Gesundheitsranking: Die gesündesten Bundesländer im Vergleich

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Laut des diesjährigen DKV-Reports haben nur 2% der Deutschen einen rundum gesunden Lebensstil.¹ Doch wie wirkt sich das auf das tatsächliche Krankheitsbild unserer Bevölkerung aus?

Vor diesem Hintergrund hat die Online-Arztpraxis ZAVA eine Analyse auf Basis der Daten des Gesundheitsatlas Deutschland² durchgeführt, um herauszufinden, welche Bundesländer die gesündeste Bevölkerung haben. Hierfür flossen die betroffenen Bevölkerungsanteile für 25 Erkrankungen in einen gesamten Indexwert (Gesundheitswert) für alle Bundesländer sowie Land- und Stadtkreise ein.

Hauptergebnisse:

  • Hamburg ist das gesündeste Bundesland mit einem Wert von 9,39/10.
  • Sachsen-Anhalt ist das ungesündeste Bundesland mit einem Wert von 4,74/10.
  • Frauen sind bei Depressionen, Angstzuständen, Arthritis und Osteoporose häufiger betroffen; Männer dominieren bei Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und Lungenerkrankungen.
  • Adipositas (~10,6 % der Bevölkerung betroffen), Typ-2-Diabetes (~11,4 %) und Bluthochdruck (~31 %) bleiben die häufigsten chronischen Erkrankungen, insbesondere in Regionen mit älteren Menschen und Menschen mit niedrigem Einkommen.

Deutschland im Gesundheitsranking: Diese Bundesländer haben die gesündesten Bewohner

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Die Analyse der Online-Arztpraxis ZAVA zeigt, dass Hamburg mit einem Wert von 9,39 von 10 die gesündeste Bevölkerung in Deutschland hat Hamburg weist für vier der fünf häufigsten Erkrankungen den niedrigsten Bevölkerungsanteil bundesweit auf. An Rückenschmerzen leiden in der Hansestadt 26,8% und an Bluthochdruck 20,62%, während 7,9% von Diabetes (Typ 2) und 8,01% von Adipositas betroffen sind. Was Depressionen betrifft, liegt Hamburg mit 11,98% der betroffenen Bevölkerung allerdings näher am Bundesdurchschnitt von 12,11%. Im Ranking der 400 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte liegt Hamburg auf Platz 17 - keine Stadt mit über einer Million Einwohnern schnitt besser ab.

Auf Platz 2 liegt die Hauptstadt Berlin mit einem Gesundheitswert von 8,41/10. Für Bluthochdruck weist Berlin den bundesweit zweitniedrigsten Anteil von 24,59% auf und für Adipositas den deutschlandweit drittniedrigsten Anteil mit 9,09%. 29,14% der Berliner leiden an Rückenschmerzen und 9,79% an Diabetes (Typ 2). Wie auch in Hamburg ist hier der Anteil an Einwohnern mit Depressionen vergleichsweise hoch im Gegensatz zu den Anteilen für andere Krankheiten, allerdings ist der Anteil der depressiven Patienten in Berlin mit 12,91% deutlich höher als der Bundesdurchschnitt.

Baden-Württemberg weist mit einem Gesundheitswert von 8,2/10 die drittgesündeste Bevölkerung auf. Der Anteil der Bevölkerung, die unter Rückenschmerzen leiden, liegt hier mit 30,63% höher als in einigen Bundesländern, allerdings ist in Baden-Württemberg der Anteil der Bevölkerung mit Adipositas mit 8,77% der zweitniedrigste bundesweit und auch der Anteil für Depressionen ist mit 11,77% niedriger als in den beiden Stadtstaaten auf Rang 1 und 2. 26,84% der Einwohner in Baden-Württemberg leiden an Bluthochdruck und 9,8% an Typ-2-Diabetes.

Sachsen-Anhalt gesundheitliches Schlusslicht in der Studie

Mit einem Gesundheitswert von nur 4,74 von 10 hat Sachsen-Anhalt die am wenigsten gesunde Bevölkerung in Deutschland. Bei 9 von 25 Erkrankungen in der Untersuchung weist Sachsen-Anhalt den höchsten Anteil auf, darunter Typ-2-Diabetes (15,67%), Adipositas (13,54%), Koronare Herzkrankheit (12,16%), Kniegelenksarthrose (9,97%), Herzinsuffizienz (8,16%) und Osteoporose (5,78%). Für Rückenschmerzen (36,27%) und Bluthochdruck (39,88%) ist der Anteil der darunter leidenden Bevölkerung der zweithöchste bundesweit.

Ein genauerer Blick: Die Landkreis-Analyse

In Baden-Württemberg liegt Deutschlands gesündester Kreis: Freiburg im Breisgau. Der Stadtkreis im Süden des Schwarzwaldes hat mit 9,87 von 10 den höchsten Gesundheitswert von allen 400 Landkreisen bzw. kreisfreien Städten in Deutschland. Beispielsweise leiden in diesem Stadtkreis nur 15,94% der Bevölkerung an Bluthochdruck, was nur der Hälfte des bundesweiten Durchschnitts entspricht. Der Landkreis, der in Baden-Württemberg am schlechtesten abschneidet, ist der Main-Tauber-Kreis mit einem lokalen Gesundheitswert von 5,97, was aber im Vergleich zu den ungesündesten Kreisen in anderen Bundesländern vergleichsweise hoch ist. In Relation zu Freiburg betrifft hier allerdings der Bluthochdruck 34,2% der Bevölkerung, was deutlich über dem Bundesdurchschnitt ist.

Deutschlands Kreis mit der am wenigsten gesunden Bevölkerung liegt in Thüringen. Der Stadtkreis Suhl erhielt in der Studie einen Gesundheitswert von nur 1,75 von 10. In dieser Stadt liegt der bundesweit höchste Bevölkerungsanteil mit Bluthochdruck (49,66%), Adipositas (19,15%) und Typ-2-Diabetes (18,73%) vor. Thüringens gesündester Kreis ist die kreisfreie Stadt Jena mit einem beachtlichen Gesundheitswert von 9,28 von 10. Jena liegt im Kreisranking auf Platz 24 von 400 und hat mit einem Anteil von nur 8,44% den drittniedrigsten Wert für Depressionen bundesweit aufzuweisen.

Dr. med. Ulrike Thieme, Medizinische Leiterin bei ZAVA, erklärt hierzu:

“Die deutsche Gesundheitslandschaft zeigt ein deutliches Nordost-Südwest-Gefälle. Universitäts- und wirtschaftlich dynamische Regionen weisen deutlich niedrigere Raten chronischer Erkrankungen auf, während ältere, industrialisierte und wirtschaftlich schwächere Landkreise – insbesondere in Thüringen und im Ruhrgebiet – die Hauptlast tragen. Diese geografische Ungleichheit unterstreicht die Notwendigkeit regionalisierter Präventions- und Behandlungsstrategien von chronischen Erkrankungen.

Als Experten für die Behandlung von Adipositas sehen wir bei ZAVA täglich wie wichtig ein gesunder Lebensstil, angemessenes Körpergewicht und eine gesunde Ernährung nicht nur für die allgemeine Gesundheit sind, sondern auch für die Prävention vieler der in der Studie genannten Erkrankungen, wie z.B. Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch für Rücken- und Gelenkbeschwerden. Besonders in stark betroffenen Regionen, in denen ein überlastetes Gesundheitssystem u.U. zu Problemen beiträgt, ist es daher wichtig, für Bildung zur Prävention zu sorgen.”

Methode:

  1. Experten der Online-Arztpraxis ZAVA führten diese Studie durch, um die Regionen in Deutschland mit den besten allgemeinen Gesundheitsergebnissen zu identifizieren und herauszufinden, wo gezielte Gesundheitsinitiativen die größte Wirkung erzielen könnten.
  2. Die Analyse untersuchte bundesweite Daten des Gesundheitsatlas Deutschland mit Fokus auf die Prävalenz und Patientenzahlen wichtiger chronischer und lebensstilbedingter Erkrankungen, darunter Herz-Kreislauf-, Atemwegs-, Stoffwechsel-, neurologische, muskuloskelettale und psychische Erkrankungen.
  3. Dazu extrahierte und kompilierte ZAVA die zugrundeliegenden öffentlichen Gesundheitsdaten, die über das Webportal des Gesundheitsatlas verfügbar sind. Jede Krankheitsseite wurde programmatisch aufgerufen und die strukturierten Daten der Website (__NEXT_DATA__ JSON) heruntergeladen, um alle verfügbaren Indikatoren zu erfassen – wie Prävalenz nach Bundesland und Landkreis, Patientenzahlen, demografische Aufschlüsselungen (Geschlecht und Alter) und historische Trends.
  4. Alle Datensätze wurden bereinigt, harmonisiert und in einer zentralen Analysemappe zusammengeführt. Die einzelnen Krankheitsdaten wurden in einheitlichen Tabellen zusammengeführt, die Folgendes darstellen:
  5. Prävalenz und Patientenzahlen pro Bundesland und Landkreis
  6. Geschlechts- und altersspezifische Vergleiche über alle Erkrankungen hinweg
  7. Zeitreihendaten zu Veränderungen der Prävalenz im Zeitverlauf
  8. Diese Daten wurden schließlich in einem umfassenden Gesundheitsindex zusammengeführt, der Vergleiche auf Landkreis- und Bundeslandebene über alle wichtigen Erkrankungen hinweg ermöglicht. Das Indexmodell erlaubt eine weitere Gewichtung oder Invertierung der Werte, um die gesündesten Regionen Deutschlands und diejenigen mit dem größten Bedarf an Unterstützung im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu identifizieren.
  9. Die Daten wurden am 3. Dezember 2025 erhoben und sind zu diesem Zeitpunkt korrekt.