Wie arbeitet der Online Doktor?

Online-Banking, Online-Shopping - als logische Konsequenz gibt es natürlich auch den Online-Arzt. In vielen Ländern wie Schweden, Norwegen, der Schweiz und auch Großbritannien ist der Besuch der virtuellen Praxis seit vielen Jahren Gang und Gebe. Die Anbieter beschränken sich nur auf die für eine Online-Behandlung infrage kommenden Indikationen. Deutschland öffnet sich langsam. Wann ist es sinnvoll, einen Online-Arzt zu besuchen und woran erkenne ich, ob ich diesem auch vertrauen kann?

Inhalt

Online-Arzt - sinnvoll oder nicht?

Der Ärzteservice über das Internet ist in vielen Fällen eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung zum Arzt vor Ort. So zum Beispiel für die Versorgung chronisch Kranker, die medikamentös bereits gut eingestellt sind, oder für Patienten, die regelmäßig Medikamente einnehmen, wie etwa Frauen, die mit der Pille verhüten. Diese Patienten profitieren von medizinischer Versorgung über digitale Kanäle, ebenso wie Menschen in unterversorgten Regionen. Anfahrtsweg und Wartezeiten auf den Termin oder im Wartezimmer entfallen, beim Routinebesuch zur Ausstellung eines Folgerezepts genauso wie bei der Diagnose einer aus der Ferne behandelbaren Indikation. Einfach ein Klick und Sie sind beim Arzt. Auch vor einer Fernreise können die notwendigen Vorkehrungen, wie eine Malaria-Propyhlaxe, sichergestellt werden – ganz unkompliziert.

Besonders häufig nutzen Männer zwischen 35 und 50 Jahren und Frauen zwischen 20 und 35 Jahren die medizinische Beratung und Behandlung durch einen Online-Arzt. Das zeigen unsere Zahlen.

Unser Patienten-Atlas von Deutschland zeigt deutlich, dass sich immer mehr Menschen telemedizinisch behandeln lassen.

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Wie erkenne ich einen seriösen Online-Arzt?

Ob online oder offline: Nur ausgebildete Ärzte dürfen medizinisch beraten und behandeln. Sie besitzen eine staatlich geprüfte Zulassung, die z. B. in Deutschland durch die Approbationsordnung geregelt ist. Seriöse Online-Arztpraxen werden ebenfalls von staatlicher Stelle beaufsichtigt. Sie sollte im Impressum genannt sein.

Für eine wirkungsvolle, individuelle Therapie braucht jeder Arzt häufig sensible Informationen seiner Patienten. Der Austausch sollte online auf einem sicheren Weg stattfinden. Den erkennen Sie daran, dass:

  • die Seite vollständig verschlüsselt über https geladen wird und nicht über http (SSL Zertifikat). Im Browser sehen Sie z. B. links neben der URL ein Schloss mit dem Namen des Webseitenbetreibers oder den Hinweis “sicher”.
  • alle Daten verschlüsselt gespeichert werden. Selbst, wenn die Seiten gehackt werden, sind die Daten nicht einfach auszulesen.
  • per E-Mail keine medizinischen Informationen ausgetauscht werden. Anhand einer E-Mail darf kein Rückschluss auf die Behandlung möglich sein, geschweige denn welche Beschwerde behandelt wurde. Diese Kommunikation läuft ausschließlich auf der verschlüsselten Webseite und ist mit einem Passwort gesichert.
  • der Account vom Patienten problemlos jederzeit selber geschlossen werden kann.
  • lediglich medizinisches Personal die Patientendaten einsehen kann (Sprechstundenhilfen und Ärzte), aber keine anderen Mitarbeiter der Online-Arztpraxis.
  • die Registrierungsnummer des behandelnden Arztes zu jeder Zeit einsehbar ist, bspw. in der E-Mail-Kommunikation.

Auch andere Sicherheits-Zertifikate, wie das TÜV-Siegel für den Bezahlvorgang von Klarna bei Zava weisen seriöse Telemedizin-Seiten aus.

Wie ist eine Ferndiagnose und eine Fernbehandlung möglich?

Das Konzept des Online Arztes und telemedizinische Verfahren zur Behandlung von Patienten werden bereits seit den 1980er Jahren erforscht. Zahlreiche Länder, darunter auch die Schweiz bieten mittlerweile seit mehreren Jahren umfangreiche Leistungen für Patienten über das Internet an. Die körperliche Untersuchung wird dabei nicht übergangen, sondern mit weiteren und schnelleren Kontaktmöglichkeiten ergänzt. Die Vorteile durch die Ferndiagnose sind enorm. Der Patient hat deutlich kürzere bis überhaupt keine Wartezeiten und muss sich nur ins Wartezimmer setzen, wenn es notwendig ist. Durch eine elektronische Patientenakte kann der Informationsaustausch zwischen dem Online Arzt, dem Hausarzt oder Facharzt und dem Patienten selbst ohne Hürden verlaufen, sodass keine Informationslücken entstehen. Die Gefahr einer Fehlbehandlung aufgrund von fehlenden Informationen oder unnötigen Verzögerungen beim Informationsaustausch wird minimiert.

Die deutsche Ärzteberufsordnung schließt einen solchen Service für den Patienten bisher, anders als in anderen europäischen Ländern, aus. Zava bietet deutschen Patienten diesen Service an und empfiehlt die Möglichkeit für den Informationsaustausch zwischen Zava und Ihrem Hausarzt im Rahmen der Zava Sprechstunde zu nutzen.

Wie ist der Online Doktor gesetzlich geregelt?

In Deutschland verbietet die ärztliche Berufsordnung eine Behandlung von Patienten aus der Ferne. In vielen anderen Ländern wie z.B. der Schweiz, Norwegen, Schweden und Großbritannien ist eine solche Fernbehandlung ausdrücklich erlaubt und seit Jahren etabliert. Die englische Ärztekammer hat klare Regeln aufgestellt, wie im Falle einer Fernbehandlung zu verfahren ist.

Webseiten wie zavamed.com können Ihre Sprechstunden nach Deutschland aufgrund des europäischen Binnenmarktes anbieten. Innerhalb von diesem besteht ein freier Verkehr von Waren und Dienstleistungen, einschließlich medizinischer Leistungen. Ferner ist ein ausdrückliches Ziel der EU-Kommission, einen europaweit integrierten Gesundheitssektor zu schaffen und die grenzüberschreitende Mobilität von Patienten und medizinischen Dienstleistungen zu fördern.

Die Zukunft der medizinischen Versorgung - Online und konventionell

Ein Online Arzt wird natürlich niemals die herkömmliche Arztpraxis ersetzen können. Großes Potenzial für die verschiedenen Möglichkeiten der Ferndiagnose und Fernbehandlung besteht in der Kombination von herkömmlichen Versorgungsformen und der Online Anamnese und Online Behandlung. Die Transparenz und die einfachen und direkten Kommunikationskanäle helfen, die Vorteile beider Versorgungswege ideal zu kombinieren und eine qualitativ hochwertige und patienten-zentrierte Versorgung zu erreichen.


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