungen von Desloratadin an.

Wann sollte Desloratadin nicht eingenommen werden?

Nur nach gründlicher Absprache mit einem Arzt sollte Desloratadin eingenommen werden, wenn eine der folgenden Krankheiten vorliegt:

  • Lebererkrankungen
  • Nierenerkrankungen: wegen einer langsameren Ausscheidung bei Nierenerkrankungen muss die Desloratadin Dosis eventuell vermindert werden
  • Phenylketonurie (PKU), eine angeborene Stoffwechselerkrankung

Macht Desloratadin müde?

In der Dosis von fünf Milligramm macht Desloratadin laut kontrollierten klinischen Studien nicht müde. Dass Desloratadin nicht müde macht, ist darauf zurückzuführen, dass es anders als andere Histaminrezeptorblocker nicht die Blut-Hirn-Schranke überwindet. Somit wirkt Desloratadin überwiegend in der Körperperipherie und verursacht keine Müdigkeit oder Schläfrigkeit im Gehirn. Aus diesem Grund zählt Desloratadin zu den Antihistaminika der zweiten Generation. Diese neueren Antihistaminika werden auch als nicht-sedierenden Antihistaminika bezeichnet. Desloratadin unterscheidet sich somit von den älteren Antihistaminika wie Clemastin (Tavegil) oder Dimetinden (Fenistil), die stark müde machen können. Die älteren Antihistaminika haben durch eine zu starke Wirkung auf das Gehirn (zentrale Wirkung) stärkere Nebenwirkungen (wie Gewichtszunahme und Müdigkeit). Aus diesem Grund schränken ältere Antihistaminika die Fähigkeit ein, Autos, Flugzeuge oder Maschinen zu führen. Desloratadin hingegen gilt als nebenwirkungsarm. Sollte trotzdem das Gefühl bestehen, dass Desloratadin müde macht, kann es bevorzugt abends vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Muss die Desloratadin Dosis bei langfristiger Einnahme gesteigert werden?

Nach heutigem Kenntnisstand macht Desloratadin weder süchtig noch treten Gewöhnungseffekte ein, wenn der Wirkstoff langfristig eingenommen wird. Dadurch unterscheidet sich Desloratadin zum Beispiel von starken Schmerzmitteln wie Opiaten, dessen Wirkung bei langfristiger Einnahme stetig abnimmt, wodurch die Dosis gesteigert werden muss.

Was kann man tun, wenn die Behandlung mit Desloratadin nicht ausreichend wirkt?

Nach Absprache mit einem Arzt kann die Desloratadin Dosis erhöht werden zum Beispiel auf zweimal täglich fünf Milligramm Desloratadin (morgens und abends). Außerdem können zusätzlich glucocorticoidhaltige Nasensprays eingenommen werden wie zum Beispiel Nasonex. Nasensprays versprechen insbesondere gute Linderung, wenn die Nase durch die Allergie verstopft ist und so das Atmen erschwert.

Darf Desloratadin während der Schwangerschaft angewendet werden?

Nein. Es gibt keine kontrollierten Studien bei Menschen zur Sicherheit der Anwendung von Desloratadin während der Schwangerschaft. In Tierstudien konnte keine schädigende Wirkung auf den Nachwuchs festgestellt werden. Auch erste Beobachtungsstudien in Schweden konnten keine negativen Effekte auf das Kind durch Antihistaminika der zweiten Generation feststellen. Dies schließt jedoch ein Sicherheitsrisiko bei schwangeren Menschen nicht aus.

Darf Desloratadin in der Stillzeit eingenommen werden?

Nein. Auch die Wirkung von Desloratadin auf das gestillte Kind ist nicht ausreichend untersucht. Da Desloratadin in die Muttermilch übergeht, sollten die Tabletten deshalb während der Stillzeit abgesetzt werden.

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