Studie über sexuelle Gesundheitsprobleme von Männern

Haben Männer Beschwerden vor, bei oder nach dem Sex? Wie gehen sie mit ihren sexuellen Gesundheitsproblemen um? Suchen sie Hilfe, wenn ja, wo?

Im Rahmen einer repräsentativen Studie über Arztbesuche in Deutschland, hat das Marktforschungsinstitut Splendid Research im Auftrag der Online-Arztpraxis Zava rund 500 Männer zwischen 20 und 50 Jahren über sexuelle Gesundheitsprobleme befragt (siehe “Über die Studie”).

Die wichtigsten Aussagen zusammengefasst:

  • Knapp jeder dritte Mann (30 Prozent) zwischen 20 und 50 Jahren hatte schon einmal Beschwerden beim Sex.
  • Die Hälfte der Männer mit Beschwerden (53 Prozent) recherchiert im Internet.
  • Nur jeder Vierte (27 Prozent) wendet sich an einen Experten.
  • Für die Mehrzahl der Befragten, die mit ihren Beschwerden nicht zum Arzt gehen, würden medizinische Online-Angebote den Schritt zu professioneller Hilfe erleichtern.
  • Gute Nachrichten: 70 Prozent scheinen keine gesundheitlichen Probleme beim Sex zu haben

Zu früh, zu spät, gar nicht

Grafik über die prozentuelle Häufigkeit von Männerkrankheiten bei den befragten Testpersonen.

Erektionsprobleme (12 Prozent), vorzeitiger Samenerguss (11 Prozent) oder Schmerzen (13 Prozent) sind häufige Probleme der Männer. Fast jeder Dritte (30 Prozent) hatte schon einmal Beschwerden mit seiner sexuellen Leistungsfähigkeit.

Beverley Kugler, ärztliche Leiterin Deutschland der Online-Arztpraxis Zava: „Probleme beim Geschlechtsverkehr treten wesentlich häufiger auf als es scheint, es wird nur selten darüber geredet. Das kann fatale Folgen haben. Denn der Auslöser kann zum Beispiel Stress sein, aber auch eine Herz-Kreislauferkrankung oder Diabetes. Eine ärztliche Diagnose bringt Aufschluss und hilft bei konkreten Beschwerden, aber auch bei der frühzeitigen Erkennung von Erkrankungen.“

Experten zufolge leiden über zwei Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes, ohne es zu wissen. Da die Erkrankung häufig ohne eindeutige Symptome verläuft, wird sie meist erst dann erkannt, wenn durch Folgeerkrankungen Beschwerden auftreten. Erektile Dysfunktion (Erektionsstörung) kann beispielsweise ein durch Testosteronmangel, Nerven- oder Gefäßschäden bedingtes Symptom von Diabetes sein, aber auch ein Anzeichen für Herz-Kreislauferkrankungen.

Diagnose aus dem Web?

Grafik, wie bei Männern mit Beschwerden von Geschlächtskrankheiten umgegangen wird.

Hier zeigt sich der Trend zur Digitalisierung: Wer Rat sucht, recherchiert vor allem im Internet (53 Prozent). Nur jeder Vierte geht zum Arzt (27 Prozent) und 10 Prozent wenden sich an einen Therapeuten.

Beverley Kugler weiß: „Vielen Männern sind ihre Beschwerden, speziell bei diesen Themen, unangenehm. Sie möchten nicht zum Arzt gehen, dabei dürfen gerade Beschwerden, wie erektile Dysfunktion, kein Tabu sein. Schließlich geht es um die Gesundheit und auch ein Stück weit um Lebensqualität.“ Spezialisten, wie die Fachärzte der Arztpraxis Zava, ermöglichen eine diskrete und kompetente Beratung und Behandlung aus der Ferne – so muss der Patient nicht in die Arztpraxis kommen.

Probleme mit dem Partner teilen

Grafik über die Gesprächspartner von Männern, wenn nicht zum Arzt gegangen wird.

