Die gestresstesten Städte Deutschlands 2025
Die Online-Arztpraxis ZAVA führte erneut eine umfassende Analyse durchgeführt, um herauszufinden, in welchen deutschen Städten die Menschen am häufigsten nach Stressbewältigung und Stresssymptomen suchen – und wie sich diese Trends im Vergleich zum Vorjahr verändert haben.
Um dies zu erreichen, führte ZAVA eine Indexstudie durch, in der lokale Suchdaten für jede Stadt in Deutschland mit mehr als 300.000 Einwohnern analysiert wurden. Dabei flossen die Suchvolumen für fünf Suchbegriffe in die Endbewertung, den Stresswert ein: „Stress“, „Stress Symptome“, „Stress abbauen“ und „Cortisol senken“ sowie die Veränderung der Suchanfragen für „Cortisol senken“ im Vergleich zum Vorjahr ein.
Deutschlands stressgeplagteste Städte 2025
Das vollständige Datenblatt finden Sie hier. Alle Suchvolumen sind jährlich angegeben.
Die Studie von ZAVA hat ergeben, dass Frankfurt am Main mit einem Stresswert von 8,44/10 im Jahr 2025 die gestressteste Stadt Deutschlands ist. In Deutschlands Finanzhauptstadt googeln 1.143 pro 100.000 Einwohner das Wort „Stress“. Das Suchvolumen für „Cortisol senken“ stieg dieses Jahr bisher auf ganze 3.809 Anfragen pro 100.000 Einwohner. Dabei stellt diese Suchanfrage eine spezifische Recherche zur Reduktion des Stress-Hormons dar, die auf einen akuteren Leidensdruck hinweisen könnte. Frankfurt hat bundesweit für alle vier analysierten Suchanfragen das höchste Suchvolumen pro Kopf. Allerdings hat die Großstadt in Hessen nur einen verhältnismäßig leichten Anstieg von 26% an Suchanfragen für „Cortisol senken“ zu verzeichnen, obwohl der Anstieg in den meisten Städten deutlich höher ausfiel.
Auf dem zweiten Platz liegt die Universitätsstadt Münster, die in der Vorjahresstudie den ersten Rang belegte, mit 7,71 von 10 möglichen Punkten in diesem Jahr. Allgemeine Suchanfragen nach „Stress“ werden hier jedes Jahr von 545 pro 100.000 Einwohnern gestellt. 195 von 100.000 recherchieren „Stress Symptome“, was der dritthöchste Wert unter den Top 10 ist. „Stress abbauen“ wird von 156 pro 100.000 Münsteranern im Jahr gegoogelt. Spezifische Suchanfragen nach „Cortisol senken“ werden hier von 1.869 pro 100.000 Einwohner, was einem Anstieg von 50% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Stuttgart belegt mit einem Wert von 7,56/10 den dritten Platz. In der Landeshauptstadt Baden-Württembergs werden allgemeine Suchanfragen für „Stress“ von 509 pro 100.000 Einwohnern gestellt. Weitere 1.959 pro 100.000 Stuttgarter recherchieren spezifisch „Cortisol senken“, was für diese Suchanfrage der dritthöchste Wert im Ranking ist und für diese Suchanfrage einen Anstieg von 30% im Vergleich zum Vorjahr darstellt.
Chill-Out-Area: Diese Städte sind am wenigsten gestresst
Das vollständige Datenblatt finden Sie hier. Alle Suchvolumen sind jährlich angegeben.
Ein kurzer Blick auf das untere Ende der Tabelle zeigt, dass Bremen mit einem Wert von nur 1,5/10 auch im Jahr 2025 wieder die Stadt mit den wenigsten Suchanfragen zum Thema Stress in Deutschland ist. Für alle Suchanfragen bis auf „Stress abbauen“ wies Bremen im Jahr 2025 bisher die niedrigsten Suchvolumen auf. Dennoch werden in der Hansestadt beachtliche 798 Suchanfragen pro 100.000 Einwohner für „Cortisol senken“ gestellt, ein Anstieg um 23% im Vergleich zum Vorjahr, was unterstreicht, wie sehr der Druck Stress zu reduzieren bundesweit gestiegen ist. In der Studie im Vorjahr lag der niedrigste Wert für diese Suchanfrage noch bei 548 pro 100.000 Einwohner.
Auf dem löblichen vorletzten Platz liegt in der diesjährigen Studie Bochum mit einem Stresswert von 2,42/10. Nur 67 von 100.000 Einwohnern googeln hier „Stress abbauen“. Allerdings ist auch hier die Anzahl der Suchanfragen für „Cortisol senken“ mit 1.071 pro 100.000 Einwohner mehr als doppelt so hoch als der niedrigste Wert in der Vorjahresstudie.
