Diastolischer Wert

Letzte Änderung: 21 Mär 2019

Arzt misst den Blutdruck einer Patientin um den diastolischen Wert zu ermitteln zu und kontrollieren.
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Die Blutdruckmessung ergibt zwei Werte: Einen oberen, systolischen Blutdruckwert und einen unteren, diastolischen Blutdruckwert. Die Einheit ist jeweils mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Ein optimaler Blutdruck liegt bei Werten unter 120/80 mmHg.

Was ist der diastolische Wert?

Der diastolische Blutdruckwert, der optimal unter 80 mmHg liegt, gibt den Wert des Blutdrucks in der Erschlaffungsphase des Herzens (Diastole) an. Während der systolische Blutdruckwert (Blutdruck während der Auswurfphase des Herzens) Rückschluss auf die Elastizität und den Querschnitt vor allem der großen Blutgefäße gibt, wird der diastolische Wert hauptsächlich durch den Gesamtgefäßquerschnitt, also durch die zusammengezählte Querschnittsfläche aller kleineren arteriellen Blutgefäße, bestimmt. Je niedriger der diastolische Wert, desto größer ist der additive Gefäßquerschnitt.

Wie verändert sich der diastolische Wert bei Krankheit?

Liegt eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) vor, die z.B. durch Rauchen, Zuckerkrankheit oder Übergewicht begünstigt wird, so verringert sich der Gefäßquerschnitt der betroffenen Blutgefäße. Der gesamte Gefäßquerschnitt nimmt ab – und der diastolische Blutdruck steigt.

Auch der systolische Wert steigt, da in der Regel nicht nur die kleineren Arterien arteriosklerotisch verkalkt sind, sondern auch die Hauptschlagader und ihre Äste.

Der hohe Blutdruck schädigt die Gefäße darüber hinaus noch weiter und es entsteht eine Art Teufelskreis, der – wenn keine Bluthochdrucktherapie begonnen wird – zu lebensgefährlichen Folgen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder akuten arteriellen Verschlüssen an anderen Stellen führen kann. Bluthochdruck kann erfolgreich mit Anpassungen des Lebensstils und Medikamenten behandelt werden.

Ist der diastolische Wert immer verändert, wenn man Bluthochdruck hat?

Neben dem bekannten Bluthochdruck (Hypertonus), bei dem sowohl der diastolische als auch der systolische Blutdruckwert erhöht sind, gibt es auch den sogenannten isolierten systolischen Hypertonus, bei dem nur der obere Wert erhöht ist. Patienten mit einem isoliert systolischen Hypertonus weisen bereits eine geringe Elastizität an der Hauptschlagader und ihren nächsten Ästen auf, während die kleineren arteriellen Gefäße noch gesund sind. Dennoch ist eine isolierte systolische Hypertonie behandlungsbedürftig, da sie das Gefäßbett schädigt.

Artikel erschienen: 16 Jan 2017

Letzte Änderung: 21 Mär 2019

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