Hausmittel gegen Schnupfen

Dr. Nadia Schendzielorz

Medizinisch geprüft von

Dr. Nadia Schendzielorz

Letzte Änderung: 13 Jul 2020

Bei Schnupfen können in vielen Fällen auch Hausmittel zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden. Die Wirksamkeit von Hausmitteln kann dabei individuell variieren. Je nach Ursache des Schnupfens sollten bestimmte Hausmittel eher gemieden werden.

Inhalt
Wasser wird eingeschenkt in Glas aus Flasche, grüner Hintergrund

Inhalation

Inhalieren eignet sich besonders bei Schnupfen im Rahmen einer Infektion. Eine Inhalation befeuchtet die Schleimhäute, wodurch festsitzender Schleim gelöst und abtransportiert wird. Hierfür wird der Kopf circa 10-30 Minuten über einen Dampfinhalator oder einen Topf mit 40-50°C warmem Wasser gehalten. Zusätze wie Kochsalz, Kamille oder ätherische Öle können unterstützend wirken.

Wichtig: Ätherische Öle sind für Menschen mit empfindlichen Atemwegen ungeeignet. Vorsicht geboten ist auch bei Säuglingen und Kleinkindern: hier können ätherische Öle zu Krämpfen mit Atemnot bis hin zur Erstickungsgefahr führen. Für Kleinkinder stehen spezielle Inhaliergeräte und -zusätze zur Verfügung, die für eine Erweiterung der Atemwege sorgen und so die Belüftung der Lunge verbessern. Die Verwendung dieser Zusätze muss aber zuvor mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Ausreichende Luftfeuchtigkeit

Trockene Raumluft kann die Schleimhäute in der Nase austrocknen und so zusätzlich reizen. Räume sollten gerade im Winter mindestens 3-mal täglich stoßgelüftet werden. Luftbefeuchter können dabei helfen, die Luftfeuchtigkeit in einem Bereich zu halten, der für Sie angenehm ist. Achten Sie jedoch darauf, dass zu feuchte Luft und seltenes Lüften zu Schimmelbildung führen kann.

Spazieren gehen

Leichte Bewegung an der frischen Luft regt den Kreislauf an und kann unterstützend bei infektbedingtem Schnupfen wirken. Wenn ihr Schnupfen durch eine Pollenallergie hervorgerufen wird, können Spaziergänge aber zu vermehrtem Kontakt mit den Pollen führen und die Symptome verstärken.

Wickel

Wickel und Kompressen werden häufig bei Erkältungssymptomen verwendet. Systematische Untersuchungen hierzu gibt es zwar wenige, trotzdem führt die Anwendung bei vielen Patienten zu einer subjektiven Besserung der Beschwerden. Beispielsweise können Wickel mit Quark, Zwiebeln oder Meerrettich um die Stirn oder in den Nacken gelegt werden.

Viel trinken

Ausreichendes Trinken von 2-3 Liter Flüssigkeit hält die Sekrete der Schleimhäute flüssig und hilft insbesondere bei infektbedingtem Schnupfen beim Abtransport von Sekreten. Trinken Sie vorrangig Wasser und ungesüßte Tees, aber möglichst nur geringe Mengen Softdrinks.

Nasendusche

Nasenduschen lösen zähen Schleim, Erreger oder Allergene und befördern damit häufige Ursache für Schnupfen aus der Nase. Für eine Nasenspülung wird 1-2-mal täglich eine Nasenspülflasche mit lauwarmem Salzwasser gefüllt, welches schließlich in ein Nasenloch gegossen wird und aus dem anderen Nasenloch herausläuft.Nasenduschen können zudem vorbeugend eingesetzt werden. Passende Salzmischungen und Behälter bieten beispielsweise Apotheken an.

Erhöht schlafen

Eine leicht aufrechte Schlafposition hilft beim Abfluss von Schleim und verhindert beziehungsweise lindert eine Verstopfung der Atemwege.

Zwiebel

Zwiebeln werden als Zwiebelsäckchen und -sirup gegen Ohrenschmerzen und Husten verwendet. Für Zwiebelsäcke werden gehackte Zwiebel in Stofftücher gewickelt und auf die Ohren gelegt. Zwiebelsirup wird aus gehackten Zwiebeln und Zucker hergestellt: Mehrmals täglich eingenommen (jeweils 1 Teelöffel) soll er beim Abhusten helfen.

Ernährung

Durch eine ausgewogene Ernährung kann Schnupfen nicht nur vorgebeugt werden, sondern auch die Genesung unterstützt werden. Die Grundlage sollten Gemüse, Obst und Ballaststoffe sein, zudem können Nahrungsmittel mit hohem Flüssigkeitsanteil wie beispielsweise Suppen zur Verflüssigung und zum Abfließen von Schleim aus der Nase beitragen.

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Medizinisch geprüft von:
Dr. Nadia Schendzielorz Medizinische Autorin

Dr. Nadia Schendzielorz war von 2016 bis 2020 Apothekerin bei Zava und unterstützt das Team nun freiberuflich bei der medizinischen Textprüfung. Sie schloss ihr Studium der Pharmazie an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn ab. Im Anschluss arbeitete sie an ihrer Dissertation an der Universität von Helsinki in Finnland und promovierte erfolgreich im Fachbereich Pharmakologie.

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Artikel erschienen: 13 Jul 2020

Letzte Änderung: 13 Jul 2020

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