Knapp die Hälfte der Männer (46 Prozent), die den Arztbesuch meiden, sprechen mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin über ihre Probleme. Jeweils 22 Prozent sprechen mit Familienmitgliedern oder Freunden. Die Befragung zeigt jedoch auch: Fast jeder Vierte (23 Prozent) behält seine Sorgen ganz für sich und teilt seine Probleme mit niemandem.

„Wer unter sexuellen Beschwerden leidet, sollte unbedingt das Gespräch suchen. Unabhängig davon, dass die Leiden ein Symptom einer zugrunde liegenden Erkrankung sein können, kommen Betroffene häufig in einen Teufelskreis. Wer nicht so “performt”, wie er möchte, setzt sich schnell unter Druck. Anspannung und Stress können die Beschwerden beim Geschlechtsverkehr weiter negativ beeinflussen”, erklärt die Ärztin Beverley Kugler.

Diskret auf Distanz

Grafik, welche Maßnahmen es einem Mann erleichtern würde, einen Arzt aufzusuchen.

Was senkt die Hemmschwelle, damit Kranke zu Patienten werden? Wie müssen medizinische Beratungsangebote aussehen, damit sie gerade bei vermeintlich „peinlichen Problemen“ den Zugang zu medizinischer Beratung erleichtern?

Jeder zweite Betroffene (50 Prozent) spricht sich für einen medizinischen Online-Fragebogen aus, gefolgt von Online-Sprechstunden per Video (29 Prozent), Chat (28 Prozent) oder einem Telefongespräch mit dem Arzt (20 Prozent).

Beverley Kugler von Zava über die Vorteile der medizinischen Fernbehandlung: „Telemedizin ebnet den Weg für die Menschen, die den Besuch in einer Arztpraxis vor Ort scheuen. Die Fernbehandlung wird oft als diskreter empfunden, nimmt damit eine wichtige Hemmschwelle und gewährleistet gleichzeitig eine fachliche medizinische Diagnose.“

Abdruck der Studie ganz oder in Auszügen und Nutzung der Grafiken oder Zitate honorarfrei unter Nennung der Quelle: www.zavamed.com/de.

Über die Studie

Das Marktforschungsinstitut Splendid Research (Fraunhofer Institut, Statista, WDR, BCG) aus Hamburg befragte 2018 im Auftrag der Online-Arztpraxis Zava in einer repräsentativen Umfrage 497 Männer und 518 Frauen zwischen 20 und 50 Jahren über die Regelmäßigkeit von Arztbesuchen bei Beschwerden. Die Studienteilnehmer kommen aus dem gesamten Bundesgebiet. Fast 90 Prozent sind gesetzlich versichert, gut 10 Prozent privat. Die oben behandelten Fragen wurden ausschließlich den Männern gestellt.

Über Zava

Zava ist der führende Anbieter telemedizinischer Leistungen für Patienten in Deutschland und Europa. Die Online-Arztpraxis wurde von David Meinertz (CEO) in London (UK) gegründet und wird von der Health Bridge Ltd. betrieben. Seit dem Start im Jahr 2011 wurden über 2 Millionen Beratungen und Behandlungen für Patienten aus Deutschland, Österreich, Schweiz, England, Irland und Frankreich durchgeführt. Die angestellten Ärzte beraten und behandeln Patienten zeit- und ortsunabhängig per Internet, Telefon und Video. Aktuell behandelt Zava (www.zavamed.com/de) in Deutschland über 30 Indikationen aus den Bereichen Männer- und Frauengesundheit, Innere Medizin sowie der Allgemein- und Reisemedizin. Patienten können sich 24 Stunden, 7 Tage die Woche über ihr verschlüsseltes Patientenkonto an die Online-Arztpraxis wenden. Der telefonische Patientenservice ist Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 18 Uhr unter +49 (0) 40 8740 8254 erreichbar.

Die Online-Arztpraxis ist bei der englischen Aufsichtsbehörde für Arztpraxen, der "Care Quality Commission" (CQC), registriert und richtet sich unter anderem nach den Vorgaben und Empfehlungen deutscher wissenschaftlicher Institute, wie dem Robert Koch Institut und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF).