Coronavirus: Wie kann ich mich schützen?

Ulrike Thieme, MD

Medizinisch geprüft von

Ulrike Thieme, Ärztin

Letzte Änderung: 01 Apr 2020

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Masks

Wie kann ich mich vor dem Coronavirus schützen?

Glücklicherweise verläuft eine Infektion mit SARS-CoV-2 bei den meisten Menschen mild. Dennoch ist es gerade jetzt sehr wichtig, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Nur so kann vermieden werden, dass sehr viele gefährdete Menschen innerhalb kurzer Zeit gleichzeitig erkranken. Denn dies ist nicht nur für die Betroffenen sehr gefährlich, sondern kann auch zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen.

Den besten Schutz bieten derzeit gute Hygienemaßnahmen. Die Seite Infektionsschutz.de bietet hierzu eine Reihe hilfreicher Informationsfilme an.

Praktizieren Sie gute Händehygiene

Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich, insbesondere nach dem Naseputzen aber auch vor dem Zubereiten von Speisen oder nach einem Toilettengang.

  • Hände unter fließendes Wasser halten
  • von allen Seiten (d.h. Handinnenflächen, Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen) für 30 Sekunden mit ausreichend Seife einreiben
  • unter fließendem Wasser abwaschen
  • sorgfältig abtrocknen. Zu Hause sollte jeder sein eigenes Handtuch benutzen. In öffentlichen Toiletten eignen sich Einmalhandtücher
  • Desinfektionsgel im Privaten nur benutzen, wenn es keine Möglichkeiten zum Händewaschen gibt oder wenn Sie in Kontakt mit Personen kommen, die bereits an Covid-19 erkrankt sind

Halten Sie sich an Husten- und Niesetikette

  • Halten Sie beim Husten und Niesen mindestens 2 Meter Abstand von anderen und drehen Sie sich weg
  • Nicht in die Hand niesen. Dort kann der Virus eine zeitlang überleben – und durch Händeschütteln weitergegeben werden. Stattdessen in die Armbeuge niesen und husten oder am besten in ein Taschentuch
  • Benutzen Sie Einwegtaschentücher und werfen Sie diese nach jedem Niesen/Husten sofort in einen Abfalleimer mit Deckel

Halten Sie Abstand

  • Verzichten Sie wenn möglich auf direkten Körperkontakt, beispielsweise auf das Händeschütteln zur Begrüßung
  • Halten Sie Abstand (ca. 1 bis 2 Meter) zu Personen, die sichtbar an einer Atemwegserkrankung leiden
  • Meiden Sie öffentliche Verkehrsmittel. Gehen Sie stattdessen lieber zu Fuß, fahren Fahrrad oder nehmen Ihr Auto
  • Arbeiten Sie wenn möglich von zu Hause

Hände weg!

  • Fassen Sie mit ungewaschenen Händen nicht an Mund, Augen oder Nase, um eine Übertragung des Virus zu vermeiden. Bitte beachten Sie: Auch durch das Reiben der Augen mit infizierten Händen können Viren in Ihren Körper gelangen.

Besondere Maßnahmen für Risikopatienten

  • Meiden Sie Kontakte mit möglichen Überträgern. Auch wenn dies bedeutet, dass Sie Familienmitglieder und Freunde eine zeitlang nicht zu Gesicht bekommen. Telefonate und/oder Videokonferenzen können helfen, den Kontakt aufrechtzuerhalten und vermitteln das Gefühl, weiter in das Leben der anderen eingebunden zu sein
  • Wenn möglich notwendige Erledigungen wie Einkäufe an Freunde oder Familienmitglieder abgeben
  • Lassen Sie sich gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken impfen. Diese Impfungen schützen zwar nicht vor einer Infektion mit Coronaviren, senken jedoch das Risiko schwerer Begleitinfektionen, wie beispielsweise einer durch Pneumokokken ausgelösten Lungenentzündung. Gerade für ältere oder immungeschwächte Patienten können diese Erkrankungen sehr schwer verlaufen oder gar tödlich enden. Wichtig: Lassen Sie sich nicht impfen, wenn – beispielsweise aufgrund von Erkrankungsfällen im eigenen Umfeld – die Wahrscheinlichkeit besteht, dass Sie sich bereits mit dem Coronavirus angesteckt haben

Sollte ich einen Mundschutz tragen?

Nein. Für gesunde Menschen macht das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wenig Sinn, da das Ansteckungsrisiko nur unwesentlich verringert wird. Im Gegenteil, laut WHO kann das Tragen eines Mundschutzes sogar ein falsches Gefühl von Sicherheit erzeugen, was zu einer Vernachlässigung wichtiger Hygienemaßnahmen, wie beispielsweise guter Handhygiene, führt.

Anders verhält es sich jedoch wenn Sie an Grippe oder einer anderen akuten Infektion der Atemwege erkrankt sind. Hier kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durchaus sinnvoll sein. Durch diesen wird nämlich das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, verringert.

Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Institut (RKI) zum Thema Mundschutz-Pflicht in Deutschland: „Es sind zwei Dinge zu beachten: Es wird in der Öffentlichkeit meist nicht zwischen Mund-Nasen-Schutz und einer Sicherheitsmaske unterschieden. Die Masken (FFP2), die wirklich Viren abhalten, müssen von Pflege-Personal getragen werden, um sich vor einer Infektion zu schützen. Der Mund-Nasen-Schutz dient vor einer Infektion anderer, wenn man selbst infiziert ist. Das ist sinnvoll, das empfehlen wir."

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich offen gegen eine Masken-Pflicht in Deutschland. Er befürchtet, eine solche Pflicht könne zu Hamsterkäufen bei Atemschutzmasken führen. Diese hochwertigen Masken würden dann im Gesundheitssystem fehlen, welches auf diese angewiesen ist. „Aktuell sind sich alle einig: Wenn es Masken betrifft, brauchen Ärzte und etwa Pfleger aktuell Masken, weil hier die Infektionsgefahr höher ist“, so Söder.

Wichtig: Um optimalen Schutz zu gewährleisten, ist der richtige Sitz des Mund-Nasen-Schutz sehr wichtig. Außerdem muss er regelmäßig gewechselt werden, da er durch das Atmen nass wird und dann nicht mehr schützt.

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Medizinisch geprüft von:
Ulrike Thieme, Ärztin

Ulrike Thieme ist seit 2018 Teil des deutschen Ärzteteams bei Zava. Ihre Facharztweiterbildung im Bereich Neurologie schloss sie 2018 ab. Vor ihrer Tätigkeit bei Zava arbeitete Ulrike Thieme an einem klinischen Forschungsprojekt über neurodegenerative Erkrankungen am National Hospital for Neurology and Neurosurgery, London.

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