Die gesündesten Orte in Deutschland: Sachsen-Anhalt und Heilbronn an der Spitze

Inhalt

Die wichtigsten Studienergebnisse auf einen Blick

  • Sachsen-Anhalt ist 2026 das gesündeste Bundesland mit einem Indexwert von 8,65/10 und 309 Grünflächen pro 100.000 Einwohner.
  • Heilbronn, Baden-Württemberg ist die gesündeste Stadt mit einem Indexwert von 9,44/10 und 611 Grünflächen pro 100.000 Einwohner.
  • Das zweitgesündeste Bundesland ist Sachsen mit 8,57/10 Punkten und 160 Schwimmbecken pro 100.000 Einwohner.
  • Die beste Luftqualität hat in der diesjährigen Studie Hessen (7,19/10).
  • Das “ungesündeste” Bundesland ist Bremen, mit einem Indexwert von 4,34/10 und den wenigsten Sonnenstunden und der zweitschlechtesten Luftqualität bundesweit.
  • Die “ungesündeste” Stadt ist Köln, Nordrhein-Westfalen, mit einem Indexwert von 4,13/10 und nur 1.831h Sonnenschein im Jahr 2025.

Gesundheitsranking: Die Bundesländer im Vergleich

Gesundheitsranking Bundesländer Deutschland 2026

Die Auswertung der Online-Arztpraxis ZAVA zeigt, dass Sachsen-Anhalt mit einem Gesamtwert von 8,65/10 in der diesjährigen Studie das gesündeste Bundesland für seine Einwohner ist. Sachsen-Anhalt hat von allen Bundesländern die meisten Schwimmbecken pro Kopf (160 pro 100.000 Einwohner), sowie die zweitmeisten Grünflächen (230 pro 100.000 Einwohner) und gleichzeitig die meisten Sonnenstunden um diese zu nutzen (2.040h im Jahr 2025 insgesamt). Mit einem Luftqualitätswert von 4,92/10 liegt Sachsen-Anhalt bundesweit in der diesjährigen Studie nur auf Platz 9 (Verschlechterung um einen Rang), belegt aber, was die Anzahl der Sportzentren pro Kopf angeht den dritten Rang, mit 46 Zentren pro 100.000 Einwohner und hat außerdem 968 Wanderwege pro 100.000 Einwohner zu bieten.

Auf dem zweiten Rang folgt der in der vorherigen Studie erstplatzierte Freistaat Sachsen mit einem Gesundheitswert von 8,57/10. Sachsen hat bundesweit die meisten Grünflächen pro Kopf aufzuweisen: 309 pro 100.000 Einwohner, was ganze 20 % mehr sind als in Sachsen-Anhalt auf Rang 1. Sachsen hat ebenfalls die meisten Sportzentren pro Kopf (60 pro 100.000 Einwohner), fast ein Viertel mehr als in Sachsen-Anhalt. In der Zahl der Schwimmbecken pro Kopf hat Sachsen bundesweit den zweithöchsten Wert (154 pro 100.000 Einwohner), sowie die sechstmeisten Wanderwege pro Kopf (1818 pro 100.00 Einwohner). Was Sonnenschein anbelangt, belegt Sachsen mit 1.960 Stunden im letzten Jahr bundesweit Rang 8. Negativ fiel in Sachsen nur durch die erneut verhältnismäßig schlechte Luftqualität auf (4,62/10).

Auf dem dritten Platz ist Brandenburg, wie auch in der vorherigen Studie, diesmal mit einem Indexwert von 8,26/10. Brandenburg ist eins von nur drei Ländern mit mehr als 200 Grünflächen pro 100.000 Einwohner, und hat mit 203 den drittbesten Wert in dieser Sparte deutschlandweit. Das Bundesland punktet außerdem mit den viertmeisten Sonnenstunden im Jahr 2025: insgesamt 2.005h. Zwar hat Brandenburg mit 111 pro 100.000 Einwohner die dritthöchste Anzahl an Schwimmbecken pro Kopf, aber die Anzahl der Sportzentren pro Kopf (41 pro 100.000 Einwohner) ist nur die fünfthöchste bundesweit, und mit nur 1270 Wanderwegen pro 100.000 Einwohner liegt Brandenburg nur auf dem 8. Rang in dieser Kategorie. Die Luftqualität in Brandenburg ist zwar erneut die beste in den Top 3, liegt aber mit einem Wert von 5,67/10 niedriger als in der vorherigen Studie.

Erneut das “ungesündeste” Bundesland in der Studie: Bremen

Mit einem Gesundheitswert von 4,34/10 ist Bremen auch in der Studie für 2026 das Schlusslicht in der Rangliste. Bremens Gesamtwert ist stark negativ beeinflusst von der zweitschlechtesten Luftqualität deutschlandweit, mit einem Wert von nur 2,48/10. Zwar stellt dieser Wert eine leichte Verbesserung im Vergleich zur letzten Studie dar, in der Bremen noch die schlechteste Luftqualität aufwies, doch die in dieser Studie einbezogene Sonnenscheindauer ist in Bremen mit 1.845h im letzten Jahr die niedrigste bundesweit. Die niedrige Anzahl an Grünflächen und Wanderwegen pro 100.000 Einwohner in der Studie sind selbstverständlich von der geringen Fläche des Stadtstaates beeinflusst und die weitaus niedrigere Bevölkerungszahl im Vergleich zu anderen Bundesländern bietet statistisch eine deutlich kleinere und daher etwas weniger praktisch aussagekräftige Stichprobe für die Werte pro Kopf. In Relation dazu hat Bremen als Großstadt mit 36 Sportzentren pro 100.000 Einwohner auf Rang 10 bundesweit und mit 23 Schwimmbecken pro 100.000 Einwohner auf Rang 12 bessere Werte als einige andere Bundesländer.

Lokal unter der Lupe: So gut sind die Voraussetzungen in den Städten

die gesündesten Städte Deutschlands 2026

Die Auswertung der Online-Arztpraxis ZAVA zeigt, dass Heilbronn mit einem Gesamtwert von 9,44/10 im Jahr 2026 erneut Deutschlands gesündeste Stadt für seine Einwohner ist. Heilbronn hat bundesweit die meisten Schwimmbecken pro Kopf (470 pro 100.000 Einwohner) und die meisten Wanderwege pro Kopf (5811 pro 100.000 Einwohner). In der Zahl der Sonnenstunden (2.146,7h im Jahr 2025) und der Grünflächen pro Kopf (611 pro 100.000 Einwohner) ist Heilbronn bundesweit an zweiter Stelle. Nur Leipzig hat mehr (762), schaffte es aber mit einem Gesamtwert von 7,97 auch in der diesjährigen Studie nicht in die Top 10. Heilbronn hat außerdem die drittmeisten Sportzentren pro Kopf (125 pro 100.000 Einwohner). Negativ fiel in Heilbronn nur durch eine mittelmäßige Luftqualität auf (4,69/10, bundesweit auf Rang 18, verschlechtert um 5 Ränge im Vergleich zu 2024).

Auf Rang 2 liegt in der diesjährigen Studie Darmstadt mit einem Gesundheitswert von 8,81/10. Darmstadt verbesserte sich damit im Vergleich zur Studie von 2024 um sechs Ränge. Darmstadt hat pro 100.000 Einwohner 87 Sportzentren und 138 Schwimmbecken zu bieten, sowie 3.388 Wanderwege pro 100.000 Einwohner. In der Sparte Grünflächen belegt Darmstadt mit einer Anzahl von 205 pro 100.000 Einwohner bundesweit allerdings nur den 23. Platz und hat mit 4,86/10 eine nur leicht bessere Luftqualität als Heilbronn auf Platz 1. Was Sonnenstunden anbelangt, liegt Darmstadt mit einer Gesamtzahl an 2071,2h im Jahr 2025 auf Rang 13 bundesweit.

Auf dem dritten Platz befindet sich erneut Karlsruhe mit einem Indexwert von 8,77/10. Zwar besitzt Karlsruhe die viertmeisten Schwimmbecken (203) und die sechstmeisten Sportzentren (109) pro 100.000 Einwohner, was deutlich über den Werten von Darmstadt liegt, doch Karlsruhe hat mit 2.197 Wanderwegen pro 100.000 Einwohner, einer Luftqualität von 4,56/10 und 2001,5 Sonnenstunden im Jahr 2025 deutlich niedrigere Werte vorzuweisen.

Die “ungesündesten” Städte

die ungesündesten Städte Deutschlands

Mit einem Gesundheitswert von nur 4,13/10 ist Köln in der diesjährigen Studie bundesweit die Stadt mit der am wenigsten gesunden Bedingungen für ihre Einwohner. In der Studie von 2024 war Köln noch auf dem vorletzten Rang. NRWs bevölkerungsreichste Stadt hat bundesweit die drittniedrigste Anzahl an Grünflächen pro Kopf (47 pro 100.000 Einwohner) und liegt auch mit der Anzahl für Sportzentren (17 pro 100.000 Einwohner) und für Schwimmbecken (10 pro 100.000 Einwohner) nur knapp über den Zahlen von Duisburg auf dem vorletzten Platz. Köln hat außerdem nur 176 Wanderwege pro 100.000 Einwohner aufzuweisen, was der niedrigste Wert in den 10 letztplatzierten Städten ist. Die Luftqualität ist in Köln allerdings mit 2,89/10 etwas besser als in Duisburg. Mit 1.863h Sonnenschein im Jahr 2025 liegt Köln auf Rang 49 unter den 75 untersuchten Städten.

Die Stadt mit dem zweitschlechtesten Gesundheitswert ist Duisburg (4,47/10). Hauptverantwortlich für diesen Gesamtwert ist die Luftqualität der Stadt. Mit einem Wert von 2,28/10 hat Duisburg die viertschlechteste Luftqualität in Deutschland unter allen Städten mit über 100.000 Einwohnern. Duisburg hat außerdem die fünftwenigsten Sportzentren pro Kopf (15 pro 100.000 Einwohner), und nur 9 Schwimmbecken pro 100.000 Einwohner. Was Sonnenschein anbelangt schneidet Duisburg allerdings mit 1.929,4h im Jahr 2025 deutlich besser ab als Köln, was Duisburg eine Gesamtverbesserung um einen Rang in der diesjährigen Studie einbrachte.

Auf Rang 73 mit dem drittschlechtesten Indexwert (4,51/10) liegt erneut Gelsenkirchen. Die Stadt der Tausend Feuer hat auch nach der Schließung der letzten Zechen im Ruhrgebiet noch heute mit mangelnder Luftqualität zu kämpfen und erzielte nur einen Wert von 2,74/10 in dieser Kategorie, was der neuntniedrigste Wert unter den 75 untersuchten Städten ist. Gleichzeitig stellt dieser Wert allerdings eine Verbesserung um drei Ränge in dieser Kategorie dar. Gelsenkirchen hat mit nur 6 pro 100.000 Einwohner die drittwenigsten Schwimmbecken pro Kopf und mit 1.850,1h Sonnenschein im Jahr 2025 die wenigsten Sonnenstunden unter den Top 3, bietet aber mit 393 pro 100.000 Einwohner deutlich mehr Wanderwege als Köln und Duisburg.

Informationen zur Studie:

  1. Die Voraussetzungen für einen gesunden Lebensstil in den Bundesländern wurden von den Experten der Online-Arztpraxis ZAVA analysiert.
  2. Verschiedene freizeit- und gesundheitsbezogene Tags wurden verwendet, um die Daten zu filtern und interessante Punkte mithilfe des Osmium-Tools zur Abfrage von OSM (Open Street Map) zu extrahieren. Die Daten wurden dann verwendet, um räumlich mit einem NUTS-Level-3-Shapefile verknüpft zu werden, da dies die gewünschte Granularität bietet.
  3. Für das Jahr 2025 für Deutschland wurden Copernicus-Atmosphärendaten³ verwendet, um eine Datenanalyse der wichtigsten Schadstoffe zu erhalten, gemittelt täglich um 12:00 Uhr für Ebene 0 (Bodenniveau) und auf 250 m.
  4. Die folgenden Schadstoffe wurden einbezogen: Kohlenmonoxid (CO), Nichtmethan-flüchtige organische Verbindungen (NMVOCs), Stickstoffdioxid (NO₂), Ozon (O₃), Feinstaub (PM10 und PM2,5), Schwefeldioxid (SO₂).
  5. Ein Luftqualitätswert (höherer Wert = sauberere, weniger verschmutzte Luft) wurde als Durchschnitt von 1-Prozent-Rängen abgeleitet.
  6. Die Sonnenstunden für die Bundesländer und alle Städte mit über 100.000 Einwohnern im Jahr 2025 wurden vom Deutschen Wetterdienst bezogen.
  7. Schließlich wurden alle Variablen unter Verwendung eines durchschnittlichen Prozentrangs kombiniert, um einen endgültigen Wert zu ermitteln.
  8. Die Daten wurden von 13.-14. Mai 2026 erhoben und waren zu diesem Zeitpunkt korrekt.
  9. Die vollständigen Daten finden Sie hier.