Hauptstadt Berlin war auch wie in der Vorjahresstudie wieder am unteren Rand der Tabelle zu finden, dieses Jahr mit einem Stresswert von 2,83/10 allerdings auf Platz 21; eine Verschlechterung um einen Rang. 2025 werden hier über 12.000 allgemeine Suchanfragen zum Begriff „Stress“ gestellt, aber gemessen an der Bevölkerungsgröße sind das nur 326 von 100.000 Einwohnern, wobei sogar noch weniger (68) „Stress Symptome“ und (85) „Stress abbauen“ googlen. „Cortisol senken“ wird von 1.172 von 100.000 Einwohnern gegoogelt, was einem Anstieg von 22% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Dr. med. Ulrike Thieme, Medizinische Leiterin bei ZAVA, betont, wie Stress besonders bei Männern starken Einfluss auf Selbstbewusstsein und sexuelle Gesundheit haben kann.
“Stress kann durch viele Faktoren den Lebensstil beeinflussen - und bei Männern kann er sogar Erektionsstörungen auslösen. Hält die Belastung über längere Zeit an, kann sich daraus ein chronisches Problem entwickeln, das auch psychische Folgen haben kann.
Bei chronischem Stress sind Cortisol- und Adrenalinspiegel im Blut ständig erhöht. Cortisol und Adrenalin unterdrücken die Ausschüttung von Testosteron, was die normale sexuelle Funktionsfähigkeit des männlichen Körpers beeinträchtigen kann. Des weiteren versetzt Stress den Körper in einen fight-or-flight-Modus, der die Balance zwischen Sympathikus und Parasympathikus beeinträchtigt. Das verringert die notwendige Entspannung und den Blutfluss, was Erektionsstörungen begünstigt oder verschlimmern kann. Anhaltende Erektionsstörungen können außerdem einen Teufelskreis von psychischer Scham und einem Verlust von Selbstwertgefühl auslösen, die wiederum selbst Erektionsstörungen hervorrufen können.
Deshalb ist es wichtig zu wissen: Stress und Erektionsstörungen können sich gegenseitig hochschaukeln. Wer seine sexuelle Gesundheit schützen möchte, sollte Stressabbau gezielt in den Alltag integrieren – durch Pausen, Sport/Bewegung, gesunde Ernährung, regelmäßige Entspannungsroutinen und natürlich Zeit an der frischen Luft.”
Methode:
- Experten der Online-Arztpraxis ZAVA analysierten, wie weit die Besorgnis über Stress und daraus resultierende Gewichtsprobleme in der deutschen Bevölkerung in den größten Städten des Landes verbreitet ist.
- Dazu wurde eine Liste der häufigsten Suchbegriffe zum Thema Stress in Deutschland vom SEO-Tool ahrefs1 zusammengestellt
- Für jede Stadt mit mehr als 300.000 Einwohnern wurden bei GoogleAds2 folgende Daten erhoben:
- das monatliche Suchvolumen für das Stichwort „Stress“.
- das monatliche Suchvolumen für das Stichwort „Stress Symptome“.
- das monatliche Suchvolumen für das Stichwort „Stress abbauen“.
- das monatliche Suchvolumen für das Stichwort „Cortisol senken“.
- die Veränderung der Suchanfragen für „Cortisol senken“ im Vergleich zum Vorjahr.
- Anschließend wurde das monatliche Suchvolumen mit 12 multipliziert, um ein geschätztes jährliches Suchvolumen zu erhalten.
- Das geschätzte jährliche Suchvolumen wurde dann pro 100.000 Einwohner geteilt, um einen Anteil der Bevölkerung zu ermitteln, die die oben genannten Begriffe googelt. Dabei wurden die Einwohnerzahlen am Stichtag 31. Dezember 2024 von den jeweiligen Wikipedia-Artikeln der Städte, basierend auf dem Zensus 2022 verwendet.4
- Die Suchanfragen pro Kopf für jede Stadt wurden dann als Faktoren in einen Indexwert einbezogen, wobei allgemeine Suchanfragen nach „Stress“ und „Stress Symptomen“ am leichtesten gewichtet wurden, Suchanfragen nach „Stress abbauen“ und „Cortisol senken“ sowie die Veränderung der Suchanfragen für „Cortisol senken“ die höchste Gewichtung beigemessen, da der Sorge eine konkrete, wissenschaftlich messbare Veränderung der Körperchemie herbeiführen zu müssen, die höchste Dringlichkeitsstufe des Suchenden beigemessen wurde.
- Die Städte wurden dann in absteigender Reihenfolge ihres Indexwerts sortiert.
- Die Daten wurden am 04. September 2025 erhoben und sind zu diesem Zeitpunkt korrekt.
Quellennachweis:
[1] - ahrefs
[2] - GoogleAds | Keyword Planner
[3] - Wikipedia DE